Hallo Bernd,
Nr. 2 würde ich eher für Phleogena faginea halten. Riechen bestimmt auch nach Maggi.
Björn
Hallo Bernd,
Nr. 2 würde ich eher für Phleogena faginea halten. Riechen bestimmt auch nach Maggi.
Björn
Hallo Pablo,
die Skeletthyphen waren tatsächlich im Kontext und nicht in der Röhrentrama. Die hatte ich zuerst mikroskopiert und da gab es nur generative Hyphen.
Björn
Hallo Frank,
bei Nr. 2 habe ich jetzt auch noch mal in die Trama reingeschaut und konnte dort neben zahlreichen generativen Hyphen auch einige Skeletthyphen finden. Das paßt dann wirklich alles sehr gut zu Cartilosoma rene-hentic.
Bei Nr. 4 habe ich jetzt auch noch mal reingeschaut und ein Präparat in Wasser und ohne großen Druck angefertigt. Das war dann zwar nicht fotogen, aber da waren dann schwache Inkrustinationen auf den Zystiden zu finden. Dann paßt Amphinema byssoides noch besser.
Björn
Hallo zusammen,
am letzten Samstag war ich auf einer längeren Tour durch das Ittertal und die Hildener Heide. Zum einen wollte ich im Ittertal nach Sarcoscyphas schauen (die ich auch gefunden habe, aber dazu mehr im zweiten Teil, der den Ascomyceten gewidmet sein wird) und außerdem eine Brandstelle in der Hildener Heide genauer unter die Lupe nehmen. Das war zwar nicht so erfolgreich, weil sich kein Brandstellenpilz zeigte, aber es gab insgesamt natürlich auf der Tour auch so noch etliche interessante Funde.
1. Gloeoporus dichrous
2. An Laubholz, vermutlich Erle fand sich dieser Porling. Schnallen sind vorhanden, Basidien 4-sporig mit Basalschnalle, Zystiden habe ich keine beobachten können. Das Hyphensystem wirkte auf mich monomitisch. Auffallend waren die extrem dicken Wände der generativen Hyphen, die schon fast an Skeletthyphen anderer Porlinge erinnerten. Die Sporen sind auffallend groß (8.7+-0.5) µm x (3.4+-0.2) µm, Q=2.5+-0.2, (7.7-9.7) µm x (3.2-4.1) µm, Q=2.2-2.9. Gibt es da Ideen?
3. Peniophora incarnata
4. In der Hildener Heide dann eine Tomentella. Was man auf den Fotos hier leider nicht so gut sieht, sind Bereiche des Fruchtkörpers, die offenbar mit viel Hymenophor ausgestattet waren und schwärzlich waren. Mikroskopisch gibt es Schnallen, keine Zystiden und eine stark cyanophile Reaktion des Hymeniums. Rhizomorphen sind auch vorhanden. Die Sporen messen (7.2+-0.5) µm x (6.1+-0.6) µm, Q=1.2+-0.1, (6.4-8.0) µm x (5.1-7.2) µm, Q=1.0-1.4. Da kommen offenbar nur T. botryoides und T. ferruginea in Frage. Die Sporengröße liegt irgendwie so mittig zwischen den beiden Arten. Wegen des dunklen Hymenophors tendiere ich zu T. botryoides. Was meint Tomentella?
Einmal in Wasser
Ab hier in 3% KOH
5. Ein Rindenpilz aus der Hildener Heide auf verkohltem Kiefernstamm. Auffällig sind die septierten, dickwandigen Zystiden. Ansonsten gibt es Schnallen, 4-sporige Basidien mit Basalschnalle und Sporen von (3.7+-0.2) µm x (2.6+-0.2) µm, Q=1.4+-0.1, (3.2-4.1) µm x (2.2-2.9) µm, Q=1.3-1.7. Eigentlich hatte ich gedacht, daß man mit den septierten Zystiden schnell ans Ziel gelangt, aber irgendwie finde ich da so gar nichts Passendes.
6. Auf dem Heimweg bin ich dann noch an ein paar Ginkgobäumen vorbeigekommen. Da lohnt sich aktuell ein Blick auf die abgestorbenen Blätter des Vorjahres: Man findet dort nämlich mit etwas Glück kleine schwarze Punkte, die Teliosporen von Bartheletia paradoxa, einem ganz urtümlichen Pilz, der zwar Telien bildet, aber trotzdem kein Rost ist.
Björn
Hallo Thorben,
wieder mal eine tolle Darstellung und natürlich auch ein toller Fund aus dem "tropischen" Essen! Thomas hatte mir letzte Woche schon geschrieben, daß er da etwas Seltenes gefunden habe und wollte davon eigentlich gestern beim virtuellen APR-Treffen berichten, aber irgendwie ist das dann unter den Tisch gefallen.
Björn
Hallo Peter,
da hast du zu schnell nur auf die Zahlen geschaut. 240 € sind das, was da bis jetzt an Geld eingesammelt wurde. Das Buch kostet, wenn man es über indiegogo vorbestellt, 70 € zusätzlich Versandkosten.
Björn
Hallo Peter,
von den "Morilles de France et d'Europe" soll es im Laufe dieses Jahres auch eine englische Übersetzungen geben.
Björn
Lewia infectoria (Fuckel) M.E. Barr & E.G. Simmons 1986
Synonyme: Alternaria infectoria E.G. Simmons, Pleospora infectoria Fuckel
Fundort: Ruhraue Mülheim an der Ruhr, NRW, Deutschland, 4.1.2021
Pseudothecien schwarz, oft in Reihen wachsend
Sporen (19-22 ) µm x (7-8) µm, mit 5 transversen Septen und einer longitudinalen Septierung der mittleren Zellen, äußere Zellen nicht längsseptiert, mit Schleimhülle
Asci 8-sporig, keine Reaktion mit Lugol oder Kongorot
Anamorphe oberflächlich wachsend, Konidien (35-40) µm x 10 µm
Habitat: Auf abgestorbenen Gräsern
Teleomorphe
Anamorphe
Björn
Hallo Zuehli,
markiere mal das, was du da nicht siehst. Dann erkennst du die weiße Schrift auf weißem Grund.
Björn
Hi Stephen,
that smut sounds like an interesting find! I don't have any particular literature on smuts in the Mediterranean area, but a quick Google search revealed that there are at least three rusts on Lygeum. One species of Ustilago that seems to infect the flowers and two species of Tranzscheliella that form like a brown band of spores around the stem of the grass.
Björn
Endlich hat die Stunde der Physiker bei der Pilzbestimmung geschlagen ![]()
Björn
Hi Stephen,
welcome to the forum! Since you have a background in botany, you might also give phytoparasitic fungi like smut fungi, rust fungi, powdery and downy mildews a try. Usually, the toughest part in identifying these fungi is the correct identification of the host plant which narrrows things down to a few fungi that occur on a given plant genus/species. As phytoparasitic fungi are not the most popular fungi (so far), there is usually a good chance of finding something new and rare and, furthermore, they get all the water they need from their host plants, so no need to wait for rain (which can be rare in Malta I suppose).
Björn
Wie wäre es mit gestreckt-eiförmig?
Björn
Hallo zusammen,
nach der beliebten Reihe "Dreierlei" vom Schaf ist es jetzt mal Zeit für einen Beitrag über die Kuh. Am 4.1. habe ich mir von den Ruhrauen in Mülheim an der Ruhr ziemlich frischen Kuhdung mit nach Hause genommen (älteres Material war leider nicht vorhanden und ich hatte nur die Wahl zwischen frischem Dung und Dung, der noch in der Kuh war :-D).
1. Schon im Feld zeigten sich die ersten Bewohner in Form von Cheilymenia granulata, die aber entweder aufgrund der frostigen Witterung oder aber wegen der Frische des Fundes noch nicht reif waren. Zu Hause in der guten Stube reiften dann aber auch noch Fruchtkörper mit Sporen nach.
2. Auf frischen Dung gehören am Morgen natürlich auch Pillenwerfer wie dieser Pilobolus kleinii
3. Einen Ascobolus konnte ich auch entdecken. Insgesamt gab es zwei Fruchtkörper, von denen einer aber einen vorzeitigen Sporenerguß hatte. Der andere ließ sich dann aber bereitwillig mikroskopieren und war mit Riesensporen schnell als Ascobolus immersus identifiziert.
4. Weiter geht es mit einem Schizothecium. Das ist zusammen mit Podospora ja nun wirklich nicht meine Lieblingsgattung...aber es hilft ja nichts. Sporen messen (25-27) µm x (14-16) µm, das Pedicel (9-10) µm x (2-3) µm. Die Perithecien waren nur mit den charakteristischen, dreieckigen Schuppen bedeckt, sonst gab es keine Haare. Damit würde ich Schizothecium conicum für einen heißen Kandidaten halten.
5. Aktuell dann Iodophanus carneus in rauen Mengen
6. Und heute morgen dann ganz frisch eine Sporormiella. Die Sporen messen (51-57) µm x (10-12) µm, die Keimspalten sind parallel, die Asci scheinen unten einen langen, dünnen Stiel zu haben. Insgesamt lande ich da bei Sporormiella grandispora.
Björn
Hallo Pablo,
dein Leptosporomyces sieht makroskopisch in der Tat schon ziemlich anders aus. Quasi das Inverse zu meinem mit weißer Fruchtschicht und gelben Rhizomorphen statt gelber Fruchtschicht und weißen Rhizomorphen...
Bei Nr. 4 habe ich noch mal reingeschaut und konnte in der Tat hier und da angeschwollene Hyphen im Subikulum entdecken:
Björn
Hallo André,
könnte der Baum auch Salix sein? Dann kann ich mir hier ganz gut Exidia recisa vorstellen.
Björn
Hallo zusammen,
der Physiker, der mit solchen Dingen hantiert, hat halt meistens eine mathematische Formel, die das ganze beschreibt. Das ist dann viel präziser als alle Worte. Von daher tue ich mich mit Beschreibungen von Formen, die über kreisrund hinausgehen, auch meistens eher schwer und bevorzuge ein Bild. Das oben verlinkte Bilt läßt dann nämlich z.B. auch erkennen, daß die Sporen oft nicht entlang der Längsachse symmetrisch sind, sondern daß vielmehr eine Längsseite eher gerade ist, während die andere eben ei/keulenförmig ausgebuchtet ist.
Björn
Hallo zusammen,
am Sonntag Morgen lag zwar ein bißchen Schnee, aber es hat mich dann trotzdem raus in den Stadtwald gezogen. Wenn man da einfach genug Totholz umdreht, findet man irgendwann doch ab und zu mal einen Pilz ![]()
1. Den Anfang macht dieser Rindenpilz an Laubholz. Schnallen sind vorhanden, Basidien 4-sporig mit Basalschnalle, Zystiden habe ich keine gesehen. Die Sporen messen (3.7+-0.2) µm x (2.2+-0.2) µm, Q=1.7+-0.1, bzw. (3.3-4.1) µm x (1.9-2.6) µm, Q=1.4-2.0. Auffällig sind die Rhizomorphen. Der Fruchtkörper hat mit KOH nicht verfärbt. Könnte das Leptosporomyces mutabilis sein?
2. Stereum rugosum
3. Hypocrea gelatinosa
4. Noch ein Rindenpilz. An Quercus, Schnallen vorhanden, Zystiden keine gefunden, Basidien 2-4-sporig mit Basalschnalle, Sporen (4.5+-0.3) µm x (2.8+-0.3) µm, Q=1.6+-0.1, (3.8-5.1) µm x (2.4-3.4) µm, Q=1.3-1.9. Es fehlt mir eine rechte Idee...
5. Zur Abwechslung mal ein Porling an Fagus sylvatica. Geruch auffallend fruchtig, sehr angenehm. Schnallen vorhanden, Zystiden nicht beobachtet, Basidien 4-sporig mit Basalschnalle, Hyphenenden teilweise inkrustiert, monomitisch. Sporen (4.8+-0.5) µm x (2.2+-0.1) µm, Q=2.1+-0.2, (3.9-5.8) µm x (2.0-2.5) µm, Q=1.8-2.5. Ich tendiere zu Ceriporiopsis gilvescens. Was meint ihr?
6. Paranectria oropensis an Lepraria sp.
7. Die Anamorphe von Pleospora vitalbae an Clematis vitalba
8. Hypholoma fasciculare wuchs auch
9. Und Ischnoderma resinosum
Björn
Hallo zusammen,
ich sehe hier einen Cortinarius und keine Hebeloma.
Björn
Hallo zusammen,
ja die Anfrage bezog sich natürlich auf die beiden kleinen Kügelchen und nicht auf den Algenmatsch drumherum. Der wäre mit Chlorophyll in den Zellen im Mikroskop ja auch schnell aufgefallen. Calomyxa sieht in der Tat ziemlich gut aus, wenn ich mit der Beschreibung vergleiche. Die meisten Mikrobilder sind schon mit Ölimmersion gemacht, aber wenn ich mir das dann in voller Auflösung anschaue, kann ich in der Tat ein ganz feines Ornament erkennen - so von der Marke: Wenn man weiß, daß es da ist, erkennt man es und sonst sieht man es nicht. Schade, daß die Peridie schon ziemlich ramponiert war und ich jetzt keine weiteren Fruchtkörper habe.... da hilft wohl nur in Zukunft weiter fleißig Moos pflücken ![]()
Björn
Hallo zusammen,
am Samstag war ich an der Ruhr unterwegs und habe an einem Holunderstrauch auch einen Zwischenstopp für die Suche nach Octospora affinis eingelegt. Die Suche war erfolgreich, förderte aber auch einen Schleimpilz zu Tage, der es sich unter einem der Moospolster am Strauch gemütlich gemacht hatte. Leider gab es nur zwei winzig kleine Fruchtkörper, von denen einer schon halb zermatscht war. Aber vielleicht haben die Experten hier trotzdem eine Idee?
Die Sporen messen (10.0-11.7) µm, bzw. (10.8+0.4) µm. Das Capillitium ist braun, glatt und nicht verzweigt. An zwei Stellen war auch eine Verdickung zu finden (davon leider kein Foto). Kalk habe ich keinen beobachtet.
Björn
Hallo Ogni,
ich hab die Setae jetzt nicht selber gemessen, aber laut Literatur sind sie bis zu 60 µm lang und schauen bis zu 50 µm aus dem Hymenium heraus.
Björn
Hallo Claudia,
große Schneemengen sind hier in Duisburg und Umgebung die absolute Ausnahme. Selbst wenn es mal schneit, ist das dann in der Regel auch nach einer Woche alles wieder weg. Wobei so eine Zwangspause vielleicht auch mal ganz gut wäre. Hier liegen immer noch viele Phytoparasiten-Belege verstreut im Arbeitszimmer rum und warten darauf, daß sie einsortiert werden...
Björn
Hallo zusammen,
der Spaziergang war zum Glück nur an der Ruhr und nicht mit der Ruhr
Sonst wäre ich wahrscheinlich auch nicht ganz so weit gekommen.
Die Setae von Hymenochaete rubiginosa sollte man übrigens im Prinzip schon mit der 10fach-Lupe erkennen können, wenn man da entsprechend seitlich auf die Fruchtschicht schaut.
Björn
