Beiträge von boccaccio

    Hallo zusammen,


    ich schließe mich hier der Entoloma-Fraktion an und könnte mir gut vorstellen, daß er im Umriß rechteckige Sporen hat, womit man ihn dann mikroskopisch relativ einfach bestimmen könnte.


    Björn

    Hallo Cognacmeister,


    Puccinia aconiti-rubrae kommt explizit nicht auf Aconitum lycoctonum vor. Uromyces lycoctoni ist hier der wahrscheinlichste Kandidat, aber zur Sicherheit sollte man mikroskopieren.


    Björn

    Hallo Dominik,


    ich habe gerade mal in die Fungi of Northern Europe statt in den Bon geschaut. Dort sind die Pyrogalini eine Subsektion innerhalb der Glutinosi, während die Zonarii eine Sektion sind. Hauptunterschiede sind wohl, daß die Pyrogalini Sporen mit einem zebra-artigem Ornament und zahlreiche Makrozystiden haben (bzw. die Sektion der Glutinosi, zu der die Untersektion gehört), während bei den Zonarii das Sporenornament aus schmalen und oft zackigen Graten besteht und Makrozystiden spärlich vorkommen.


    Björn

    Hallo Matthias,


    das ist Puccinia persistens s.l. Eine Bestimmung auf Artebene ist anhand der Aecien aber wohl praktisch nicht möglich, siehe hier den entsprechenden Schlüssel aus dem Klenke und Scholler



    Björn

    Hallo Pedro,


    ich bin mir nicht sicher, ob es sich hier wirklich um reife, abgeworfene Sporen handelt. Das sieht für mich alles nach einem Quetschpräparat aus, bei dem dann mit hinreichend Druck durchaus auch mal Sporen aus den Asci geschossen werden, aber nicht nach einem Präparat, wo man ein Deckgläschen auf die reifen, befeuchteten Fruchtkörper gelegt hat, alles einige Zeit unter eine helle Lampe gestellt hat und wo dann ein weißer Belag von reifen Sporen auf dem Deckglas sichtbar wird.


    Ansonsten der übliche Hinweis, da du bei den Sporenmaßen den cyanophilen Bereich erwähnst, der ja nur in BWB sichtbar ist: Sporenmessung (und eigentlich auch die erste Begutachtung eines Ascomyceten) immer in Wasser durchführen.


    Björn

    Hallo Uwe,


    mit den deutlich verdickten Stellen am Blatt ist das in der Tat Puccinia urticata s.l. Dahinter verbergen sich verschiedene Arten, die alle ihre Aecien auf Urtica bilden und dort nicht auf Artebene bestimmbar sind und die dann später im Jahr auf verschiedenen Seggen ihre Uredien und Telien bilden.


    Björn

    Hallo Matze,


    123Pilze ist als Quelle ungeeignet, da steht viel wenn der Tag lang ist und leider sind etliche Angaben dort auch schlicht falsch. Ich nutze für die Bestimmung von Rindenpilzen meistens Band 12 der Fungi Europaei und dort findet sich S. ostrea mit keinem Wort. Wenn man in Pilze-Deutschland.de nach S. ostrea sucht, findet man dort:


    Stereum insignitum Quél. 1889

    Synonyme: Stereum ostrea ss. auct. europ.


    D.h. es ist wohl so, daß einige europäische Autoren in der Vergangenheit S. insignitum als S. ostrea bezeichnet haben, daß es sich aber letztlich doch um verschiedene Arten handelt. So ähnlich ist das ja z.B. auch mit Russula recondita und Russula pectinatoides.


    Björn

    Hallo Wildes_und_Buntes,


    Stereum ostrea scheint eine amerikanische Art zu sein, die bei uns nicht vorkommt. Die kann man also recht sicher ausschließen. Du meinst wahrscheinlich Stereum insignitum. Da muß man einmal reinmikroskopieren und schauen, ob Acanthozystiden vorhanden sind.


    Björn

    Hallo Uwe,


    schwieriger Fall mit der Datenlage. Die Farbe der Blattflecken paßt meiner Meinung nach nicht so ganz zu P. phragmitis, da sind die Flecken noch leuchtender rot. Auf den Detailaufnahmen sieht man auch keine Ansätze von Aecien. Eine alternative Möglichkeit wäre Ramularia rubella, die auf Rumex recht häufig zu finden ist und wo die Blattflecken etwas trüber rot sind. Da müßte man dann aber mit der Lupe schauen, ob man einen Pilzrasen auf den Flecken sieht.


    Was den Wirtswechsel angeht: Puccinia phragmitis wechselt, wie der Name schon andeutet, auf Phragmites australis. Den wirst du wahrscheinlich nicht als Zimmerpflanze haben. Und selbst wenn: Der Rost macht dann nur Blattflecken und bringt den Schilf nicht um.


    Björn

    Hallo Uwe,


    an einem der roten Flecken (auf der oberen Blatthälfte der vierte von links) meine ich Ansätze weißer Aecien zu sehen, was dann P. phragmitis bestätigen würde. Da wäre eine Detailaufnahme aber noch mal hilfreich.


    Björn

    Hallo Grüni,


    das sind nicht nur Hautkrankheiten. Die gehen teilweise auch tiefer runter ins Gewebe.... oder kastrieren ihren Wirt. Also quasi natürliche Empfängnisverhütung mit Pilzen :D


    Björn

    Hallo Grüni,


    einen Unterbereich zu Phytoparasiten gibt es hier im Forum nicht, weil es in der Vergangenheit im Forum von Pilzfotopage ein relativ aktives entsprechendes Unterforum gab, wo u.a. Jule sehr aktiv war. Da ist mittlerweile aber jegliche Aktivität eingeschlafen. Aber wenn es hier Anfragen nach Phytos sieht, kriege ich das in der Regel mit und antworte dann auch zeitnah.


    Björn

    Hallo Steffen,


    ich finde befallene Marienkäfer eher selten, ich muß aber auch sagen, daß ich kein besonders gutes Auge für Insekten habe. Wenn ich mir Pilzbeobachtungen bei obsidentify anschaue, scheint es durchaus Leute zu geben, die den Pilz regelmäßig finden.


    Puccinia urticata scheint dieses Jahr sehr massig vorzukommen, ich hatte den jetzt auch an verschiedenen Stellen in großer Zahl und auch bei obsidentify häufen sich die Beobachtungen gerade.


    Björn