Beiträge von boccaccio

    Hallo Fungus74,


    dein Fund sollte einen sehr schleimigen Hut und weißes Sporenpulver gehabt haben, womit es sich nicht um Galerina marginata handeln kann. Ich würde hier stark zu Oudemansiella mucida tendieren.


    Björn

    Hallo Karl,


    danke für die Erklärung zu den Wiesenkeulchen. Ich habe jetzt auch mal die Sporen genau ausgemessen. Das paßt bei Nr. 14 gut zu C. actuta/falcata. Bei Nr. 16 hatte ich keine Bogenschnallen gefunden. Wenn ich mir die Sporenmaße (oben ergänzt) anschaue, paßt das dann gut zu C. fragilis. Da ich gerade im Büro sitze, habe ich an Literatur zu Clavaria gerade nur einen Scan aus Nordic Macromycetes zur Hand. Wenn ich da schlüssele, kommen bei weißen Wiesenkeulchen nur die beiden obigen Arten in Betracht. Gibt es da (mittlerweile) noch mehr Arten?


    Björn

    Hallo zusammen,


    am Samstag waren wir mal wieder in der Gruga zum Kartieren unterwegs um den Pilzreichtum der letzten Tage und Wochen in unsere Fundlisten einfließen zu lassen. Dabei gab es unter anderem folgende Funde zu bewundern:


    1. Los ging es mit Mehltau und Brandpilz auf Dahlie: Entyloma dahliae und Golovinomyces spadiceus ex Dahlia cult. "Pinkie Swear"


    2. Cortinarius sp. unter Buchen. Jan-Arne kümmert sich drum (dieser Satz wir im Folgenden noch öfter zu lesen sein).


    3. Noch eine Cortinarie unter Buche, um die sich Jan-Arne kümmert


    4. Ramaria stricta


    5. Phyllactinia mali ex Crataegus sp.


    6. Phyllactinia guttata ex Corylus avellana


    7. Phyllactinia betulae ex Betula sp.

    Und hier noch mal Phyllactinia betulae ex Betula utilis


    8. Phyllactinia corni ex Cornus mas


    9. Eine Peziza mit gelblich-grüner Milch, die auffallend violett war. Das würde dann wohl für Peziza michelii sprechen. Reife Sporen waren leider Fehlanzeige


    10. Sieht erstmal aus wie Tubaria dispersa, wuchs aber unter Sorbus aria und nicht unter Crataegus sp.


    11. Clitopilus geminus


    12. Eine Lepiota, um die sich Jan-Arne kümmert


    13. Wie im Vorjahr auch: Armillaria gallica, so weit das Auge reicht


    14. Aleuria aurantia


    15. Clitocybe hougtonii


    16. Leucoagaricus badhamii

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    17. Scleroderma sp.


    18. Einer der Glimmertintlinge, auch hier schaut Jan-Arne noch rein.


    19. Chlorophyllum olivieri


    20. Ein Reizker unter Kiefer, dessen Milch nach 10 Minuten rötete.


    21.


    22. Ein Ritterling unter Birke. Jan-Arne hatte einen Namen parat, den habe ich aber gerade vergessen und muß also auf die Fundliste warten.


    23. Agaricus langei


    24. Ein Rost auf Carex pendula...


    25. Eine Entoloma, um die sich Jan-Arne kümmert.


    26. Agrocybe erebia


    27. Stropharia caerulescens


    28. Chalciporus piperatus in riesig


    29. Boletus edulis


    30. Infundibulicybe geotropa


    31. Erysiphe penicillata ex Alnus glutinosa


    32. Macrocystidia cucumis

    Huthaut

    Cheilozystiden

    Pleurozystiden und Basidien

    Caulozystiden


    Björn

    Hallo zusammen,


    wie hier schon angekündigt, gibt es noch einen zweiten Teil des Berichts zur Exkursion auf die Halde Rheinbaben.


    25. Gliophorus psittacinus


    26. Cuphophyllus virgineus


    27. Ein Rost auf Schwarzpappel. Da die Uredosporen gleichmäßig dicke Wände haben, die Paraphysen deutlich kopfig mit gleichmäßig dicker Wand sind und die Telien sich auf der Blattunterseite befinden, tendiere ich hier zu Melampsora allii-populina


    28. Ein Rosenrost. Die Teliosporen sind in der Mehrzahl siebenzellig, die Übergang in die Spitze erscheint abgerundet und die Basis des Stiels zwiebelförmig verdickt, also Phragmidium mucronatum.


    29. Microstroma album ex Quercus robur


    30. Eine Entoloma, wo der Hut eine auffällige Spitze in der Mitte hat. Da hatte ich gestern Abend aber nicht mehr genug Zeit, um detaillierter reinzuschauen, kommt dann hoffentlich heute Abend noch.

    Sporengröße (8.7+-0.3) µm x (5.9+-0.3) µm, Q=1.5+-0.1

    Huthaut, Hyphen mit Schnallen

    Cheilozystiden

    Basidien 4-sporig, mit Basalschnalle


    31. Russula sp. unter Birke und Eiche. Geschmack mild. Mikrobilder kommen auch später noch. Mit Guayak in Sekunden eine dunkelblaue Reaktion, mit Eisensulfat bläulich. Das paßt dann auch zu dem leichten Heringsgeruch. Bleibt die Frage ob es R. graveolens oder R. faginea ist. Ich würde zu ersterem tendieren.


    Björn

    Hallo zusammen,


    gestern war ich zu einer spontanen Runde auf die Halde Rheinbaben an der Stadtgrenze Gladbeck/Bottrop mit Björn Sontopski verabredet. Die Tour hat mal wieder alle Erwartungen übertroffen, aber sehr selbst! Da ich diesmal extrem viele Bilder geschossen habe, kommt hier erstmal der erste Teil. Aber der zweite Teil wird es auch noch in sich haben.


    1. Zunächst ein Fund, der nicht von der Halde stammt, den Björn mir aber nach der Exkursion noch in Bottrop gezeigt hat: Crepidotus cinnabarinus



    2. Natürlich haben wir uns auch Phytoparasiten angeschaut: Puccinia bardanae ex Arctium sp.

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    3. Crucibulum laeve


    4. Tricholoma fulvum unter Birke


    5. Helvella crispa


    6. Panaeolus papilionaceus


    7. Pseudoclitocybe cyathiformis


    8. Phragmidium violaceum und Kuehneola uredinis ex Rubus fruticosus agg.


    9. Volvariella surrecta ex Clitocybe nebularis

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    10. Amanita muscaria


    11. Hier lande ich bei Pluteus salicinus


    12. Gerade von Dirk Wieschollek bei FB mit dem Namen Leucoscypha semi-immersa versehen worden.

    Sporengröße (23.3+-0.9) µm x (10.5+-0.5) µm


    13. Manchmal macht Täublingsbestimmung auch Spaß ;) Russula recondita


    14. Ein Wiesenkeulchen

    Sporengröße (8.0+-0.6) µm x (5.4+-0.4) µm, Q=1.5+-0.1


    15. Podosphaera ferruginea ex Sanguisorba officinalis


    16. Noch ein Wiesenkeulchen

    Sporengröße (5.1+-0.4) µm x (3.2+-0.4) µm, Q=1.6+-0.2


    17. Mycena leucogala


    18. Hygrocybe conica


    19. Helvella lacunosa


    20. Amanita pantherina in rauen Mengen

    Sporen in Wasser

    Huthautflocken

    Basidien

    Ring


    21. Lepista flaccida


    22. Macrotyphula contorta


    23. Mycena acicula


    24. Clitopilus geminus


    Björn

    Hallo Pablo,


    vielen Dank für die Erläuterungen. Hast du zufällig Fotos von entsprechenden Schnittbildern für X. ferrugineus und X. subtomentosus? Was die leichte Braunfärbung angeht, hatte die mein Pilz im frischen Zustand eigentlich nur im Stielbereich. Der Hut hat sich dann erst im Laufe der Woche im Kühlschrank gefärbt.


    Björn

    Hallo zusammen,


    die Nummer 10 lang zum Glück noch mit einem frischen Exemplar bei mir im Kühlschrank. Geruchsmäßig geht das schon in die Kokosecke (wenn man denn weiß, daß es so riechen soll, sonst hätte ich das wahrscheinlich nicht zuordnen können), was ja auch zu R. fragilis paßt.

    Bei Nummer 12 war ich dann glaube ich zu voreilig. Ich hatte das wegen der Fundstelle unter Birke und dem gräulichen Stiel direkt als R. claroflava abgehakt. Jetzt hatte ich aber wegen Karls Hinweis auf R. ochroleuca bei Marxmüller gesehen, daß der im alten Stadium durchaus auch einen gräulichen Stiel haben kann. Mitgenommen hatte ich da leider auch nichts, also bleibt es wohl unbestimmt.


    Der Filzröhrling lag zum Glück auch immer noch im Kühlschrank und präsentierte sich im Schnitt so:

    Der Schnitt wurde zwar schon vor einer Woche gemacht, als der Pilz noch etwas frischer war, es hat sich aber eigentlich nicht viel verändert. Es gab zu keiner Zeit eine Blauverfärbung und wenn überhaupt war nur eine leichte hellbraune Verfärbung im Fleisch erkennbar.


    Björn

    Hallo zusammen,


    vielen Dank für Eure zahlreichen Rückmeldungen!

    Was den Täubling angeht, gab es als Baumpartner neben der Buche auch noch Eiche (aus irgendeinem Grund hatte ich die Partner oben vergessen). Was hättest Du bei der Huthaut in einem weniger gequetschen Präparat gerne gesehen, Claus?

    Was das Sporenpulver angeht, hatte ich da schon genug auf einem Objektträger und habe das dann auch ganz vorschriftsmäßig zusammengekratzt und mit einem weiteren Objektträger bedeckt. Dabei muß ich aber gestehen, daß ich mich mit den Farben sehr oft schwer tue. Daß ich da wirklich eine exakte Übereinstimmung mit der Marxmüllerschen Farbtabelle habe, kommt eher selten vor. Von daher denke ich, daß alle meine Farbangaben maximal auf +- eine Stufe genau sind.


    @ RudiS

    Ah, jetzt wo du es sagst, meine ich auch leichte Rottöne am Fruchtkörper erkennen zu können. Also wahrscheinlich A. rubescens.


    Björn

    Hallo zusammen,


    hier also noch wie bereits angekündigt der zweite Teil aus der Westruper Heide.


    1. Amanita fulva

    Sporen

    Basidie

    Huthaut

    Nochmal Basidien

    Volva


    2. Russula aus der Subsect. Foetentinae unter Birke und Kiefer. Leider habe ich versäumt eine Geschmacksprobe zu machen. Sporengröße (7.4+-0.5 µm) x (5.7+-0.5) µm. Sporenpulverfarbe IIIa, Mit KOH gelb-orange Stielbasis, Stiel mit Guayak nach 5 Sekunden deutlich blau, nach 30 Sekunden tiefblau, mit FeSO4 leicht rosa. Kann ich den als Russula recondita ablegen?


    3. Das würde ich für Gymnopilus penetrans halten


    4. ein Filzröhrling mit auffallend gelben Röhren und sehr hellem Hut. Sporengröße (10.7+-0.6) µm x (4.0+-0.3) µm

    Huthaut

    Röhren

    Sporen


    5. Neoboletus erythropus


    6. Phytoparasiten gab es auch. Hier ein Rost auf einer mir unbekannten, gelben Blume

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    7. Calocera cornea


    8. Ein Pilz für Pablo auf Eiche.

    Sporen (5.0+-0.3) µm x (2.5+-0.2) µm

    Keine Zystiden erkennbar. Schnallen vorhanden

    Basidien auffallend lang und schmal, 4-sporig, mit Basalschnalle


    9. Ein Gymnosporangium auf Sorbus sp. Leider haben die ihre beste Zeit schon hinter sich, so daß ich da nicht mehr zu einer Bestimmung komme.


    10. Noch ein Täubling unter Buche, Eiche und Birke. Geschmack sofort scharf. Sporengröße (7.6+-0.5) µm x (6.3+-0.5) µm, Sporenpulver Ib, evtl. auch IIa. FeSO4 rosa, Guayak nach 20 Sekunden langsam leicht bläulich.


    11. Cetraria aculeata


    12. Russula claroflava


    13. Auriscalpium vulgare


    14. Imleria badia


    Björn

    Hallo zusammen,


    der Täubling war mittlerweile auch unter dem Mikroskop. Leider hatte ich es versäumt, Huthaut von Rand und Mitte zu präparieren bevor der ganze Fruchtkörper während des Aussporens den Geist aufgegeben hat. Das ist in dem Schlüssel auf russula-micro.com bei dem Xerampelinae-Schlüssel dann aber wichtig. Aber vielleicht können die Experten trotzdem etwas sagen? R. graveolens würde ich wegen der fehlenden Querverbindungen der Stacheln ausschließen.


    Sporengröße (8.2+-0.8) µm x (6.7+-0.6) µm


    Björn

    Hallo zusammen,


    als kleiner Nachtrag auch noch ein paar Paxillus-Sporen von einem Exemplar, das unter einer alleinstehenden Birke am Straßenrand wuchs. Meiner Meinung nach ist das Sporenpulver deutlich rot-braun, außerdem haben die Sporen auch einen kleinen Knick. Das würde dann ja insgesamt für P. cuprinus sprechen. Was meint ihr?




    Björn

    Hallo zusammen,


    nachdem ich am Samstag ja schon zwei sehr ergiebige Pilztouren hinter mir hatte, ging es am Sonntag auch wieder los. Diesmal war das Ziel die Westruper Heide in Haltern in der Hoffnung dort vielleicht mal den einen oder anderen typischen Magerkeitszeiger zu finden. Das war zwar eher nicht der Fall, aber interessante Pilze gab es trotzdem. Und weil es dermaßen viele Pilze waren, spalte ich das Ganze mal in zwei Beiträge auf. Hier also der erste Teil:


    1. Coprinus comatus


    2. Eine Lepiota, bei der ich aktuell zu L. echinella tendieren würde.

    Sporen (6.1+-0.4) µm x (3.5+-0.2) µm

    Huthaut

    Cheilozystiden

    Basidien

    Cheilozystiden


    3. Mycena epipterygia


    4. Rickenella fibula


    5. Hygrophoropsis aurantiaca


    6. Das würde ich mal für eine Galerina halten. Könnte es G. cephalotricha sein

    Sporen in Wasser

    Sporen in KOH. Sporengröße (9.7+-0.5) µm x (5.1+-0.4) µm

    Cheilozystiden

    Schnallen vorhanden

    Basidien 4-sporig

    Nochmal Cheilozystiden

    Huthaut

    Stiel


    7. Der Fund wurde schon mal ansatzweise auf FB diskutiert, wo Dirk Wieschollek Deconica montana ins Spiel brachte, was nach Betrachtung aller mikroskopischen Merkmale gut zu passen scheint.

    Sporen in Wasser

    Sporen in KOH, Sporengröße (7.0+-0.4) µm x (4.2+-0.3) µm

    Cheilozystiden

    Basidien

    Cheilozystiden

    Basidien

    Huthaut


    8. Den Fund hatte Karl bei FB schon rein makroskopisch als Panaeolus acuminatus angesprochen, was sich dann auch mikroskopisch bestätigte

    Caulozystiden

    Basidien

    Cheilozystiden

    Huthaut

    Sporen

    Nochmal Cheilozystiden

    Und wieder Sporen


    9. Cladonia sp.


    10. Amanita muscaria hatte in der Heide einen sehr guten Tag

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    11. Lactarius unter Pinus und Quercus. Milch bitter, später leicht scharf und auf einem Taschentuch gelblich. Fleisch zunächst mild, später leicht scharf.

    Sporen in Melzer

    Lamelle

    Lamelle in Sulfovanillin

    Huthaut

    Gestackte Sporen


    12. Boletus edulis


    13. Thelephora terrestris

    Sporen

    Haare der Oberseite

    Hyphen mit Schnallen

    IMG_8390.JPG

    Basidien


    14. Lepista nuda


    15. Clitopilus prunulus


    16. Cladonia sp.


    Björn

    Hi Jan-Arne,


    für einen Tagesausflug wäre Hilchenbach wirklich zu weit gewesen - so gerne ich ja auch Bahn fahre :D Und daß ich jetzt am Wochenende doch Zeit habe, hat sich leider erst am Freitag Abend geklärt. Ist halt blöd, wenn man Deadlines für Proposals hat, die man mit anderen Kollegen zusammen schreibt, so daß man sich die Zeit nicht selber einteilen kann. Aber im nächsten Mai bin ich dann ganz sicher mit von der Partie!


    Björn

    Hallo zusammen,


    Zitat

    ich hätte auch das Buch Russularum Icones empfohlen. Grundlegend war dar wohl das Buch eines gewissen Herrn Einhelliger, das aber seit Jahrzehnten vergriffen ist und in Antiquariaten sehr teuer gehandelt wird.

    Die Aquarelle in Russularum Icones waren wohl ursprünglich als Illustrationen zu der Romagnesi-Biographie konzipiert worden. Dazu ist es dann aber nicht gekommem und jetzt gibt es die dann eben in einem eigenen, sehr beeindruckenden Werk. Ein weiteres Russula-Buch, das aktuell auch noch verfügbar ist, ist "El genero Russula en la peninsula iberica". Das hat nur den Nachteil, daß es auf Spanisch ist.

    Zitat

    der Stachelbeertäubling heißt so, weil der Beschreiber beim Geruch Stachelbeerkompott assoziierte

    Einspruch, Euer Ehren. Der Stachelbeertäubling wurde von Fries beschrieben, einem Schweden. Der hat dem Pilz natürlich keinen deutschen Namen verpaßt, sondern ihn auf den wissenschaftlichen Namen Russula queletii getauft, zu Ehren von Lucien Quélet.

    Zitat

    ein erfahrener Kenner sieht 5 verschiedene Arten mit 5 verschiedenen offensichtlichen Farbtönen und ich sehe einfach nur rot und violett oder weiß und creme.

    Ich finde häufig rötliche Täublinge aber da gibt es ja zig verschiedene Arten und die Merkmale treffen oftmals auch auf mehrere zu. Dass ich nicht immer die genaue Art bestimmen kann, ist mir klar aber es ist mir noch schleierhaft, wie einige Leute schon von oben erkennen um was es sich handelt.

    Es ist halt noch kein Meister vom Himmel gefallen und man muß sich da eben nach und nach einarbeiten. Was wohl sehr empfehlenswert ist, sind die Russula-Kurse von Felix Hampe, die er immer mal anbietet. Ansonsten ist es wie bereits gesagt wichtig, daß man sich alle Merkmale sorgfältig anschaut. Dazu gehören bei Täublingen dann immer auch die Farbe des Sporenpulvers im Abwurf und die makrochemischen Reaktionen mit Guayak, Eisensulfat und ggfs. weiteren Chemikalien. Und dann kann man im Anschluß auch immer noch Sporen und Huthaut unter dem Mikroskop betrachten.


    Björn

    Hallo zusammen,


    am Wochenende war ich mal wieder am Ritterlingsstandort und habe den Geschmackstest gemacht. Die Huthaut war leicht bitter, aber auf keinen Fall sehr bitter (da bin ich eigentlich sehr empfindlich, meine Zunge ist irgendwie im frühkindlichen Stadium hängengeblieben und deutlich auf süß fixiert).


    Björn

    Hallo zusammen,


    nachdem ich am Samstag Vormittag ja schon einiges an Pilzen in den Kaninchenbergen gefunden habe, habe ich anschließend noch eine kleine Runde im Duisburger Stadtwald gedreht. Auch dort gab es ein reichhaltiges Pilzangebot.


    1. Oudemansiella mucida


    2. Das würde ich für eine Theleophora halten. Vllt. T. penicillata?


    3. Echinoderma asperum


    4. Lepiota cristata


    5. Ein Champignon mit deutlichem Anisgeruch. Eine schiefe Knolle hat er offenbar auch, also Agaricus abruptibulbus?


    6. Mycena pura


    7. Lycoperdon excipuliforme


    8. Cystolepiota seminuda


    9. Russula Subsect. Xerampelinae. Fischgeruch und eine blaue Reaktion mit Eisensulfat. Sporenpulverfarbe IIIa. Wandert heute Abend noch unters Mikroskop.


    10. Mycena haematopus


    11. Wohl ein Trichterling, bei dem ich frisch im Wald einen deutlichen Anisgeruch wahrnehmen konnte, der zu Hause aber nicht mehr feststellbar war.

    Sporen

    Huthaut

    Lamelle


    12. Hier würde ich zu Amanita excelsa tendieren


    13. Mycena sp. mit deutlichem Chlorgeruch und 2-sporigen Basidien

    Huthaut

    Lamelle

    Sporen


    14. Amanita muscaria, Boletus edulis und Lyophyllum decastes


    15. Lyophyllum decastes

    Sporen

    Basidien

    Huthaut


    15. Boletus edulis


    16. Leccinum cf. scabrum


    17. Xerula radicata f. marginata


    18. Amanita citrina


    18. Marasmius alliaceus

    Sporen

    Cheilozystiden

    Huthaut


    19. Und wer bis hier hin durchgehalten hat, bekommt jetzt das Highlight des Tages zu sehen: Amanita muscaria


    Björn

    Hallo zusammen,


    Zitat


    Die Hutfarben sind aber eigentlich oft sehr charakteristisch.

    Da möchte ich widersprechen. Karl hatte vor kurzem Mal eine schöne Kollektion von Täublingen gezeigt, die alle andere Hutfarben hatten, aber die gleiche Art darstellten. Das liegt u.a. daran, daß viele Farbstoffe von Täublingshüten wasserlöslich sind, also mit einem Regenguß verschwinden können. Das konnte ich gestern in der Westruper Heide bei verschiedenen Birkenbegleitern sehen. Junge Fruchtkörper waren mit deutlichen Rottönen versehen, etwas ältere Exemplare waren dann rein weiß.


    Was Literatur zu Täublingen angehen, gibt es ein sehr schön bebildertes Buch von Marxmüller: Russularum Icones. Das Werk ist in gedruckter Form leider vergriffen, es gibt aber seit diesem Jahr eine digitale Version, die auch hier im Forum vorgestellt wurde. Ansonsten gibt es nach wie vor erhältlich die Täublingsmonographie von Romagnesi.


    Björn

    Hallo Pablo,


    vielen Dank für den Hinweis zur Nummer 7. Das sind in der Tat zwei verschiedene Arten. Bei einer der Aufnahmen erkennt man im Hintergrund auch noch einen Stiel mit weißer Milch, das war also Mycena galopus. Den Leucoagaricus werde ich mir dann später noch mal in Ruhe zu Gemüte führen.


    Björn

    Hallo zusammen,


    aktuell ist ja bestes Pilzwetter bei uns in der Gegend, da es die letzten 2 Wochen über immer wieder ausgiebig geregnet hat und es gleichzeitig im Moment noch mal richtig warm wird. Entsprechend fanden sich auf der ersten Tour am vergangenen Wochenende in den Kaninchenbergen in Friedrichsfeld auch zahlreiche Pilze:


    1. Den würde ich Macrolepiota konradii nennen


    2. Agaricus sp. Unangehmer Geruch und beim kratzend gilbend, also irgendwas aus der Karbolecke. Können die Champignon-Experten da näheres sagen? Ich kann bei Bedarf auch noch reinmikroskopieren.


    3. Ein Schleimpilz. Einfach eine ganz reife Tubifera ferruginosa oder doch was anderes?


    4. Plicatura crispa

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    5. Mycena sanguinolenta

    Caulozystiden

    Cheilozystiden

    Sporen


    6. Phlebia radiata


    7a. Mycena galopus


    7b. Mycena epipterygia


    8. Amanita muscaria


    9. Mycena galericulata


    10. Cystoderma amianthinum

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    Basidien

    Huthaut

    Sporen


    11. Leucoagaricus sp. Kann leucothites so einen grauen Hut haben?

    Sporen

    Lamellen

    Huthaut


    12. Clitocybe odora


    13. Nochmal mutmaßliche Macrolepiota konradii

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    14. Melampsorella symphyti ex Symphytum sp.


    15. Phlebiopsis gigantea


    Björn