Hallo,
soweit ich weiß steht Peter mit Matthias' Mutter in Kontakt. Er kann aber sicherlich selbst mehr dazu sagen.
LG,
Alexander
Hallo,
soweit ich weiß steht Peter mit Matthias' Mutter in Kontakt. Er kann aber sicherlich selbst mehr dazu sagen.
LG,
Alexander
Lieber Ingo,
ich habe nichts gegen humorvoll gemeinte wissenschaftliche Namen wie z.B. diesen hier:
Allerdings ist ein Epitheton aus 175 zusammenhängenden Zeichen in vielerlei Hinsicht unsinnig.
LG,
Alexander
Es ist schon verwunderlich, dass Marco Thines als Co-Autor der Art und des Artikels, sowie als Editor in Chief bei Mycological Progress, so einen Unsinn zulässt bzw. unterstützt. Ich wage zu behaupten, dass der Artikel aufgrund dieses Epithetons, das nun wirklich nichts mit der beschriebenen Art zu tun hat - der Typus stammt ja auch aus Deutschland - öfter zitiert wird, als wegen des eigentlichen Inhalts.
Hallo,
ich halte Sklerobasidien bei "agaricalen" also auch bei Keulchen
als Altersmerkmal. Zumendest kenne ich das hin und wieder bei Entoloma und auch bei div. Keulchen, wenn diese schon "etwas drüber" sind. Die Sache mit der Häufigkeit ist nicht gerade leicht zu definieren.
Aber mals ehen, evtl. ist das Merkmal doch etwas wert.
LG,
Alex
Alles anzeigenZu das Schupfi, der Pilz ist ziemlich selten bzw. wenig kartiert.
Das liegt daran, dass zumeist Gamundia striatula kartiert wurde, das ist aber eine Art, die in der Nadelstreu wächst.
G. xerophila ist mit Pelteriga in Magerwiesen-Offenlandschaften anzutreffen, zumal die Art erst vor 25 Jahren beschrieben wurde als Fayodia xerophila Luthi & Röllin 2000.
Beste Grüße
Harald
Aber, Bon hatte das Taxon als Varietät zu G. leucophylla beschrieben und das war schon 1996.
LG,
Alexander
Hallo Thorben,
wie Wolfgang ja bereits schrieb ist die Gruppe um C. laeticolor, die auch C. helvola und C. trigonospora, beinhaltet schwierig und meine eigenen molekularbiologischen Daten legen nahe, dass es ein Aggrat aus mehreren Sippen ist. Anhand von Funden befreundeter Mykologen und eigener Belege kann ich aktuell 10 Sippen ausmachen.
Darunter ist gerade "C. laeticolor" recht problematisch. Der Typus stammt nämlich aus Wäldern auf Cuba und als Zusatz schreiben Curtis und Berkeley "scarcely 1 Inch high". Dieses Epitheton dürfte also sehr wahrscheinlich nicht für hiesige Kolletkionen angebracht sein. Hier muss noch einiges überarbeitet werden. Ein großes Problem stellt, wie immer die Typisierung "alter bekannter" und etablierter Namen dar.
Anhand der Sporenform Deines Beleges vermute ich hier die häufigste "laeticolor"-Sippe. Gern schaue ich mir den, gut dokumentierten, Fund näher an.
Wenn Du magst, schicke den Beleg an:
Alexander Karich
Internationales Hochschulinstitut Zittau
Markt 23// 02763// Zittau
LG,
Alexander
Hallo Wolfgang,
das ist verständlich. Ich hatte vor Jahren einen sehr ähnlichen Fund auf den Hermannsdorfer Wiesen in Sachsen.
Den zu bestimmen gelang mir nicht. Eine radiale Faserung des Hutes ist zu erahnen, aber evtl. lag das an dem Alter der Ftruchkörper. So ähnlich ist es ja auch gelegentlich bei E. prunuloides und ebenso den großen Blauen. Am ehesten dachte ich an Entoloma luteobasalis, die im übrigen phylogenetisch auch nicht allzu weit weg steht. Deshalb hatte ich den Pilz sequenziert. Die Sequenz ging über Kai Reschke an Bálint Dima. Inzwischen weiß ich, dass der Beleg identisch mit dem Typus zu E. inopiliforme ist. Die Publikation ist soweit ich weiß akzeptiert und sollte kommendes Jahr erschienen.
ABER, dass eurer Fund identisch ist, möchte ich nicht entschieden ohne den Pilz selbst in der Hand gehalten zu haben. Ich wollte nur darauf hinweisen.
Ich hänge mal ein Foto meines Fundes an:
LG,
Alexander
Alles anzeigenHallo zusammen,
die meisten von Euch dürften mitbekommen haben, daß Chris wieder einmal das großartige Saftlingstreffen in Wiesbaden organisiert hat. Dafür an dieser Stelle auch noch mal ein herzliches Dankeschön! Ich habe zum ersten Mal beim Saftlingstreffen teilgenommen und bin schwer beeindruckt. 8 für mich neue Saftlingsarten an einem Tag sind schon eine Hausnummer. Auch wenn hier ja schon erste Eindrücke von dem Treffen geschildert wurden, habe ich mich entschlossen, hier noch mal einen separaten Beitrag aufzumachen, da meine Beiträge ja traditionell doch etwas mikroskoplastig sind.
1. Cuphophyllus russocoriaceus. Auch wenn ich keine Ahnung habe, wie Juchtenleder riecht, konnte ich schon einen angenehmen Geruch wahrnehmen. Sporenmaße 8,5±0,4 µm × 5,2±0,4 µm, Q=1,7±0,1; 7,8-9,7 µm × 4,4-6,3 µm, Q=1,4-2
2. Clavaria fumosa. Das erste Bild zeigt vielleicht aber auch nur einen Untoten, der es bei Halloween dann doch nicht ganz aus der Erde geschafft hat
Sporenmaße 7,1±0,4 µm × 3,4±0,2 µm, Q=2,1±0,1; 6,2-7,9 µm × 2,9-3,8 µm, Q=1,8-2,4
3. Hygrocybe citrinovirens. Sporenmaße 7,8±0,5 µm × 5,4±0,5 µm, Q=1,4±0,1; 6,7-9 µm × 4,7-6,5 µm, Q=1,2-1,7
4. Entoloma anatinum
5. Gliophorus irrigatus
6. Hygrocybe punicea
7. Neohygrocybe ovina. Bestimmt nicht der hübscheste Saftling, aber das Röten bei Berührung ist schon beeindruckend. Sporenmaße 8,6±0,9 µm × 6,5±0,6 µm, Q=1,3±0,1; 7,5-10,6 µm × 5,5-7,8 µm, Q=1,2-1,6
8. Neohygrocybe nitrata mit sehr intensivem Schwimmbadgeruch. Sporenmaße 9,1±0,4 µm × 4,7±0,3 µm, Q=1,9±0,1; 8,2-10,2 µm × 4-5,2 µm, Q=1,7-2,2
9. Hygrocybe quieta. Sporenmaße 7,8±0,3 µm × 4,4±0,3 µm, Q=1,8±0,1; 7,2-8,2 µm × 3,9-5,1 µm, Q=1,5-1,9
10. Hygrocybe splendidissima mit sehr intensivem Honiggeruch. Sporenmaße 8,4±0,4 µm × 5±0,3 µm, Q=1,7±0,1; 7,6-9,4 µm × 4,5-5,8 µm, Q=1,5-1,8
11. Riecht auch, aber nicht angenehm: Clathrus archeri
12. Eines der absoluten Highlights: Porpolomopsis calyptriformis. Sporenmaße 7,6±0,6 µm × 5,5±0,2 µm, Q=1,4±0,1; 6,7-8,8 µm × 5-5,9 µm, Q=1,2-1,5
13. Gliophorus sciophanus. Sporenmaße 7,9±0,4 µm × 5,6±0,4 µm, Q=1,4±0,1; 7-8,5 µm × 4,8-6,4 µm, Q=1,2-1,5
14. Entoloma jubatum. Sporenmaße 8,6±0,5 µm × 6,1±0,5 µm, Q=1,4±0,1; 7,6-9,8 µm × 4,8-6,9 µm, Q=1,2-1,6
15. Noch ein Entoloma, zu dem es im Feld erstmal keinen Namen gab.
16. Hygrocybe fornicata. Sporenmaße 6,1±0,3 µm × 4,1±0,3 µm, Q=1,5±0,1; 5,7-6,7 µm × 3,8-4,6 µm, Q=1,3-1,7
17. Ramariopsis robusta
18. Ein noch unbeschriebender Doppelgänger von Hygrocybe coccinea. Sporenmaße 9,3±0,7 µm × 4,2±0,3 µm, Q=2,2±0,1; 8,1-10,5 µm × 3,5-4,8 µm, Q=2-2,4
19. Contumyces rosellus
20. Hygrocybe aurantiosplendens. Sporenmaße 8,4±0,6 µm × 4,4±0,2 µm, Q=1,9±0,2; 7,6-9,6 µm × 3,8-4,7 µm, Q=1,7-2,4
Soviel erstmal zu den Wiesenpilzen des Tages. Da es vor und nach der Wiese noch etwas Zeit gab, haben wir auch ein paar tolle Pilze im Wald gefunden, die folgen dann gleich.
Björn
Hallo Björn,
bei der Nr.15 vermute ich Entoloma inopiliforme. Das Bon'sche Taxon ist wenig bekannt und sieht mehr oder weniger wie eine braune Form von E. bloxamii oder E. maddidum aus, es gehört auch in dieselbe Guppe. Aktuell steht es noch als Synonym zu E. prunuloides, das sollte sich aber bald ändern.
LG,
Alex
Ja, C. atrocinerea wäre der nicht-schwärzende Kandiat. Wenn auch die dunkle Mitte fehlt. Aber bei nasser Witterung kann ich mir das gut vorstellen.
LG
Corne Du zeigst eine C. luteoalba. Die riechen i.d.R. übrigens nach Rote Bete oder ähnlich wie Cystoderma amianthinum.
LG,
Alex
Hallo Schupfnudel,
warst Du gemeinsam mit Enno unterwegs?
Die Nummer zwei, da hat Karl recht, sieht aus wie etwas von dem ich bereits eineige Belege kenne. Welchen Namen die Keule hat oder ob überhaupt, weiß ich noch nicht. Die C. cf. falcata ist interessant weil ich die eigentlich nicht mit Vakuole in den Sporen kenne. Ansonsten könnte ich mir hier gut eine Art aus dem falcata/acuta-Komplex vorstellen. Die Clavulinopsis cf. umbrinella habe ich auch schon mehrfach in so hellen Farben. Ist vermutlich eine eigene Art. Von C. umbnrinella gibt es möglicherweise min. 4 Phyloclades in Deutschland. Die letze, rosa Keule ist sicherlich eine Clavaria, C. messapica wäre hier mein Arbeitstitel. Die ist bei uns recht häufig. Andere, wie z.B: Clavaria incarnata sensu auct. mult. kämen aber auch in Frage.
Gern schaue ich mir die Belege näher an, eine Sequenzierung eingeschlossen. Ich weiß aber noch nicht wann ich das schaffe, da noch einige andere Dinge darauf warten ![]()
Ich schicke Dir eine PN.
LG,
Alexander
PS hat die Dermoloma nach einiger Zeit zumindest leicht geschwärzt/gebräunt?
Hallo Karl,
das damals war auf jeden Fall auch C. flavipes s.s. (oder was ich als solche führe).
Die cf. Clavulinopsis sollte, mit den Sporenmaßen, eine ramariopsis sein.
LG,
Alex
Toll!
da schreib ich Dir am besten gleich eine PN.
LG,
Alex
Hallo Benjamin,
eine Webseite gibt es nicht aber eine Veröffentlich ist natürlich geplant. Ein Buch ist allerdings noch Zukunftsmusik.
Zwei Tage Kühlschrank sollte eigentlich kein Problem sein. Wichtig ist, dass das Material dann ausreichend gut getrocknet wird ("rascheltrocken"
).
LG und Danke,
Alex
Hallo Karl,
zur cf. Clavulinopsis ist ohne Mikros wenig zu sagen. Evtl. eine aus dem Komplex um C. umbrinella. Wie groß waren denn die Sporen?
Die gelbe Keule sollte, wenn die Sporen rund sind, nichts anderes als C. flavipes s.s. sein. Ich erinnere so etwas Ähnliches bereits schon von Euch aus der Eigfel beokmmen zu haben. Aber vielleicht ist's ja doch was Anderes. Schaue ich mir daher sicherlich an.
LG,
Alex
Hallo Benjamin,
gemeinsam mit anderen Mykologen um Slavomir Adamcik bearbeiten wir die Clavariaceae. Ich habe inzwischen schon einige Belege aus div. Gattungen sequenziert. Von C. fusiformis habe ich bisher nur einen Beleg von Gernot Friebes, leider mit schlechter Sequenz. Da ich den Pilz noch nicht selbst gefunden habe, bin ich an frischen Belegen interessiert. Solltest du davon Material da haben, würde ich sehr gern versuchen eine gute Sequenz zu erhalten.
Zusätzlich zur Sequenz möchte ich den Beleg mikroskopieren. Und dann sollte davon noch was für ein öffentliches Herbarium übrig bleiben. Ich wohne nicht in der Schweiz. Den Versand würde ich Dir natürlich bezahlen.
Liebe Grüße,
Alexander
Hallo,
gibt es zu der "Lamelloclavaria" einen Beleg? Falls ja würde ich mir den gern mal genauer ansehen. Da sind mir die Lamellen zu hell. Evtl. ist das was Anderes.
LG,
Alex
Hallo Andy,
ich wäre vor allem an dem Beleg interessiert gewesen.
Danke Dir für die Antwort!
LG,
Alex
Hallo,
gibt es von der Clavulinopsis fusiformis noch einen Beleg. Falls ja, würde ich die gerne in meine Untersuchung einbauen, also sequenzieren. Dann müssten aber bestenfalls noch mindestens 2-3 Fruchtkörper da sein, weil ich die auch mikroskopieren würde und dann noch was für einen Herbarium übrig bleiben solte.
Danke und LG,
Alexander
Das aktuelle Werk zur Gattung findest Du hier:
Die Bestimmung der Samtritterlinge bleibt allerdings sehr schwierig. Und auch hier gilt es bestenfalls eine gute Kollektion zu haben. Ansonsten kann es nahezu unmöglich sein einen halbwegs sicheren Namen zu vergeben ![]()
LG,
Alex
Hallo,
ja, das ist eine Dermoloma. Ich könnte mir sehr gut D. atrocinerea vorstellen, würde aber D. cuneifolium nicht ausschließen.
LG,
Alexander
Hallo Bernd,
auf dem 2. Mikrobild bilde ich mir ein eine Basid(iol)e mit verzweigter Basis zu sehen, was auf eine Medallionschnalle hinweist. Somit wäre es vermutlich eine Clavaria aus der Gruppe um flavostellifera. Mehr geht aktuell nicht.
LG,
Alex
Hallo Bernd,
C. stellifera ist das meines Erachtens nach nicht, dafür fehlt das rosa. Ich vermute hier eine Art aus dem falcata/tenuipes/acuta-Komplex,und dann evtl. sogar C. asterospora, wobei ich mir bei der Vergabe der Namen innerhalb der Gruppe noch nicht ganz sicher wäre. Dafür sprechen zumindest die breit ovalen, stacheligen Sporen. Die Stacheln sollten bei C. asterospora aber eigentlich prominenter sein und Bogenschnallen sollten dann auch vorhanden sein. Hier ist es aber inzwischen auch wie bei Entoloma, Inocybe und Co.: es braucht gute Kollektionen für eine halbwegs verlässlige Aussage.
Der erste Kandidat ist schwierig zu interpretieren. Anhand des 1. Fotos hätte ich eher eine Clavulinopsis aus der helvola/laeticolor-Gruppe vermutet. Aber da passen die Mikros nicht. Der Farbumschlag bzw. das Ausbleichen im Alter könnte auf Cn. luteoalba hinweisen, wenn Schnallen an der Trama zu finden sind (dazu hast Du keine Angaben gemacht). Diese riecht in einem kleinen Behälter nach einiger Zeit nach Roter Beete. Es könnte aber auch eine Clavaria aus dem Komplex um C. flavostellifera sein, dann braucht's Bogenschnallen. C. amoenoides und Co. sollten gar keine Schnallen haben, aber irgendwie ist mir die dafür zu stark orange.
LG,
Alex
Hallo,
das was Bernd hier zeigt (beides) ist ganz klar Ramariopsis. Clavulinopsis-Arten haben in der Regel einen großen "Öltropfen" in der Spore und außerdem sind die Sporen selten so klein, wie bei Bernds Fund und die Basidien sind i.d.R. relativ lang, bzw. eben recht kurz (selten über 20 µm) bei Ramariopsis. Ein Indiz für Ramariopsis ist auch das eher "bereift" wirkende Hymenophor. Bei Clavulinopsis ist das normalerweise glatt/speckig und evtl. faltig im Alter.
Ich habe inzwischen einige Belege gesehen die den beiden hier gezeigten ähneln aber darunter verbergen sich mehrere Arten.
LG,
Alex
