Beiträge von boccaccio

    Hallo Erich,


    den Rost habe ich auf Erle immer erst im Herbst gefunden. Aber die Taphrina (die ein Wucherling ist) findet man aktuell überall.


    Björn

    Hallo zusammen,


    ich stimme zu, daß das kein Rost sondern was Tierisches ist. Der Rost (bzw. die Roste) auf Erle sind deutlich dünner ausgeprägt. Wenn man aber Erlen in der Nähe hat, lohnt sich im Moment die Suche nach der recht häufigen Taphrina sadebeckii. Die macht kleine Aufwölbungen der Blätter (Durchmesser so bis 1 cm) und auf der Unterseite wird dann ein Rasen aus Asci gebildet. Gerade wenn man so einen tollen Blattquerschnitt wie in Bild 4 hinbekommt, sieht das bestimmt sehr hübsch aus im Mikroskop.


    Björn

    Hallo zusammen,


    im April hatte ich bei einer meiner Touren in Duisburg am Rhein einen Rostpilz auf Valerianella gefunden. Da alle drei Valerianella-Roste wirtswechselnd sind, war es nun an der Zeit zu schauen, wen der Rostpilz sich als Partner auserkoren hat. Es waren dann weder Gladiolen noch Schilf, sondern Cynodon dactylon, das Hundszahngras. Der Rost ist somit Puccinia cynodontis (Das hatte Jule mir auch schon im April gesagt, aber jetzt kann ich es auch selber verifizieren):


    Hallo zusammen,


    letzte Woche habe ich mich abends auf eine Runde durch den Waldfriedhof in Duisburg begeben. Leider hat die Trockenheit da schon wieder alle Großpilze vertrieben. Aber es gibt ja immer noch Phytoparasiten.


    1. Peronospora meliloti ex Melilotus altissimus. Danke Jule weiß ich jetzt auch, daß es mehr als nur einen gelben Melilotus gibt :D


    2. Peronospora trifolii-hybridi ex Trifolium hybridum


    3. Zurück ging es dann die Regattabahn entlang. Da hatte ich ja schon im Winter einen Rostpilz auf einem Nelkengewächs gefunden. Zwischenzeitlich blühte die Nelke dann und ließ sich als Dianthus deltoides identifizieren, aber der Rost war weg. Jetzt blühen die Nelken immer noch und der Rost ist wieder da, sogar mit Uredien und Telien: Uromyces dianthi ex Dianthus deltoides.


    Björn

    Hallo zusammen,


    auf Kiefern gibt es z.B. diverse Rostpilze der Gattung Coleosporium. Die findet man aber eher im Frühjahr, jetzt sitzen sie auf ihren Wirtswechelpartnern wie Huflattich, Glockenblumen, Greiskraut, Pestwurz etc.


    Björn

    Hallo Thorben,


    die Hypocrea-Sporen waren in der Länge zwischen 4,7 und 7,4 µm, wobei der Großteil zwischen 5 und 5,5 µm lag. In der Breite lagen die meisten Sporen bei (3,5-4,5) µm. Bei der Russula habe ich die Sporen nicht ausgemessen.


    Björn

    Hallo zusammen,


    gestern Abend war ich auf einer kleinen Runde im Duisburger Stadtwald unterwegs. Der Regen der letzten Tage zeigte seine Wirkung und alles stand voller Täublinge. Stellenweise konnte man vor lauter Russula violeipes keine anderen Pilze mehr sehen :D


    1. Calocera cornea


    2. Russula virescens. Sporenpulver IIa, schnelle und intensive Reaktion mit Guajak, orange mit Eisensulfat, Begleitbäume Fagus und Quercus

    IMG_6098.JPG

    IMG_6103.JPG


    3. Hypocrea citrina


    4. Fomitopsis pinicola


    5. Puccinia glechomatis


    6. Taphrina sadebeckii ex Alnus glutinosa


    Björn

    Hallo zusammen,


    gestern traf sich der APR zu einer Exkursion an der Stadtgrenze zwischen Bochum und Dortmund im Harpener Bachtal. Da ist es auch bei Trockenheit immer noch ein wenig feuchter als anderswo, also das ideale Sommerziel. Und dankenswerterweise hat es dann auch noch in der Nacht vorher ordentlich geregnet.


    1. Microbotryum anomalum ex Fallopia dumetorum


    2. Hapalopilus nidulans


    3. Taphrina sadebeckii ex Alnus glutinosa


    4. Lentinus tigrinus

    Huthaut

    Sporen

    Lamellen


    5. Bremia lactucae s.l. ex Arctium sp.


    6. Tarzetta cupularis


    7. Lactarius circellatus unter Hainbuche. Leider gab es keinen gescheiten Sporenabwurf :(

    Huthaut

    Lamelle


    8. Mutinus caninus


    10. Hymenoscyphus fraxineus


    11. Steccherinum fimbriatum. Vor Ort wirkte der deutlich weniger grün...


    12. Clavulina coralloides


    13. Helvella lacunosa


    14. Phragmidium tuberculatum ex Rosa sp.


    15. Melampsora helioscopiae ex Euphorbia helioscopia


    16. Phallus impudicus


    Björn

    Hallo zusammen,


    da es bei uns die letzte Woche über sehr trocken war, habe ich mich am Samstag gegen eine Tour ins Bergische Land entschieden und bin stattdessen lieber an den Rhein bei Neuss gefahren um nach Phytoparasiten Ausschau zu halten. Das war auch nicht ganz unerfolgreich:


    1. Golovinomyces depressus ex Arctium sp.


    2. Puccinia bardanae ex Arctium sp.


    3. Puccinia menthae ex Mentha spicata


    4. Puccinia punctata ex Galium mollugo agg.


    5. Puccinia centaureae ex Centaurea scabiosa


    6. Nochmal Puccinia centaureae ex Centaurea scabiosa


    7. Puccinia tanaceti ex Tanacetum vulgare


    8. Erysiphe heraclei ex Pimpinella saxifraga


    9. Phragmidium mucronatum ex Rosa sp.

    Hallo Christoph,


    auf den ersten Blick sieht das definitiv wie ein Schatten aus. Aber ob es einer ist? Dann müßte man das ja eigentlich auch bei allen anderen Kometen sehen und das scheint definitiv nicht der Fall zu sein. Interessanterweise gibt es bei diesem Kometen hier File:Comet P1 McNaught02 - 23-01-07-edited.jpg - Wikipedia auch so ein Phänomen (neben einer noch viel deutlicher ausgeprägten Struktur im Staubschweif). Hier ist dieser dunkle Zentralbereich aber sehr weit hinten im Schweif, o er schon deutlich gekrümmt ist. Der Schatten sollte die Krümmung aber nicht mitmachen. Das würde also eher gegen die Schattenhypothese und für eine Inhomogenität im Schweif selbst sprechen.


    Björn

    Hallo Frank,


    mache ich sehr gerne. Gibt es da einen Trick, wie man die am besten versendet? Die wuchs auf dem Erdboden und entsprechend ist der Beleg jetzt also trockene Erde mit Pilz drauf - ich kann mir vorstellen, daß das ganz unterwegs leicht zerbröselt.


    Björn

    Hallo Christoph,


    das, was man da so kernförmig sieht, ist sicher nicht der Kometenkern. Der ist ja nur 10 km groß und somit viel zu klein, um ihn von der Erde aus direkt beobachten zu können. Der punktförmige Bereich ist wohl die (innere) Koma, die um einiges größer ist als der Kern. Inwiefern der Erdabstand da was an der Sichtbarkeit ändert, ist eine gute Frage.... so lange die punktförmig erscheint, wäre die Flächenhelligkeit ja egal und man würde an Punkthelligkeit gewinnen. Aber irgendwann macht sich da natürlich auch die endliche Ausdehnung bemerkbar und es wird flächig.

    Ist also alles nicht so einfach einzuschätzen, aber im Zweifelsfall ist Sonnenabstand wichtiger als Erdabstand (wobei Sonnennähe natürlich bei der Beobachtung auch ein Problem darstellt).


    Björn