Hallo zusammen,
bei Russula acetolens klingelt es bei mir! Letztes Jahr hatte ich im Rotbachtal nämlich auch so einen kleinen, gelben Täubling mit dunklem Sporenpulver gefunden, der dann am Ende au R. acetolens getauft wurde.
Björn
Hallo zusammen,
bei Russula acetolens klingelt es bei mir! Letztes Jahr hatte ich im Rotbachtal nämlich auch so einen kleinen, gelben Täubling mit dunklem Sporenpulver gefunden, der dann am Ende au R. acetolens getauft wurde.
Björn
Hallo Jörg,
für L. sulphureus gibt er Laub- und Nadelholz als Wirt an, u.a. EDIT: Taraxacum Taxus baccata. In Klammern wird aber gefragt, ob das an Nadelholz dann evtl. auch eine andere Art ist...
Björn
Hallo Bernhard,
ich denke mal, daß die Arten mittels Sequenzierung trennbar sind.
Björn
Hallo zusammen,
B. Rivoire gibt in seinem aktuellen Porlingsbuch auch Picea als Wirt für L. montanus an. Er schreibt aber auch, daß es mikroskpisch und makroskopisch praktisch unmöglich ist, die Arten zu trennen. Es gibt nur einen marginalen Unterschied in der Sporengröße: (5.8-)6.0-8.0(9.0) x (3.8-)4.0-5.0 für L. montanus und (5.3-)5.4-6.4-7.4(-7.9) x (3.6-)3.9-4.7-5.6(-5.9) für L. sulphureus.
Björn
Hallo zusammen,
mit einer Sporengröße von (17.3-18.8) µm x (9.0-10.5) µm lande ich mit dem Hohmeyer-Schlüssel tatsächlich bei P. arvernensis. Aber Ascomyceten sind ja fiese Gestalten, die einen gerne hinters Licht führen ![]()
Björn
Hi Stefan,
da möchte ich aber widersprechen. Grasroste nur mit Uredien machen nicht immer Spaß... Ansonsten ist der besondere Spaß da oben natürlich, daß das Gras einfach zu bestimmen ist und der Rost als einzelliger Uromyces auch sofort erkennbar ist.
Björn
Hallo zusammen,
gestern traf sich der APR zur ersten Exkursion nach Corona im Rumbachtal an der Stadtgrenze Essen/Mülheim. Dabei gab es durchaus den einen oder anderen Großpilz zu bestaunen. Das Highlight des Tages war ohne Frage die Becherkoralle.
1. Peronospora alta ex Plantago major
2. Pluteus cervinus
3. Botryobasidium conspersum
4. Arcyria obvelata
5. Boletus edulis
6. Neoboletus erythropus oder wie auch immer er gerade heißt
7. Peziza sp.
8. Artomyces pyxidatus
9. Pucciniastrum epilobii ex Epilobium montanum
10. Abortiporus biennis
11. Taphrina sadebeckii ex Alnus glutinosa
12. Puccinia convolvuli ex Calystegia sepium agg.
13. Ramularia lapsanae ex Lapsana communis
14. Grasroste können auch Spaß machen: Uromyces dactylidis es Dactylis glomerata
Björn
Hallo zusammen,
am Samstag bin ich von Dinslaken aus ins Rotbachtal gewandert. Die Hoffnung war ja, diesmal die große Pilzschwemme im Rotbachtal zu erwischen. Es gab auch schon mehr als vor einer Woche, aber es ist auch noch viel Luft nach oben.
1. Uromyces valerianae ex Valeriana officinalis agg.
2. Taphrina farlowii ex Prunus serotina
3. Puccinia coronata ex Festuca gigantea
4. Cantherellus cibarius
5. Täubling unter Quercus und Fagus, Geschmack mild, aber irgendwie metallisch, mit Guajak nach 5 Sekunden einsetztende Reaktion, mit Eisensulfat relativ zügig orange. Sporenpulver IVe. Gibt es Einwände gegen Russula risigallina?
Bei der Huthaut scheint auch etwas Lamelle mit ins Präparat geraten zu sein. War leider schon recht matschig nach dem Aussporen.
6. Extrem kleiner Täubling unter Fagus, Geschmack ebenfalls metallisch, chemische Reaktionen wie bei 5. Sporenabwurf ist leider gescheitert und danach war der Fruchtkörper auch noch von Schimmel überzogen. Aber die Tendenz geht hier auch zu Russula risigallina
7. Delicatula integrella
8. Orbilia sp.
9. Marasmius rotula
10. Crepidotus crocophyllus. Davon wollte ich am nächsten Tag dann auch ein Exemplar zur APR-Exkursion mitnehmen. Leider hat mich die Kombination aus Köfferchen und Korb in der S-Bahn überfordert und ich habe den Koffer liegenlassen. Jetzt fährt er also munter mit der S1 hin und her...
Huthaut
Lamelle
Sporen
11. Ceratiomya fruticosa var. porioides
12. Fuligo septica agg.
13. Russula violeipes
14. Noch eine Russula. Unter Fagus, Geschmack mild, kein Geruch feststellbar, Sporenpulver IIa-b, praktisch keine Rekation mit Guajak, mit Eisensulfat recht zügig orange
15. Puccinia difformis ex Galium aparine
16. Microbotryum stellariae ex Stellaria sp.
17. Phragmidium violaceum ex Rubus fruticosus agg.
Björn
Hallo zusammen,
wie sah denn die Stielbasis aus? Gab es da rote Flecken?
Björn
Hallo zusammen,
die letzten Tage war ich mal ein wenig auf dem Waldfriedhof und dem Alten Friedhof in Duisburg und habe nach Pilzen Ausschau gehalten. Extrem viel gibt es leider noch nicht, aber ein wenig läßt sich ja immer finden:
1. Hier lande ich mit Sporengrößen von (8.1-9.7) µm bei Scleroderma verrucosum
2. Panaeolus foenisecii
Lamelle
Huthaut
Sporen
3. Hier bin ich mir bei der Wirtsbestimmung nicht sicher. Crepis? Hieracium? Pilosella? Gelbe Korbblütler sind doof
4. Pseudopeziza medicaginis ex Medicago lupulina
5. Ein falscher Mehltau auf Klee. Aber welcher? Dummerweise waren da keine Blüten dran. Daneben wuchs Inkarnatklee mit Blüten, der hat aber haarige Blätter.
6. Golovinomyces macrocarpus ex Matricaria chamomilla
7. Puccinia punctata ex Galium mollugo agg. macht ihrem Namen hier alle Ehre
8. Agrocybe pediades
Sporen
Huthaut
Lamelle
9. Manchmal sind Pflanzen auch ohne Parasit ganz nett: Epipactis helleborine
Björn
Hallo Ulla,
im Gegenteil, das hat sogar sehr viel Mut gemacht. Das ist zwar eine ziemlich staubige Angelegenheit, aber dann zeigt sich doch neben dem ganzen Sporenpulver hier und da etwas Capillitium. Soweit ich das beurteilen kann, ist Reticularia lycoperdon damit raus, aber Reticularia splendens sollte nach wie vor noch im Rennen sein. Was meinst du?
Björn
Hallo Ulla,
dumme Frage, aber wie finde ich bei so einem Schleimer das Capillitium? Wenn ich da einfach mit der Nadel drin rumstocher, landen nur Sporen auf dem Objektträger. Und so rein makroskopisch ist das auch alles nur Sporenpulver ohne eine irgendwie geartete feste Struktur darin.
Björn
Hi Jan-Arne,
so selten scheint der Stachelbart hier nicht zu sein. Ich hatte den jetzt im Stadtwald sogar schon zum zweiten Mal. Interessant war, daß er diesmal einfach auf einem Buchenstumpf wuchs. Sonst soll der ja eher an dicken Buchenstämmen wachsen.
Björn
Hallo zusammen,
wenn wir uns beim Filzröhrling schon auf die Wahl zwischen X. ferrugineus und X. subtomentosus einigen können, dann tendiere ich auch klar zu X. subtomentosus. Das Fleisch war nämlich alles andere als weiß und hatte schon eine deutliche Gelbnote. Die Sporen passen auch besser zu X. subtomentosus mit (12.2+-0.5) µm x (4.6+-0.3) µm, Q=2.7+-0.2. Interessanterweise reagierte die Huthaut jetzt beim schon eingetrockneten Exemplar nicht blau-grün mit Ammoniak, sondern rot. Geht das nur am frischen Pilz?
Was den Gallenröhrling angeht, bin ich mir sehr sicher. Der gezeigte Fruchtkörper ist zwar schwierig anzusprechen, weil er noch sehr jung ist. Aber wir hatten an gleicher Stelle im letzten Jahr auch Gallenröhrlinge (ebenfalls sehr jung und schwer anzusprechen), die sich durch ihren Geschmack verraten haben. Außerdem gab es diesmal auch noch etwas daneben ältere Fruchtkörper, die eindeutig Gallenröhrlinge waren, aber nicht so fotogen wie das junge Exemplar.
Beim Schleimpilz habe ich jetzt die Sporen gemessen und lande da bei 6-7 µm, also deutlich zu klein für Reticularia lycoperdon. Könnte es dann Enteridium splendens var. juranum sein? Jetzt im reifen Zustand hat das Sporenpulver in etwas die Farbe von löslichem Kakaopulver, die Sporen sind etwa zur Hälfte bis 2/3 mit netzartigem Ornament versehen.
Björn
Hallo Pablo,
die Sporen sind zwar mit (7.1+-0.6) x (3.6+-0.3), Q=2.0+-0.1 arg klein für Peniophorella praetermissa, aber ich habe gerade noch einmal in den Pilz hineingeschaut und eine Stephanozyste gefunden (etwas unterhalb der Bildmitte... war im Mikro besser zu erkennen und wäre noch fotogener gewesen, wenn sie um 180 Grad gedreht gewesen wäre, da waren die Zähnchen nämlich besser ausgeprägt).
Björn
Hallo zusammen,
am Samstag war ich im Rotbachtal unterwegs in der Hoffnung, daß dort nach dem Regen der letzten Woche die Pilze nur so sprießen würden. Das war jetzt nicht unbedingt der Fall, aber ein paar nette Funde gab es dann doch:
1. Puccinia difformis ex Galium aparine. Auf der Phytotagung hatte mir Jule noch gesagt, daß es sich lohnt, einen Blick auf Galium aparine zu werfen, wenn das am Wegrand meterhoch wuchert. Und in der Tat fand sich der Rost dann mit einem Griff.
2. Pucciniastrum circaeae ex Circaea lutetiana
3. Maramius rotula
4. Chlorociboria aeruginascens
5. Tylopilus felleus
Huthaut
Röhren
Sporen
6. Fuligo septica agg.
7. Ein Schleimpilz auf Nadelholz, wo die Sporen nur zur Hälfte ornamentiert waren
8. Fuligo septica agg.
9. Ein Filzröhrling unter Buchen. Rote Punkte waren leider keine zu finden. Das Schnittbild entstand direkt nach dem Schnitt aber auch nach 10 Minuten war keine Verfärbung zu erkennen.
Huthaut
Sporen
Röhren
10. Russula violeipes: Huthaut
11. Cantharellus cibarius
12. Amanita rubescens
13. Uromyces rumicis ex Rumex obtusifolius
Rumexfrüchte sind schon sehr fotogen!
Björn
Hallo zusammen,
am Freitag war ich abends auf einer kleinen Runde im Duisburger Stadtwald unterwegs und konnte dabei sogar den einen oder anderen Großpilz finden:
1. Hier hatte ich bis jetzt nur mal schnell reingeschaut. Vielleicht etwas Richtung Peniophorella? Schnallen vorhanden, Basidien mit Basalschnalle, Zystiden vorhanden. Teilweise wirkten die wie Gloeozystiden (allerdings ohne SV-Reaktion), teilweise waren sie unten bauchig verdickt und nach oben lang ausgezogen, teilweise saß oben ein Kristallschopf drauf.
2. Ceratiomyxa fruticulosa
3. Russula recondita. Unter Buche und Eiche, mit roten Flecken an der Stielbasis, starke Reaktion mit Guajak, mit Eisensulfat orange-rosa, keine Reaktion der Stielbasis mit Ammoniak oder KOH. Sporenpulver IIc
4. Hericium cirrhathum
5. Xerula radicata
Huthaut
Basidien
Cheilozystiden
Basidien und Cheilozystiden
Björn
Hallo zusammen,
ja der Duisburger Stadtwald hat sandigen Boden und generell ist Russula parazurea bei uns in der Gegend keine große Seltenheit.
Björn
Hallo zusammen,
gestern traf sich der MAB zu einer Pilzexkursion an und um die Naturschule Grund herum in Remscheid. Dabei gab es nach dem Regen der letzten Tage durchaus etliche Pilze, so daß am Ende gut 100 Arten auf der Fundliste gelandet sind von denen ich einige hier zeigen möchte
1. Golovinomyces biocellatus ex Mentha sp.
2. Puccinia cnici ex Cirsium vulgare
3. Ramularia lapsanae ex Lapsana communis
4. Amanita crocea
Volva
Sporen
Lamellen
Huthaut
5. Puccinia annularis ex Teucrum scorodonia
6. Cantharellus amethysteus
7. Cythus striatus
8. Monilia cf. fructigena
9. Uromyces fallens ex Trifolium pratense
10. Erinnert an Neodasycypha cerina und wird noch von Jan-Arne bearbeitet
11. Cyathicula cyathoidea an Adlerfarn. Da die Sporen um die 12 µm groß sind, ist die var. pteridicola (die wohl mittlerweile eine eigene Art ist) raus.
12. Uromyces polygoni-avicularis ex Polygonum aviculare
13. Milesina blechni ex Blechnum spicant. Mein persönliches Highlight der Tour.
14. Podosphaera erigerontis-canadensis ex Lapsana communis
Björn
Hallo zusammen,
beim allerersten Pilz könnte ich mir auch einen Meripilus vorstellen. Der wäre dann jung sogar eßbar
Ansonsten war ich heute Vormittag im Rotbachtal unterwegs und habe da auch nicht viel gefunden. Einen Dachpilz, einen Perlpilz, ein paar Psathyrellas, zwei Täublinge und ein paar Gallenröhrlinge. Und zahlreiche Scutellinias! Der Regen muß offenbar noch etwas einwirken...
Björn
Hallo zusammen,
wenn ich die Hutfarbe in eigenen Worten beschreiben soll, würde ich die Mitte als gelblich bezeichnen, der dunkleren Rand dann Richtung grau-violett bezeichnen und dazwischen dann ein entsprechender Übergangsbereich. Ich habe auch gerade noch mal aktuelle Fotos gemacht, die zumindest auf meinem Monitor den Farbeindruck besser wiedergeben (auf dem Foto ganz oben waren die Fruchtkörper wohl einfach zu nass und die Lichtverhältnisse nicht optimal). Was man bei diesen Exemplaren auch beachten sollte ist, daß sie wohl einen ganzen Tag Starkregen hinter sich haben.
Ich hatte gestern auch noch mal in die Huthaut reingeschaut. Zunächst noch mal zwei Bilder in Kongorot
Und dann in SV. Als ich oben schrieb, daß die Pileozystiden sich nicht mit SV dunkel verfärben, meinte ich, daß sie halt nicht schwarz/dunkelblau werden. Daß sie schon deutlich violettr als der Rest werden, ist natürlich klar. Interessanterweise sind jetzt im neuen Präparat auch durchaus dunkelfärbende Zystiden zu finden.
Zu guter Letzt noch zur Sporenpulverfarbe: Da hatte ich mehr als genug Sporenpulver und bin was die Einschätzung der Farbe angeht, relativ zuversichtlich, daß es IIb-c war und nicht dunkler.
Björn
Hallo zusammen,
gestern habe ich im Stadtwald Duisburg einen Täubling gefunden, bei dem ich gerne die Meinung der Experten hören würde.
Begleitbäume: Fagus und Betula.
Geschmack: Zunächst leicht scharf (aber nicht unangenehm scharf), dann eher leicht nussig
Geruch: unauffällig
Hut unter der Huthaut grauviolett
Chemische Reaktionen: Mit Guajak nach 10 Sekunden einsetzende Blaufärbung, mit Eisensulfat schnell lachsrosa
Sporenpulverfarbe: IIb-IIc
In der Huthaut sind einzellige Pileozystiden vorhanden, die sich mit SV aber nicht dunkel verfärbt haben.
Mit dem Schlüssel auf der Russula-Homepage von Sven Kögel und Bernd Miggel lande ich in der Untergattung Heterophyllidia und dort in der Sect. Heterophyllae. Von dort aus würde ich zur Subsect. Griseinae tendieren, aber dann verließen sie ihn. R. parazurea? R. grisea?
Björn
Hallo zusammen,
gestern Abend bin ich nach dem großen Regen einmal kurz durch den Botanischen Garten hier in Duisburg spaziert und habe auf dem Rückweg nach Hause auch noch einen Abstecher durch den Stadtwald gemacht. Dabei bin ich auch zahlreichen Pilzen begegnet:
1. Coleosporium campanulae ex Campanula cf. trachelium
2. Melampsora euphorbiae ex Euphorbia cf. peplus
3. Phragmidium tuberculatum ex Rosa sp.
4. Thecaphora saponariae ex Saponaria officinalis
5. Rhamphospora nymphaeae ex Nymphaea sp.
6. Kuehneola uredinis ex Rubus fruticosus agg. mit Basidien und Basidiosporen!
7. Puccinia komarovii ex Impatiens parviflora
8. Puccinia circaeae ex Circaea lutetiana
Björn
Hallo Nobi,
ich sehe schon, daß wird hier diesmal nur zu einem Sordaria sp. reichen. Aber immerhin weiß ich dann ja für die Zukunft bescheid und werde dann immer direkt Sporen mit und ohne Tinte mikroskopieren.
Björn
Hallo zusammen,
gestern Abend habe ich eine kleine Runde auf dem Duisburger Waldfriedhof gedreht. Dort war es zwar sehr trocken und entsprechend waren fast keine Großpilze zu finden. Das Gebiet an sich scheint aber Potential zu haben und entsprechend werde ich mir da auch nach Regen mal genauer anschauen. Aber auch ohne Wasser gab es einen Täubling, den ich euch zeigen möchte.
Makroskopisch fiel der unten gelbliche gefärbte Stiel auf. Der Geruch ging Richtung Camembert-Täubling, der Geschmack war mild. Die Stiel färbte sich unten mit 20% KOH sofort dunkelrot, während das Stielfleisch mit KOH nicht reagierte. Mit Ammoniak gab es an der Stielbasis auch eine rot-orange Verfärbung. Die Reaktion mit Guajak war mäßig, mit Eisensulfat gab es eine schwach rosa Reaktion. Begleitbaum war Quercus robur.
Wenn ich an der Stelle aufgehört und geschlüsselt hätte, wäre ich wahrscheinlich direkt bei Russula insignis gelandet. Aber ich mußte ja unbedingt mit dem Mikroskop reinschauen. Dort zeigten sich in der Huthaut deutlich krustierte Elemente, die in Sulfovanillin leicht gelblich erschienen und sich mit Karbolfuchsin gut anfärben ließen. Also habe ich dann schlüsselmäßig bei Arten gesucht, die inkrustierte Primordialhyphen aufweisen... Zum Glück hatte ich meine Fotos in der Zwischenzeit aber auch bei FB gepostet und da hat Karl dann in Sekundenbruchteilen das Rätsel für mich gelöst. Was sich da auf dem Hut findet, sind also Velumsreste und keine inkrustierten Primordialhyphen.
Huthaut in Kongorot
SV
Karbolfuchsin
Sporen
Björn
