Hallo zusammen,
das erinnert mich jetzt stark an die Anamorphe von Eutypella quaternata.
Björn
Hallo zusammen,
das erinnert mich jetzt stark an die Anamorphe von Eutypella quaternata.
Björn
Hallo zusammen,
ich könnte mir auch vorstellen, daß hier große Mengen von anamorphen Pyrenomyceten hier jede Menge an Konidien herausgedrückt haben.
Björn
Hallo zusammen,
das mit der Namensgebung bei P. myriaspora/myriospora ist ja interessant. Bei pilze-deutschland und im Index Fungorum ist jeweils die Schreibweise P. myriospora verwendet. Dabei wird im IF aber darauf hingewiesen, daß die ursprüngliche Beschreibung der Art als Sordaria myriaspora erfolgte. Jetzt müßte man wohl Latein können um zu entscheiden, ob myriaspora grammatikalisch falsch oder akzeptabel ist...
Björn
Hallo zusammen,
machen wir hier mal weiter im Text, zunächst mal mit den Funden vom Hirsch.
1. Ein Lasiobolus mit Sporen von 22-23 µm x 13,5-14,5 µm, Q=1,6-1,7, Haarbasis 12-13 µm breit, also L. cuniculi
2. Ein Schizothecium mit 32 Sporen im Ascus, Sporen um 21 x 13 µm, also S. dakotense. Paßt auch behaarungstechnisch, da keine steifen Haare vorhanden waren.
3. Noch ein Schizothecium, diesmal 8-sporig. Sporen messen 19-22 x 10,5-12 µm. Ohne biegsame Haare und mit den sehr kleinen Schuppen werfe ich mal S. vesticola in den Raum.
4. Ein Saccobolus ohne gelbe Farben und mit Sporen von 11-12 x 6 µm, Sporencluster 30x10 µm, da würde ich gerne S. depauperatus draus machen.
5. Und noch eine Podospora mit Sporen von 31-36,5 x 19,5-20,5 µm. Sporen zählen ist hier mühselig...aber es werden schon 64 oder 128 sein. Mit Lunqvist kann man die 128er-Arten dann aufgrund der Sporengröße ausschließen und es bleibt mit 64 Sporen P. myriaspora übrig, was auch insgesamt ganz gut paßt.
Ansonsten gab es noch einen Coprotus sexdecimsporus, den ich aber nicht abgelichtet habe.
Björn
Hallo Tuppie,
war der Mehltau auch auf der Mondviole? Dann ist es einfach, denn alle Brassicaceaen haben den gleichen Mehltau: Erysiphe cruciferarum.
Björn
Hallo Nobi,
wieder mal ein toller Beitrag über deine coprophilen Lieblinge. Ich hoffe, daß die tollen Fotos noch mehr Menschen für diese kleinen Schönheiten begeistern können.
Björn
Hallo Ralf,
auf Birkenporling sollte das H. pulvinata sein. H. protopulvinata geht nur an Fomitopsis pinicola (H. pulvinata geht an beide Wirte).
Björn
Hallo Oliver,
wenn man Ascomyceten ganz klassisch bis zur Gattung schlüsseln möchte, kann man sich mal das niederländische Ascomyceten Project anschauen. Da gibt es entsprechende Schlüssel, die ich z.T. schon probiert habe und die dann für Pyrenomyceten auch ganz gut funktioniert haben.
Björn
Hallo zusammen,
genau, die runden Kugeln sind die Basidien, die vierfach septiert sind, was man auf einigen Bildern auch erkennen kann. Aus der Basidie wachsen dann die vier Sterigmen, die hier wie bei vielen Phragmobasidiomyceten sehr lang sind im Verhältnis zur Basidie. Oben an den Basidien dann wie von anderen Pilzen gewohnt dann die sich bildenden Sporen.
Björn
Hallo zusammen,
letzten Sonntag konnte ich im Duisburger Stadtwald auf einem abgestorbenem Buchenast eine Bourdotigloea finden. Mit dem Bourdotigloea-Schlüssel des niederländischen Phragmoprojekts kann ich B. lanea und B. cerea aufgrund der Fruchtkörperstruktur und moniliformen Zystiden ausschließen. Im nächsten Schritt geht es dann darum, die Form der Zystiden genauer zu beurteilen: Deutlich moniliform oder unregelmäßig bzw. schwach moniliform. Der Vergleich mit den Mikrozeichungen bei Spirin et al. 2018 hilft mir da auch nicht wirklich weiter. Sporenmaße sind 19.6+-1.1 µm x 6.4+-0.4 µm, Q=3.1+-0.2, 18.0-21.2 µm x 5.7-7.3 µm, Q=2.7-3.6, aber damit bekommt man die Arten auch nicht gescheit getrennt. Hat jemand Erfahrung mit der Gattung?
Björn
Hallo zusammen,
am letzten Sonntag war ich auf einer kleinen Runde im Stadtwald Duisburg unterwegs:
1. Hier werden die meisten wohl sofort Myxarium nucleatum schreien. Aber es gibt mit Myxarium hyalinum eine Verwechslungsart, die sich nur mikroskopisch unterscheiden läßt. Laut niederländischem Phragmoprojekt gibt es so z.B. noch keine molekular bestätigen Funde von M. nucleatum aus den Niederlanden. Hier maßen die Sporen 13.4+-0.6 µm x 4.7+-0.4 µm, Q=2.8+-0.2, bzw. 12.4-14.3 µm x 4.2-5.7 µm, Q=2.5-3.1 und man landet bei M. hyalinum.
2. Sawadaea bicornis ex Acer pseudoplatanus, wieder etwas für Tuppie
3. Massaria anomia ex Robinia pseudoacacia
4. Biscogniauxia nummularia an Fagus sylvatica
Außerdem gab es noch eine Bourdotigloea, die ich aber gesondert vorstellen möchte.
Björn
Hallo zusammen,
da Ralf und ich uns seit seinem letzten Sirobasidium-Fund immer noch nicht wieder bei Exkursionen getroffen haben, hat er mir den Ast jetzt einfach per Post zugeschickt. Der Fund ist dann natürlich auch direkt unters Mikroskop gewandert und ich denke, daß ich diesmal Bilder machen konnte, die etwas zufriedenstellender als die von 2020 sind.
Björn
Hallo zusammen,
aller guten Dinge sind ja bekanntliche drei, deshalb also hier die dritte Tomentella. Ebenfalls unter Fagus und Corylus gefunden. Schnallen sind vorhanden, Zystiden fehlen, Sporen messen 7.1+-0.4 x 6.5+-0.5, Q=1.1+-0.1, 6.4-8.0 µm x 5.6-7.4 µm, Q=1.0-1.3 und sind eher gelappt als ellipsoid. Damit lande ich erstmal bei Schlüsselschritt 14. Sind die Sporen damit durchschnittlich 6-7,5 µm groß? Falls ja, würde ich im nächsten Schritt die Subikularhyphen als dickwandig bezeichnen und lande bei T. neobourdotii. Alternativ ging es dann zu 30, 31, 33 (Hyphen sind bei mir um 5 µm breit). Die Optionen, die sich dort dann auftauchen, erscheinen mir aber alle nicht so richtig überzeugend. Was meint Tomentella dazu?
Björn
Hallo zusammen,
weiter geht es mit der zweiten Tomentella aus dem Duisburger Stadtwald. Begleitbäume auch hier Fagus und Corylus. Die Sporen messen 7.3+-0.4 x 6.0+-0.5, Q=1.2+-0.1, 6.8-8.4 x 4.9-6.9, Q=1.0-1.4 un sind unregelmäßig, Schnallen sind vorhanden, Zystiden fehlen, Rhizomorphen sind vorhanden, beim Präparieren in KOH färbte sich die Flüssigkeit gelb-grün, so daß ich hier relativ sicher zu Tomentella punicea tendiere. Gehst du damit Tomentella ?
Björn
Hallo zusammen,
am 6.11.2022 habe ich im Duisburger Stadtwald drei Tomentellas gefunden, die ich hier einerseits vorstellen möchte und andererseits um Bestimmungshilfe bitten möchte Tomentella
Los geht es mit dem ersten Fund, der an Laubholz wuchs, Begleitbäume waren Fagus und Corylus. Die Sporen messen 9.7+-0.4 x 8.1+-0.7, Q=1.2+-0.1, 8.6-10.5 µm x 7.1-9.3 µm, Q=1.1-1.4, Stacheln bis 1.7 µm, nicht bifurkat und die Sporen sind irgendwo zwischen rundlich und schwach elliptisch zu verorten. Zystiden gibt es keine, Schnallen sind vorhanden, das Hymenium ist nicht cyanescent, wobei ich aber an einigen Stellen doch einige wenige cyanescente Elemente beobachten konnte.
Damit ist man schon mal ganz locker bis Schlüsselschritt 20 gekommen. Entscheide ich mich dort für elliptische Sporen, lande ich mit den braunen Subikularhyphen bei T. atramentaria, bei der das Hymenophor aber glatt sein sollte. Gehe ich bei den runden Sporen weiter, komme ich mit braunen, nicht inkrustierten Subikularhyphen und braunen Sporen zu Tomentella stuposa agg., die aber laut Franks Homepage auch glatt sein sollte.
Sporen in Melzer
Björn
Hallo zusammen,
Helvella fuscolacunosa paßt zumindest von der Sporengröße her ganz gut. Aber irgendwie werde ich mit den Helvellas nicht so richtig warm...
Ja, ich hab den Hypomyces noch und kann den gerne mal eintüten.
Björn
Hallo Ingo,
ich habe gerade mal die Sporen gemessen und komme auf 16.8+-0.6 µm x 11.7+-0.3 µm, Q=1.4+-0.1 bzw. 16.1-18.2 µm x 11.2-12.2 µm, Q=1.3-1.6
Björn
Hallo zusammen,
am letzten Sonntag ging es mit dem APR beim strahlendem Sonnenschein zu einer Exkursion auf die Halde Hoppenbruch. Das Wetter hatte auch etliche Neulinge angelockt, so daß wir mit geschätzt 25 Leuten loszogen. Aber neben vielen Teilnehmer:innen gab es auch etliche Pilze:
1. Puccinia phyllostachydis ex Phyllostachys sp. Der einzige bekannte Fundort dieses Pilzes, der an den septierten Paraphysen der Uredien gut erkennbar ist.
2. Tomentella bryophila, leicht kenntlich am amyloiden Apikulus
3. Lindtneria panphyliensis (oder eben L. bryophila, wenn man beides zu einer Art zusammenwirft)
4. Phallus impudicus
5. Hypomyces stephanomatis an Geoglossum cookeanum. Normalerweise ist der Pilz an Humaria zu finden.
6. Geoglossum cookeanum
7. Eine Helvella... früher hätte man einfach H. lacunosa dazugesagt.
8. Erysiphe syringae-japonicae ex Ligustrum vulgaris
9. Helvella crispa
10. Hier haben wir im Feld gerätselt, was das für seltsame Stäublinge sein mögen. Mikroskopisch zeigte sich dann ein Capillitium ohne Poren und Septen, mit Paracapillitium untermischt, dazu praktisch glatte Sporen ohne Pedicel von 3,1-3,8 µm Durchmesser. Also Apioperdon pyriforme.
11. Eine Teilnehmerin fand dann diesen Käfer mit Beauvaria bassiana
12. Sawadaea bicornis ex Acer pseudoplatanus für Tuppie
13. Mytilinidion decipiens
Björn
Hallo zusammen,
vielen Dank für die Schleimpilzbestimmung, Ulla. Beim zweiten Schleimi war mein Problem, daß ich mit dem Capillitium ohne Kalkknoten nie zu Physarum gekommen wäre, sondern immer schon vorher zu Didymium abgebogen wäre...
Ellis und Ellis ist was Phytoparasiten angeht einerseits nicht vollständig, andererseits wird teilweise ein breites Artkonzept verwendet und außerdem fehlen natürlich neu aufgespaltene Arten. Das Buch ist aber trotzdem gut, wenn man Pilze auf toten Pflanzen bestimmen will. Man muß dann zwar auch immer im Hinterkopf haben, daß es mehr Pilze gibt, als im Buch beschrieben sind, aber man bekommt zumindest eine erste Idee und oft hilft es ja schon, wenn man mal in der richtigen Gattung ist.
Björn
Hallo zusammen,
juhu endlich mal eine Sordaria richtig bestimmt. Und ja, das Substrat war ebenfalls Kaninchen.
Dungpilze sind auf jeden Fall sehr schmackhaft, Oliver! Und mit Nobi haben wir hier im Pilzforum ja auch einen echten Experten zur Hand, der immer geduldig mit Rat zur Seite steht. Und Pflanzenpilze lohnen natürlich auch immer, wobei man dafür ja den Klenke und nicht den Ellis&Ellis braucht.
Björn
Hallo beli,
deine Hymenochaete tabacina würde ich eher für Porostereum spadiceum halten. Das paßt auch besser zu Fagus sylvatica als Substrat.
Björn
Hallo zusammen,
zunächst einmal wieder ein dickes Danke an Nobi fürs Drüberschauen und Korrigieren
An die 37 Arten wird mein Dung wohl nicht rankommen. Der liegt jetzt schon zwei Wochen in der Kammer und es tut sich fast nichts. Aber wer weiß, vielleicht kommt dann ja am Ende ein seltener Knüller... Ansonsten mache ich im Winter ja immer wieder gerne Dungpilze, und hatte jetzt auch in den Borkenbergen noch im Feld zwei Arten einstecken können (die dann aber nicht extra hier ins coprophile Unterforum gestellt).
Gibt es auch Zahlen, wie viele Kilogramm Dung schon aus dem Depot in heimische Wohnzimmer gewandert sind? ![]()
Björn
Hallo Oliver,
die Sporen liegen so bei 5.5-7.5 x 4.5-5.5 µm, passen also sehr gut zu R. heterophylla. Crins waren zwar nicht viele vorhanden, an einer Stelle habe ich sie aber gesehen.
Björn
