Beiträge von Tricholomopsis

    Servus Norbert,


    wenn die Schneiden steril sind, dann bleibt nur A. elatella übrig. Dass der auch ohne Sumpf wächst, hätte ich nicht gedacht. Ich kenne die Art nur aus Kalkflachmooren (gestern habe ich zusammen mit Boris Zurinski eine Kollektion gesammelt und beim Münchner Vereinsabend vorgestellt).

    Schöner Fund!


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Norbert,


    da du nicht auf de Krempling reagierst, gehe ich recht in der Annahme, dass du die Fruchtkörper nicht mitgenommen hast und keinen Sporenabdruck hast machen können?


    Agrocybe mit den den GPBW zu bestimmen, ist etwas schwierig. Es gibt auch schmächtige Agrocybe praecox s.l. - die Makrounterscheidung nach Stieldicke ist da etwas gewagt. Die Sporenquotienten sind leider auch nicht geeignet, um hier klar zu unterscheiden.


    Sicherer geht es z.B. mit der Form und Häufigkeit der Cheilocystiden


    A. elatella: Lamellenschneide völlig steril, nur mit Cheilocystiden besetzt; Cheilocystiden keulenförmig, flaschenförmige nur untermischt

    A. praecox s.l.: Cheilocystiden mehr zerstreut auftretend, Schneide nicht völlig steril; Cheilocystiden meist breit flaschenförmig, utriform, auch etwas fusiform bis zylindrisch, aber nicht keulig


    Der Ring ist bei A. praecox s.l. meist hängend, bei A. elatella aufsteigend.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Norbert,


    der Krempling dürfte Paxillus adelphus sein, aber da wäre die genaue Sporenpulverfarbe des frischen Abwurfs hilfreich. Die kräftigen Fruchtkörper mir den deutlichen Huthautschuppen sprechen aber für Paxillus adelphus (der Erlenkrempling wurde mittlerweile in drei Arten aufgetrennt).


    Der letzte Pilz ist ein Ackerling. Möglicherweise aus dem A.-praecox-Formenkreis oder A. elatella. Ohne Mikroskop gar keine Chance...


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus ihr zwei,


    mal wieder ein wirklich cooler Bericht. Fujimyces oödes finde ich besonders spannend. Der Pilz ist bislang völlig unter meinem Radar geflogen. Muss ich mal aktiv drauf achten.

    Die Gattung Phaeosphaeria finde ich ohnehin spannend.


    Danke für die tollen Berichte!


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Björn,


    auch von mir ein klares ja zu Agaricus bitorquis. Da es mehr Arten mit zwei Ringen bzw. Ring und Volva gibt, ist ein gutes Zusatzmerkmal von Agaricus bitorquis, dass auch der obere Ring nach unten abziehbar ist, also aufsteigend ist. Das langsam rötende bis rotbraun verfärbende Fleisch ist ein weiteres Merkmal.


    Die Taphrina ist wirklich sehr interessant. Sieht aus wie Taphrina padi, nur passt der Wirt nicht. Taphrina farlowii kann ja auch den Blütenstand befallen, aber dann wuchert da m.E. mehr als nur Narrentaschen. Bin gespannt, was am Ende rauskommt.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus beinand,


    über eine Bestimmung zu diskutieren, wenn man nur den Hut von oben sieht - und damit keinerlei weitere Merkmale an der Hand hat - ist m.E. vergebene Mühe. Unbestimmar nach Foto. ==Gnolm19


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Arne,


    das ist ein Braunsporer - Schwindlinge hätten weißes Sporenpulver. Ich vermute hier einen Ackerling - und zwar einen der schmächtigen ohne Ring wie z.B. Agrocybe pediades oder was drum herum. In der Gruppe ist die Bestimmung nicht einfach. Aber die Artengruppe sollte es schon sein.


    Über Gifigkeit wäre mir da nichts bekannt. Und selbst wenn - wenn giftige Pilze im Garten wären, dann tun die einem ja auch nichts. Ich vermute, dass es auch giftige Pflanzen im Garten gibt. ;)


    Liebe Grüße,

    Christoph


    P.S.: ich selber halte von Pilz-Apps sehr wenig. Dass man da auf keinen Grünen Zweig kommt, wundert mich nicht ==Gnolm10

    Servus,


    Agaricus campestris kann man ausschließen - das finde ich auch. Dazu passt weder der Habitus noch die Lamellenfarbe.


    Ganz ehrlich glaube ich nicht einmal an einen Egerling. Der Rosaton sieht für mich mehr nach den rosa verfärbten Lamellen von Leucoagaricus leucothites s.l. aus. Dazu passt auch der Habitus und der Ring (von dessen Strukutr her). Kann mich da natürlich irren, aber wenn dem so wäre, dann wäre das ein Weißsporer. Daher zum Bestimmen unbekannter Arten bitte immer einen Sporenabwurf machen. Die Sporenpulverfarbe ist meist wichtig.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Jörg,


    schön, dass du wieder so beweglich bist :-).


    Den Krempling kann ich nur per Foto so auch nicht bestimmen. Essentiell ist die Sporenpulverfarbe mit den Farbnuancen im Sporenpulver. Ich kann aber Paxillus involutus ausschließen. Und für Paxillus cuprinus ist er mir zu massiv und zu glatt auf dem Hut. Paxillus validus (wird wohl auf Dauer zur Varietät von Paxillus ammoniavirescens zurückgestuft - manche synonymisieren hier auch ganz, was ich morphologisch nicht ganz nachvollziehe) oder Paxillus obscurisporus bleiben m.E. übrig. Ich kann letzteren in dem Alter makroskopisch aber nicht ausschließen.


    Da auf Pilze Deutschland Paxillus vernalis kartiert ist, der auch ähnlich aussieht: bei europäischen Nachweisen dieser Art bin ich sehr skeptisch. Ich gehe da von Fehlbestimmungen aus. Das nur am Rande.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Oh, das Knie... da habe ich viel Mitleid.


    Ich habe im Aöter von 16 Jahren mein rechtes Knie gegen das Gelenk durchgebrochen - mit Totalschaden. Es war Glück, dass das Bein nicht versteift werden musste. Nach mehreren OPs habe ich aber noch mein geflicktes Knie. Eine Prothese versuche ich so lange wie möglich zu vermeiden. Ich kann allerdings Schmerzen im Knie sehr gut nachempfinden. Daher bin ich da sher "empathisch".


    Wie gesagt: gute Besserung! ==Gnolm8


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Claudia,


    nur zum Thema Rötlinge (nicht zur Fragenqualität): das völlige Fehlen von Hüllen ist ein wichtiges Merkmal für Rötlinge. Sobald man Velumreste sieht, ist es sicher kein Rötling. Daher sind das mit dem Fruchtkörpertyp (Hut, Stiel, Lamellen) für mich erstmal 4 Merkmale:


    Fruchtkörper agaricoid

    Fruchtkörper nackt,

    Sporenpulverfarbe

    Sporen grob eckig


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus beinand,


    da sieht man mal wieder, wie "sicher" Bildbestimmungen sind. Ich war mir sehr sicher, dass Bild 1, 2 und 4 Wasserfüße sind - aber es sind nunmal nur Fotos.


    So bin ich auch überfragt. Rötlinge gehören nicht zu meinen Lieblingen ;-).


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Pablo,


    das ist genau einer der springenden Punkte bei dieser Form der Fragestellungen. Es wird nicht definiert, welche Tiefe die Antwort haben muss. Typische Merkmale für Entoloma wären, wenn sie nicht Alleinstellungsmerkmale sein sollen:


    Hut mit Lamellen

    Stiel

    kein Velum (man kann auch zwei draus machen: keine Gesamthülle, keine Teilhülle)

    Sporenpulver rosabraun

    wächst meist am Boden, aber auch an Holz oder an anderen Pilzen


    Oder noch extremer:


    Hat einen Hut

    Hat am Hut Lamellen

    Bildet Sporen in den Lamellen

    Hat einen Stiel

    Fleisch ist faserig, aber teils sehr zerbrechlich


    Ginge es aber um Alleinstellungsmerkmale, dann käme ich rein Makroskopisch auch auf keinen Grünen Zweig.


    Wer sich entsprechend auskennt, der kann vermuten(!), dass wohl das Sporenpulver gemeint ist (Farbe), dann dass die Fruchtkörper nackt sind (keine Vela)... vermutlich, dass die Lamellen von angeheftet bis herablaufend sein können (dabei gibt es selten auch mal freie Lamellen, wenn man mal ganz genau hinschaut - habe ich beim Stahlblauen Rötling schon gehabt).


    Und mehr fällt mir dann auch nicht ein, denn das mit den Lamellen und Hut stimmt ja nicht einmal - es gibt auch Rötlinge ohne Lamellen, die gastromycetoide Fruchtkörper bilden (auch in Europa, war früher mal Rhodogaster).


    Aber das ganze wurde ja schon ausführlich diskutiert.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Auch von mir weiterhin gute Besserung - und beim krückenlosen Laufen nicht übertreiben. Mit Geduld heilt alles besser aus ;-).


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Grüni/Kagi...


    auch von mir alles Gute zu deinem Burtseltag! Das Zwischenhoch kommt ja genau zur rechten Zeit: genieße das schöne Wetter mit viel Sonnenschein an deinem Ehrentag :)


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Releena,


    Rotkappen würden im Fleisch schwärzen, wenn man sie aufscheidet. Für Birkenpilzbestimmung (und bei Röhrlingen generell) ist die Reaktion des Fleisches an der Luft wichtig - daher bitte immer einmal durchschneiden und fotografieren. Nach ein paar Minuten wieder (usw. - bis sich nichts mehr tut).


    Hier gehe ich davon aus, dass das Fleisch nicht oder kaum verfärbt. Deine Pilze sehen sehr nach Leccinum scabrum s.str. aus, dem Gemeinen Birkenpilz.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Radelfungus,


    ja, passt: Exidia nigricans. Die kann auch auf Fichtenholz wachsen, wenn auch seltener als auf Laubholz. Exidia pithya hätte niemals so viele Drüsenwarzen und würde jung radialrunzelig/radialwellig wachsen.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Die beiden Ardbegs habe ich mir soeben bestellt.

    Werde ich nächste Woche zum Wanderurlaub in die Oberpfalz mitnehmen und verkosten.

    Servus Nobi,


    dann hoffe ich sehr, dass sie dir munden werden. Dass du gleich beide bestellst... cool, muss ich schon sagen. Ich bin sehr gespannt, wie sie dir munden. Und welcher der beiden dir besser schmeckt.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Servus Dodo,


    Risspilze sind Braunsporer und sie haben keine Rhizomorphen. Dein Pilz ist der Breitblattrübling, Megacollybia platyphylla.


    Macrolepiota mastoidea sage ich auch zu dem Riesenschirmling (die sehr kleinfeldrig aufreißende Hutdeckschicht passt gut zum echten Zitzenschirmling - und zu dem Rübling würde ich auch am ehesten Gymnopus aquosus sagen, aber da ist mir wohler, wenn ich die Cheilocystiden kennen würde.


    Liebe Grüße,

    Christoph

    Whisk(e)y mag ich nicht so. Habe ich nie den Gaumen für entwickeln können.

    Wenn schon Schnapps, dann spendiere ich 'nen Gin in die Runde. :)

    Whiskey mag ich auch nicht, Whisky hingegen sehr... mein Mitleid, dass du keinen Gaumen dafür entwickeln konntest - dafür kann man mich mit Gin jagen *hihi - und genau das ist ein Beispiel für "es lebe die Vielfalt".

    Um die Wogen wieder zu glätten, spendiere ich eine Runde Ardbeg Uigeadail - auf Islay weht der Wind rau, doch im Nachgeschmack kommt dann eine wohlige Wärme und Süße... :)

    Ich liebe ja den Ardbeg 10.

    Den "Neuen" kenne ich noch nicht, da greife ich gern zu, Christoph!

    Ohh. 54,2% - Fassstärke.==Pilz27

    Servus Nobi,


    dann wirst du ihn lieben! Man muss ihn nicht einmal verdünnen, wobei mit etwas Quellwasser weitere Aromen aufgeschlossen werden. Ich mag den Ardbeg 10 auch sehr, aber die beiden Neuen, der Uigeadail und der Corryvreckan sind einfach genial (und beide sind ganz eigen).


    Wenn du mit etwas Wasser zwischenspülst, biete ich dir gleich noch den Corryvreckan an.


    Liebe Grüße,

    Christoph