Beiträge von boccaccio

    Hallo Nobi,


    Sachen gibt es... muß man bei diesem Käfer dann auch eine Präparation des Genitalapparats zur sicheren Bestimmung durchführen? Sowas machen Käferfreunde ja durchaus schon mal :D Ansonsten fürchte ich, daß die konzentrierte Schwefelsäure dem Käfer weniger gut bekommt als dem Phellinus :D


    Björn

    Hallo Sandra,


    die Gallertpilze sind eigentlich fast alle sehr hübsch im Mikroskop. Nur Judasohren taugen nichts... die sind einfach zu zäh, um da ein gescheites Präparat zu erstellen.

    Ansonsten ist mein Mikroskop aber unverkäuflich ;) Aber von dem Bambus habe ich ein paar Blätter als Beleg mitgenommen, den kann ich gerne auch zur nächste Phytotagung mitbringen und verteilen.


    Björn

    Hallo zusammen,


    oh ja, jetzt sehe ich den Fisch auch. Kann man den essen? :D Ich finde es ja interessant, daß Leute als erste Reaktion auf Pilze immer die Frage nach der Eßbarkeit stellen. Das habe ich jetzt am Sonntag sogar bei Kindern im Kindergartenalter, die ganz neugierig waren, was ich da im Wald suche, festgestellt. Das geht Leuten, die Käfer oder Pflanzen suchen, sicherlich anders.


    Björn

    Hallo zusammen,


    am Sonntag war ich wieder in Essen unterwegs, diesmal vom Hespertal runter zum Baldeneysee und von dort dann bis Essen-Kupferdreh. Das Hespertal ist gerade im Winter immer einen Besuch wert, weil man dort den einen oder anderen spannenden Ascomyceten finden kann. Dene Anfang macht aber ein Basidiomycet:


    1. Phellinus an Weide. Sporen messen (4.6+-0.3) µm x (3.9+-0.2) µm, Q=1.2+-0.1 bzw. (4.1-5.1) µm x (3.4-4.5) µm, Q=1.1-1.3 und sind nicht dextrinoid. Die Setae sind relativ lang, so daß ich den Fund gerne als Phellinus conchatus ablegen möchte. An der Stelle auch noch ein Tipp zum Mikroskopieren von Phelllinus: Die sind ja durchaus sehr zähe Zeitgenossen und KOH zum Lösen der Strukturen hilft nicht, weil dann alles ganz dunkel wird. Was aber sehr gut funktioniert ist das Mikroskopieren in konz. Schwefelsäure. Die verfärbt nichts, löst aber gleichzeitig alles in angenehm kleine Stücke.

    Ohne Schwefelsäure:

    Mit Schwefelsäure


    2. Sarcoscypha coccinea mit glatten Haaren.


    3. Myxarium nucleatum


    4. Nectria cinnabarina


    5. Das würde ich wegen der Basidien für eine Phlebiella halten. Die Sporen messen (4.7+-0.3) µm x (3.2+-0.2) µm, Q=1.5+-0.1 bzw. (4.3-5.1) µm x (2.8-3.7) µm, Q=1.3-1.6. Mit KOH färbt der Fruchtkörper braun-violett-dunkelrot. Für Phlebiella vaga sind die Sporen ja etwas klein geraten, aber die anderen Arten passen auch nicht besser. Ein Fall für Pablo...


    6. Mal wieder eine unreife Athelia an Flechten


    7. Auricularia auricula-judae


    8. Scytinostroma hemidichophyticum


    9. Colletrotrichum trichellum an Efeu


    10. Octospora affinis ex Orthotrichum affine


    Björn

    Hallo zusammen,


    am Samstag war ich mal wieder an der Ruhr unterwegs. Diesmal ging es von Mülheim nach Essen-Kettwig. Es war zwar neblig und die Temperaturen lagen um null Grad, da es gleichzeitig aber auch windstill war, hat man die Kälte gar nicht gespürt und konnte sich ganz auf die Pilze konzentrieren:


    1. Puccinia kusanoi an Bambus


    2. Eine Athelia an Flechten, allerdings wie üblich ohne reife Basidien


    3. An Solidago habe ich diesen Pyrenomyceten entdeckt. Etwas in Richtung Leptosphaeria?


    3. Puccinia obscura ex Luzula sp.


    4. Octospora affinis ex Orthotrichum affine


    5. Milesina kriegeriana ex Dryopteri sp.


    6. Hypomyces rosellus


    7. Calycellina alniella


    8. Uromyces beticola ex Beta vulgaris subsp. vulgaris


    9. Haifischzähne aus der Ruhr ;) Hymenochaete rubiginosa


    Björn

    Hallo Pablo,


    ja dein Hypocrea-Fund ist schon deutlich dunkler als meiner. Andererseits schreibt Jaklitsch auch, daß die Fruchtkörper jung erst weiß, dann blaßgrün (oder rosa), grünbraun, graugrün und schließlich oliv- bis dunkelgrün werden. Das paßt dann eigentlich ganz gut zu meinem Fund. Außerdem hast du bei deinem Fund ja auch sehr helle Fruchtkörper, die dann wohl eher den Weg über rosa einschlagen als über hellgrün. Ansonsten scheint es mit grüner Farbe und grünen Sporen auf Holz auch keine ernsthafte Alternative zu geben.


    Zur stacheligen Nr. 4 hast du keine Idee?


    Björn

    Hallo zusammen,


    bei meiner Tour durch den Stadtwald in Mülheim an der Ruhr am 5.1.2021 habe ich auch zwei Schleimpilze eingesammelt, bei deren Bestimmung ich unsicher bis unschlüssig bin.


    1. Hier würde ich gattungstechnisch zu Physarum tendieren. Sporen (10.4-12.3) µm bzw. (11.4+-0.5) µm. Eventuell P. leucophaeum?


    2. Ganz klar ein Craterium mit Sporen von (8.5-10.3) µm bzw. (9.3+-0.5) µm. Wenn man genau hinschaut, erkennt man oben auf der Sporenmasse Kalk, aber irgendwie passen C. aureonucleatum und C. leucocephalum var. leucocephalum nicht. Also doch einfach C. minutum?

    Hallo zusammen,


    der Mittwoch war mein letzter Urlaubstag und so ging es noch einmal für eine Runde in den Duisburger Landschaftspark. Insgesamt war es recht kalt und Pilze machten sich rar, aber ein bißchen was findet man ja immer:


    1. Eine Hypocrea, die dank grüner Sporen und grüner Farbe einfach zu bestimmen ist: Hypocrea lixii


    2. Eine Leptosphaeria an Clematis vitalba. Björn Wergen hatte ja vor langer Zeit mal Pyrenomyceten an Clematis hier im Forum vorgestellt. Aber so recht will da keine Art passen. Sporen (23-30) x (6.3-8.3) µm


    3. Cladonia cariosa


    4. Ein Rindenpilz an Laubholz, zu dem ich keine rechte Idee habe. Sporen (3.5+-0.2) µm x (1.9+-0.1) µm, Q=1.9+-0.2, (3.2-3.9) µm x (1.6-2.2) µm, Q=1.7-2.3, Schnallen vorhanden. Ob Zystiden vorhanden sind oder nur verdickte Hyphenenden, kann ich nicht mit letzter Sicherheit sagen.


    5. Byssomerulius corium


    6. Melampsora euphorbiae-dulcis ex Euphorbia lathyris


    Björn

    Hallo zusammen,


    am Dienstag war ich im Stadtwald an der Stadtgrenze zwischen Duisburg und Mülheim unterwegs und habe mir mal die Mülheimer Seite etwas genauer angeschaut. Eine ziemlich ähnliche Tour habe ich vor genau einem Jahr schon mal gemacht und tatsächlich gab es auch einige Pilze, die ich damals schon gefunden habe, an den gleichen Stellen wieder.


    1. Biscogniauxia nummularia


    2. Eine Vuilleminia an Alnus glutinosa. Als ich den Fund schon als zystidenlos ablegen wollte, tauchte dann doch eine einzige dickwandige Zystide im Präparat auf. Also V. coryli


    3. Tremella mesenterica. Immer wieder hübsch, sowohl von außen als auch von innen


    4. Puccinia longicornis auf Bambus


    5. Cudoniella acicularis


    6. Das sieht mir nach einer Athelia aus. Basalhyphen mit Schnallen, ansonsten ohne Schnallen. Zystiden konnte ich keine finden. Das spräche ja erstmal für das A. epiphylla-Aggregat. Die Sporen von (4.9+-0.6) µm x (3.5+-0.5) µm, Q=1.4+-0.1, (4.2-6.1) µm x (2.9-4.6) µm, Q=1.2-1.7 passen da aber so recht zu keiner Art...


    7. Laxitextum bicolor


    8. Hypoderma commune an Solidago


    9. Tulasnella violea


    Björn

    Danke! Die Phleogena ist hier in der Gegend gar nicht so selten und interessanterweise nicht, wie der Name vermuten läßt, nur auf Buche beschränkt. Ich hatte den sogar schon auf Kirsche. Am liebsten hat er wohl Bäume, die in den letzten Zügen liegen und wo er dann am Stamm wächst. Läßt sich also auch bei 250 cm Schnee noch finden :D


    Björn

    Hallo zusammen,


    am Montag war ich bei relativ kalter Witterung an der Ruhr in Mülheim an der Ruhr unterwegs. Viele Pilze gab es dabei zwar nicht, aber ein bißchen was findet man ja immer.


    1. Octospora musci-muralis ex Grimmia pulvinata


    2. Lachnella sp. Makroskopisch ist war ein Violetthauch erkennbar, aber mikroskopisch waren die Haare komplett hyalin.


    3. Ramularia simplex ex Ranunculus repens


    4. Das läuft bei den Flechtenleuten ja immer unter Athelia arachnoidea. Leider waren mikroskopisch keine Basidien zu finden um das zu überprüfen.


    5. Cheilymenia sp., leider ohne Sporen. Die Paraphysenform deutet aber zu C. granulata. Ich hab auch mal was eingesteckt, vielleicht entwickeln sich in der warmen Wohnung ja auch noch ein paar Fruchtkörper mit Sporen.


    6. Phleogena faginea. Vereinzelt sieht man auch die septierten Basidien


    7. Lange gesucht, endlich gefunden: Septoria chelidonii ex Chelidonium majus


    Björn

    Hallo Ulla,


    wieder mal vielen Dank für das Feedback zu meinen Funden, besonders zum Didymium.

    So langsam lerne ich ja, wodrauf es bei den Schleimpilzen ankommt und versuche dann eben auch ganz gezielt so Dinge wie das Capillitium und die Kristalle möglichst gut abzulichten. Und was Aussagen der Form "eigentlich nicht zu verwechseln" angeht, bin ich extrem vorsichtig geworden, seit dem bei einer Pilzausstellung mal jemand meinte, Stockschwämmchen und Stäublinge sähen sich zum Verwechseln ähnlich :D


    Björn

    Hallo Bernd,


    die Nr. 5 würde ich eher für Cerastium halten (das hat Jule auch so gesehen), aber die genaue Art ist dann ohne Blüten leider schwer bis unmöglich. Leider braucht man hier aber für die Artbestimmung des falschen Mehltaus auch die genaue Wirtsart und nicht nur die Gattung.


    Björn