Hallo Stefan,
das Exobasidium auf Blaubeere ist E. arescens.
Björn
Hallo Stefan,
das Exobasidium auf Blaubeere ist E. arescens.
Björn
I agree on that. It's also the only variety that Klenke and Scholler mention on Symphyotrichum.
Björn
Hi Steve,
even if some conidia remain unstained, I would still recommend using water instead of congo red (in NH3?) since it is unclear what the chemicals do to the fibrosine bodies or how they change the size of the conidia.
Björn
Hi Steve,
I agree that this should be G. asterum. By the way, I recommend to look at Erysiphales in water and not to stain it with congo red. In some cases, you have to judge if fibrosine bodies are present and I do not know if they survive in congo red.
Björn
Hallo zusammen,
Rost- und Brandpilze haben alle definitiv kein Velum universale ![]()
Björn
Hallo Bernd,
da gehe ich mit.
Björn
Hallo Thorben,
laut Klenke und Scholler war P. obscura wohl früher recht häufig auf Bellis zu finden, ist dort aber mittlerweile selten geworden. Interessanterweise kann man den Pilz auf Luzula immer noch sehr häufig finden.
Björn
Hallo Chris,
die Pilze auf dem ersten Bild sehen nach Conocybe aus. Genau Bestimmung ist da nur mit dem Mikroskop möglich. Aber Conocyben sind keine Mykorrhizapilze. Auf dem zweiten BIld würde ich zu ganz jungen Leucocoprinus birnbaumii tendieren, ein typischer Gewächshauspilz, auch kein Mykorrhizabildner.
Björn
Hallo Felli,
tolle Funde hast du da gemacht! Der Mehltau auf Alchemilla ist in der Tat Podosphaera aphanis. Der ist auf verschiedenen Rosengewächsen zu finden und der einzige Mehltau auf Alchemilla. Auf deinem Mikrofoto sieht man auch sehr schön, daß die Konidien in Ketten gebildet werden.
Auch beim Rost auf Alchemilla liegst du richtig. Da gibt es zwar noch zwei weitere Arten der Gattung Trachyspora, die befallen dann aber nur A. alpina agg., A. hoppeana agg. und A. pentaphyllea.
Der Rost auf Euphorbia ist ganz sicher ein Uromyces. Da kommen dann zwei Gruppen in Frage. Es gibt zum einen die Roste, die Aecien auf Euphorbia bilden. Das sind ca. 40 verschiedene Arten, die auf Wolfsmilch alle morphologisch gleich sind und deshalb dort nicht auf Artebene bestimmt werden können. In diese Gruppe gehört u.a. auch Uromces pisi. Daneben gibt es noch einige Uromyces-Arten, die Telien auf Euphorbia ausbilden. Die sind dann mikrokopisch auf Artniveau anzusprechen. Bei deinem Fund sind leider nur Spermogonien vorhanden, deshalb kann das noch in beide Richtungen gehen, es muß also bei Uromyces sp. bleiben.
Björn
Hallo Thorben,
auf die Sporengröße würde ich bei Aeciosporen im Zweifelsfall nicht zu viel geben. Für die Trennung der beiden Arten solltest du schauen, ob Spermogonien vorhanden sind. Bei P. obscura sind die Aecien kreisförmig um Spermogonien angeordnet, bei P. lagenophorae gibt es keine Spermogonien und die Aecien sind in lockeren Gruppen angeordnet. Ich selber habe bis jetzt noch nie P. obscura auf Bellis gefunden.
Björn
Hallo Tuppie,
bei Nr. 2 gehe ich bei Hymenochaete rubiginosa mit. Nr. 11 ist Ceratiomyxa fruticulosa. Nr. 8 wäre bis vor zwei Jahren noch einfach gewesen. Da hätte man das als Blumeria graminis, den einzigen echten Mehltau an Poaceaen abgelegt. Jetzt weiß man aber, daß sich da mehrere Arten hinter verbergen, also machen wir da einfach mal ein Blumera graminis s.l. draus.
Björn
Hallo zusammen,
Zitatich versteh wirklich nicht, warum manche hier - vermutlich ohne entsprechenden Background - so vehement gegen jegliche Behauptung gesundheitsfördernder Wirkung von Pilzen zu Felde ziehen. Dass Pilze potente Gifte produzieren, streitet ja auch niemand ab. Warum nicht auch Wirkstoffe, die die Gesundheit positiv beeinflussen? In der TCM haben Pilze eine Jahrtausende lange Tradition. Und in Deutschland glauben Leute, dass nur positiv wirken kann, wo Bayer draufsteht - schon eigenartig. Dass allerdings Schmetterlingstrameten bei Depression helfen, wäre mir neu.
Der Punkt ist, daß man bei Bayer nicht dran glauben muß, daß es wirkt. Es wirkt, weil es in wissenschaftlichen Studien auf seine Wirksamkeit hin überprüft wurde. Bei Pilzen ist eine Wirkung natürlich nicht ausgeschlossen (man kann sich mit den richtigen Pilzen ja auch aus dem Leben befördern), aber um sie als Medikament einzusetzen, muß diese Wirkung eben auch in wissenschaftlichen Studien überprüft worden sein.
Und lange Traditionen müssen ja nicht unbedingt gut und richtig sein. Sklavenhaltung hat auch eine lange Tradition.
Björn
Hallo mikromeister,
bei Pilzen mißt man regelmäßig Sporen aus und da möchte man dann eben eine Genauigkeit von 0,5 µm haben. Außerdem sind z.T. feine Ornamente auf den Sporen zu beurteilen (etwa in der Gattung Russula) und da braucht es dann auch wieder die entsprechende Auflösung.
Björn
Hallo Felli,
zu den kleinen schwarzen Punkten kann ich auch nichts sagen. Wenn ich so etwas finde, ignoriere ich das immer gekonnt
Wie kommst du beim Rostpilz zu Uromcyes trifolii-repentis? Da ja offenbar nur Telien vorliegen, hätte ich den als Uromyces flectens angesprochen. Man sieht ja auch ansatzweise, daß das Blatt durch die Telien etwas deformiert ist (zumindest dort, wo die Telien auf der Blattader sitzen).
Björn
Hallo Nobi,
ja, die Puccinia retifera macht ihrem Namen wirklich alle Ehre. Deshalb ist die auch noch mal unters Mikro gewandert, obwohl die Art schon makroskopisch ansprechbar ist und ich da in der Vergangenheit schon Fotos von gemacht hatte.
Bei der Epichloe gibt es eine Hand voll Arten, die auf verschiedene Gräser spezialisiert sind. Auf Dactylis und Poa hat man E. typhina s.str., auf Holcus E. clarkii, auf Brachypodium E. sylvatica, auf Agrostis E. baconii etc.
Björn
Hallo Martin,
die Übersichtsfotos sind zum Teil wirklich nur der Übersicht halber. Beim Kälberkropf sieht man da z.B. beim besten Willen keinen Pilz drauf. Ansonsten habe ich dort ungefähr eine Strecke von 4,5 km zurückgelegt, wobei insgesamt glaube ich weniger die Strecke als mehr die Zeit relevant ist.
Björn
Hallo zusammen,
wenn man am Samstag um 5 Uhr aufsteht, hat man den Vorteil, daß man direkt zwei Exkursionen an einem Tag schafft. So ging es also für mich vom Rheindeich in Meerbusch direkt weiter zur Ölgangsinsel in Neuss (unterwegs eine S-Bahnfahrt mit grölenden Gladbach-Fans).
1. Melampsorella symphyti ex Symphytum officinale
2. Noch mal ein Trauerrosenkäfer
3. Puccinia phragmitis ex Rumex obtusifolius
4. Ulmus laevis, gut erkennbar an den haarigen Früchten
5. Ustilago echinata ex Phalaris arundinacea
6. Puccinia urticata s.l. ex Urtica dioica
7. Epichloe typhina ex Dactylis glomerata
8. Vanessa atalanta
9. Sawadaea bicornis ex Acer negundo
10. Ein unbekannter Käfer mit Stachel
11. Tetraneum ulmi ex Ulmus glabra
12. Ein Rost auf Bromus sterilis
13. Krabbenspinne
14. Plasmopara nivea ex Aegopodium podagraria
15. Protomyces macrosporus ex Aegopodium podagraria
16. Pyrochroa serraticornis
17. Eine Biene auf Wolfsmilch
18. Puccinia punctiformis ex Cirsium arvense
19. Parietaria judaica
Björn
Hallo zusammen,
am Samstag morgen hat die Sonne mich um 5 Uhr morgens geweckt, so daß ich schon um kurz vor sieben in Meerbusch auf Pilzsuche gehen konnte. Ziel war der Rheindeich in der Nähe der Ilvericher Altrheinschlinge, da es dort viele interessante Pflanzen gibt.
1. Microbotryum lychnidis-dioicae ex Silene latifolia
2. Trifolium pratense mit Pseudopeziza trifolii
3. Phragmidium sanguisorbae ex Sanguisorba minor
4. Epichloe typhina ex Dactylis glomerata
5. Microbotryum lychnidis-dioicae ex Silene latifolia
6. Peronospora viciae ex Vicia sativa agg.
7. Uromyces minor ex Trifolium campestre
8. Auch Gräser haben hübsche Geschlechtsteile: Arrhenatherum elatius
9. Holcus lanatus
10. Ustilago perennans ex Arrhenatherum elatius
11. Epichloe clarkii ex Holcus lanatus
12. Urocystis avenae-elatioris ex Arrhenatherum elatius
13. Salvia pratensis
14. Carex hirta
15. Ustilago salweyi ex Holcus lanatus
16. Urocystis sp. auf unbekanntem Gras.
17. Microbotryum lychnidis-dioicae ex Silene latifolia
18. Melampsorella symphyti ex Symphytum officinale
19. Puccinia retifera ex Chaerophyllum bulbosum
20. Pseudoperonospora humuli ex Humulus lupulus
21. Taphrina pruni ex Prunus spinosa
22. Erysiphe euonymi ex Euonymus europaeus
23. Medicago arabica
24. Podosphaeria ferruginea ex Sanguisorba officinalis
25. Oxythyrea funesta
Und so sieht der Rheindeich von der Flughafenbrücke aus betrachtet aus.
Björn
Hallo zusammen,
von meiner Seite her auch gute Besserung! Ich hatte beim letzten Mal erwähnt, daß ich einen Vortrag über Phytoparasiten halten kann. Daß ich den jetzt am kommenden Mittwoch halte, war eigentlich noch nicht so festgelegt worden...
Björn
Hallo Martin,
beim 100er Objektiv stelle ich die Beleuchtung immer auf volle Intensität und komme dann auf Belichtungszeiten zwischen 1/100 und 1/320 Sekunde. Beim 40er regel ich das Licht runter, damit die Belichtungszeiten auch ungefähr in diesem Bereich liegen. Zunächst hatte ich mal gedacht, daß kürzestmögliche Belichtungszeiten am besten wären, aber bei Zeiten unter 1/1000 Sekunde ist das Bild dann nicht mehr gleichmäßig hell.
Björn
Hallo zusammen,
noch eine kurze Anmerkung zu den Schweizer Beobachtungen, die Raphael erwähnt hat. Es wundert mich nicht unbedingt, daß man mit der Sporenfalle in erster Linie die Pilze nachweist, die dort in der Nähe fruktifizieren. Schließlich nimmt die Fläche, über die sich Sporen verteilen, quadratisch mit dem Radius um den Pilz zu (Ausbreitung in die dritte Dimension ist durch die Höhe der Atmosphäre dann ja stark begrenzt und spielt bei Abständen größer als 10 km sicher keine Rolle mehr). Entsprechend ist die Sporendichte um die Fruchtkörper herum natürlich deutlich höher als in großer Entfernung. Das heißt im Umkehrschluß aber natürlich nicht, daß einzelne Sporen nicht doch sehr weit kommen und dort dann ein neues Leben beginnen können.
Björn
Hallo zusammen,
ich möchte euch auf einen Pilz aufmerksam machen, den wahrscheinlich jeder von euch aktuell in der näheren Umgebung finden kann: Exobasidium japonicum, die Kulturazaleen-Nacktbasidie oder auch Ohrläppchenkrankheit genannt. Der Pilz befällt kleinblättrige Rhododendronarten ("Azaleen") und sorgt dort für die Bildung von auffällig verdickten Blättern. Bei Reife wird auf diesen Gallen dann ein weißer Rasen aus Basidien, Basidiosporen und Konidien gebildet. Hier in Duisburg konnte ich den Pilz in fast jedem Azaleenbestand nachweisen, der Pilz ist also deutlich häufiger als die Verbreitungskarte bei Pilze-Deutschland aktuell suggeriert. Zeit das zu ändern! Also rausgehen, Pilz finden und kartieren.
Björn
