Beiträge von Tricholomopsis

    Servus Dieter,


    die Mail kam bestens an, danke dir!


    Übrignens: Auch die schwache Warzigkeit der Sporen passt nicht wirklich zu vernum. Wir haben ja inzwischen viele vernums mikroskopiert und die habe alle richtig fette Warzen.

    Dein Fund hat doch starke Warzen, hast du ja selber geschrieben:


    Zitat

    dünnwandig, stark gewarzt, dacryoid (tränenförmig)


    Und man kann das ganz gut auf den Mikrofotos von dir sehen. Die Sporen von Cort. suberythrinus sind auch stark gewarzt (wenn man der Sporenzeichnung von Moenne-Loccoz da vertrauen kann, bei seiner var. geraniolens passt die Zeichnung ja nicht zur Beschreibung...).


    Liebe Grüße,

    Christoph


    P.S. Liguster bildet, soweit ich weiß, keine Ektomykorrhiza (sondern eine arbuskuläre Mykorrhiza mit Glomeromycota), daher ist die Verbindung des Schleierlings zum Liguster wohl sehr unwahrscheinlich.

    Servus Stefan,


    schöne Bilderserie :-). Die Gyromitra cf. gigas scheint auf Laubholz zu wachsen? Wenn es G. gigas ist, dann darf die das durchaus (hatte ich auch schonmal an Laubholz). Aber auf alle Fälle lohnt es sich, sie komplett ausreifen zu lassen. Es gibt nämlich weitere, in Frage kommende Arten wie z.B. Gyromitra ticiniana, die aber glatte Sooren aufweist (daher komplett ausreifen lassen). Oder Gyromitra caroliana die auch jung so aussehen kann... Gyromitra fastigiata hast du ja selber schon erwähnt - die scheit es bei mir so gut wie gar nicht zu geben.


    Den Schlüssel im BMG-Forum kennst du ja vermutlich.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus beinand,


    Heterochaetella dubia ist ein toller Fund. Ich war da ja total auf dem Holzweg und hatte mich von den Kristallen und der Form der Cystidenspitzen verleiten lassen. Ich hatte zwar schon die eine oder andere Stypella unter dem Mikroskop, aber noch nie Heterochaetella dubia selbst gesehen. Jetzt, wo man's weiß... ;-).


    Coole Sache - und es zeigt sich, wie so oft, wieviel Erfahrung Frank hat.


    Die Fibrodontia hatte ich auch noch nie unter dem Glas oder auch nur in der Hand.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Dieter,


    "CFP" meint die Cortinarius-Flora-Photographica. Die Funge Nordica ist ja nur ein reiner Schlüssel, die CFP ist nicht immer mit der FN deckungsgleich.


    Die Originalbeschreibung aus dem Bulletin Trimestriel de la Fédération Mycologique Dauphiné-Savoie von Cortinarius suberythrinus habe ich nicht - meine Mailadresse ist ch.j.hahn "ät" gmail.com ;)

    Ich hatte mich auf die Interpretation im "Atlas des Cortinaires" bezogen. Warum der Tyous nicht sequenziert wurde, weiß ich nicht, da ja andere "Franzosen" aus der Gruppe sequenziert wurden (wie Cortinarius petroselineus nom. inval.). Vielleicht war der Typus nicht ausleihbar / sequenzierbar, aber dann hätte ich zumindest erwartet, dass Suárez-Santiago et al. (2009) den Namen zumindest erwähnen / diskutieren.


    Tanne bei Ligusterhecke klingt als Habitat gar nicht passend, eigentlich zu keiner der Wasserköpfe aus der Gruppe?! Keine Pappel irgendwo in greifbarer Nähe?


    Ich schick dir heute noch ne Mail ;-).


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Alis,


    dann bin ich hier in meiner Gegend wohl verwöhnt. An der Isar und am Lech sind die gelben (und nicht gelben) Speisemorcheln Massenpilze. Selbst letztes Jahr musste ich nur einmal für ne halbe Stunde im Auwald sein, um für die ganze Saison genug Mrocheln trocknen zu können.

    Das "häufig" bezieht sich wie immer auf das richtige Biotop. Kalkböden, Auwald, Hartholzaue, viele alte Eschen.


    Die Böhmischen Verpeln sind aber auch bei mir eine Rarität, auch wenn, sollten sie mal fruktifizieren, an einem Platz durchaus in großen Mengen kommen. Ich würde die aber nie für Speisezwecke sammeln, da ich solche Raritäten nicht essen würde. ;)


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Mario,


    der Corti mit den Sternkristallen und den auffälligen Zystiden dürfte Lagarobasidium detriticum sein. Die Phragmosbasidien passen aber nicht dazu - daher gehe ich davon aus, dass er von dem Pilz, zu dem diese Basidien gehören, parasitiert wird. Die Sporen passen auch nicht zu Lagarobasidium (müssten ein bisserl dickwandig sein und ein bisserl breiter). Es gibt ja z.B. Exidiopsis-s.l.-Arten, die in anderen Pilzen fruktifizieren. Um den Parasiten zu bestimmen, müsstest du den genauer analysieren (Schnallen? Wie sieht die Basidienbasis aus? Gibt es andere Auffälligkeiten?)


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Feinschmecker,


    ist an den Verpeln überhaupt was dran (dünnfleischig, wenig Masse...)? Lohnt sich das überhaupt (geschmacklich)?

    Böhmische Verpeln empfinde ich persönlich als schützenswert an, da in der Fläche sehr selten und nur lokal teils sehr häufig. Sollte man da nicht lieber auf die schönen, häufigen, gelben Speisemorcheln warten?


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Sebas,


    Björn hat es ja schon geschrieben: Frühjahrslorcheln - roh sind sie tödlich giftig, sowohl für Kinder als auch für Hunde. Für Pflanzen nicht, denn Pflanzen fressen keine Pilze.

    Kinder sollten auch nichts essen, was irgednwo wild wächst. Das sollte man den Kindern beibringen, denn genau genommen sind die heimischen Pflanzen gefährlicher als die Pilze. Ich denke da nur an Eisenhut - oder selbst Thuja ist tödlich giftig und wie viele Thujahecken haben wir.

    Hunde fressen keine Pilze - jedenfalls keine Lorcheln, sag ich mal so. Der Kontakt, also anschnuffeln bzw. für den Menschen das Anfassen ist harmlos.


    Erfreu dich der schönen Pilze - und erkläre lieber den Kiddies, dass sie niemals, never ever, Pilze in den Mund stecken dürfen. Dann kannst du ganz gelassen sein, wenn irgendwo Pilze im Garten wachsen.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Norbert,


    wenn du Anemonenbecherlinge finden willst, dann suche nach etwas lückigen, gewchwächten Beständen. Der Anemonenbecherling greift die Rhizome des Buschwindröschens an. Das kostet die Pflanze viel an Vitalität. Deshalb sind befallene Bestände (also die, wo man viele Becherchen findet), so lückig und schwächlich.


    Mit dem Suchmuster solltest du eigentlich immer fündig werden.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    P.S.: und siehe da, ich habe einfach mal nach Geopora sumneriana und Abies gegoogelt...


    Es gibt einen Fund unter Nordmanntanne in Frankreich: recolte.php?action=list&genre=geopora&espece=sumneriana&source=popup -

    17/02/2018 Dominique Thauvin Dominique Thauvin Les Bordes, Loiret (45), France Bois - Sous sapin de Nordmann (Abies nordmanniana).

    hier das zugehörige Foto: MycoDB : Photo de geopora sumneriana


    und es gibt einen Fund aus einem Garten mit Weißtanne, ebenfalls in Frankreich: Geopora sumneriana (Cooke)De La Torre | Societé Mycologique du Poitou

    LIGUGE (86), Le Bourg Quartier de Givray, MER 1727D22. sous Abies alba dans un jardin particulier


    Recherchiert man etwas intensiver, wird man wohl noch weitere entsprechende Funde ausgraben können. Wie gesagt, Tanne und Zeder sind sehr nah verwandt, daher ist das nicht überraschend.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Joli,


    ich habe ehrlich gesagt die Tanne in Verdacht. Die Gattung Cedrus (Zedern) gehört in die Familie der Pinaceae und hier in zur Unterfamilie der Abietoideae. Kurz gesagt, Tanne und Zeder sind sehr nah miteinander verwandt.


    Sollte mal am Wuchsort eine Zeder gepflanzt worden sein, dann ist es natürlich möglich, dass der Sandborstling sich deshalb dort etablieren konnte. Sitzt er aber an der Zeder, kann er prinzipiell auch an andere Bäume ran. Selbst gesehen habe ich das bei Rubroboletus rhodoxanthus, den ich in Spanien unter Korkeeichen gefunden hatte und Mykorrhizen ausgegraben habe. Die Mykorrhizen saßen aber (in der von mir gestochenen Probe) an Zistrosenwurzeln. Es standen da eben auch Zistrosen herum. Ich bin sicher, dass an der Eiche ebenfalls Mykorrhizen waren.

    Zweites Beispiel: Ludwig Beenken hatte für seine Dissertation u.a. einen Täubling "gestochen" (Mykorrhizen ausgegraben), der Pappeln als Partner benötigt. Er fand ihn auch an Pappel, hat aber an der Stelle den gleichen Täubling auch an Eiche (wenn ich mich richtig erinnere, muss mal nachlesen) nachweisen können.


    Es gibt Beispiele, bei denen nicht nachgegraben wurde - z.B. Goldröhrlinge bei Fichte, mit Lärchenstumpf in der Nähe. Da vermute ich dan auch, dass die Lärche der Primärbesiedlungsort war, die dann gefällt wurde und der Goldröhrling dann eben die Fichten nahm (oder schon vorher diese als Zweitwirt mitnahm, siehe oben).


    Ob jetzt bei deiner Fundstelle eine Zeder vorhanden war oder nicht, ist jetzt natürlich reine Spekulation. Der Wacholder gehört aber zu den Cupressaceae, also in eine andere Pflanzenfamilie als die Zeder. Ich würde auch ohne Zeder nicht ausschlließen wollen, dass der Sandborstling auch mit Tanne kann.


    Nachweisen würde man es nur über Ausgraben der Mykorrhizen können. Und da muss man dann zur Absicherung DNA aus dem Fruchtkörper mit der DNA der Mykorrhizen vergleichen, damit klar ist, dass das zusammengehört.


    Da Geopora ein klassischer Ektomykorrhizapilz ist, gehe ich davon aus, dass ohne Mykorrhizen keine Fruchtkörper gebildet werden. Ektomykorrhizapilze können eine gewisse Zeit ohne Baumpartner überdauern, dann aber auf absoluter Sparflamme und ohne Fruchtkörperproduktion. Von mehr als zwei Jahren würde ich aber nicht ausgehen, eher von einem Jahr.


    Zehn Jahre ohne Mykorrhiza und dan Fruchtkörper? Für mich ausgeschlossen. Mykorrhiza an der Tanne für mich aber sehr wahrscheinlich. Mit Zeder neben der Tanne (früher) noch wahrscheinlicher, ohne Zeder nicht ausgeschlossen. (Sieht man ja, er wächst da ja).


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Dieter,


    mal wieder eine wunderbare Bilderschau!


    Zu dem Cortinarius vernus... für C. vernus ist der Fund schon recht früh mit April. Und bei Rottönen am Stiel (eventuell auch am Hutrand) würde ich mal mit Cortinarius suberythrinus vergleichen. Cortinarius vernus s.str. fehlen die Rottöne am Stiel und er fruktifiziert später im Frühjahr (und bis in den Herbst).


    Falls man die beiden zusammenschmeißen will, hätte Cortinarius suberythrinus Priorität, da das der ältere Name ist.


    Ich finde die Wasserköpfe allerdings auch im Frühjahr schwierig zu bestimmen. Das Thema Cortinarius vernus vs. Cortinarius suberythrinus wurde hier mal ausführlich diskutiert (anhand eines Funds von mir bei einer Kartierungsexkursion des Münchner Pilzvereins): Cortinarius suberythrinus - ein Wasserkopf im Frühjahr


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Mario,


    ich bin ja bei vielen Bestimmungen der "Ockertramete" sehr skeptisch, denn Trametes versicolor ist ein Chamaeleon. Für mich ist eine "typische" Ockertramete ein Pilz, dessen Hut um Querschnitt von der Hutkante bis zur Ansatzstelle immer dicker wird, während Trametes versicolor über einen recht breiten Bereichs des Hutes gleich dünn ist und nur am Ansatz dann auch abrupt dicker werden kann. Das deckt sich auch mit dem, was Dörfelt & Ruske schreiben und mit dem akten Artikel von Herrmann Jahn (Abb. 1a, 1b) - Link siehe unten.

    Dann fehlen der Trametes ochracea Zonen mit flach anliegenden Haaren, während diese bei Trametes versicolor immer wieder auftreten - siehe auch hier Dörfelt & Ruske. Bei deinen Pilzen sieht man, meine ich, Bereiche, bei denen die Haare flach anliegen.

    Trametes ochracea wird zum Hutrand hin meist auch immer heller, kann sogar fast weiß am Hutrand sein - siehe die Abbildung bei Herrmann Jahn (als Tr. zonata, wie sie frpher genannt wurde): pb_bd_3_3.pdf


    Was die Sporenmaße angeht, gibt es immer wieder widersprüchliche Aussagen. Jahn meinte, sie seien kaum unterscheidbar, bei Dörfelt & Ruske sind sie bei Tr. versicolor schmaler (wie auch schon beim alten Jülich). Bei Ryvarden & Melo sind die Maße recht ähnlich (Tr. ochracea hat einen Tick längere Sporen bei dort gleicher Breite).


    Die dunkle Linie ist m.E. tückisch. Sie ist eigentlich nur die Farbe der Huthaut direkt unter dem Tomentum. Bei blassen Exemplaren ist sie blasser. Manchmal ist sie frisch nicht zu sehen, getrocknet ist sie dann plötzlich da. Und Dörfelt & Ruske billigen auch Trametes ochracea eine solche Linie (als braun, statt schwarz, nun ja...) zu.


    Genetisch kann man die beiden Arten gut trennen. Aber ich befürchte, dass zu viele etwas blassere Kollektionen von Trametes versicolor einfach falsch bestimmt werden. Für mich ist Tramates ochracea nicht häufig. Und meist finde ich sie an Birke und treffe mich da wieder bei dem alten Artikel von Herrmann Jahn wieder.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Erich,


    bei Insekten ist es wohl einfacher gewesen, Larvenstadien und Imagines eineander zuzuordnen (beobachten und warten, was dann schlüpft). Bevor die Genetik half, war es bei Pilzen schwierig, herauszubekommen, welche Nebenfruchtform zu welcher Hauptfruchtform gehört und umgekehrt. Deshalb hat man früher eine zweigleisige Nomenklatur gefahren.


    Mittlerweile gilt aber auch bei Pilzen: One fungus, one name. Insofern hat der gezeigte Pilz nur einen Namen. Ob die Gattung aktuell Cryptadelphia oder Brachysporum heißt, weiß ich allerdings nicht. Ich gehe davon aus, dass Cryptdelphia der richtige Name ist (wurde aber erst 2004 beschrieben), da Brachysporium obovatum, der Typus der Gattung Brachysporium, nicht Teil von Cryptadelphia ist (soweit ich weiß). Das Problem ist, dass die "Gattung" Brachysporium deutlich größer als die Gattung Cryptadelphia ist. Und da man ein Brachysporium ganz gut erkennen kann, aber daran nicht direkt sieht, zu welcher Hauptfruchtform das dann gehören wird, ist es für Mykologen, die sich mit Anamorphen beschäftigen, oft leichter, entsprechend eine eigene Nebenfruchtformnomenklatur zu verwenden.


    Man müsste also das Brachysporium und die Hauptfruchtform genau bestimmen, dann kann man sagen, ob sie die gleiche Spezies in unterschiedlichen Stadien darstellen (was wahrscheinlich ist) - oder ob hier zwei relativ nah verwandte Arten zusammen vorkommen. Da ist es pragmatisch, zu sagen, "dass das eine eine Cryptadelphia ist und das andere ein Brachysporium, die aber vermutlich zusammengehören".


    Gehören sie aber wirklich zusammen, dann haben sie letzten Endes wie gesagt beide den gleichen Namen.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus beinand,


    kann ich auch bestätigen, Meottomyces dissimilans ist eher übersehen als selten. Ich finde ihn in bodenfeuchten Wäldern (Oberbayern), wo sich viel Laubstreu sammelt, wobei ich bisher immer nur bei Pappel gesucht habe und dann auch dort fündig wurde. An anderem Laub hatte ich ihn daher (logischerweise) noch nicht.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Lars,


    ich kann Stefan nur beipflichten. Ich selbst habe Ramaria aurea noch nie im reinen Fichtenwald gesehen (und in Josefs Monographie steht auch nichts über Nadelwaldvorkommen). Ramaria aurea ist auch leuchtender orange und hat gerne einen winzigen Hauch von Lachs, aber nur einen Hauch.


    Es gibt aber soooo viele gelbe Ramarien. Die häufigste im Nadelwald ist Ramaria largentii, die man auch ganz gut an ihrem Gummigeruch erkennen kann, finde ich.

    Dann gibt es Ramaria flavobrunnescens var. aurea, Ramaria flava var. scandinavica, Ramaria longispora, Ramaria flavoides, Ramaria pallidosaponaria, Ramaria safraniolens, Ramaria schildii...


    die sind alle gelb... und können bei Fichten vorkommen. Ohne Mikroskopie keine Chance. Oder zumindest bräuchte es eine sehr ausführliche makroskopische Beschreibung mit wirklich vielen Details (Geruch, Farbnuancen in den Ästen, Fleichfarbe und -verfärbung, Reaktionen der Äste auf Druck usw.), um auch nur eine Chance zu haben, richtig zu raten. Aber Korallen ohne Mikroskopie... klappt nur sehr selten.


    Nur eins ist sicher, denke ich - deine Koralle ist nicht Ramaria aurea.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Mario,


    mir kommt es auch bekannt vor und ich meine, dass sowas hier vor Kurzem mal in einem Thread gezeigt wurde (ohne Namen). Vielleicht kommt es mir auch nur deshalb bekannt vor, weil das Ding aussieht wie ein Dictyostelium, z.B. Dictyostelium discoideum, der gerne an Holz vorkommt. Dazu passt aber die Konidiogenese nicht.


    Ich selbst bin überfragt...


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Peter,


    Und wenn du bestellst, dann das gleich dazu, das Taschenlexikon der Pilze Deutschlands. Ist zZ vergriffen, das letztere, wird angeblich wieder aufgelegt.

    nicht nur angeblich - ich hocke gerade dran. Es wird durch makroskopische Gattungsschlüssel für Lamellenpilze und Röhrlinge ergänzt (neben anderen Aktualisierungen). Der Röhrlingsschlüssel war aufwendiger, als ich dachte, da ich die ganzen neuen Kleinarten versucht habe, makroskopisch aufzudröseln.

    Die Lamellenpilze sind natürlich noch schwieriger. Bin gespannt, wie's wird.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Claudia,


    ich gebe Uwe völlig recht - auch für mich ist der Methusalem ein Linde, der Lamellenpilz eine Tubaria.

    Der Gallertpilz ist zu ungenau zu sehen (Würzige Drüslinge kenne ich nicht, aber der Warzige Drüsling ist es auch nicht). Eine Versammlung junger Judasohren kann gut sein, aber so nicht gut genug zu sehen.


    Die Adonisröschen sind natürlich der Hit. Nördlich von München gibt es die auch noch - auf der Garchinger Heide. Sonst ist hier in meinem Raum Fehlanzeige, soweit ich weiß.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Peter,


    danke für den Link zur Seite von Weber & Mattheck! Prof. Dr. Claus Mattheck ist in der Baumgutachterszene "berühmt", was er macht hat Hand und Fuß. Und er kann alles sehr gut aufbereiten, finde ich. Und auch hier: sehr lohnenswert.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Felli,


    gibt es bei Hapalocystis auch Arten mit undeptierten Sporen?! Ich würde hier an eine Botryosphaeriaceae denken - dein Link auf den anderen Thread passt da ja gut drauf. Also irgendwas aus dem Verwandtschaftskreus um die Gattung Diplodia s.l.... Es gibt sogar eine Diplodia tiliae, ich habe dazu aber leider keine Literatur (in der Bearbeitung der Botryosphaericeae von Phillips et al. 2013 taucht Diplodia tiliae nicht auf).


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Klaus,


    ich fürchte, ich kann auch nicht weiterhelfen. Die mit am meisten gefürchtete Erkrankung von Albizia julibrissin ist Fusarium oxysporum.

    Dann ist auch bekannt, dass Colletotrichum lebbek der Seidenakazie das Leben schwer machen kann. Auch Pseudocercospora glaucae ist eine bekannte Krankheit der Seidenakazie.


    Aber all das passt nicht zu dem von dir gezeigten Pilz. Es kann aber gut sein, dass dein Baum von dem Fusarium oxysporum befallen ist und dein Pilz eine Sekundärinfektion. Das ist aber sehr spekulativ und basiert nur darauf, dass das Fusarium größte Schäden anrichtet (auch am Holzkörper).


    Dein roter Pilz ist aber auch keine Phytophtora - die würde im Mikroskop ganz anders aussehen (und sind auch keine Pilze im eigentlichen Sinn).


    Vielleicht fällt Thorben direkt was ein. Sonst müsste man wohl diverse Hyphomyzeten-Gattungen durchblättern. So viele wird es ja nicht geben, die so auffällige Knubbel erzeugen.


    Liebe Grüße,

    Christoph


    P.S.: ich würde mich auch an das zuständige Landesamt richten. Manchmal ist es auch möglich, bei dem Landesamt für Forst (weiß nicht, wie das bei euch heißt) nachzufragen, da die öfter mit Baumkrankheiten zu tun haben.