Beiträge von boccaccio

    Hallo zusammen,


    bei meinem Urlaub in Cuxhaven hatte ich natürlich auch offene Augen für Pilze und konnte einige interessante Funde machen. Los geht es mit einige Pilzen, die ich am Sahlenburger Strand finden konnte


    1. Uromyces limonii ex Limonium vulgare


    2. Anthracoidea arenariae ex Carex arenaria


    3. Psathyrella ammophila

    Sporen

    Huthaut

    Lamelle



    Björn

    Aber ist nicht Sachsen-Anhalt das Land der Frühaufsteher? Das habe ich zumindest in den Lieder von Reinald Grebe über die problematischen Bundesländer so gelernt ;)


    Björn

    Hallo Claudia,


    ist es bei Euch da drüben nicht immer dunkel? ;) Ansonsten kommst du bestimmt gerade rechtzeitig für die tollen Phytos nach Hause :D


    Björn

    Hallo Askger,


    wenn in der Literatur angegeben ist, daß ein Pilz keine Schnallen hat, dann sind die auch nirgendwo zu finden. Die Umkehrung gilt aber nicht. Wenn ein Pilz Schnallen hat, müssen die nicht an allen Septen vorhanden sein. Bei Entolomas kommt es zum Beispiel vor, daß nur an den Basidienbasen Schnallen vorhanden sind (die man dann teilweise auch nur bei jungen Basidien gut erkennen kann).


    Björn

    Hallo zusammen,


    ich bin morgen Abend auch mit von der Partie und kann zwar keinen Erstnachweis für NRW präsentieren, aber immerhin einen Wiederfund nach 134 Jahren.


    Björn

    Hallo Claudia,


    die Peronospora und Puccinia haben halt den großen Vorteil, daß man da nicht ewig dran rummikroskopieren muß, wie an diesen drei Urlaubs-Rötlingen, wo man dann am Ende immer noch nicht weiß, was es ist und Karl fragen muß :D



    Björn

    Hallo zusammen,


    wenn man einen (ausreichend üppigen) Sporenabwurf hat, würde ich die Amyloidität der Sporen immer makroskopisch prüfen, in dem ich einfach etwas Melzers neben der Sporenmasse platziere und das mit einer Nadel etwas Melzer zur Sporenmasse ziehe oder umgekehrt etwas Sporenpulver ins Melzers rühre. Das funktioniert nach meiner Erfahrung deutlich besser als der mikroskopische Nachweis der Amyloidität.


    Ansonsten ist Amanita phalloides wie praktische alle Amanita-Arten unter dem Mikroskop nicht sonderlich spannend.


    Björn

    Hallo Michael,


    Psathyrella ammophila hatte ich vor kurzem bei meinem Urlaub in Cuxhaven auch. Die scheint nach Regen durchaus auch im Sommer fruktifizieren zu können. Du kannst in den Dünen auch mal Ausschau nach Carex arenaria halten. In Cuxhaven habe ich dort fast immer Anthracoidea arenariae dran gefunden, ein Brandpilz, der in den weiblichen Fruchtständen sitzt und dann kleine schwarze Kuller anstelle von Seggenfrüchten bildet. Stellenweise war das sogar ein richtiger Massenpilz:



    Björn

    Hallo Bernd,


    für die Unterscheidung von E. verae/incanum würde ich auf jeden Fall einen Sporenabwurf machen. Das klappt bei Entolomas fast immer sehr zuverlässig und man hat dann eine große Menge an Sporen, die für die Sporenmessung richtig liegen. Dann erkennt man mit etwas Übung oft schon am Sporenbild ohne genaue Messung, ob der Q-Wert eher zu incanum oder verae paßt.


    Björn

    Hallo zusammen,


    ich hätte zwar jede Menge Bi-Bos (Bielefelder Boleten) zu zeigen, bin aber gerade im Urlaub an der Nordsee und werde deshalb wohl nicht am Zoom-Meeting teilnehmen. Hier oben ist es übrigens so regnerisch, daß sogar schon die ersten Dünenpilze in Form des Sand-Zärtlings wachsen.



    Björn

    Hallo zusammen,


    auf dem drittletzten Bild sieht man, daß sich der Fruchtkörper in ganze, stabile Stücke zerlegen läßt, das ist bei Ceratiomyxa poroides nicht möglich. Das wird schon ein richtiger Porling, also im Zweifelsfall ein Fall fürs Mikroskop sein.


    Björn

    Hallo Stefan,


    für mich wirken die Lamellen sogar fast schon etwas rosastichig, was bei einem Täubling natürlich gar nicht sein kann. Deshalb habe ich der Farbe keine weitere Bedeutung beigemessen und sie als dem Kunstlicht geschuldet abgetan.


    Björn

    Hallo zusammen,


    bei Nr. 1 erkennt man am Rand den gefelderten Hut, das sollte also Russula virescens sein. Nr. 2 kann Russula cyanoxantha sein, wenn die Lamellen eben wirklich nicht spröde sind. Nr. 3 halte ich für eine Griseinae. Nr. 4 und 6 sind Russula violeipes, der hat eine ganz eigentümliche Hutfarbe und auch Huthautstruktur, die sich aber nur schwer in Worte fassen läßt. Nr. 5 sind ja schon als Tapinella atrotomentosa und Calocera viscosa benamst worden.


    Björn

    Hallo Peter,


    die Antwort steht im ersten Band von Sarnari auf Seite 56. Die Inkrustationen an den Zystiden sieht man wohl nur mir Karbolfuchsin und sie sind deutlich subtiler als die an den Primordialhyphen.



    Björn

    Hallo zusammen,


    ich habe mir mal die Mühe gemacht, in die Originalquellen zu schauen (was man ja eigentlich immer machen sollte). Und dort wird geschrieben, daß es in Europa wohl in erster Linie Gyroporus castaneus s. str. gibt, wobei natürlich das Vorkommen anderer Sippen aus dem Komplex nicht ausgeschlossen werden kann (aber was kann man im Leben schon mit Sicherheit ausschließen). Also ist das mit dem Artenaggregat aus meiner Sicht bis auf Weiteres ein unnötiges Scheumachen der Pferde.



    Björn

    Hallo zusammen,


    am letzten Wochenende hab ich eine längere Wanderung in der nördlichen Eifel gemacht und dabei natürlich auch wieder jede Menge Pilze gefunden, die ich hier zeigen möchte.


    1. Hymenoscyphus fraxineus


    2. Puccinia graminis ex Arrhenatherum elatius


    3. Puccinia graminis ex Dactylis glomerata


    4. Sawadaea bicornis ex Acer campestre


    5. Septoria aegopodii ex Aegopodium podagraria


    6. Puccinia laschii ex Cirsium oleraceum


    7. Puccinia cnici-oleracei ex Cirsium oleraceum


    8. Ceratorhiza rhizodes ex Brachypodium pinnatum


    9. Filiella pastinacae ex Laserpitium latifolium


    10. Phragmidium sanguisorbae ex Sanguisorba minor


    11. Tilletia olida ex Brachypodium pinnatum


    12. Coleosporium petasitis ex Petasites hybridus


    13. Ramularia coleosporii ex Coleosporium petasitis


    14. Puccinia carniolica ex Dichoropetalum carvifolium


    15. Puccinia jaceae ex Centaurea scabiosa


    16. Auch mal eine gesunde Pflanze: Goodyera repens


    17. Uromyces geranii ex Geranium sylvaticum


    18. Uromyces valerianae ex Valeriana officinalis agg.


    19. Golovinomyces orontii ex Valeriana officinalis agg.


    20. Podosphaera amelanchieris ex Amelanchier lamarckii


    21. Podosphaera filipendulae ex Filipendula ulmaria


    22. Erysiphe alphitoides ex Quercus robur


    23. Triphragmium ulmariae ex Filipendula ulmaria


    24. Peronospora senneniana ex Lathyrus sylvestris


    25. Puccinia punctata ex Galium sylvaticum


    26. Thekopsora areolata ex Prunus padus


    27. Puccinia polygoni-amphibii ex Persicaria amphibia


    28. Claviceps purpurea ex Phalaris arundinacea


    29. Pseudorhytisma bistortae ex Bistorta officinalis


    30. Tubifera ferruginea


    Björn

    Hallo Bohan,


    ich habe zwar keine Ahnung, worum es sich bei deinem Fund handelt (bin mit dem Phragmo-Schlüssel aber auch zu Serendipita gekommen, wo nichts paßt). Du kannst aber mal Nathan Schoutteten kontaktieren, der interessiert sich eigentlich immer für solche Funde.


    Björn

    Hallo Rebecca,


    ohne daß ich viel Ahnung von Tricholoma hätte und auch mit alpinen Pilzen nicht sehr vertraut bin, erinnert mich dein Fund zunächst mal an Chamaemyces fracidus. Der hat auf jeden Fally Cheilozystiden, die Sporengröße paßt auch und insbesondere die Schüppchen am Stiel in Kombination mit Guttationstropfen passen auch gut. Vielleicht kannst du ja mal in diese Richtung vergleichen.


    Björn