Beiträge von boccaccio

    Hallo Karl,


    da gebe ich dir vollkommen Recht. Da war wohl irgendwie beim Schreiben meines Beitrags die Arm-Hirn-Koordination gestört ;) Ich wollte eigentlich nur den von Beli ins Spiel gebrachten L. echinatum eliminieren und habe dann L. nigrescens (der steht bei Jeppson im Schlüssel ja direkt bei L. echinatum) statt L. umbrinum geschrieben.


    Björn

    Hallo zusammen,


    bei der Exkursion in der Walsumer Rheinaue gab es auf Weidenästen auch eine Typhula zu bestaunen. Die Sporen messen 6.5-7.7 µm x 2.9-3.8 µm, Q=1.8-2.4, im Mittel 7.1 x 3.5, Q=2.1. Schnallen sind nicht vorhanden. Die Hyphen im Stiel sind gelifiziert. Auffällig sind auch die langen, sehr schmalen Haare am Stiel. Außerdem gab es am Stiel auch Kristalle. Aus den Sklerotien wachsen einer bis mehrere Fruchtkörper. Damit lande ich dann Typhula erumpens. Was meint ihr?


    Stiel

    Sporen

    In Melzer

    Sklerotium


    Björn

    Hallo Tuppie,


    wenn du so viel Quecke hast, dann solltest du auch noch nach Physoderma graminis Ausschau halten. Der macht braune Streifen entlang der Blätter, die von ganz vielen Dauersporen hervorgerufen werden. Zum Winter hin fasern die befallenen Blätter dann in Längsrichtung auf und geben die Sporen frei.


    Björn

    Hallo zusammen,


    bei der Tour in die Rheinaue Walsum gab es auch einen Erdstern, der nicht zu den hier in der Gegend häufig vorkommenden Arten G. fimbriatum und G. triplex gehört. Fundort war der Übergang von einer Ecke zu einer Wiese, potentiell ein nährstoffreicher Standort mit Stroh und Pflanzenabfällen/Mist. Das Peristom ist kegelförmig, gefurcht. Die Endoperidie ist gestielt, wobei an der Unterseite eine Art Kragen erkennbar ist. Die Sporen messen 4.2-5.0 µm und sind relativ grobwarzig. Das Capillitium ist unseptiert und sehr dickwandig. Damit lande ich dann bei Geastrum striatum. Was sagen die Erdstern-Expert:innen wie lamproderma dazu?


    IMG_7014.JPG


    Björn

    Hallo Nobi,


    freut mich, daß dir mein Beitrag gefällt. Gleich kommen sogar noch zwei weitere, richtige Pilze, die bei den Bestimmungsanfragen landen werden.

    Leptotrochila ranunculi ist eigentlich nicht selten, wenn man sich usselige Ranunculus-Pflanzen genauer anschaut. Phyllachora graminis sollte sich aktuell eigentlich in jedem Queckenbestand problemlos finden lassen.


    Björn

    Hallo zusammen,


    am Samstag stand mal wieder eine Tour in die Rheinaue Walsum auf dem Programm. Auch wenn sich die Großpilze rar machten und stattdessen Brennesseln in rauen Mengen wuchsen, hat sich die Tour gelohnt und wir konnten einige interessante Funde machen.


    1. Leptotrochila ranunculi ex Ranunculus repens


    2. Pseudovirgaria grisea ex Phragmidium cf. bulbosum


    3. Schizophyllum amplum


    4. Puccinia caricina ex Carex pseudocyperus


    5. Puccinia menthae ex Mentha aquatica


    6. Nemania serpens


    7. Phyllachora graminis ex Elymus repens


    Björn

    Hallo Tuppie,


    Bernicchia und Breitenbach & Kränzlin schreiben zu den Mikromerkmalen des Sklerotiums nichts. Bei Rivoire heißt es:

    Sclérote: d'après Jahn (in Marchand, 1974), la chair du sclérote est formée d'hyphes très enchevêtrées très fines, o 1-1.5 µm. Dans le cortex externe cet auteur indique des hyphes squelettiques o 4-6 µm à paroi épaisse.


    Björn

    Hallo Oliver,


    bei Cortinarius in Sweden gibt es aber auch BIlder. Wenn du hier schaust, sind da zwei größere Dateien mit jeweils circa 140 MB, die den Bildteil enthalten. Die Flora Fotografica hat sowohl Fotos als auch Beschreibungen. Der Atlas ist zwar in Französisch, aber die Sprache zu lernen ist glaube ich das kleinste Problem bei der Telamonienbestimmung ;)


    Björn

    Hallo zusammen,


    am Dienstag habe ich eine kleine Runde durch den Stadtwald gedreht und dabei die folgenden Pilze eingesackt:


    1. Humaria hemisphaerica

    IMG_6680.JPG


    2. Ciboria batschiana


    3. Hymenoscyphus fructigenus, da ist das Makrofoto leider nichts geworden


    4. Sebacina incrustans


    Björn

    Hallo Frank,


    nur der Vollständigkeit halber: Die Nr. 2 ist in der Zwischenzeit im Wald noch etwas weiter herangereift und lieferte einen ordentlichen Sporenabdruck mit Maßen von (8.4+-0.2) µm x (6.7+-0.6) µm, Q=1.3+-0.1, bzw. (7.9-8.7) µm x (6.0-8.0) µm, Q=1.1-1.4. Wenn du nichts dagegen hast, würde ich dir die auch zuschicken. Wenn dir beim selber Draufschauen etwas einfällt gut, und wenn nicht, dann eben nicht.



    Björn

    Hallo zusammen,


    wie jedes Jahr im Spätsommer/Frühherbst ging es auch dieses Jahr wieder mit dem APR zur Fuelbecker Talsperre in der Nähe von Lüdenscheid. Dank passender Witterung zeigten sich dort auch etliche Pilze.


    1. Asterophora parasitica


    2. Asterophora lycoperdoides


    3. Bisporella citrina


    4. Craterellus sinuosus


    5. Chlorociboria aeruginascens


    6. Strobilomyces strobilaceus


    7. Phacellium episphaerium ex Stellaria nemorosa


    8. Leucocybe connata


    9. Puccinia chaerophylli ex Anthriscus sylvestris


    10. Das Highlight der Tour: Juncorrhiza aschersoniana ex Juncus bufonius


    11. Clavulina cinerea


    12. Mycena stylobates


    13. Dann gab es da noch eine Coltricia von der ich leider kein Makrofoto habe. Auffallend war aber, daß die Hutoberseite wie ein Tigerauge (der Edelstein) schillerte. Sporen messen (7.5+-0.5) µm x (5.3+-0.4) µm, Q=1.4+-0.1, bzw. (6.6-8.4) µm x (4.3-6.4) µm, Q=1.2-1.6. Die Huthaut besteht mikroskopisch nur aus glatten Hyphen. Wenn ich mit dem neuen Polypores-Band von Bernicchia schlüssele, lande ich dann bei C. cinnamomea. Was meint ihr dazu?

    Huthaut

    Poren


    Björn

    Hallo zusammen,


    bei der APR-Exkursion an der Fuelbecker Talsperre am letzten Sonntag habe ich auch einen hübschen Schleimpilz gefunden. Die Fruchtkörper sind sitzen, ungefähr genau so hoch wie breit, das Capillitium hat mehr als 2 Windungen, kurz Enden und ist ca 4 µm breit. Die Sporen messen 11-13.5 µm und haben ein grobes Netz. Damit lande ich bei Trichia affinis. Geht ihr da mit?



    Björn

    Hallo Cognacmeister,


    was möchtest du uns mit deinem letzten Beitrag sagen? Hast du den Pilz mikroskopiert und bist zu dem Ergebnis L. volemus gekommen? Möchtest du darauf hinweisen, daß L. volemus mittlerweile in eine eigene Gattung Lactifluus gestellt wurde?


    Björn