Beiträge von Maria

    Hallo Grüni.


    als ich gestern einen kurzen Blick auf diese Pilze warf erinnerte ich mich eben an eine Anfrage zu sehr ähnlichen Pilzen hier im Forum. In meinem Kopf spuckte sofort der Name "Adernmoosling" und so kam ich dann schon einmal ohne wirklich etwas zu wissen in die richtige Gattung. Es bringt schon wirklich viel, wenn man im Forum möglichst viel mitliest.


    Liebe Grüße


    Maria

    Hallo Ihr Lieben,


    heute fand ich im Altmühltal in einem sehr kargem, trockenen und sonnigen Steinbruch an einer Stelle mehrere dieser Gebilde. Beim googeln bin ich auf Nostoc gestoßen. Kann dies hinkommen?


    Vielen Dank und falls hier unpassend, dann bitte gerne verschieben.


    Liebe Grüße


    Maria


    Hallo Harald,


    erst einmal Danke für die Antwort.


    Wenn ich wieder dort bin, da gehe ich oft spazieren, sehe ich mir dies natürlich noch einmal genauer an und mache bessere Fotos. Nachdem ich mich mit dieser Art von Pilzen noch nie beschäftigt habe, gibt es noch etwas (neben dem Üblichen) auf das ich achten sollte?


    Liebe Grüße


    Maria

    Hallo Ihr Lieben,


    diese Pilze sah ich heute recht zahlreich in einem ehemaligem Steinbruch im Altmühltal. Dort ist die Vegetation sehr karg, dafür aber umso interessanter. Könnte dies der Geröllnabeling sein?


    Die Pilze waren ziemlich klein, nicht größer als 1 bis 1,5, cm schätze ich. Aber leider kann ich schlecht schätzen und ich habe keine Pilze mitgenommen.


    Vielen Dank für Eure Hilfe.


    Liebe Grüße


    Maria


    Hallo Matthias,


    vielen Dank. Und jetzt verstehe ich auch, warum ich da überhaupt nicht vorwärts gekommen bin mit einer Idee was dies sein könnte. Die Pilze waren übrigens 1,5 bis 2 cm im Durchmesser, passt damit auch.


    Liebe Grüße


    Maria

    Hallo Matthias,


    vielen Dank. Auf dem 4. Foto (vorletztes) sieht man sogar ein paar Zähnchen die mehr gelblich sind, ist mir aber auch erst auf den Fotos aufgefallen.

    Den Fenchelporling hatte ich ehrlich gesagt gar nicht beachtet (und bin damit auch nicht auf die Baumart gekommen). Fenchelporlinge gibt es hier immer wieder, solche Weißen Pfriempilzchen hatte ich aber bisher noch nicht gesehen. Ich finde die sehr hübsch einmal so nebenbei bemerkt.


    Liebe Grüße


    Maria

    Hallo Ihr Lieben,


    diese kleinen Pilze sah ich heute an einem finalmorschen Baumstamm, vermutlich Buche. Bitte was ist das?


    Funddaten: 10.11.2019, Altmühltal, Mischwald mit überwiegend Rotbuchen. Die einzelnen Stacheln/Fäden oder wie auch immer man dies bezeichnet sind ca. 0,8 cm lang. Einen kleinen Büschel dieses Pilzes habe ich auf einem Stückchen Holz mitgenommen. Bessere Fotos habe ich leider nicht.


    Vielen Dank schon einmal.


    Liebe Grüße


    Maria


    Hallo Ihr Lieben,


    diese Becherchen fand ich heute im Altmühltal in einem Rotbuchenwald zufällig unter dem Laub. Bitte welche Becherchen, sofern es überhaupt welche sind, könnten dies vielleicht sein? Das die makroskopisch höchstwahrscheinlich nicht zu bestimmen sein werden ist mir schon klar, aber vielleicht ist ja eine Richtung möglich.


    Größe im Durchmesser ca. 1,5 - 2 cm. Ich meine, dass bei dem einen Pilz der vor mir liegt ein kleiner Stiel zu erkennen ist, beim zweiten Pilze allerdings nicht. Ich hoffe, das der Rest auf den Fotos zu erkennen ist.


    Vielen Dank und liebe Grüße


    Maria



    Von unten


    Noch ein Versuch von unten und der Seite


    Hallo Maria,


    Schön, dass ich mich eben beim späten Frühstückskaffee an an einem neuen, farbenfrohen Beitrag erfreuen konnte!

    Trichoma aurantium ist einer meiner Lieblingspilze.

    Hallo Ralph,


    den hatte ich an diesem Tag auch zum ersten Mal gesehen oder wahrgenommen. Dies sind ja schon ziemlich auffällige hübsche "Farbkleckser" wenn sie großflächig einen Trockenrasen-Hang besiedeln. (Daneben standen allerdings Fichten)


    Liebe Grüße


    Maria

    Hallo Rudi,


    da hast Du Recht - den Frühlingsenzian wirklich farbecht hinzubekommen ist unglaublich schwer bis unmöglich. Ein paar Mal hatte ich es im Frühjahr geschafft aber da muss echt das Licht passen. Und was für mich unbeschreiblich ist, und dies kann man nun tatsächlich nicht mit der Kamera einfangen, wenn ein ganzer Hang blau leuchtet - so schön.


    Liebe Grüße


    Maria

    Hallo Matthias,


    vielen Dank. Und ja, ich habe mir gerade einmal die Fotos des Helmlings angesehen die ich noch nicht gelöscht habe, da ist eine Spur gelb auf dem Hut zu sehen.


    Ellerlinge und Wiesenkeulen habe ich zum ersten Mal überhaupt vor zwei Jahren gesehen aber da nur einzelne und im letzten Jahr war es eh sehr mau bis gar nichts. In diesem Jahr aber, da ging die Post ab! Und ich glaube jeder der zum ersten Mal Saftlinge findet, egal welche, der kann gar nicht genug Fotos machen. Und dann fand ich auch noch zum ersten Mal überhaupt Erdzungen. Ja, es ist ein Paradies hier, so wie bei Dir in Deiner Gegend ja auch :)


    Liebe Grüße


    Maria

    Oktober - Teil 9



    Was für ein Tag!

    So viele verschiedenste Saftlinge, Erdzungen, Keulen und Ellerlinge ... und dann die ganzen anderen Pilze und die Pflanzen wie die Enziane ...

    Ich fasse es nicht was hier auf engstem Raum alles durcheinander wächst - schier unglaublich.

    Damit man meine Begeisterung vielleicht ein Stück weit nachvollziehen kann poste ich die Fotos in der Reihenfolge in der sie entstanden sind. Allerdings lasse ich 90 % der Fotos und der Funde weg, es wird sonst schlicht zu viel.

    Los zog ich am 20.10. mit dem Michael und nachdem dieser dann leider einen anderen Termin hatte blieb ich einfach auf diesen Hängen und machte noch weitere wunderbare Entdeckungen - schier unglaublich und nur zum ausflippen.


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    Gleich am Anfang ging es mit den verschiedensten Keulen und Erdzungenverwandten los.


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    Höchstwahrscheinlich entweder Clavulinopsis helvola (Goldgelbe Wiesenkoralle) oder Clavulinopsis laeticolor (Schöne Wiesenkeule) mit besten Dank an Pablo.


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    Geweihförmige Gelbe Wiesenkeule (Clavulinopsis corniculata)


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    Tja ... Vielleicht auch entweder Clavulinopsis helvola (Goldgelbe Wiesenkoralle) oder Clavulinopsis laeticolor (Schöne Wiesenkeule)?


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    Wahrscheinlich die Rauchgraue Keule (Clavaria fumosa). Meinen Dank an Stefan und Karl


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    Wahrscheinlich Gelbrandiger Saftling (Hygrocybe insipida)


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    Immer wieder Ellerlinge - der Ockerblasse Jungfern-Ellerling (Hygrocybe virginea var. ochraceopallida) mit Dank an Gerhard Wölfel.


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    Saftlinge ohne Ende


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    Von oben sahen einige anders aus und wenn man dann genauer hinsah ...


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    ... Papageigrüne Saftlinge (Gliophorus psittacinus)


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    Die nächsten Saftlingen - Bestimmt wurde er durch Euch als Schnürsporiger Saftling (Hygrocybe obrussea bzw. Hygrophorus quietus)


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    Und dann leuchtete es auf einmal rot - Höchstwahrscheinlich der Bittere Saftling (Hygrocybe mucronella)


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    Und immer wieder diese hier, Papageigrüne Saftlinge (Gliophorus psittacinus)


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    Ständig Ellerlinge. Hier der Orange-Ellerling (Cuphophyllus pratensis)


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    Und Keulen. Höchstwahrscheinlich entweder Clavulinopsis helvola (Goldgelbe Wiesenkoralle) oder Clavulinopsis laeticolor (Schöne Wiesenkeule) mit besten Dank an Euch.


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    Es ist nicht zu beschreiben


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    Geweihförmige Gelbe Wiesenkeule (Clavulinopsis corniculata)


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    Ich kann es halt nicht lassen - Deutscher Kranzenzian (Gentianella germanica), stellenweise flächendeckend (die Fotos sind nur nix geworden)


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    Und auch hier blühte der Frühlings-Enzian (Gentiana verna)


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    Ich liebe das Scharfe Berufkraut - Spätes Scharfes Berufkraut (Erigeron acris ssp. serotinus)


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    Und wieder Saftlinge, dieses Mal die "schwärzende Fraktion" Hygrocybe conica s.l.


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    Oder diese hier - die sahen aus wie die Gelbrandigen Saftlinge. Wahrscheinlich Hygrocybe insipida


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    So schön :) Wahrscheinlich Gelbrandige Saftlinge (Hygrocybe insipida)


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    Diese Saftlinge sahen schon von oben anders aus.


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    Von unten dann ganz eindeutig anders. Ziegelbrauner Saftling (Gliophorus psittacinus var. perplexus) mit Dank an Gerhard.


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    Wieder welche aus der "schwärzenden Fraktion" - Hygrocybe conica s.str. Mit Dank an Pablo und Karl für Ihre Hilfe bei den Saftlingen.


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    Und die erst!

    Hygrocybe conica s.l. oder evtl. H. conica var. chloroides. und ratet einmal wer mir da wieder geholfen hat - genau, Pablo und Karl :)


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    Hier noch von unten.


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    Natürlich gab es noch weitaus mehr wie die bisher gezeigten Pilze, so zum Beispiel Lilastielige Rötelritterlinge (Lepista personata), verschiedenste Entolomas oder zum Beispiel diese hier.

    R. risigallina var. acetolens - die Bestimmungsanfrage habe ich ja damals hier gemacht :)


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    Es gab Cortinarien, Reizker, Stäublinge, Ringlose Butterpilze, und, und, und ... und diese hier. Allerdings wuchsen da zwei ähnliche aber dennoch verschiedene Ritterlinge nebeneinander und jetzt habe ich keine Ahnung welche dies hier sein könnten - vielleicht der Orangeroter Ritterling (Tricholoma aurantium)?



    Auf jeden Fall könnt Ihr Euch sicher vorstellen wie geplättet man nach so einem Tag dann nach Hause kommt und auch, dass man dann die nächsten Tage ganz gut mit dem Bestimmen beschäftigt ist. Und ihr alle damit auch, denn genügend Bestimmungsanfragen alleine zu diesem Tag hatte ich ja gestellt :)

    Liebe Grüße


    Maria

    Naja Nobi,


    ich an böserWolfs Stelle hätte mich auch nicht mehr gemeldet.
    Zuerst die ganzen Kommentare zu seiner Art des Schreibens, mein Text wurde ja zumindest von einem User auch als, ich drücke es jetzt einmal so aus, als "unpassend" empfunden. Und dann, noch bevor er seine Nebelkappen posten konnte, ging bereits die Diskussion eben um diese los. Hättest Du da als komplett Neuer noch geantwortet? Ich mit Sicherheit nicht - ich wäre gegangen und hätte mir ein anderes Forum gesucht in dem ich mit mehr Respekt behandelt werde.


    Übrigens habe ich auch zwischendrin einmal an einen Troll gedacht, hatte dies ja auch indirekt relativ klar so geschrieben, aber eigentlich glaube ich nicht daran.


    Und ja, man kann natürlich nach dem Motto reagieren "Wie es in den Wald hineinschallt so schallt es zurück" haben ja viele verschiedene User genau so gemacht. Man muss es aber nicht, denn zum Beispiel in diesem Falle wissen wir nicht wirklich warum es aus dem Wald so herausgeschallt hat. Vielleicht gibt es ja auch einen triftigen Grund.


    Liebe Grüße


    Maria

    Der ist in den Brunnen gefallen.

    Naja, ich finde dies eigentlich nicht so toll.


    Da kommt jemand Neues, ja, sicher auf eine etwas irritierende Art und Weise, der von Pilzen ganz offensichtlich nicht ganz so viel Ahnung hat und meiner Meinung nach höchst gefährlich damit umgeht aber anstatt ihn aufzufangen oder zumindest zu versuchen es zu tun, entbrandet eine solche, beinahe zwei Seiten füllende, Diskussion.


    Ist jetzt nur meine ganz persönliche Meinung. So etwas passiert und ist ja auch total spannend und insgesamt gesehen total wichtig, aber vielleicht in einem eigenen Thread und nicht gerade in einer Erstanfrage eines Neuen?


    Liebe Grüße


    Maria

    Naja, ich weiß nicht wie es in der Schweiz ist aber ich vermute ähnlich wie in Deutschland. Es kommt immer darauf an ob und unter welchen Umständen kartiert wurde und wird. Wenn es in einer Gegend niemanden gibt der kartiert ist dort halt eine weiße Karte, gibt es in einer Gegend jemanden oder sogar mehrere Leute die kartieren siehst nur noch Fundstellen. Aber ein kleiner Anhaltspunkt dürfte diese Karte schon sein.


    Liebe Grüße


    Maria

    Hallo Ihr Alle,


    ich bitte Euch einfach sachlich zu bleiben und bevor sich nun jemand durch diesen Text oder durch einen vorhergehenden Text angegriffen fühlt ... :)

    Also, Zecken können in der Tat schwerwiegende Krankheiten übertrage bzw. auslösen, da hat Thomas schon Recht. Allerdings, und dies möchte ich betonen, muss man auch unterscheiden. Einmal ist eine Impfung sinnvoll und möglich! Bleibt also noch die Borreliose gegen die man sich angeblich nicht impfen kann. Eine unentdeckte Borreliose ist nicht harmlos, auch dies muss ausdrücklich gesagt werden. Man sollte sich dessen bewusst sein, dass eine Zecke so etwas übertragen kann und bei irgendwelchen diffusen Symptomen auch an Zecken denken - in der Regel, sofern rechtzeitig behandelt, genügt dann eine kleine Medikamentation und gut ist es. Aber die Angst vor Zecken und das Trara das darum veranstaltet wird, ist auch meiner Meinung nach völlig übertrieben.


    Wie bereits mehrfach gesagt - nach einem Spaziergang in der Natur, übrigens auch nach der Gartenarbeit, die Kleidung wechseln. Sich gründlich nach Zecken absuchen. Die Zecken beißen sich nicht gleich fest, sie krabbeln erst noch ein wenig herum bis sie eine supertolle Stelle an unserem Körper gefunden haben. Und wenn sie dann eine solche Stelle gefunden haben, dann sind sie ganz erschöpft und saugen erst einmal noch nicht, ruhen sich ein wenig aus und klammern sich nur ein wenig fest damit sie nicht herunterfallen. Erst nach ungefähr 24 Stunden fangen sie das Saugen an und erst dann kann Borreliose übertragen werden. Es genügt also, die Zecken innerhalb der nächsten Stunden nach einem Aufenthalt in der Natur zu entfernen! Ich selbst benötige dazu meist gar nichts, da sich die Zecken noch gar nicht festgebissen haben. Und selbst wenn, dann habe ich zwar eine Zeckenzange und dergleichen, benutze aber eigentlich immer meine Fingernägel. Nur einmal so nebenbei, meistens komme ich mit mindestens 10 Zecken am Körper nach Hause und dies seit Jahren - die Viecher lieben mich und ich gehe ganz relaxt ohne jegliche vorsorgliche Mittelchen damit um.


    Und jetzt bitte ich Euch einfach dieses unsägliche Thema sachlich weiter zu machen und vielleicht auch zu recherchieren oder hier auch die Suchoption zu bemühen - eigentlich wurde doch alles schon Hundertfach gesagt.


    Liebe Grüße


    Maria

    Hallo Walter,


    vielen Dank, dies freut mich sehr.

    Zufallsfunde trifft es perfekt. Zufällig entdecke ich diese ganzen Pflanzen und Pilze und auch die diversen Habitate und freue mich dann unglaublich darüber. Aber logisch, macht ja jeder, wenn man erst einmal fündig geworden ist geht man da natürlich immer wieder einmal hin, so wie ich immer wieder einmal in diesen einen Steinbruch, allerdings der Pflanzen und Insekten wegen, will ;) .


    Liebe Grüße


    Maria

    Hallo Jan-Arne,


    vielen Dank. Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, auch keine Ahnung warum ich da C. jasonis geschrieben habe. Gerade eben habe ich mir die damalige Bestimmungsanfrage noch einmal durchgelesen (dort gibt es natürlich noch mehr Fotos und mehr Angaben) und habe festgestellt, dass die Pilze eigentlich nicht eindeutig bestimmt wurden. Jedenfalls wurden da verschiedene gemutmaßt - schaust Du bitte noch einmal?

    Liebe Grüße


    Maria

    Oktober - Teil 8



    An einem Mittwoch Nachmittag (16.10.) wollte ich nach langer Zeit endlich einmal wieder die Steinbrüche besuchen. Eiserne Disziplin war notwendig um überhaupt dorthin zu gelangen.

    Aber was für tolle Funde an Pflanzen und Pilzen - die Gegend hier ist schier unglaublich. Lasst Euch mitnehmen, in der Reihenfolge in der die Fotos entstanden sind.


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    In die Steinbrüche muss man vom Tal aus ja erst einmal gelangen. Man durchquert Wälder mit zum Beispiel Herkuleskeulen, ...


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    ... und unglaublich vielen verschiedensten Pilzen.
    Diese hier sah ich mir einmal genauer an und war überrascht, als ich die Lamellen sah ....


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    ... und damit konnte sogar ich sie bestimmen ;)

    Blutblättrige Buntschirmlinge (Melanophyllum haematospermum)


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    Als ich den ersten Trockenrasenhang erreichte war ich total überrascht - etliche Küchenschellen blühten erneut, in diesem Jahr zum dritten Mal - irgendwie verrückt.

    Die Gewöhnliche Küchenschelle (Pulsatilla vulgaris) blüht eigentlich von ca. März bis Mai. Es ist normal, dass es im Spätsommer, Früh-Herbst noch eine kleine Nachblüte geben kann mit vereinzelten Blüten. In diesem Jahr gab es im Spätsommer eine starke Nachblüte mit sehr vielen blühenden Küchenschellen und dann eben noch eine dritte Nachblüte ab ca. Mitte Oktober. Ich finde dies außergewöhnlich. RL Bayern 3 mit dramatischem Rückgang im Alpenvorland.  


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    Rosa Zuckerwatte für Zwerge auf dem Trockenrasenhang. ;)
    Dieser Pilz heißt Rotspitzigkeit (Laetisaria fuciformis) wie ich Dank Euch erfahren habe.


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    Und dann waren da auf einmal Saftlinge - so schön und so schwierig zu bestimmen.

    Vielleicht sind dies Gelbrandige Saftlinge (Hygrocybe insipida). Jedenfalls käme ich da ohne Euch und Eure Hilfe ja überhaupt nicht vorwärts. Danke :)


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    Ich denke der Gesägtblättrige Zärtling (Entoloma serrulatum).


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    Dieser Trockenrasenhang stand voll mit den unterschiedlichsten Pilzen - hier ein weiteres Beispiel. Zunächst hatte ich keine Ahnung was genau dies ist, denn irgendwie denke ich in solchen Habitaten meist nicht an das Nahe liegende wie Rettich-Helmlinge zum Beispiel. Aber nachdem ich mich nicht an einen Geruch erinnern kann bleiben dies einfach Helmlinge. Danke noch einmal an alle Beteiligten.


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    Schließlich riss ich mich los, denn ich wollte ja zu den Steinbrüchen.

    Wieder ging es ein Stück durch den Wald - nein, ich schaute mir keine Pilze an, sonst wäre ich da nie angekommen.

    Ein winziges Pilzchen auf einem sehr kleinen Stückchen Holz hat mir so gut gefallen, dass ich dann doch ein paar Fotos machte.


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    Und dann war da auf einmal alles Orange. Alle Vorsätze waren vergessen ;) Diese Pilze musste ich mir ansehen!


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    Orangeroter Korkstacheling (Hydnellum aurantiacum)

    Über diesen Fund freue ich mich gerade immer noch. Und wie so oft hat mir das Pilzforum.eu geholfen und mir auch das "Namens-Kuddelmuddel" innerhalb dieser Gruppe wunderbar erklärt.


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    Nein - ich schaue mir keine Pilze an ;)


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    Wobei, also der hier sah schon irgendwie Klasse aus. Keine Ahnung welche Cortinarien, denke ich zumindest, dies waren.


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    Geschafft! Ich hatte den gefährlichen Wald hinter mich gebracht und war bei den Steinbrüchen angelangt.

    Jetzt wollte ich mir die Pflanzen ansehen, den ....


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    ... Franzenenzian zum Beispiel.


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    Aber die Pilze verfolgten mich auch im Steinbruch ;)

    Diese Prachtexemplare konnte ich nicht unbeachtet lassen.


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    Ich sage schon gar nichts mehr ... Einfach unglaublich, wie viele Pilze auch in den Steinbrüchen zu finden waren. Diese hier blieben unbestimmt, es waren an diesem Tag für mich einfach zu viele Pilze.


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    Die beste Zeit der meisten Pflanzen war natürlich vorbei, hier eine der letzten Blüten der Berg-Astern.


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    Andere hingegen schienen noch einmal durchzustarten wie der Gelbe Lerchensporn. Der Gelbe Lerchensporn verwildert gelegentlich aus den Gärten und Parks und ist in wärmebegünstigten Kalkregionen ein eingebürgerter Neophyt der sich anscheinend an einigen wenigen Stellen recht wohl fühlt.


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    Und dann der Deutsche Kranzenzian (Gentianella germanica) - so schön :)


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    Leider verschwand die Sonne ausgerechnet da hinter einer großen, dicken Wolke, aber ich denke einen kleinen Eindruck gibt dieses Foto wie flächendeckend der dort wächst - einfach nur zum Staunen was man in den alten Steinbrüchen finden kann.


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    Auf einmal waren da dann auch Erdsterne ... Zwerg-Erdsterne (Geastrum minimum)

    Ich habe mich so etwas gefreut die zum ersten Mal gefunden zu haben - dies ist jetzt der sechste Erdstern den ich hier kennen lernen durfte. Was für eine Gegend!


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    Mit den letzten Sonnenstrahlen musste ich mich dann leider auf den Rückweg machen um nicht in die Dunkelheit zu geraten.


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    Auf dem Rückweg durch den Wald - Cortinarien ohne Ende. Hier war das Tageslicht schon fast verschwunden aber ich konnte nicht anders als mir auch diese anzusehen.

    Der Pilz in der Mitte und der Pilz rechts ist der Cortinarius sodagnitus (Rosavioletter Klumpfuss). Der Pilz links ist höchstwahrscheinlich der Cortinarius calochrous. Ich kann Euch gar nicht genug danken für Eure Hilfe.



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    Oder den hier ... Vermutlich (der schmeckte nicht so sehr bitter) der Buchen-Klumpfuß (Cortinarius anserinus).   



    Jedenfalls erreichte ich dann doch erst in der Dunkelheit den Bahnhof. Erfüllt und glücklich von dieser unglaublich schönen und vielfältigen Halb-Tages-Tour.


    Liebe Grüße


    Maria

    Hallo hackstutz,


    kommt der "Morchelerzähler" zufällig aus dem Emmental?


    Sorry - ich musste nur gerade lachen, denn immer wenn ich die Verbindung Schweiz-Morcheln höre kann ich nicht anders. Im Emmental, was ja vielleicht gar nicht so weit von Dir entfernt ist, gibt es eben jemanden der ununterbrochen DIE Mengen an Morcheln findet und dann auch noch täglich postet.


    Ob Weinbergschnecken Kalkanzeiger sind weiß ich nicht. Hier bei mir gibt es sehr viele aber dies heißt jetzt nicht, dass ich dort auch immer Speisepilze finde, eigentlich eher nicht wenn ich so überlege. Naja, die Morcheln halt ;)


    Ich habe aber für mich mein Leben lang eine ganz bestimmt Erfahrung gemacht. Wenn man etwas partout finden will, dann findet man es nicht. Wenn man aber mit offenen Augen und Sinnen unterwegs ist, offen ist für all das Schöne und Spannende was einem begegnet, ja dann findet man pausenlos unerwartete Schätze.


    Und da sind vielleicht die Morcheln ein gutes Beispiel. Als ich hierher zog dachte ich mir, dass in der Gegend Morcheln wachsen müssten, alles sprach dafür. Und ich wollte die unbedingt einmal finden. Also suchte ich wochenlang bei jeder Esche und hier gibt es viele Eschen - nichts! Dann war die Morchel-Saison eigentlich schon fast vorbei und ich dachte mir, dass es mir jetzt egal ist, dass es dann hier halt doch keine Morcheln gibt und ich suchte nicht mehr, dachte auch nicht mehr daran. Ein paar Tage später machte ich einen ganz normalen Spaziergang, suchte nichts konkretes und dann sah ich sie auf einmal.


    Und genau so wird es Dir ergehen. Mache einfach ganz normale Spaziergänge oder Wanderungen, gehe einmal den Weg rechts und das nächste Mal den Weg links, freue Dich an der Natur, betrachte einen Dir unbekannten Pilz, lasse dabei den Blick schweifen und ... und irgendwann wird dies alles ganz von alleine laufen. Du wirst sehen :)


    Liebe Grüße


    Maria