Gut, ich habe eine Vermutung.
Ich freue mich. Bis dann!
LG,
Alex
Gut, ich habe eine Vermutung.
Ich freue mich. Bis dann!
LG,
Alex
Hallo Karl,
tolle Funde. Hatte die amoenoides irgendwie auffällig gerochen?
Bringst Du die Keulchen mit zur Tagung?
LG,
Alexander
Hallo,
2b sieht aus wie eine Galerina.
LG
Hallo,
Nr. 2 ist vermutlich Romagnesiella clavus und das Keulchen wird sich möglicherweise (je nach Artkonzept) bei Clavaria "krieglsteineri/tenuipes" einordnen. Die Clavariaceae sind aktuell aber noch sehr unaufgeräumt.
LG,
Alex
Hi Raphael,
danke Dir für die Info. Der Neotypus ist wohl in Baroni 1981 erhoben wurden. Das schaue ich mir die Woche mal an. And den Consiglio komme ich nicht ran.
Was in der oben zitierten Literatur steht, kann man aber auch so wie ich interpretieren: R. caelatus sensu auct. mult. ist das was später als R. tugrulli beschrieben wurde. Demnach meiner Meinung nach (und evtl. auch der dieser Autoren) ist letztere dann wohl eher ein Synonym der R. parilis.
Würdest Du mir mal die Sequenz und Fotos (falls vorhanden) Deiner Rhodocybe vom Trockenrasen schicken? Ich würde diese gern mit meinem Beleg vergleichen.
Danke und Gruß,
Alex
Hallo,
Anfang des Jahres habe ich eine, für mich klassische, Rhodocybe parilis aus einem sächsischen Heide-Kiefernwald sequenziert. Das Ergebnis war sehr überraschend. Sie ist identisch mit Rhodocybe tugrulii. Die Art hat Vizzini zusammen mit einem Türkischen Kollegen und u.A. Irjia Saar anhand von Material aus der Türkei und dem Baltikum beschrieben. Das hatte mich damals sehr gewundert und ich habe deshalb nach sequenzierten Belegen der R. parilis und auch R. caelata gesucht. Leider gibt es davon nach wie vor keine (R. parilis) oder sehr wenige! Von R. caelata sind nur 5 ITS-Sequenzen in GeneBank. (1x aus Russland? - 257 BP (sehr kurz); 1x aus USA? - 455 BP (falscher Kontinent); 1x UK- 719 BP (barcoding Projekt); 1x Kanada 730 BP (falscher Kontinent); 1x Spanien - 456 BP (R. formosa Arbeit von Vizzini et al.). Es gab/gibt keine Sequenz eines Typus um einen verlässlichen Vergleich anzustellen.
In meinen Augen sollte es sich bei der vermeintlichen R. tugrulli um R. parilis sensu stricto (bzw. sensu Fries) handeln. R. parilis wird in Vizzini et al. (2016) aber nicht einmal erwähnt!
Rhodocybe ist scheinbar noch wenig untersucht. z.B. kenne ich eine R. cf. caelata von Halbtrockenrasen, zu der es noch keine Sequenzen im Netz gibt. Es braucht zur Beschreibung der neuen Arten aber zwingend Sequenzdaten der bereits bestehenden Spezies. Dass nun gerade die R. caelata noch nicht "final" bearbeitet wurde ist sehr problematisch und sollte eigentlich Größen wie Vizzini bewusst sein, denkt man. So fehlt neben der nicht erwähnten R. parilis z.B. R. caelata in dem ITS-basierten Phylogram der tugrulii-Arbeit, und in dem dazugehörigen LSU Baum wird ein R. caelatus-Beleg aus Noordellos et al. 2009 verwendet der folgende Funddaten hat : “Exkursionsteilnehmer” 2005-08-28 Germany". Keine Ahnung was das für eine Sippe darstellt.
Ich könnte mir vorstellen, dass der von Sebastian vorgestellte Fund mit meinen Halbtrockenrasen-Belegen, die zwischen Polytrichum piliferum wachsen, übereinstimmt.
LG,
Alexander
PS wo finde ich die Informationen zum Neotyp der R. caelata?
Hallo Raphael,
Deine Clavulinopsis ist auf jeden Falle eine. Hast Du davon wieder einen Beleg aufgehoben? Die aff. zollingeri ist im Übrigen in Bearbeitung.
Ich kenne E. pseudoturci mit weißen Lamellen und Stiel und hellerem Hut vom basenreichen Magerrasen - das muss aber nichts heißen.
LG,
Alex
Hallo Cornelius,
das sieht nach "Clavulinopsis laeticolor" oder was Ähnlichem aus -C. trigonospora käme da zB auch in Frage. In der Gattung ist noch einiges ungeklärt. Der Standort ist fetzig. Hast Du zufällig einen Beleg angefertigt? Ich wäre daran stark interessiert.
LG,
Alex
Hallo,
letztes Jahr habe ich für Studenten vorgesehene Prüfungsfragen im Modul "Myklogie" von ChatGPT beantworten lassen. Die KI hatte nicht alles richtig beantwortet und einiges durcheinandergebracht, ähnlich zu Deinem Beispiel.
Da bleibt nur selber nachlesen.
Eine sehr gute und aktuelle Basis für einen tieferen Einstieg in die Mykologie bietet das Werk von Meike Piepenbrink: Mykologie - Diversität, Morphologie, Ökologie und Evolution der Pilze. Falls man mit einigen Fachbegriffen nichts anfangen kann, sollte man in Dörfelts "Lexikon der Mykologie" fündig werden.
LG,
Alexander
Hallo,
M. niveipes meine ich vom Geisingberg in Sachsen zu kennen. Die Fruchtkörper wuchsen büschelig, Anfang/Mitte Juni im Laubwald, und hatten sehr zerbrechliche, weiße Stiele. Alles passte sehr gut zur Beschreibung der Art im Ludwig.
Der Pilz hier scheint mir was Anderes zu sein, als das was ich damals hatte.
LG,
Alexander
Hi Florian,
wann war denn die Exkursion mit dem Fund?
LG,
Alex
Edit: hab's gerade oben gelesen.
Alles anzeigenHallo FlorianK,
das macht ja mal neidisch...
Der noch immer namenlose Wiesenpilz nach der Nigritella sollte eine Dermoloma aus dem cuneifolium-Aggregat sein. Weiter geht's wohl nur mit DNA, die Gruppe ist unübersichtlich.
Grüße,
Wolfgang
Hallo,
es gibt da eine noch unbeschriebene Art die der Lamelloclavaria petersenii nahe steht. Die käme makroskopisch ganz gut hin. An Dermoloma mag ich nicht so recht glauben, dafür sind mir die Lamellen nicht bauchig genug und auch zu weiß.
Gibt es denn Mikrodaten bzw. einen Beleg?
LG,
Alex
Hallo Timm,
das sollte Flammulaster carpophilus sein. Ohne Mikrodaten ist die Bestimmung aber nicht 100%-ig verlässlich.
LG,
Alex
Hallo,
das kleine weiße Keulchen auf Brandstellen welches länger als Clavaria tenuipes (sensu Kajan und Grauwinkel 1987) geführt wurde, ist keine Clavaria, sondern eine Rickenellaceae. Schild hat die Art seiner Zeit diskutiert und Kajan und Grauwinkel haben daraufhin C. kriegelsteineri als die "nicht Brandstellenart" beschrieben. Dass C. tenuipes auf Brandstellen vorkommen soll, hatte aber erst Rea 1922 der Berk. & Broome-schen Art hinzugedichtet. C. tenuipes sollte also eine Keule sein die, Clavaria-typisch, nichts mit Brandstellen zu tun hat.
Es wuchs in kürzerer Vergangenheit auf großen Waldbrandflächen in Brandenburg und Sachsen, in der Regel in dem ersten Frühjahr nach dem Brand von Ende März bis Mitte/Ende April (bisweilen aber auch danach) meist zwischen Funaria hygrometrica aber auch assoziiert mit Ceratodon purpureus. Es sollte also jetzt da sein.
Die Neubeschreibung wird nebst einer ebenso unbeschriebenen "Arrhenia" demnächst bei Mycological Progress erscheinen.
LG,
Alexander
Hallo,
mit dieser Frage habe ich mich letztes Jahr bereits auseinandergesetzt und deshalb ein paar eigene Belege von G. striatula (im Spätherbst und +/- aus dem Fichtenwald) und vermeintlichen G. xerophila (alle bei Peltigera sp.) sequenziert. Ausschlag gab ein erster eigener Beleg einer Gamundia an Peltigera. Die Datenlage der Sequenzen bei GeneBank und Unite war/ist schlecht und daher brauchte es eben eigene Daten um die Frage verlässlich beantworten zu können.
Die Ergebnisse sind eindeutig und belegen die Eigenständigkeit beider Taxa. Sie sollen demnächst für den Boletus aufgearbeitet werden.
LG,
Alexander
Lieber Harzi,
es sollte aber Elaiopezia simplex heißen.
Hier findet sich die Arbeit in der die Umkombination durchgeführt wurde:
https://www.researchgate.net/publication/355034725_Nomenclatural_novelties_in_Pezizales_Part_2
LG,
Alexander
Hallo Raphael,
ja Voitk et al. haben die Arrhenia bearbeitet. Aber so richtig haben sie sich da auch nicht ran getraut. Bzw. haben die "lediglich" einige sphagnophile Arten und den "Acerosa-Komplex" thematisiert. Leider haben die in ihren Arbeiten nahezu ausschließlich ITS-Sequenzen (und einige wenige LSU) verwendet. Betrachtet man jedoch das aktuelle Konzept der "Gattung" Arrhenia genauer, so wird deutlich, dass die Gattung vermutlich polyphyletisch ist.
Die Typusart von Arrhenia ist A. auriscalpium, also eine spathelige vermutlich moosassoziierte Spezies (mit Schnallen). Inzwischen gibt es einige (ITS+LSU) Seuquenzen von Arrhenia s.l. und darin wir momentan alles zusammengefasst was phylogenetisch bis zu den sphagnophilen Arten reicht. E gibt zwei phylogenetisch distinkte "sphagnophile" Clades. Diese haben zwar Voitk et al. bearbeitet, aber verschwiegen, dass dazwischen noch weitere nicht sphagnophile Spezies stehen. Außerdem gibt es noch den bereits erwähnten "Acerosa-Komplex" mit vielen seitlingsartigen und omphalinoiden Spezies (die alle nicht oder nur bedingt moosassoziiert sind). Und dann halt noch einen großen Ast auf dem das sitzt, was ich als Arrhenia sensu stricto bezeichne inkl. A. auriscalpium, A. lobata, aber auch A. velutipes, A. obatra und anderen. Darunter befindet sich mindestens eine Art die keine Schnallen hat, obwohl dieses Merkmal (Schnallen vorhanden) innerhalb Arrhenia s.l. sonst recht konsistent zu sen scheint.
Das alles ist ja noch ok, und da ist noch nichts polyphyletisch. ABER es gibt eine relativ aktuelle Arbeit in der wider A. Vizzini beteiligt ist. Diese beschreibt neue Omphalina-Spezies. In der Arbeit werden u. A. Sequenzen basidiogener Flechten und auch von "Cyphelostereum-Arten" verwendet und siehe da, diese scheinen stark mit den Arrhenia s.s. verwandt zu sein.
Und damit wäre dann das aktuelle Konzept von Arrhnia zu überdenken!
Ich weiß, dass Moreau, der auch mit Voitk et al. zum Acerosa-Komplex publizierte sich mit Arrhenia und ähnlichen Arten befasst. Aber wann und was er publizieren wird, das weiß ich nicht.
Klar ist, dass uns noch viele Überraschungen erwarten ![]()
LG,
Alex
Hallo Thorben,
ich habe vor einiger Zeit eigene und fremde Funde von A. baeospora sequenziert. Das damalige Ergebnis überraschte mich, denn die Spezies ist bei den Lyophyllaceae s.l. einzuordnen, etwa bei Atractosporocybe inornata und Clitocybe subditopoda. Inzwsichnen gibt es zwei gute Sequenzen bei Genbank die das Ergebnis bestätigen aber es hat sich noch niemand getraut die Lyophyllaceae aufzuräumen. Das wird eh ne harte Nuss!
LG,
Alex
Hallo,
vergleich mal mit Arrhenia baeospora. Der "Stielbehaarung" würde ich wenig Relevanz beimessen. Ich würde den Stiel vielmehr als überfasert interpretieren.
LG,
Alexander
Hallo Christian,
das ist vermutlich Lyophyllum tomentellum. Die Art kenne ich inzwischen von einigen xerothermen Magerrasen. Es gibt aber mindestens eine weitere, makroskopisch ähnliche Art mit etwas kleineren Sporen. Diese ist möglicherweise noch unbeschrieben, zumindest gelangt man mit Grögers Schlüssel dann zu L. mephiticum, die aber eine Waldart sein sollte.
EDIT: Du schreibst, dass die HDS keine Schnallen hat. Kannst Du das noch einmal prüfen? Gibt es Schnallen in Hymenium und Trama?
LG,
Alexander
Hallo Nobi,
das freut mich. Vielen Dank für die Bestätigung!
LG,
Alex
Hallo,
auf über Wochen inkubierten Wolfsdung fand ich Pseudombrophila petrakii. Die Sporenmaße maßen 10,5-12,5 x 5,5-7-5 µm und waren quer gestreift, wie es für die Art typisch sein soll. Das Ornament färbte leider in Baumwollblau nicht gut.
nobi_† Gibt es da evtl. andere Vertreter der Gattung die man auf dem Schirm haben sollte?
Abb.: Apothecien auf Wolflosung (A-D), Randhaare (E-F), Sporen in Wasser (G, H) und Melzer (I), Skalen 1 mm (A-D), 10 µm (E-I)
Gruß,
Alexander
Hallo Nobi,
Jawoll, Cheilymenia megaspora passt besser. Sowohl das Ornament als auch die Haarlänge stimmen zu dem was Moravec 1989 in Mycotaxon zu der Art geschrieben hat - wird geändert.
Dass, das Zweite ein fakultativ Coprophiler ist, haben wir uns schon genau so gedacht. Schade, dann gibt's dieses Mal keinen Namen für den Pilz.
Danke Dir für die Aufklärung!
Frohe Ostern,
Alla
Hallo Uwe,
an Trichodelitschia glaube ich nicht so recht. es fehlen jegliche Keimpori, außerdem haben meine Sporen auch keine Gelhülle, das hatte ich vergessen zu erwähnen und werde es sogleich ergänzen!
Lg,
Alexander
Hallo,
eigentlich wollten wir ja Pilze auf Brandstellen untersuchen, aber dann fanden wir u.A. Köttel (vermutlich von Rotwild) mit kleinen behaarten orangenen Apothecien. Wird bestimmt nur C. stercorea, aber warum zur Abwechslung nicht eine Cheilymenia mit Sternhaaren mikroskopieren? Denkste!
Nach ausführlicher Untersuchung zeigten sich folgende Merkmale:
Apothecien bis etwa 2,5 mm groß, orange, Rand und Außenbereich mit Seten behaart, keine Sternförmigen Seten/Haare beobachtet, Asci 8-sporig, uniseriat, Melzer nicht geprüft, etwa 160-175 x 14-18 µm, Sporen elliptisch 23,5-24,7-26 x 11-12,08-13 µm, Q = 1,88-2,04-2,17, fein punktiert oder bisweilen mit etwas gratigem Ornament, Paraphysen länger als Asci, etwa 200 x 5-6 µm, mit bis zu 11 µm erweiterten keuligen Spitzen, apikal mehrfach septiert, basal einfach bis mehrfach gegabelt, Seten mit 1-3 Wurzeln. 4.4.2023, Hirschlosung, NP Sächsische Schweiz.
Aufgrund der großen (wenn auch für die Art im unteren Bereich liegenden) und ornamentierten Sporen, sowie den polyfurcaten Seten sollte das Cheilymenia insignis sein. Zumindest passt die Abbildung von Van Vooren auf Ascomycete.org sehr gut. Moravec zeichnet etwas breitere Sporen und Lundqvist muss Sporen bis 34 µm und mehr gemessen haben. Was sollte es sonst sein, wenn nicht die seit den 80ern in Sachsen nicht mehr nachgewiesene Art?
Edit: Nobi's Hinweis zu Ch. megaspora passt sehr gut!
Abb. 1: A - Apothecien von C. insignis auf Hirschlosung, B – Seten, C –Sporen in Baumwollblau, D Paraphysen und Asci in Wasser; Skala A: 1mm, B: 100 µm, C: 10 µm, D: 50 µm
Edit: hier die Abbildung der Sporen, da sonst das feine Ornament nicht zu sehen ist:
Direkt daneben wuchs ein mir völlig Unbekannter, vermutlich ein Vertreter der Pleosporales. Keine Ahnung was das ist. Kann mir jemand auf die Sprünge helfen?
Fruchtkörper ein Pseudothecium, 150- 200 µm groß, Ostiolum mit Setulae besetzt, Asci 8-sporig, biseriat, bitunicat, Keine Reaktionen in Melzer, etwa 60-75 x 12-16 µm groß, Sporen 2-zellig, baun, ohne Keimspalte oder -porus, ohne Gelhülle, 14,5-16 x 6,5-7 µm, 1. Zelle 7-8 x 6,5-7 µm, 2. Zelle 6,5-7,5 x 6-6,5 µm.
Abb. 2: A, B – Pseudothecien auf Hirschlosung, C,D – Pseudothecien mit Seten besetzt, E-G – Asci und Sporen in Wasser; Skala A: 1mm, B: 100 µm, C: 50 µm, D-G: 10 µm
Gruß,
Alexander
