Was für ein toller Bericht und was für tolle Funde ![]()
Da bekomme ich richtig Lust meine Freunde in der Eifel einmal wieder zu besuchen ![]()
Danke und liebe Grüße
Maria
Was für ein toller Bericht und was für tolle Funde ![]()
Da bekomme ich richtig Lust meine Freunde in der Eifel einmal wieder zu besuchen ![]()
Danke und liebe Grüße
Maria
Alles anzeigen
Hallo Maria,
vielen Dank für deinen Beitrag.
Ein wirkliches Rezept gibt es eigentlich nicht - wir hatten Rauke übrig und die Pfifferlinge waren auch nicht eingeplant, aber wir wollten die natürlich gleich frisch verwerten. Wir haben es dann ganz spontan einfach wie folgt probiert:
1. Pfifferlinge putzen
2. Pfifferlinge scharf in Butterschmalz anbraten
3. Pfifferlinge mit Salz und Pfeffer würzen
4. Die heißen Pfifferlinge über die wilde Rauke geben
5. Mit einem Schuss Balsamico & Olivenöl verfeinern
War wirklich sehr schon sehr lecker, aber ich könnte mir z. B. auch ein Walnussdressing sehr, sehr gut dazu vorstellen. Falls Ihr das "Rezept" abwandelt würden wir uns sehr über eine Nachricht freuen, wie Ihr den Salat zubereitet habt.
Viele Grüße
Leon, Melanie und Michael
Danke - und genau so kommen bei mir auch immer die besten Rezepte zustande ![]()
Sobald ich die entsprechenden Pilze habe (ich könnte mir z.B. auch Semmelstoppelpilze oder Reizker in Kombination gut vorstellen) werde ich das auch probieren - ich kann mir das richtig gut vorstellen :yumyum:
Liebe Grüße
Maria
Alles anzeigen
Huhu Ihr Lieben,
unser Garten ist soooooo veralgt. Ich fass es nicht. Überall, kein Meter ohne Algen. Es sind diese Blaualgen.......keinen Meter können wir laufen ohne hinzufallen. Es hatte ja die letzten Tage soooo geregnet......gut für die Pilzweilt juhu. Und den Garten juhu. Brauche ich nicht gießen. Aber für diese Algen........schlecht......ganz schlecht.
Wir müßten soooo dringend "arbeiten" und können nicht. Wie bekomme ich die in den Griff? Hat jemand eine zündende Idee?
Liebe Grüße
Heidi
Hallo Heidi,
"Glückwunsch" ![]()
![]()
Beschreibe bitte ein wenig wo genau die Algen auftreten. Im Rasen? Auch wie der Boden ist, verdichtet?
Im Internet findest Du übrigens einiges - Suchbegriff "Blaualgen Garten" Ich glaube, da wartet viel Arbeit auf Dich ![]()
Liebe Grüße
Maria
Hallo "abeja",
Ja, die "große Firma mit den vier Buchstaben" hatte mich auch irritiert. Aber das Buch ist ein wirklich gutes Nachschlagewerk in dem man auf Anhieb die gängigsten Unkräuter als Jungpflanzen findet ohne deren Namen zu kennen. Offene Werbung wird in dem Buch übrigens nicht gemacht. Den von Dir genannten Link, und einige andere ähnliche, benutze ich eigentlich auch nicht, da man, um schnell fündig zu werden, eben den Namen der Pflanze kennen müsste. Naja, und wen ich den kenne, dann brauche ich ja keine Bestimmung mehr, maximal noch eine Absicherung, und dafür benutze ich dann lieber andere gute Nachschlagewerke.
Eigentlich ist es schade, dass wir hier in einem Pilzforum sind, denn ich liebe "konstruktiven Wiederspruch" und liebe es fachlich zu diskutieren. Wir könnten jetzt ohne Probleme eine Diskussion beginnen, z.B. welche Meldesamen bei welchen steinzeitlichen oder sonstigen Ausgrabungen gefunden wurden, wo die ursprüngliche Heimat vor tausenden von Jahren der verschiedenen Meldearten einmal war und wie und mit wem (soweit man dies feststellen konnte) die dann jeweils hierher gekommen sind und ab welchem Zeitpunkt eine Pflanze als heimisch gelten kann oder eben nicht. (Im Falle der Atriplex hortensis ist diese ursprünglich vermutlich in Mittelasien heimisch, wurde dort vor Tausenden von Jahren bereits kultviert, gelangte als Kulturpflanze in die verschiedensten Teile Asiens und Europas, gelangte mit den Römern als Kulturpflanze u.a. nach Deutschland und wurde von der hiesigen Bevölkerung als Kulturpflanze übernommen. Die Pflanze wurde jeweils kultiviert und verwilderte zum gleichen Zeitpunkt, in Deutschland kommt sie seit mindestens 2000 Jahren neben dem Anbau auch wild vor). Oder welche Pflanzen auf welchen Wiesen zu welchem Zeitpunkt unter Berücksichtigung der Häufigkeit und des Zeitpunktes des Mähens und unter Berücksichtigung der verschiedenen Arten des Düngens wachsen. Aber weißt Du, ich denke, wir sind hier in einem Pilzforum.
Meine persönliche Intension ist, die wichtigsten oder die häufigsten Wildpflanzen die man beim Pilze suchen antreffen kann oder auch die, die von Usern angesprochen werden, mit den prägnantesten, wichtigsten Merkmalen im Allgemeinen vorzustellen und die wichtigsten Punkte vor allem der kulinarischen Nutzung, wenn möglich noch in Zusammenhang mit Pilzen, praxisnah darzustellen, Fragen zu beantworten und mein Spektrum der (kulinarischen) Nutzung durch die Erfahrungen anderer User zu erweitern.
Für alles Weitere, so denke ich ganz persönlich, ist ein Pilzforum vielleicht nicht so ganz der richtige Rahmen. Aber per PN können wir ja sehr gerne mehr in die Tiefe gehen und uns austauschen ![]()
Sollte ich mit dieser ganz persönlichen Ansicht falsch liegen, so bitte ich darum dies richtig zu stellen. ![]()
Liebe Grüße
Maria
P.S.: Zum Giersch kommt irgendwann noch ein Text, zur Melde und dem Weißen Gänsefuß sicher auch noch, beide vermutlich hier. Aber immer Eines nach dem Anderen - es ist schön wenn täglich etwas Neues zu den Pilzen zu lesen ist, zum Thema "Vorstellung neuer Wildkräuter" muss dies aber sicher nicht sein ![]()
[hr]
Alles anzeigen
Ein interessantes Thema, mit dem auch ich ziemlich eng verbandelt bin. Leider fehlt mir die Zeit, mich hier intensiver einzubringen, daher werde ich nur sporadisch auftauchen.
Jetzt beginnt die Zeit des Drüsigen Springkrauts (Impatiens glandulifera). Zwar lösen die Blätter und Stengel der Pflanze Übelkeit und Erbrechen aus, jedoch sind die Samen bedenkenlos zu verwerten und extrem lecker.
Man umschließt die reifen Samenkapseln vorsichtig mit der Hand und lässt sie darin "explodieren". Die grünen Teile der Schote liest man aus und ißt nur die Samenkörner. Diese erinnern im Geschmack an Walnüsse. Es ist egal, ob die Samen noch weiß oder schon dunkelbraun gefärbt sind. Um größere Mengen zu bekommen, beugt man die Pflanze in einen größeren Karton und schüttelt kurz. Die Samen sind roh oder geröstet verwendbar.
Das Drüsige Springkraut ist ein exterm invasiver Neophyt der kaum erfolgreich bekämpft werden kann. Im Gegensatz zu heimischen Pflanzen kann man guten Gewissens bei der Ernte die Stängel abknicken und/oder durch die Bestände laufen.
Allgemein kommen Wildkräuter und Früchte bei mir weniger in die Küche (Zeitmangel), als dass sie als bei meinen Wanderungen als leckerer Snack dienen.
Favoriten dabei: Das erwähnte Springkraut, Lindenblütenknospen und die verschiedenen Kressearten.
Hallo Ralf,
wie schön, noch jemand der sich auch für die Pflanzenwelt interessiert.
Das Drüsige bzw. Indische Springkraut ist eine der Pflanzen, mit der ich mich noch nicht sehr tiefgehend beschäftigt habe. Die Samen allerdings genieße ich sehr wohl, so wie Du sagst, als willkommener Snack für unterwegs :yumyum: . Die Samen sollen sehr inhaltsreich sein, eine genau Analyse habe ich mangels tiefgehender Recherche aber bisher nicht gefunden. Auch sollen die Blüten ein leckeres Gelee ergeben, angeblich
Hat da jemand mehr Erfahrungen? Mehr Kenntnisse?
Ralf, vor ein paar Tagen war ich mit Bekannten unterwegs - die kannten das Indische Springkraut nicht und waren ganz erstaunt wie hübsch die Blüte ist und wie groß es ist. Was meinst Du - könntest Du vielleicht Fotos machen, auch von den Samen, und die Pflanze hier kurz vorstellen? Also ich fände das toll ![]()
Liebe Grüße
Maria
[hr]
Alles anzeigen
Giersch mag ich geschmacklich gar nicht und kämpfe nur fortlaufend gegen die Ausbreitung. In Hungerzeiten, naja
Mentor, punkto Aussetzen und verhungern: Habe mich echt mal gefragt, ob man nur mit akut sammeln ohne Jagd überleben könnte. Im Herbst wohl schon,aber in den anderen Jahreszeiten dürften die Kalorien fehlen (selbst wenn man den Winter mit Frost ausnimmt).
Allgemein zu diesem Thema: Irgendwie sind wir ja jetzt doch bei Wildkräutern gelandet, siehe dazu: http://www.pilzforum.eu/board/…ritik-eventuelle-anregung .
Das Franzosenkraut kannte ich übrigens tatsächlich noch nicht- schöne Vorstellung
Hallo Safran,
diesen Thread hatte ich bisher noch gar nicht entdeckt - vielleicht zum Glück, denn sonst hätte ich wahrscheinlich erst gar nicht einfach so und frecher Weise mit diesem Thema angefangen
.
Liebe Grüße
Maria
P.S.: Zum Überleben nur mit Wildpflanzen hatte ich einmal etwas über Leute die das machen/probiert haben gelesen. Es geht, aber nur unter verschiedenen Voraussetzungen. Nur alleine mit "Grünzeug" und Früchten geht es nicht, man muss sehr viel Körner (Wildgräser), Wurzeln (z. B. Beinwell, Pastinak, Löwenzahn usw.), Samen (z.B. Springkraut, Brennnessel usw.) und Nüsse (z.B. Bucheckern usw.) essen.
Glückwunsch Maria!
Hier im Lkr. NEA war (zumindest heute) nix. Nur 2 Knollis. Aber es hat auch nicht wirklich viel geregnet.
Gruß; Jürgen
Hallo Jürgen,
da sieht man wieder einmal was 30 Kilometer ausmachen können - hier gibt es schon seit über zwei Wochen beinahe täglich Gewitter, Schauer, auch Starkregen, und die Wege sind zum Teil ziemlich matschig, die Wälder und Wiesen gut feucht. Eigentlich würde ich mir so langsam wieder etwas mehr Helligkeit (selbst der Löwenzahn fängt schon zum Blühen an weil wegen der ständigen dicken Bewölkung so wenig Licht durchkommt) und wieder einmal so richtig Sonne über den ganzen Tag wünschen.
Aber selbst bei gleichen Bedingungen reichen bei den Pilzen anscheinend nur ein paar Meter. Vorgestern haben wir nicht wirklich viel gefunden, gestern, nur ein paar Meter weiter (zwei Waldwege) wuchsen dann doch welche. Ich drücke Dir die Daumen, dass Du auch noch fündig wirst und vielleicht sogar auch nur zwei Waldwege weiter ![]()
Liebe Grüße
Maria
Schöne Pilze habt Ihr gefunden! Und die Fotos sind auch toll.
Verratet Ihr uns das Rezept für den richtig lecker aussehenden Pfifferlingssalat mit wilder Rauke? Da habe ich ziemlich viel davon erntereif im Garten und die Pfifferlinge kommen gerade bei uns auch wieder ....
Liebe Grüße
Maria
Pilze sind unergründlich was ihr Wachstumsverhalten angeht
Gestern fanden Jan, seine Freundin und ich kaum sammelbare Speisepilze. Heute, im selben Wald, nur zwei Waldwege weiter, fand ich nun eine ganze Reihe der unterschiedlichsten Pilze.
Gesehen habe ich etliche jeweils ganz junge Gallenröhrlinge, Scheidenstreiflinge, Knollenblätterpilze, "Zwergenfeuer", neben den alten nun auch ganz junge Täublinge, das selbe gilt für die Samtfußkremplinge, ganz junge Perzlpilze (vermutlich) und verschiedene weitere junge Pilze deren Namen ich nicht kenne oder die ich noch nicht bestimmen konnte, da sie für mich noch zu klein sind. Gesammelt habe ich Rotfußröhrlinge, Hainbuchenröhrlinge, Maronen und Pfifferlinge.
Jan: Ich habe Euch gestern eigentlich meine Lieblingsstrecke gezeigt. Wenn ich geahnt hätte, dass nur zwei Wege weiter "die Post abgeht" (naja ganz so war es auch nicht
), dann wären wir gestern einfach dort gelaufen.
Hier der heutige Fund - noch nicht allzu viel, aber die Saison beginnt ja gerade erst.
Liebe Grüße
Maria
P.S.: Die Fachleute werden erkennen, dass auf dem Foto auch ein Samtfußkrempling zu sehen ist - zwei kleine Exemplare habe ich für ein neues Experiment ebenfalls mitgenommen. ![]()
Alles anzeigen
Hallo zusammen
Habe mich soeben hier registriert und werden dann schon bald meine erste Frage stellen.
Ich bin erst seit letztem Jahr ein "Pilzler". Ich bin sehr begeistert von diesem neuen Hobby obwohl ich es nicht tagtäglich betreiben kann.
Meine Jagdgebiete sind im Berner Oberland (ja genau ein Schweizer). Bis anhin fühle ich mich noch nicht bei sehr vielen Pilzen sicher: Toten Trompeten, Steinpilze, Eierschwämme, Habichte und Kraterellen gehören dazu.
Heute habe ich (vermutlich) meinen ersten Parasol gefunden, das möchte ich aber hier noch abklären.
Beste Grüsse aus Iseltwald am Brienzersee
Hallo "schpootnik"
ein herzliches Willkommen!
Ich bin auch noch nicht sehr lange hier im Forum, was mir aber schon aufgefallen ist, dass sich sehr viele "Neue" nicht vorstellen. Um so schöner finde ich, Dass Du dies tust ![]()
Viel Spaß mit den Pilzen und hier im Forum.
Maria
Hallo,
heute, bei einem sehr schönen Ausflug mit Jan und seiner Freundin, hat diese eine ganze Reihe eines uns unbekannten Pilzes entdeckt. Ich habe diesen Pilz hier im Forum zwar schon gesehen, finde diese aber ohne Namen nun nicht mehr. Was ist das?
Als ich den Pilz des ersten Fotos berührte bewegte sich dieser in der Mitte tatsächlich und ich sagte ziemlich erschrocken zurück zuckend tatsächlich "Huch - der bewegt sich ja!" ![]()
(Er war, wahrscheinlich durch die Berührung, etwas aufgegangen und Sporen entwichen)
Vielen Dank schon einmal.
Liebe Grüße
Maria
Danke für eure Antworten! Mein Blick scheint langsam aber sicher besser zu werden.
Stefan: Ja, die Aufnahmen sind bei Kunstlicht (Halogen) entstanden, aber ich hab extra einen manuellen Weißabgleich auf die graue Pappe gemacht. Sprich, die Pilze sehen hier auf dem Tisch so aus wie auf dem Foto. Und ja, einer der drei Laubbäume stand bestimmt in direktem Umfeld der Pilze. Ich weiß nur gerade nicht mehr welcher. Einige Meter entfernt standen jedenfalls Hainbuchen.
Hallo Jan,
soweit ich mich erinnere stehen in unmittelbarer Nähe der Fundstelle Kiefern und Hainbuchen, in ein paar Metern Entfernung Fichten und einige wenige Buchen sowie weitere kleinere Laubbäume bzw. Sträucher, sofern dies für die Bestimmung weiterhilft.
Ja, der kleine Ausflug heute war sehr schön
und ich hoffe, ihr könnt Euch all die Stellen merken die ich Euch gezeigt habe. Das nächste Mal hoffentlich mit etwas mehr Speisepilzen
aber dies ist in diesem Wald zur passenden Zeit überhaupt kein Problem.
Liebe Grüße
Maria
P.S.: Der Stiel war weiß - habe ich auch so gesehen
Hey IhrAlso bei den ganzen Wildpflanzen sammle ich auch mal gerne das eine oder andere
Vieles kenn ich aber auch nicht alles... zu mir haben sie immer gesagt das man mich aussetzen könnte, ich würde nicht verhungern weil ich das meiste kenne was am Wegesrand wächst...nun ja...kommt durch Oma und Opa und das ich eher mehr als weniger auf einem großem landwirtschaftlichen Betrieb aufgewachsen bin der auch über eigenen Wald verfügt...und wie das so früher war wurden wir als kleine Jungs auch schon immer mit in den Wald geschleppt....so habe ich natürlich viele Sachen mit der "Muttermilch" sozusagen kennen gelernt
Den Giersch in meinen Garten bekämpfe ich nur noch sporadisch..meistens landet der mit im Salt..aber nicht soviel...ich finde ihn sonst zu streng vorschmeckend...Und lecker Brennnessell und so findet sich da auch mal ganz gerne wieder
Allerdings lege ich davon kaum mal Wintervorräte an sondern verwende eher das was die Jahreszeit eben gerade hergibt
Hallo Mentor,
wie schön ![]()
Ohje - Giersch im Garten - meinen Glückwunsch
Bekämpfen kann man den kaum, die einzige Möglichkeit ist ständig die jung nachgewachsenen Blättchen zu ernten und ihn nicht groß werden zu lassen, dann verliert er nach und nach an Wuchskraft, geht zurück und verschwindet dann irgendwann - nach vielen, vielen Jahren des kontinuierlichen Erntens
.
Ich verwende ihn übrigens auch nur eher sparsam und nur gezielt, für mich schmeckt er ein wenig nach Suppengrün und das würde ich persönlich jetzt auch nicht als Gemüse, Püree oder ähnliches pur essen. Aber der Geschmack ist ja bekanntlich sehr verschieden ![]()
Liebe Grüße
Maria
Gestern Abend googelte ich noch ein wenig nach deutschsprachigen Rezepten zum Franzosenkraut. Auf den ersten Blick meint man eine Fülle von Rezepten zu finden, stellt dann aber fest, dass dem nicht so ist, dass sich die wenigen unterschiedlichen Rezepte doch ziemlich ähneln
Deshalb nachfolgend einige Anregungen zur Verwendung des Franzosenkrautes.
Herantasten an ein neues Wildgemüse
Grundsätzlich empfehle ich bei Wildgemüse dessen Geschmack man noch nicht kennt, dieses erst einmal in kleiner Menge auszuprobieren. Gut geeignet ist hierfür folgender Weg: Etwas Butter in einen Topf, etwas gewaschenes Wildkraut dazu, kurz dünsten, leicht salzen, Geschmackstest machen. So hat man am Besten den Eigengeschmack der Pflanze und kann dann überlegen, wozu es am Besten passen würde.
Franzosenkraut als Salat
Probiert einfach ein frisches Blatt des Franzosenkrautes. Es schmeckt wie Kopf-Salat, ist allerdings kräftiger in der Konsistenz, so wie Kopf-Salat eigentlich sein sollte. Ansonsten wie Kopf-Salat zubereiten - der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt.
Franzosenkraut als Gemüse, Spinat, Soße, Emulsion, ....
Ich persönlich finde, dass das Franzosenkraut sehr gut zu Fisch, auch einigen Meeresfrüchten, und Hähnchen passt und natürlich zu Kartoffeln.
Das Grundrezept ist denkbar einfach: Zwiebeln in Butter anschwitzen, gewaschenes (bei rein gedünstetem Wildgemüse ganzes) Franzosenkraut zugeben, dünsten, salzen.
Für Püree, z.B. zu Seezunge oder Lachs :yumyum: : Zwiebeln in Butter anschwitzen, gehacktes Franzosenkraut zugeben, mit Sahne ablöschen, pürieren, abschmecken.
Grünes Franzosenkraut-Kartoffelpüree: Mehlige Kartoffeln weich kochen, durch die Kartoffelpresse drücken oder stampfen, Franzosenkrautpüree wie oben beschrieben zugeben, vermengen. Schmeckt gut, neben Fisch auch zu Hähnchen, Hase usw.
Franzosenkraut mit Sahnesoße: Franzosenkraut im Ganzen kurz in Salzwasser blanchieren. Sahne und etwas Hühnerbrühe erhitzen, abschmecken, mit dem Stabmixer aufschäumen. Franzosenkraut auf den Teller geben, die aufgeschäumte Sahnesoße darüber geben. Passt wunderbar z.B. zu Ravioli mit Ricotta-Füllung.
Risotto mit Franzosenkraut: Risotto-Reis nach Anweisung mit Brühe kochen, zum Schluss Butter und Parmesan unterrühren. Der Risotto sollte sehr cremig sein. Das frische Franzosenkraut im Entsafter entsaften, Saft anderweitig verwenden. Man kann das Franzosenkraut aber auch einfach nur pürieren. Franzosenkraut unter den Risotto mischen, abschmecken. Dazu z.B. Garnelen, Fisch, Trompetenpfifferlinge (diese direkt mit dem Risotto vermengt), ...
Zu den Mengen
Franzosenkraut ist mild und angenehm im Geschmack und übertrumpft die anderen Zutaten nicht. Man kann und sollte daher ruhig größere Mengen verwenden. Beim Franzosenkraut-Kartoffel-Püree kann das Mengenverhältnis zwischen Kartoffel und Franzosenkraut durchaus halbe-halbe sein, um nur ein Beispiel zu nennen.
Franzosenkraut-Paste
Die Franzosenkraut-Paste ist beinahe universell einsetzbar, für Spinat, Soßen, Emulsionen, Suppen, Salatsoßen ...Vermischt mit z.B. Mayonnaise passt sie wunderbar zu Kartoffelsalat um nur noch eine Möglichkeit zu nennen. Rezept: 100 g frisches Franzosenkraut, 1 - 2 EL Meersalz, ca. 200 ml Sonnenblumenöl (oder anderes geschmacksneutrales Öl) pürieren. In Schraubgläser füllen und mit einer dünnen Ölschicht versiegeln. Diese Paste ist mindestens 1 Jahr haltbar und kann in kleinen Portionen natürlich auch zu Pesto weiter verarbeitet werden (Vorteil: Pesto ist nur sehr begrenzt haltbar, die Paste sehr lange).
Franzosenkraut getrocknet
Getrocknetes Franzosenkraut passt sehr gut zu Kartoffelsuppen und Eintöpfen. Traditionell wird es in den letzten 10 Minuten vor Fertigstellung des Gerichtes im Ganzen mit gekocht und dann aus dem Gericht wieder entfernt.
Hier noch zwei Links auf Spanisch, die ich demnächst vielleicht einmal ausprobieren werde, für weitere Inspirationen:
Blätterteigröllchen gefüllt mit Hähnchen und Franzosenkraut (mit einem schönen Foto) Link
Reis-Röllchen mit Franzosenkraut im Sushi-Stil (mit einem tollen Video zur Zubereitung) Link
(Bei Bedarf kann ich die Rezepte natürlich übersetzen)
So, dies waren nun einige wenige Anregungen. Leider habe ich keine Fotos dazu. Ich fände es toll, wenn Ihr Eure Gerichte, Eure Erfahrungen, vielleicht sogar mit Fotos, beisteuern könntet.
Liebe Grüße
Maria
Alles anzeigen
Huhu Maria,
neeeeee bei mir im Garten.................kann man Unmengen davon ernten. Nicht weg zu kriegen.
Kann es sein, dass es die Rotfleckenkrankheit bei Erdbeeren begünstigt? Weil......unsere Erdbeeren sind mit dieser Krankheit behaftet. Und.......es wächst mit Vorliebe genau dort.
Ich spritze schon immer Kupfermittel und Antipilzmittel. Diese Krankheit ist sooooo unendlich hartnäckig. Und der Ertrag leidet ja auch darunter. Es frustet so.
Liebe Nachtgrüße
Heidi
Hallo Heidi,
dies weiß ich leider nicht. Vor einigen Jahren haben australische Wissenschaftler die Auswirkungen des Franzosenkrautes auf Kulturpflanzen wissenschaftlich untersucht und dabei unter anderem festgestellt was ich schon geschrieben habe. Bei Kohl ist eine Ertragsminderung um 10 Prozent, beim Tomatenwachstum um 23 Prozent. Vielleicht findet man die Gesamtarbeit irgendwo im Netz um nachlesen zu können, ob da auch etwas zu Erdbeeren zu finden ist.
Vor vielen Jahren hatten dies meine Erdbeeren auch. Ich hatte damals einige Jahre lang in mühevoller Arbeit immer wieder alle befallenen Blätter entfernt (nicht in den Komposter werfen!) und zwischen die Erdbeeren Zwiebeln und Knoblauch gepflanzt. Zufällig siedelte sich dann auch noch der Bärlauch dort an. Um den Ertrag zu steigern ließ ich dann im Frühjahr auf dem Erdbeerbeet den Löwenzahn blühen bevor ich ihn jätete. Jedenfalls verschwand die Krankheit und der Ertrag stieg - Gott sei Dank!
Liebe Grüße
Maria
Franzosenkraut / Knopfkraut
Kleinblütiges Franzosenkraut (Galinsoga parviflora), Behaartes Franzosenkraut (Galinsoga ciliata)
Ich denke, beim Franzosenkraut kann man von einem richtigen Unkraut sprechen, einem Unkraut, das es in verschiedener Hinsicht in sich hat.
Kleinblütiges Franzosenkraut (Galinsoga parviflora)
Behaartes Franzosenkraut (Galinsoga ciliata)
Beheimatet ist das Franzosenkraut in der Andenregion Südamerikas und von dort aus startete es vor rund 200 Jahren seinen Eroberungszug. Mitlerweile ist es weltweit als kaum zu bekämpfendes Unkraut massenhaft zu finden. Nach Nordamerika kam es mit den Bananentransporten - zunächst nur entlang der Bahngleise, mitlerweile findest man es überall. Nach Europa gelangte das Franzosenkraut zunächst als botanische Rarität, man nannte es das Peruanische Gänseblümchen, in den botanischen Garten von Paris. Um 1800 verwilderte es dort. Anfang des 19. Jahrhunderts begann aber auch der Vormarsch der französischen Truppen in Paris Richtung Osten. Die Samen des Franzosenkrautes, die sich gerne an Schuhe, Kleidung, Fell haften, marschierten mit. Im Gegensatz zu Napoleon gelang dem Franzosenkraut die Eroberung Europas und noch weit darüber hinaus mühelos und dauerhaft. Die Bevölkerung erkannte, dass das neue, unbekannte Kraut mit den französischen Truppen gekommen war und nannte es deshalb folgerichtig Franzosenkraut, Soldatenkraut oder auch Knopfkraut, da die Blüten der Form der französischen Uniformknöpfe ähnelten. Dieser Siegeszug des Franzosenkrautes ist übrigens in Deutschland und in Nordamerika recht genau dokumentiert, aber dies würde jetzt hier zu weit führen.
Das Franzosenkraut liebt stickstoffhaltigen Boden und zeigt gute Nährstoffversorgung und gute Humusversorgung des Bodens an. Es wächst gerne auf Äcker und im Garten.
In der Landwirtschaft und im Garten aber ist das Franzosenkraut nicht unbedingt gut für verschiedene Kulturpflanzen. Es ist Zwischenträger für Tomatenwelke, Gurkenmosaikvirus, Asternwelke usw. und es verringert das Wachstum vieler Kulturgemüse entscheiden, bei Bohnen z.B. 50 Prozent. Ergo - entfernen und zwar am Besten bereits vor der Blüte. Mit Blüten nicht in den Komposter geben und nicht als Mulch auf den Beeten liegen lassen, denn auch die unterentwickelten Samen (und jede Blüte hat durchschnittlich 24 Samen) keimen zu 90 Prozent wieder. Ohne Blüten ist das Franzosenkraut eine hervorragende Kompostpflanze.
In Lateinamerika, speziell Kolumbien, hingegen wird das Franzosenkraut angebaut und, wie bei uns die Petersilie, überall verkauft.
Das Franzosenkraut ist auch eine Heilpflanze - in der modernen Phytotherapie Kolumbiens wird z.B. ein Mazerat gegen bestimmte Beschwerden des Magen-Darm-Traktes hergestellt und auch in Deutschland wurde durch die Staufen-Pharma ein homöopathisches Präparat gegen Krebserkrankungen vertrieben (mittlerweile aus wirtschaftlichen Gründen vom Markt genommen).
Kulinarisch ist das Franzosenkraut sehr vielseitig. In Kolumbien erhält eines der traditionellsten Gerichte, Ajiaco (Kartoffel-Mais-Hähnchen-Eintopf), erst seinen typischen Geschmack durch das Würzkraut Guascas, so heißt das Franzosenkraut in Kolumbien. In Mexico und auch Südostasien wird das Franzosenkraut wiederum gerne als Salat oder als Gemüse gegessen. Weltweit hält seit einigen Jahren das Franzosenkraut nun Einzug in die neue innovative Küche, auch in Deutschland. "So sollte grüner Salat schmecken" meinte vor einigen Jahren ein bekannter deutscher Gourmetkoch.
Das erstaunliche am Franzosenkraut ist, dass sich bei jeder Zubereitungsart ein anderer Geschmack entwickelt. Frisch und unerhitzt schmeckt es wie eben Salat schmecken sollte, gekocht entwickelt es einen leicht eigenwilligen aber sehr guten Geschmack der die anderen Zutaten nicht überdeckt sondern sich harmonisch einfügt. Noch einmal etwas anders schmeckt das Franzosenkraut getrocknet - hier passt es hervorragend eben zu Kartoffelsuppen und ähnlichem.
Verwendung findet es beinahe universell: Salat, Salatkraut, Gemüse, Spinat, Soße, Paste, Pesto, Würzkraut, Getränke usw. Rezepte findet man im Internet, allerdings bitte nicht die deutschsprachigen Rezepte des Ajiacos nachkochen - die stimmen in der Regel nicht so wirklich. Gerne kann ich eine deutsche Übersetzung, des richtigen Ajiacos hier einstellen, auch andere Übersetzungen z.B. "Franzosenkraut-Reisröllchen mit Hähnchen und Avocado im Sushi-Stil". Verwendet werden übrigens beide Franzosenkrautarten, speziell für den Salat ist allerdings das kleinblütige Franzosenkraut dem behaarten vorzuziehen.
Häufig wachsen beide Franzosenkrautarten nebeneinander
Die Inhaltsstoffe des Franzosenkrautes können sich übrigens auch sehen lassen. Nachfolgend jeweils pro 100 g essbaren Anteils
Franzosenkraut Kopfsalat Endivien Feldsalat
Vitamin C (in mg/100g) 125 13 10 35
Provitamin A (Carotin) (in 1/1000 mg/100g) 595 130 190 650
Ca (in mg/100g) 410 37 54 35
Fe (in mg/100g) 14,0 1,1 1,4 2,0
Mg (in mg/100g) 56 11 10 13
P (in mg/100g) 56 33 54 49
K (in mg/100g) 390 224 346 421
Wasser 87,8 95,0 94,3 93,4
(Quelle: AID)
Also - auf dem Weg vom Pilze suchen im Wald nach Hause noch schnell am Acker(rand) den äußerst gesunden und schmackhaften Salat als Beilage zu den Pilzen pflücken ![]()
Liebe Grüße
Maria
Es versteht sich von selbst, dass man Pflanzen, genau wie Pilze auch, nur dann sammelt und verwendet, wenn man sich mit der Bestimmung dieser Pflanzen zu hundert Prozent sicher ist!
Noch ein kleiner Hinweis: Der wuchert enorm- unkrautartig, zumindest, wenn er sich wohlfühlt. Bei uns wächst der auch zwischen den Gehwegplatten - eigentlich wächst der überall.
Ja
dies kann ich nur bestätigen
bei mir wächst es auch überall. Wenn die Hauptblüte vorbei ist werde ich wieder einmal kräftig die Wurzeln rausreißen müssen um die Pflanze zumindest etwas im Zaum zu halten.
Es tut sich etwas ....
Vor zwei Tagen noch war der Wald so gut wie leer, heute fand ich ein reges Wachstum vor, allerdings überwiegend noch zu klein zum sammeln.
Gesehen habe ich winzig kleine Trompetenpfifferlinge, winzig kleine Gallenröhrlinge, etliche Pilze die sich gerade durch den Boden schieben bei denen für mich aber noch nicht zu erkennen war was das einmal wird, etliche schöne kleine Rotfußröhrlinge ebenso wie Maronen, ganz kleine Pfifferlinge, junge kleine Samtfußkremplinge wobei die "Methusalems" überwiegen .... Insgesamt ergab sich mit den Rotfußröhrlingen und den Maronen dann doch eine schöne Mahlzeit allerdings nur für eine Person.
Vielleicht, sofern das Wetter passt, in zwei/drei Tagen ... wir werden sehen wie viele und welche Pilze dann wachsen ![]()
Einige schöne kleine Maronen, diese hier war die größte
Ganz kleine Trompetenpfifferlinge
Schöne kleine wurmfreie Rotfußröhrlinge
Exemplarisch für die Pilze die sich gerade anfangen zu zeigen. Ich vermute, dass dies ein Scheidenstreifling sein könnte
Direkt den Weg entlang fand ich lauter gelbe und creme-weiße Pünktchen - Gelberle - die aber erst noch ein wenig wachsen müssen
Liebe Grüße
Maria
Alles anzeigen
Hallo an Alle,
dieses, wie ich finde interessante Thema, möchte ich gerne wieder einmal ein wenig ins Bewusstsein rücken
Neumond war am 07.07., Vollmond am 20.07..
Bei zunehmenden Mond, also in der Phase zwischen dem 07.07. und dem 20.07. in der laut der Theorie die Pilze vermehrt wachsen, herrschte zumindest in meiner Region große Trockenheit - die Folge waren sehr wenige Pilze.
Bei abnehmenden Mond, also in der Phase ab dem 20.07. in der laut der Theorie weniger Pilze wachsen sollen, herrschte zumindest in meiner Region optimale Bedingungen für ein Pilzwachstum - das Resultat sind fast noch weniger Pilze als in der Trockenphase.
Der nächste Neumond ist nun am 02.08. - ab da sollen laut der Theorie die Pilze wieder vermehrt wachsen sofern natürlich alle anderen Bedingungen passen.
Wie sind Eure Erfahrungen und Beobachtungen in den letzten Wochen?
Liebe Grüße
Maria
Hallo,
heute Nacht war Neumond, bis zum 18.08. nimmt der Mond nun wieder zu.
Ich gehe in der Regel in ein größeres Waldgebiet ganz in meiner Nähe und habe dort drei verschiedene "Runden" bei denen ich aus jahrelanger Erfahrung in etwa weiß, welche Pilze (auch wenn ich viele dieser Pile namentlich nicht kenne
) dort wo und in etwa wann wachsen. Unterwegs bin ich normalerweise durchschnittlich um die 2 Stunden. In der letzten Zeit habe ich zunehmend weniger Pilze gefunden, mit Ausnahme der Pfifferlinge, und wenn, dann waren diese meistens schon älter. In den letzten paar Tagen habe ich nun kaum noch Pilze gesehen, vorgestern drei alte Täublinge, zwei weiße Pilze die gerade anfingen sich durch die Erde zu schieben, Uralt-Methusalems der Samtfußkremplinge und dies war es dann auch schon fast. Das Wetter der letzten 2 Wochen war für Pilzwachstum eigentlich optimal und ist es nach wie vor.
Wie war es bei Euch in der letzten Zeit? Welches Wetter lag bei Euch vor und welche Beobachtungen in Bezug auf Pilzvorkommen konntet Ihr machen?
Liebe Grüße
Maria
Hallo abeja,
ja, Du hast vollkommen Recht wenn du schreibst "Nur gerade die frischen kleinen Blättchen, die sind am schwierigsten, und da wird man mit den normalen Bestimmungsbüchern auch scheitern ....". Ich habe mir da vor Jahren das sehr gute Bestimmungsbuch "Ackerunkräuter und Ackerungräser rechtzeitig erkennen" gekauft. Schau Mal, hier kannst Du Dir einen kleinen Eindruck von diesem Buch machen.
Zitat: "Melde kenne ich aus dem Garten (der Großeltern früher), wild , d.h. verwildert noch nie über den Weg gelaufen. Es soll sich immer um verwilderte Kulturpfl. handeln."
Deine Annahme ist genau umgekehrt. Melden (es gibt verschieden Arten) kommen weltweit vor. Sie sind, soweit ich weiß, mit eine der ersten Pflanzen die schon in der Frühzeit zunächst gesammelt und dann später angebaut wurden. Bei uns wurden sie lange Zeit angebaut bis der Spinat kam - dieser löste die Melde im Garten bzw. der Landwirtschaft dann weitgehend ab.
Zum Giersch: Ich habe vor demnächst einmal etwas über den Giersch zu schreiben, die Fotos habe ich zum größten Teil schon. Ich vermute, dass Du die mittleren Blätter probiert hast, denn die glänzenden, hellgrünen jungen Blätter sind immer ganz zart und weich. Aber auch die mittleren und die älteren Blätter, die Blüten und die Samen sind kulinarisch hervorragend nutzbar, man muss nur wissen wie. Kommt aber noch ![]()
Zitat: "Jedenfalls werden die "artenarmen" Wiesen (auf ähnlichem Boden, in ähnlicher Höhenlage, in ähnlicher Hanglage, vielleicht etwas feuchter) häufiger gemäht und da wird auch Gülle gefahren (überall keine Beweidung)."
Alleine durch das häufige Mähen hast Du ja schon die Erklärung für eine relative Artenarmut - da schaffen es, je nachdem wie oft gemäht wird, nur relativ wenige Pflanzen. Und wenn dann noch Gülle ausgefahren wird, schaffen es nur noch ganz bestimmte Pflanzen und die Artenvielfalt verringert sich noch einmal.
Und die Wiese mit der Herbstzeitlose ist mit ziemlicher Sicherheit eine feuchte Wiese und da wächst halt kein Wiesensalbei und Co. Dafür gibt es eben andere Pflanzen, allerdings meist mit weniger auffallender typischer Wiesen-Blütenpracht.
Mir schmecken die Blütenknospen der Wegericharten in den verschiedensten Zubereitungsarten auch sehr gut :yumyum:
Liebe Grüße
Maria
Sorry dass ich dies gerade vergessen hatte - Deinen Thread über die Seychellen werde ich mir in aller Ruhe und etwas Zeit unheimlich gerne ansehen und durchlesen - danke dafür, so etwas gefällt mir immer und interessiert mich immer ![]()
Alles anzeigen
Meine Damen, bitte keine Panik, die Saison geht ja erst los!![]()
Die einzelnen Gewitter im Rhein-Main-Gebiet konnten die Trockenheit nicht auffangen , aber der jetzige Regen, der ja die nächsten Tage noch anhalten soll, wird Steini und Co. schon rauslocken.![]()
Allerdings denken Viele: "Regen in der Nacht, am nächsten Tag Pilze nach Hause gebracht"![]()
Dem ist aber nicht so! Ich persönlich werde frühestens am kommenden Sonntag mal an meinen Stellen nachschauen und "tarne" das Ganze als Familienausflug, da wir zurzeit eigentlich Anderes im Sinn haben.;)
Viele Grüße
Wolfgang
Hier trauen die Pilze offensichtlich dem reichlichen Regen der letzten zwei Wochen und den schwülwarmen Temperaturen in den letzten zwei-drei Wochen nicht so recht und dachten sich wohl "Da bleib ich lieber noch ein wenig in Deckung
Seit mindestens zwei Wochen herrschen hier eigentlich optimale Bedingungen fürs Pilzwachstum und eigentlich müssten, angepasst an die Jahreszeit, Pilze da sein. Sind sie aber nicht! Vielleicht liegt es ja doch am Mond - heute ist Neumond ![]()
Ist irgendwie schon interessant wie unterschiedlich die Berichte sind - findet Ihr nicht auch?
Liebe Grüße
Maria
Vielleicht sind die ja zum Pilzlehrgang "How to grown more efficient!" oder in Brasilien um bei der Olympiade dabei zu sein.
Vielleicht streiken sie auch. Ist Wasser bei euch teurer geworden ?
![]()
![]()
Ich kugle mich gerade vor Lachen
Hallo Heidi,
es tut richtig gut zu lesen, dass es in anderen Gegenden genauso aussieht wie hier ![]()
Ich war gestern mal kurz in meinem Lieblingswald bei Erlangen - genau das gleiche Bild wie Du es beschrieben hast! Das Gute daran ist - es kann nur besser werden ![]()
Liebe Grüße
Maria
Super Heidi,
und auf dem 2. Foto sieht man auch den rötlich angelaufenen Stengel mit seiner feinen Behaarung sehr schön.
Liebe Grüße
Maria
wenn es Dir recht ist, dann könnte ich ja Dost bei uns im Garten mal fotografieren, dann haben wir Bilder davon.
Hallo Heidi,
dies wäre super wenn Du Fotos einstellen kannst. Ich habe zurzeit nur eine ganz schlechte und auch noch geliehene Kamera - gute Fotos, vor allem von sich im Wind bewegenden Pflanzen oder Nahaufnahme lassen sich damit kaum machen.
Im übrigen - dies ist doch nicht mein Thread sondern UNSER Thread. ![]()
Liebe Grüße
Maria
Hallo Heidi,
wie schön, dass Dir die Idee auch gefällt. Gerne bin ich bereit meinen Teil dazu beizutragen, eigentlich dachte ich aber eher an eine Art Gemeinschaftsarbeit ![]()
Franzosenkraut? Du lieber Gott.......daran darf ich gar nicht denken. In meinem Garten zu Hauf. Und ich werde dem nicht Herr. Es sprießt an allen möglichen und unmöglichen Stellen.
Ich muß eine Entscheidung treffen. Garten oder Pilze........beides zur gleiche Zeit.......für mich gerade nicht schaffbar. Hat jemand Lust in meinem Garten dieses Franzosenkraut zu"ernten"? Der sei herzlich willkommen. Und.......er darf mitnehmen, was er möchte. Ehrlich gemeint.
Du wirst lachen, aber heute morgen überlegte ich wirklich ob ich in dem neuen Thread mit dem Franzosenkraut oder mit dem Dost anfange. Mangels Fotos des behaarten Franzosenkrautes (Galinsoga ciliata), ich habe zurzeit nur welche vom kleinblütigen Franzosenkraut (Galinsoga parviflora), habe ich mich dann für den Dost entschieden. Stelle doch das Franzosenkraut einfach in den neuen Thread
oder warte noch ein wenig bis ich Fotos habe ![]()
Vorab schon einmal für Dich: Das Franzosenkraut ist zwar eine wirklich tolle, vielseitig verwendbare und wohlschmeckende Pflanze die in einigen Ländern Lateinamerikas angebaut wird, im Garten aber ist sie nicht unbedingt gut für verschiedene Kulturpflanzen. Sie ist Zwischenträger für Tomatenwelke, Gurkenmosaikvirus, Asternwelke usw. und sie verringert das Wachstum vieler Kulturgemüse entscheiden, bei Bohnen z.B. 50 Prozent. Ergo - entfernen und zwar am Besten bereits vor der Blüte. Mit Blüten nicht in den Komposter geben und nicht als Mulch auf den Beeten liegen lassen, denn auch die unterentwickelten Samen (und jede Blüte hat durchschnittlich 24 Samen) keimen zu 90 Prozent wieder.
Wenn das Thema Franzosenkraut erscheint, kann ich ja einige Rezepte und Möglichkeiten der weiteren Verwendung aufführen. Und ansonsten - vielleicht kennst du ja Kolumbianer. Dann frage die einmal nach Guascas, so heißt das Franzosenkraut in Kolumbien. Nicht wenige Kolumbianerinnen bzw. Läden mit lateinamerikanischen Lebensmitteln importieren Guascas für nicht wenig Geld getrocknet aus Kolumbien.
Liebe Grüße
Maria
