Beiträge von boccaccio

    Hallo zusammen,


    am letzten Wochenende war ich noch mal in den Borkenbergen unterwegs. Leider hatte es dort in der Nacht den ersten Frost gegeben, so daß es sich mit der pilzlichen Herrlichkeit in engen Grenzen hielt. Aber ein paar nette Funde gab es dann trotzdem noch.


    1. Peronospora vernalis ex Spergula morisonii


    2. Eine Hypocopra auf Kaninchen. Sporen messen 24.2-27.1 µm x 12.0-13.1 µm, sind leicht asymmetrisch und in jungem Zustand zweizellig. Die Keimspalte nimmt nur einen Teil der Spore ein und mißt ca. 15 µm. Der Apikalapparat ist komplett amyloid. Da wenigstens teilweise mehrere Perithecien in je Stroma vorhanden sind, lande ich bei Hypocopra brefeldii.


    3. Cladonia sp.


    4. Bovista pusilla


    5. Suillus luteus

    Huthaut

    Röhren

    Stiel

    Sporen


    6. Botryobasidium subcoronatum, Sporen 7.6+-0.4 x 3.1+-0.2, Q=2.5+-0.2, 6.9-8.2 x 2.7-3.4, Q=2.1-2.7


    7. Geopora arenicola


    8. Ein Schleimpilz, bei dem ich nach einigem Überlegen zu Leocarpon fragilis tendieren würde, auch wenn die Sporen mit 11-12 µm etwas klein sind.


    9. Erysiphe alphitoides ex Quercus robur


    10. Noch ein Schleimpilz mit Sporen von 9-11 µm. Hier fehlt mir allerdings jegliche gute Idee... lamproderma


    11. Zum Schluß noch eine Sordaria mit Sporen von 31-32 µm x 19-20.5 µm, Q=1.5-1.7, womit ich hier bei Sordaria macrospora rauskomme. Aber bis jetzt bin ich in dieser Gattung fast noch nie bei der richtigen Art rausgekommen.... :D


    Björn

    Hallo zusammen,


    eigentlich wollte ich am letzten Wochenende ja in den Duisburg Landschaftspark, aber am Bahnhof mußte ich dann feststellen, daß ich zum einen meine Kamera nicht eingepackt hatte und zum anderen die Straßenbahn durch SEV ersetzt wurde, was die Reise deutlich verlängert hätte. Also gefrustet wieder nach Hause, Kamera eingesteckt und dann einfach eine Runde in den Duisburger Stadtwald gegangen:


    1. Bulbillomyces farinosus


    2. Rhopographus filicinus


    3. Phlebia radiata


    4. Ein Täubling mit Sporenpulver Ia und mildem Geschmack, den ich gerne als Russula heterophylla ablegen würde wollen.


    5. Phacidium lauri


    5. Tricholoma ustale in alt und gammelig


    6. Arcyria stipata


    7. Coleosporium tussilaginis ex Tussilago farfara


    Björn

    Hallo zusammen,


    wenn man mit Karl im Depot unterwegs ist, sollte man sich natürlich auch etwas Dung für die gute Stube mitnehmen. Das habe ich auch in Form von altem Pferd und frischem Hirsch gemacht. Bis jetzt halten sich die Pilzfunde darauf zwar noch in Grenzen, aber ein paar nette Bilder gab es dann doch.


    1. Auf Hirsch: Pilobolus roridus, Sporenmaße 5.4-7.8 x 3.7-4.8, Q=1.4-1.8


    2. Auf Pferd: Podospora decipiens


    3. Auf Pferd: Eine Sporormiella, bei der die Sporen 39.5-43.5 µm x 7.5-8 µm messen. Hier tendiere ich zu S. lageniformis


    4. Noch eine Sporormiella auf Pferd: Sporen messen 63-69 µm x 11-12 µm, so daß ich hier zu S. teretispora tendiere.


    Björn

    Hallo zusammen,


    weiter geht es mit dem zweiten Teil aus dem Depot


    1. Auf den Gräsern wuchs leckere Zuckerwatte in Form von Laetisaria fuciformis


    2. Poronia punctata darf im Herbst natürlich auf dem Konik-Dung nicht fehlen


    3. Cuphophyllus virgineus


    4. Hygrocybe acutoconica


    5. Lycoperdon utriforme


    6. Agrocybe praecox


    7. Trichoglossum hirsutum


    8. Geoglossum cookeanum


    9. Cuphophyllus virgineus var. ochraceopallida


    10. Hyaloperonospora praecox ex Draba verna agg.


    11. Erysipe alphitoides ex Quercus robur

    12. Hier hatte ich im Feld auf Helicobasidium gehofft, aber es war dann doch nur eine Anamorphe, zu der ich keine Idee habe.


    Björn

    Hallo zusammen,


    am 1.11. hat Karl Jan-Arne und mich mal wieder auf eine tolle Tour mit ins Depot genommen, von der ich im Folgenden einige Bilder zeigen möchte:


    1. Dendrocollybia racemosa. Nicht mehr ganz frisch, aber immer noch beeindruckend


    2. Lactarius controversus


    3. Tricholoma populinum


    4. Entoloma sp.


    5. Entoloma sp.


    6. Omphalina velutipes


    7. Entoloma sp., die Karl eingesteckt hat.


    8. Sarcodon squamosus


    9. Tricholoma equestre


    10. Lactarius rufus


    11. Lactarius mammosus


    12. Nectriopsis lecanodes auf Peltigera


    13. Gliophorus psittacinus


    14. Clavulinopsis laeticolor


    15. Es gibt ihn doch: Nach unzähligen Neottiella rutilans habe ich endlich mal Neottiella vivida erwischt


    Björn

    Hallo Frank,


    die Tomentella kann ich dir gerne zeitnah zuschicken (hier liegen ja auch immer noch einige Tomentellas vom letzten Jahr herum). Da ich in den letzten Tagen noch einige weitere Tomentellas gefunden habe, werde ich die aber auch noch in den kommenden Tagen hier vorstellen, vielleicht gibt es da ja auch noch Bedarf für eine genauere Untersuchung.


    Björn

    Hallo zusammen,


    bei der Exkursion zum Eignerbach-Schlammteich fanden wir u.a. auch die folgende Tomentella. Mit der körnigen Oberfläche schon makroskopisch recht ansprechend, weil sie auch durch ihre inneren Werte zu überzeugen ;) Das Habitat bestand aus jungen Birken und vereinzelten Kiefern und Fichten. Zystiden fehlen, Schnallen sind überall vorhanden, das Hymenophor ist nicht cyanescent, Sporen sind nicht gelappt, der Apikulus erscheint amyloid und Sporenmaße betragen 8.2+-0.5 µm x 6.8+-0.3 µm, Q=1.2+-0.1 bzw. 7.4-9.4 µm x 6.3-7.3 µm, Q=1.1-1.4. Mit Tomentella s Schlüssel kommt man damit schon mal ganz locker bis Punkt 20. Sind die Sporen nun eher elliptisch oder rund? Bei elliptischen Sporen käme ich zu T. ellisii, was aber glaube ich nicht paßt. Also rundsporig weiter: Mit dickwandigen, braunen Subikularhyphen und braunen Sporen komme ich zu 27. Tomentella lapida ist raus wegen Cyanescens, Tomentella alpina ist im Flachland nicht zu erwarten, bleiben also Tomentella fuliginea und Tomentella stuposa agg. Letztere hat einen inamyloiden Apikulus und ist damit auch raus. Paßt also T. fuliginea? Oder bin ich schon vorher irgendwo falsch abgebogen?




    Sporen in KOH


    Sporen in Melzer


    Präparate in KOH


    Björn

    Hallo zusammen,


    am letzten Oktober-Wochenende ging es mit dem Mykologischen Arbeitskreis Bergisches Land auf eine Exkursion zum Eignerbach-Schlammteich. Hierbei handelt es sich um einen Schlammteich eines Kalksteinbruchs, der im Laufe der verlandet ist. Das Gebiet ist nach wie vor noch Firmengelände (und zählt rein rechtlich als Talsperre, wir sind also über einen See gewandert), aber durch Kontakte wurde es uns ermöglicht, dort eine Exkursion zu machen.


    1. Melampsoridium betulinum ex Betula pendula


    2. Melampsoridium hiratsukanum ex Alnus glutinosa

    pilzforum.eu/attachment/456296/

    pilzforum.eu/attachment/456297/


    3. Eine Ramularia auf Valeriana officinalis agg. Leider gibt es 2 Arten: Phaeoramularia valerianae und Ramularia valerianae. Erstere ist gräulich, letztere weißlich, also klarer Punkt für die Ramularia. Die Konidienform paßt dann aber wieder besser zur Phaeoramularia...


    4. Sepultariella semi-immersa


    5. Geopora arenicola


    6. Eine Helvella, an der niemand weiteres Interesse hatte...


    7. Leucogyrophana mollusca


    Björn

    Hallo zusammen,


    weiter geht es mit dem zweiten Teil der Hohenstein- und Herford-Tour


    1. Lactarius fluens


    2. Nectriopsis violacea ex Fuligos sp.


    2. Puccinia asperulae-odoratae ex Galium odoratum


    3. Puccinia artemisiella ex Artemisia vulgaris


    4. Weiter geht's auf dem Friedhof: Gliophorus psittacinus in allen Farben


    5. Entoloma infula


    6. Laetisaria fuciformis


    7. Clavulinopsis laeticolor


    8. Hygrocybe glutinipes


    9. Hygrocybe mucronella. Wirklich fies bitter!


    10. Amanita muscaria


    11. Leccinum scabrum s.l.


    12. Clavulinopsis helvola


    13. Boletus edulis


    14. Tricholoma columbetta


    15. Phaeolepiota aurea


    16. Amanita muscaria


    17. Und zum Schluß noch ein Fragezeichen aus dem Hohenstein von Buchenblättern. Auf den ersten Blick kleine Becher, die aber mikroskopisch wenig hergeben. Hat da jemand eine Idee?


    Björn

    Hallo zusammen,


    Ende Oktober waren Jan-Arne und ich bei Carina und Markus zu Besuch. Zunächst ging es in das NSG Hohenstein, wo in einem Kalkbuchenwald allerlei Pilze warteten, die wir aus dem kalkarmen Ruhrgebiet nicht kennen. Anschließend ging es dann noch auf Markus' Lieblingsfriedhof in Herford.


    1. Hygrophorus eburneus mit KOH-Rekation an der Stielbasis


    2. Lactarius pallidus


    3. Hericium coralloides


    4. Tricholoma orirubens


    5. Russula decipiens


    6. Russula olivacea EDIT: Russula viscida


    7. Hygrophorus unicolor


    8. Nochmal Hericium coralloides an anderer Stelle


    9. Petrakia echinata ex Acer pseudoplatanus


    10. Thekopsora guttata ex Galium odoratum


    11. Pluteus leoninus


    12. Dictydiaethalium plumbeum


    Björn

    Hallo zusammen,


    weiter geht es mit dem zweiten Teil der Borkenberge.


    1. Lepista irina


    2. Laccaria proxima


    2. Ramularia grevilleana ex Potentilla argentea


    3. Phyllactinia betulae ex Betula pendula


    4. Phyllactinia corni ex Cornus mas


    5. Erysiphe hypophylla ex Quercus robur


    6. Collybia cookei


    7. Eine Galerina. Sporen sind dextrinoid, nicht kalyptrat, warzig und messen 8.7+-0.4 µm x 5.7+-0.3 µm, Q=1.5+-0.1, 7.8-9.9 µm x 5.1-6.1 µm, Q=1.4-1.7, Schnallen sind vorhanden, Basidien 4-sporig, Cheilozystiden sind nicht tibiiform, Pileozystiden sind ganz vereinzelt vorhanden, Pleurozystiden habe ich keine gefunden (das muß aber ja bekanntlich nichts heißen). Caulozystiden vorhanden, mutmaßlich auf ganzer Stiellänge.

    Dann also mit der Funga Nordica in den Teilschlüssel B gestartet. Caulozystiden am ganzen Stiel würden zu G. caulocystidiata führen, da passen aber die Sporen nicht. Wenn man dann alternativ weiterschlüsselt, paßt aber auch keine der Arten. Also weiter in Teilschlüssel C, wo ich dann bei G. perplexa lande. Ist plausibel?

    Stiel

    Lamellen

    Huthaut


    8. Melanospora brevirostris


    9. Telephora terrestris


    Björn

    Hallo zusammen,


    Ende Oktober war ich mal wieder in den Borkenbergen unterwegs. Auch wenn das Pilzwachstum nicht überragend war, kam am Ende doch eine ganze Menge von Arten zusammen:


    1. Russula recondita, IIc, Guajak nach 8 Sekunden verfärbend, dann dunkelblau, Stielbasis ohne KOH-Reaktion, unter Eiche


    2. Arrhenia retiruga


    3. Amanita phalloides


    4. Arrhenia rickenii


    5. Omphalina pyxidata


    6. Macrolepiota procera


    7. Spilopodia nervisequa ex Plantago lanceolata


    8. Lepista nuda


    9. Hygrocybe conica


    10. Ein kleiner Täubling bei Betula und Pinus. Guajak negativ, Sporenpulver IVa, leicht scharf, gilbend, nicht grauend, lange, septierte Pileozystiden. Ich schwanke zwischen Russula cessans und Russula versicolor. Was sagen de Täublingsexperten?


    11. Früher hätte man das direkt im Feld als Entoloma sericeum abgehakt. Jetzt mikroskopiert man, weiß trotzdem nicht genau, wie man E. sericeum und E. vindobonense trennen soll und erkennt dann zu Hause auf dm Foto auch noch, daß man offensichtlich eine Mischkollektion zusammengesteckt hat: Einer der Hüte ist deutlich bereift. Ansonsten inkrustierte Hyphen in der Huthaut, Basidien 4-sporig mit Basalschnalle.


    12. Arrhenia peltigerina


    13. Hygrocybe conica


    14. Suillus bovinus


    15. Tricholoma fulvum



    16. Tricholoma albobrunneum


    17. Imleria badia


    18. Hebeloma mesophaeum, meine erste selbstbestimmte Hebeloma, Sporen messen 9.5+-0.4 x 5.6+-0.3 µm, Q=1.7+-0.1, 8.5-10.3 x 5.1-6.2 µm, Q=1.6-1.9


    19. Eine Russula unter Pinus. Geschmack mild, Guajak negativ bis schwach, aber leider ohne Sporen, also wahrscheinlich nicht bestimmbar. Auffällig die roten Lamellenschneiden


    20. Mal wieder Hygrocybe conica


    21. Geopora arenicola


    Björn

    Hallo zusammen,


    beim Trichterling muß ich leider feststellen, daß ich schlampig gearbeitet habe. Da gib es keine Notizen zum Geruch und bei der Huthaut ist auch nur noch eine schwache Erinnerung an inkrustiertes Pigment vorhanden :( Aber ich bin nächstes Wochenende wieder auf der Halde, vielleicht stehen dann ja noch Kollektionen des Pilzes.


    Was die Diplodia angeht, liegen die Sporen bei 20-21 µm x 8-10 µm, also passend zur D. tiliae. Die steht ja sogar im Ellis und Ellis drin, keine Ahnung, warum mit der Pilz da nicht aufgefallen ist...


    Björn

    Hallo zusammen,


    Ende Oktober war ich für eine kleine Runde auf der Halde Hoppenbruch in Herten, die für ihren Pilzreichtum bekannt ist.


    1. Cuphophyllus virgineus


    2. Cyclaneusma minus ex Pinus nigra


    3. Rhytisma acerinum ex Acer pseudoplatanus


    4. Phragmidium tuberculatum ex Rosa sp.


    5. Mycena acicula


    6. Rickenella swartzii


    7. Pithya cupressina


    8. Clavulina rugosa


    9. Arrhenia retiruga


    10. Volvopluteus gloiocephala


    11. Phragmidium potentillae ex Potentilla argentea


    12. Geoglossum cookeanum


    13. Gymnosporangium sabinae ex Pyrus communis


    14. Puccinia phyllostachydis ex Phyllostachys sp. cult.


    15. Auf Tilia sp. gab es dann noch diese braunen, zweizelligen Konidien. Da gibt es aber leider im Ellis und Ellis keine passenden Kandidaten für, so daß ich keine gute Idee habe.


    16. Und dann gab es noch diese Trichterlinge(?). Wuchsen am mageren Wegrand unter Kiefern. Bis jetzt hatte ich aber noch keine Zeit, mich näher mit diesem Fund zu beschäftigen. Aber wenn es Ieen gibt, immer her damit.


    Björn

    Hallo Markus,


    ich messe alles per Software und gar nicht am Okular. Dazu benutze ich Fiji. Das ist zwar am Anfang nicht ganz übersichtlich, weil es viel mehr kann als nur Sporen zu messen, hat aber den Vorteil, daß es Open Source ist und als Java-Anwendung auch unter Linux läuft.


    Björn

    Hallo zusammen,


    das mit der Tiefenschärfe ist ja im Wesentlichen durch die Physik limitiert. Da hilft also nur, daß man ein gutes Präparat herstellt, das möglichst flach ist. Das gelingt natürlich nicht immer und erst recht nicht immer auf Anhieb, sprich da geht dann schon einiges an Zeit drauf. Zum Teil muß man in so einem Präparat dann auch einfach länger suchen, bis man eine Stelle findet, die hinreichend fotogen ist.


    Björn