Beiträge von Maria

    Hallo an Alle,


    ich habe mir einmal ein paar Gedanken gemacht, wie man dies gliedern könnte.


    Ausgegangen bin ich von der Überlegung wer vielleicht hier im Forum nach Wildpflanzen suchen könnte, wann und warum.


    Da gibt es einmal die User, die sich sowieso schon mit Wildpflanzen beschäftigen. Wann denkt man in einem Pilzforum daran zu einer dieser Wildpflanzen etwas zu posten? Ich glaube dann, wenn man diese Pflanzen gerade verarbeitet, also wenn man sie sammelt.


    Dann gibt es die User, denen eine Pflanze bei einer Pilzsuche aufgefallen ist und die dazu etwas wissen möchten. Auch hier wieder, wenn die Pflanze aktuell vorhanden ist.


    Auch die User, die aus weiteren Gründen nach Wildpflanzen suchen, werden dies wahrscheinlich in der Regel dann tun, wenn diese Pflanze aktuell wächst.


    Also bietet sich eine Unterscheidung nach Zeitpunkt an. Viele der Pflanzen gibt es aber nicht nur in z.B. einem Monat, sondern über einen längeren Zeitraum, selten aber über das ganze Jahr. Und auch bei denen, die man das ganze Jahr über findet und sammeln kann, gibt es Hochzeiten. Und so habe ich mir überlegt, dass man vielleicht vier verschiedene Threads machen könnte:


    • Wildpflanzen beim Pilze suchen im Januar, Februar, März


    • Wildpflanzen beim Pilze suchen im April, Mai, Juni


    • Wildpflanzen beim Pilze suchen im Juli, August, September


    • Wildpflanzen beim Pilze suchen im Oktober, November, Dezember


    In der Hoffnung, dass Ihr dies ähnlich seht, habe ich einmal hier mit der ersten Pflanze, die zudem bisher bereits mehrfach genannt wurde, angefangen.


    Liebe Grüße


    Maria

    Dost (Origanum vulgare)


    Zwischen Juli und September begegnet man in ganz Europa dieser hübschen Pflanze in der Blühte.


    Dost ist eigentlich eine Gattung zu der z.B. auch der Majoran und der Oregano gehören, im deutschsprachigen Raum wird damit aber landläufig der Wilde Oregano gemeint. Dost gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und wird ungefähr 20 bis 50 cm hoch. Die oft rötlich angelaufenen, vierkantigen und leicht behaarten Stengel der ausdauernden, krautigen Pflanze wachsen meist aufrecht. Wenn die Pflanze genug Platz hat, bilden sich in den Blattachseln zahlreiche Seitentriebe. Die Blätter sitzen kreuzgegenständig, sind eiförmig, spitz. Die Blütenstände der rosa- bis weinrot-farbenen Blüten sind rispig-trugdoldig. Charakteristisch ist der herb-aromatische Geruch und Geschmack.


    Dost bevorzugt warme Standorte und besiedelt gerne trockene und lichte Wälder, wie Eichen- und Kiefernwälder oder Schneeheiden-Kiefernwälder, Gebüsche an Weg- und Waldrändern, sonnige Hänge und Hecken oder Mager- und Trockenrasen.


    Dost wird seit alters her sowohl in der Küche als auch als Medizinpflanze genutzt. Auch ranken sich viele "abergläubische"? Geschichten um den Dost. Gute und kurz zusammengefasste Informationen dazu findet man z.B. hier und hier.


    Man sammelt bzw. verwendet die Blätter und die Blüten.


    Leider sind die Fotos nicht optimal aber andere habe ich aber mangels guter Kamera zurzeit nicht.



    Ich persönlich verwende Dost sehr gerne frisch oder getrocknet für alle Gerichte in denen auch Oregano Verwendung findet, verwende ihn also eigentlich universell für fast alles. Auch für (Misch-)Tee trockne ich jedes Jahr eine schöne Portion. Die frischen Blüten (die man natürlich mit kocht bzw. mit trocknet) sind außerdem eine hübsche Dekoration auf verschiedenen Speisen.


    Wie verwendet Ihr den Dost?


    Liebe Grüße


    Maria


    Es versteht sich von selbst, dass man Pflanzen, genau wie Pilze auch, nur dann sammelt und verwendet, wenn man sich mit der Bestimmung dieser Pflanzen zu hundert Prozent sicher ist!


    Ich finde die Idee gut die Pflanzenarten vielleicht auch in separate Threads zu stellen.


    Hallo Stefan,


    wie meinst Du dies genau? Also für jede Pflanze einen eigenen Thread z. B. hier unter dem Menüpunkt "Offtopic" oder einen neuen Menüpunkt z.B. "Wildpflanzen beim Pilze suchen" unter den dann die einzelnen Threads gestellt werden können? Das Letztere fände ich persönlich übersichtlicher.


    Ich hatte Dir ja schon geschrieben dass ich leider, leider nur die gängigsten Süßgräser kenne aber dies ist eben nur ein Minibruchteil innerhalb dieser enorm großen Familie. Aber vielleicht findet sich hier jemand der sich gut auskennt. Auch habe ich durchaus einiges an Fachliteratur und vielleicht können wir das eine oder andere Mal gemeinsam ein Gras-Rätsel lösen und ich dann gleich noch etwas dazu lernen. :)


    Liebe Grüße


    Maria

    Hallo Nobi,


    wie schön :thumbup: Es werden ja immer mehr die sich mit Wildkräutern beschäftigen. Da können wir uns alle bestimmt wunderbar austauschen und uns gegenseitig Tipps geben. Ich freue mich jedenfalls unheimlich.


    Deinen wunderbaren Bärlauchbericht habe ich gerade mit Vergnügen gelesen - super!


    Liebe Grüße


    Maria
    [hr]
    Hallo Lia,


    ich hoffe es hat geschmeckt, auch wenn es pilzfrei war ;)



    @ Maria die Knoblauchrauke sammle ich manchmal auch noch im Sommer, wenn irgendwo gemäht war und er frisch nachwächst, genauso bei Giersch. Da hat die Rauke wieder Aroma, die älteren Blätter schmecken mir nicht mehr so.


    Ich verwende jetzt die Blätter der einjährigen Pflanzen auch nicht mehr als Salat oder auf dem Brot - da geht es mir wie Dir. Allerdings als Würzkraut schon noch.



    In der näheren Umgebung sind leider weder Ackerflächen noch Ruderalstellen für sammelfähiges Franzosenkraut und Gänsefuß. Hier ist Wald und Wiese. Von Äckern sammle ich sowieso nur äußerst ungern. Am liebsten sind mir so Ruderalstellen, an die weder Hund noch Gift rankommt. Hab da eine in Petto, das Grün muss noch etwas wachsen... :)


    Dies ist natürlich blöde für Dich. Gerade bei den Hackfrüchten wachsen ja eine ganze Reihe interessanter Kräuter. Ich drücke Dir aber die Daumen, dass es bei der einen Stelle die Du im Auge hast etwas wird.


    Liebe Grüße


    Maria
    [hr]
    Hallo an Alle,


    ich habe mir etwas überlegt ...


    Wir könnten doch diesen Thread etwas mehr gliedern, etwas übersichtlicher machen. Bisher ging es ja innerhalb der einzelnen Texte mit den Pflanzen munter durcheinander.


    Was haltet Ihr davon, wenn wir, angepasst an die aktuelle Jahreszeit, einzelne Pflanzen herausnehmen, also die, die wir gerade sammeln (könnten ;) ) und uns darüber austauschen, Fotos einstellen usw. ? Oder Pflanzen die gerade aktuell wachsen/blühen/Früchte tragen und zu denen wir schon immer einmal etwas wissen wollten.


    Ich denke, dann ist es vielleicht auch für diejenigen, die sich noch nicht so mit den Wildpflanzen beschäftigt haben, einfacher alles nachzuvollziehen, Fragen zu stellen und gegebenenfalls das eine oder andere auch einmal selbst auszuprobieren.


    Wie ist Eure Meinung dazu?


    Liebe Grüße


    Maria


    Apropos ich fermentiere mein stroh trotzdem habe ich immer wieder schimmelbefallene (grün) stellen am substrat. Vor allem an den Stellen wo ich schon geerntet habe. Ich drehe das pilzbüschel austernpilz auch schön raus und schaue dass ich alles erwische trotzdem.... ich habe mit essig getränkte wattestäbchen verwendet um den grünen schimmel loszuwerden. Nicht erfolgreich. Salzwasser auch. Nun will ich kräuterseitlinge züchten. Man weiss dass dieses substrat (ich versuchs mit stroh und mais) noch anfälliger ist. Und das myzel des kräuterseitlings nicht annähernd so durchsetzungsfähig wie das des austernseitlings...


    Hallo "mariapilz",


    dazu wird Dir sicher jemand anderes antworten - ich habe da keine Ahnung von :)


    Liebe Grüße


    Maria

    Hallo abeja



    Es ist eben nur nicht so, dass ich zu jedem Blättchen, was sich irgendwo zeigt am Wegesrand, auch immer den Namen parat habe.
    Da denke ich mir - wenn ich denn so "Kräuterfrau" wäre (und mit anderen Menschen, die da noch etwas weniger Ahnung haben, im Wald wäre), dann könnte das hin und wieder auch recht peinlich für mich werden.


    Dies ist doch nicht peinlich! Kein Mensch kennt alle Pflanzen, ich auch nicht. Ich gebe dies dann einfach zu: "Keine Ahnung wie diese Pflanze heißt" Und ab und an oft führe ich die Teilnehmer dann genau mit diesen Pflanzen an die Pflanzenbestimmung heran und wir versuchen gemeinsam zu bestimmen was dies für eine Pflanze sein könnte.



    Mit der "Verschmutzung" ist das aber wirklich so eine Sache.
    Gerade bei Obst, was eine längere Reifezeit hinter sich hat, sieht man doch auch in den Ritzen richtig schwarzen "Dreck" sitzen (nicht nur in Deutschland).


    Dies, so denke ich, muss jeder für sich selbst entscheiden. Nicht alles "Schwarze" ist auch wirklich "Dreck". Ich persönlich denke, dass wir mitlerweile immer den makellosen Zustand des Supermarktgemüses bzw. Supermarktobstes erwarten. Zurzeit habe ich z.B. unheimlich viele sehr wohlschmeckende Sommeräpfel im Garten, die kann ich gar nicht alle verarbeiten. Aber keiner will die, da eben schwarz-bräunliche Schrammen (kein Dreck!), einige zudem aufgepickt von Vögeln, stellenweise mit Würmern und beim Fallobst Stellen die man ausschneiden muss. Meine Äpfel sind eine alte Sorte, weder genmanipuliert noch gespritzt noch sonst wie behandelt, besitzen alle Inhaltsstoffe und haben einen unvergleichbar guten Geschmack, aber die Leute kaufen lieber die makellosen Äpfel im Supermarkt.
    Wer Bedenken hat, dass man z.B. mit Brennnesselsamen, die man mitten im Wald gesammelt hat, die man aber nicht waschen kann, zu viel "Dreck" aufnehmen könnte, der muss diese Samen ja nicht essen :)



    ... 2 Waldwiesen in meiner Nähe sind extrem artenarm (wohl überdüngt).


    Dies muss nicht sein, sondern kann auch an anderen Dingen liegen, insbesondere dann, wenn die Wiesen nicht landwirtschaftlich genutzt werden. Man sollte immer das Gesamtgefüge im Auge behalten. Am Waldrand und im Wald müssen die Landwirte übrigens bestimmte Auflagen einhalten! Die Artenarmut der zwei Waldwiesen hat vermutlich andere Gründe.



    Die Bücher klingen interessant, aber wahrscheinlich wird es doch das "Dicke" werden - weil ich eben nicht GENAU weiß, welche VIELZAHL von Wildpflanzen verzehrbar sind (welche Teile, wann geerntet etc.), mich interessieren auch die Inhaltsstoffe.
    Was die Rezepte betrifft, da halte ich mich für "experimentierfreudig" genug bzw. da findet man dann auch viel im Web (zu einer einzelnen Pflanze) - ich bin nicht so ein Kochbuchsammler (bzw. schaue so gut wie nie hinein).


    Genau deswegen hatte ich Dir ja die WDR-Reihe empfohlen - da steht nämlich übersichtlich und relativ ausführlich wirklich alles drin. Was die Enzyklopädie betrifft, die ist wirklich sehr gut und mit über 2000 Pflanzen mehr als ausführlich.



    Wenn wir z.B. in den Tropen waren ....


    Darf ich fragen wo Ihr wart?


    Liebe Grüße


    Maria
    [hr]
    Hallo Lia,


    das ist ja schön - noch so eine wie ich ;)


    Ja, den Dost (wilder deutsche Oregano/Majoran) und den Quendel (wilder deutscher Thymian) sammle ich zurzeit auch ziemlich viel zum Trocknen. Und die Busch-Bäume hängen voll mit "Zieberler", so heißen die wilden Kirschpflaumen, Wildpflaumen, Wildmirabellen bei uns im Allgemeinen - da wird eher nicht so ganz genau unterschieden ;)
    Die Knoblauchsrauke kannst Du übrigens auch nach der Hauptzeit im Frühjahr noch sammeln. Man kann die Blätter der einjährigen Pflanzen nehmen und diese z.B. für Knoblauchsraukenbutter verwenden oder als Würzkraut für Salat oder für Knoblauchsraukenrouladen oder .... oh - ich liebe dieses Kraut :yumyum:


    Was Melde, Gänsefuß oder Franzosenkraut angeht, so wachsen diese auf Äckern oder Beeten auf denen gehackt wird, sehr gerne auf Kartoffeläckern, aber auch z.B. auf Erbsenfelder oder auf für ein Jahr brach liegenden Feldern. Die Melde und der Gänsefuß, die übrigens kulinarisch gleich verwendet werden, wachsen auch gerne auf den Erdhügeln bei z.B. Neubaugebieten. Speziell das Franzosenkraut ist in der Landwirtschaft sehr schwierig zu bekämpfen und ist daher ziemlich häufig. Alle diese Pflanzen kommen deutschlandweit vor, dass Franzosenkraut sogar weltweit. Ich bin mir sicher, dass Du auch in Deiner Gegend vermehrt fündig werden wirst. :) Ach so, rein vorsichtshalber ;) Ich sammle auf Äckern neben Gewässern oder am Waldrand, da dort eben besondere Auflagen für die Landwirtschaft gelten was Düngung und den Einsatz diverser Mittel angeht.


    Pilze und Kräuter ist so ein Thema. Ich persönlich denke, dass es ganz auf den Pilz und das Gericht ankommt. Verwendet habe ich in Mischpilzragouts schon Dost und Quendel - diese ziehe ich in diesem Falle dem Mayoran/Oregano bzw. Thymian vor, da sie feiner im Geschmack sind. Bei Pfifferlingen habe ich auch schon mit Gundermann (sehr wenig!), Giersch (ebenfalls wenig), Dost und Quendel gearbeitet - hat sehr lecker geschmeckt. Letztens habe ich eine Pfanne mit Pfifferlingen, Kartoffeln, grünen Bohnen und Bergbohnenkraut gemacht, dies war ebenfalls sehr lecker. Bei den Reizkern kann man meiner Meinung nach durchaus mehr in die Volle gehen, Knoblauch, Oregano, Thymian oder Kräuter der Provence usw.
    Fällt mir gerade noch ein - die Krausse Glucke verträgt meiner Meinung nach auch gut Kräuter. Die bereite ich unter anderem wie die Sauce Bolognese zu und gebe die gleichen Kräuter dazu: Liebstöckel, Suppengrün, Thymian, Oregano, etwas Rosmarin usw. usw.
    Ich bin da jetzt auch sehr neugierig, was andere User so berichten.


    Liebe Grüße


    Maria


    P.S.: Und mir fällt noch etwas ein: Für in Essig oder Öl eingelegte Pilze verwende ich viele Kräuter. Und bei der Essigkonservierung passt auch der Estragon, aber immer nur sehr wenig verwenden.


    Hallo Mausmann,


    ja - ZEIT - dies ist tatsächlich ein wichtiger Punkt, auch bei mir. Bis vor Kurzem hatte ich eine vierköpfige Familie zu versorgen und da überlegt man sich dann schon, was man (und ob überhaupt) sammelt und wie man dies dann in die Küche integriert. Bei mir muss dies immer einfach und schnell gehen und eher bodenständig sein, sich in den normalen Alltag ohne Aufwand einfügen. Für "Firlefanz" hatte ich höchstens noch zu Dekorationszwecken die Zeit.
    Zum sammeln verbinde ich gerne verschiedene Tätigkeiten miteinander. Als Beispiel: Ich gehe unheimlich gerne in den Wald und dort sehe ich dann nach Pilzen - dies ist ganz ehrlich wie eine Sucht bei mir :) . Im Wald oder auf dem Weg dorthin wächst ja aber auch noch eine Vielfalt an anderen Dingen und viele Pflanzen sind dann schnell, quasi nebenbei gepflückt.


    Oder, letzte Woche machte ich mit meiner Tochter einen kleinen Ausflug zu einem Badesee. Neben dem See gab es auch Kartoffeläcker und dort wuchs prachtvolles Franzosenkraut (Galinsoga ciliata und Galinsoga parviflora). In nur 15 Minuten hatten meine Tochter und ich den Jahresvorrat für getrocknetes Franzosenkraut gesammelt. Zuhause war es dann schnell gewaschen und zum Trocknen vorbereitet. So ganz nebenbei sammelten wir in dieser Zeit auch noch eine große Portion der köstlich schmeckenden Melde (Atriplex hortensis) die ich dann am nächsten Tag zubereitete.


    Ich empfehle immer mit nur wenigen, gut bestimmbaren und relativ häufig vorkommenden Pflanzen (zwei habe ich gerade genannt) zu beginnen. Ich meine so eine Enzyklopädie mit über 2000 essbaren Wildpflanzen ist auf der einen Seite ein feines Nachschlagewerk aber es erschlägt einen auch! ;)


    Liebe Grüße


    Maria


    Hy... kolloidales siber... ich habe erst vor einer halben Stunde von dessen existenz erfahren. Wie verwendet man das? Kann man damit kontaminierte stellen am Substrat vernichten? Kann man damit beispielsweise das substrat für kräuterseitlinge schon präventiv behandeln? Hilft es vielleicht sogar gegen trauermücken!? Ist das bio? Viele fragen... danke Leute!


    Hallo "mariapilz",


    erst einmal ein herzliches Willkommen hier im Forum :)


    Über Kolloidales Silber kann ich Dir im Allgemeinen sagen, dass es antiseptische und antimikrobielle Eigenschaften hat. Es wird alternativ zu z.B. Antibiotika in der Behandlung von Infektionen mit Bakterien oder auch Viren und Pilzen verwendet. Eine Nutzung ist aber unbedingt zusammen mit einem guten Arzt sehr gut abzuwägen, da Kolloidales Silber die Wirkung anderer Medikamente negativ beeinflussen kann und da sich die feinen Silberpartikel in verschiedenen Geweben und Organen ablagern und dort toxische Wirkungen entfalten können (kommt natürlich auch auf die Dauer und Dosierungshöhe an)


    Zurzeit wird das Kolloidale Silber als "Wundermittel gegen und für alles" angepriesen und (teuer) verkauft. Was hast du denn darüber erfahren?


    Einmal eine blöde Frage - warum willst du ein Pilzsubstrat mit einem Anti-Pilz-Mittel behandeln?


    Liebe Grüße


    Maria


    Ups - habe ich die wieder einmal verwechselt :D - aber damit hat ja "Mausmann" sein Foto ;)


    Hmmm, also ich finde, die sehen anders aus. Aber wie schon gesagt, ich bin da überhaupt keine Expertin - ich esse die nur sehr gerne ;)
    Ein wesentlich besseres Foto auf dem auch einige "Winzlingen" abgebildet sind habe ich leider nicht. Und die hier sind schon etwas angetrocknet.



    Liebe Grüße


    Maria


    Danke Pablo :) .


    An der Stelle an der ich die Pilze gefunden habe komme ich öfter vorbei. Wenn ich wieder welche finde weiß ich mehr auf was ich für die Bestimmung achten soll. Fest steht jedenfalls, dass es ein Trichterling ist.


    Liebe Grüße


    Maria


    ... die ganz kleinen Trompetenpfifferlinge in diesem Wachstumsstadium schauen bei uns irgendwie anders aus.


    Zeig doch mal. :)


    :giggle: Immer gut für einen kleinen Scherz ;) Erst mal welche finden und haben! Erst heute morgen habe ich nach den Trompetenpfifferlingen gesucht - aber da war einfach nix - nicht einmal die winzigsten Winzlinge :)
    Mit der gelben Kantharelle (Cantharellus lutescens) könnte ich höchstens dienen aber die ist es ja nicht.


    Liebe Grüße


    Maria


    Hallo Pablo,


    also, der Schwindling wuchs, soweit ich mich erinnern kann überall wo es Kiefern gab, aber dies ist jetzt nur aus meiner Erinnerung heraus. An ihm gerochen habe ich nicht. Das "Käsepilzchen" ist es jedenfalls nicht.


    Von dem Trichterling habe ich das fotografierte Exemplar vor mir liegen. Es riecht weder nach Mehl noch nach Gurke sondern sehr aromatisch pilzig, vielleicht mit einem Hauch Anis (?)


    Liebe Grüße


    Maria

    Hallo,


    ich eröffne hier einmal das Thema Wildkräuter bzw. Wildpflanzen auf die man beim Pilze suchen ja fast zwangsläufig stößt.


    In einem anderen Thread mit einem gänzlich anderen Thema ergab sich eher zufällig das Thema Wildkräuter. Nachfolgend kopiere ich das bisher geschriebene zum besseren Verständnis einfach hier herein:


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    abeja schrieb:  
    Ausprobieren kann ja nicht schaden!
    Wenn die "guten" bei dir so in Massen vorkommen, scheint das ja pilzlich/ waldlich eine bevorzugte Gegend zu sein - auch was du sonst so berichtest.
    Man wird so ein bisschen neidisch, wenn man von Heidelbeeren und Preiselbeeren liest (saurer Boden nehme ich an), hier gibt es nur Brombeeren am Waldrand (und dann braucht man fast eine Machete), die sind aber noch nicht reif. Auch sonst erntest du ja so einiges, womit ich mich noch nicht richtig beschäftigt habe: Brennnesselsamen = Superfood (las ich ...) .. hier blühen die erst aber jetzt ... und die ganzen Grünblatt-Geschichten sind doch eher etwas für das Frühjahr (vor der Blüte) nehme ich an (ich muss mir auch mal so ein Buch zulegen ... ich bin zwar botanisch interessiert, aber die "nur-nach-Blatt-Bestimmung" klappt nicht immer so hundertprozentig bzw. ich hatte da bisher keine Lust zu.)


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    Maria schrieb:
    Hallo Abeja,


    ja, viele Gegenden (nicht alle) in Mittelfranken sind wirklich reichlich mit bestimmten Pilzen und verschiedenen Wildfrüchten gesegnet.


    Verschiedene Wildkräuter bzw. Wildgemüse kann man verteilt über das ganze Jahr ernten. Es ist richtig, dass man die Blätter verschiedener Wildpflanzen aus unterschiedlichsten Gründen vor der Blüte ernten sollte, dies gilt aber bei weitem nicht für alle Pflanzen. Wenn Du Dir z.B. den Giersch, die Brennnessel oder den Löwenzahn ansiehst, um jetzt nur ein paar bekannte Pflanzen zu nennen deren Blätter man vor der Blüte ernten sollte, dann wachsen diese jung nach wenn man sie mäht. Und somit findet man an Wegrändern, Parks etc. beinahe das ganze Jahr über junge Pflanzen vor der Blüte. Und dann gibt es ja auch noch die zweijährigen Pflanzen die erst im oder ab dem zweiten Jahr blühen, die allgegenwärtige Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata) z.B.


    Wie Du schreibst stehen die Brennnesseln zurzeit in voller Blüte. Zeitgleich und direkt daneben gibt es aber bereits die ersten dicken Samen die man ernten kann. Die Haupterntezeit kommt allerdings noch.
    Brennnesselsamen sind eine Schatztruhe wertvollster Mineralien, Vitaminen und Phytohormonen. Bevor die Brennnesselsamen zum teuer verkauften Superfood avancierten sagte man, dass ein Teelöffel Samen pro Tag den Bedarf eines durchschnittlichen Erwachsenen an den wichtigsten Mineralien und Nährstoffen deckt. Für das "Superfood" heißt es nun zwei Teelöffel oder ein Suppenlöffel Wink und man verallgemeinert immer wieder, dass die Samen dem Ginseng zumindest ebenbürtig sind. Dies stimmt auch, aber im Vergleich zum Ginseng nur bezogen auf die immunstärkende Wirkung der Samen wobei man die anderen Wirkungen der Pflanzen außer Acht lässt. Oder man preist die Samen verallgemeinernd als natürliches Viagra an, was irgendwie sogar stimmt - die Brennnesselsamen fördern z.B. auch die Samenproduktion beim Mann - erweckt damit aber oft den falschen Eindruck eines sofort einsetzbaren Mittels.
    Ich finde es jedenfalls sehr schade, dass, wie bei vielen anderen Heilpflanzen auch, überwiegend aus kommerziellen Gründen Halbwissen verbreitet wird. Und ob dies den Pflanzen immer gerecht wird, wage ich zu bezweifeln.
    Brennnesselsamen schmecken gut, sind schnell und reichlich zu ernten (Handschuhe nicht vergessen Wink ), man kann sie getrocknet sehr gut aufbewahren, sie sind kulinarisch universell einsetzbar und sie sind wie eingangs schon geschrieben eine wirkliche Schatztruhe vieler wichtiger Mineralien, Vitamine und Phytohormone. Sie regen die Körperfunktionen an, helfen bei chronischer Müdigkeit und Leistungsschwäche, fördern bei stillenden Müttern die Milchbildung und bei Männern die Samenproduktion und sind immunstärkend (und hier dem Ginseng gleichzusetzen).


    Ich empfehle den Teilnehmern meiner Kräuterseminare die erst in das Thema einsteigen immer, sich einen Naturführer zuzulegen, der nach Blütenfarbe und Blütenform untergliedert ist. Mit den Blüten ist die Bestimmung viel einfacher - mit der Zeit kann man viele Pflanzen dann auch problemlos ohne Blüten bestimmen. Aber man muss sich damit ja auch nicht beschäftigen - es genügt doch auch, sich einfach nur an der Vielfalt der verschiedenen Pflanzen zu erfreuen wenn man auf der Pilzpirsch ist Smile


    Upps - dies wurde jetzt aber ein langer Text! Naja, Du merkst schon, Pflanzen begeistern mich halt einfach Smile


    Liebe Grüße


    Maria


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    abeja schrieb:
    Hallo Maria,
    ja ich weiß, dein "Spezial-Thema" Smile, da haben wir das Pilzthema mit Kräutern "gewürzt".


    Also Pflanzenbestimmung generell fällt mir nicht schwer, ich habe auch die entsprechende ausführlichere Literatur bzw. die guten Weblinks. Die befassen sich natürlich hauptsächlich mit der Bestimmung im blühenden Zustand. Es gibt natürlich auch so Bücher wie "Flora Vegetativa" (wo ich bisher eben keine "Lust" hatte, die Form des dritten Blattzahnes mit dem des zweiten Blattzahns etc. in Relation zu setzen).
    Außerdem wird da natürlich nicht Bezug genommen auf die eventuelle Verwendbarkeit (höchstens im Nebensatz oder mit einem - neudeutsch - Icon).


    Und klar, viele Pflanzen treiben nach dem Mähen neu aus, aber trotzdem ... ich habe immer so den Eindruck, dass es eine (sommerliche) Jahreszeit gibt, in der es da ganz "mau" aussieht, zumindestens hier im SW.
    Entweder alles hochgewachsen, dürr, bräunlich, angenagt, staubig, dreckig - oder nach dem Mähen noch nicht richtig da, bzw. überwuchert von was anderem.
    Giersch z.B. kenne ich in der Nähe nur an einem Standort (da fahren auch noch ein paar Autos vorbei), der steht da in voller Frucht, null Jungpflanzen - natürlich könnte ich da mal im Frühjahr ...
    Allgemein habe ich auch etwas Bedenken bzgl. der Verschmutzung - so völlig von Verkehr, Hundenk... u. ..p, von Pestiziden (in der Nähe von Rebhängen) unbeeinflusste Pflanzen zu finden ...
    Gerade habe ich z.B. diverse Links mir angeschaut, zum Brennnesselsamen ernten (der eine so, die andere so), eher grün, eher braun, eher lufttrocknen, eher nachhelfen (Dörrgerät, Backofen), nicht zu stark erhitzen (eben Rohkost) , einer röstet (wg. des Geschmacks) ... aber keiner denkt daran, dass die Samen vielleicht Luftverschmutzungs-"Anhaftungen" haben könnten?
    Denn gewaschen wird da ja nichts (o.k. eigentlich bin ich da auch nicht so überpingelig, aber man weiß ja nie).
    Bei reduziertem Platzangebot (ohne eigenen Garten, ohne Terasse, nur mit Balkon) ist sogar das Lufttrocknen schon ein Problem, ebenso bei stark wechselndem Wetter und bei hoher Luftfeuchtigkeit.


    Noch mehr OT:
    welches Buch zum Thema könntest du empfehlen (im Pflanzenbestimmungsforum wurden auch schon mal 2 genannt),
    das "kleine" und das "große")
    "Essbare Wildpflanzen : 200 Arten bestimmen und verwenden" (Fleischhauer, Guthmann, Spiegelberger)
    "Enzyklopädie essbare Wildpflanzen. 2000 Pflanzen Mitteleuropas. Bestimmung, Sammeltipps, Inhaltsstoffe, Heilwirkung, Verwendung in der Küche" (gleiche Autoren)
    ... ich glaub, ich nehm` das "dicke".


    Viele Grüße von abeja
    [hr]
    Hallo abeja,


    und hier kommt nun meine Antwort auf Deine Fragen.


    Die "Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen" von Fleischhauer habe ich auch und die ist sehr gut da sehr umfangreich. Allerdings benutze ich persönlich diese Enzyklopädie nur sehr selten und was die Umsetzung in der Küche angeht, sieht es in diesem Buch auch eher mau aus.


    Soll ich einmal ganz ehrlich sein? Zum reinen Bestimmen reicht mir in 80 bis 90 Prozent der Fälle z.B. der Naturführer "Was blüht denn da?" von Dietmar Aichele vollkommen aus.


    Es ist eher schwierig wirklich gute und für die alltägliche Praxis gut umsetzbare Bücher zu finden. Viele der auf dem Markt zu findenden Bücher sind meiner Meinung nach oberflächlich oder zu einseitig oder sind was das Kulinarische angeht in einer normalen Küche nicht wirklich umsetzbar.
    Sehr gut ist die WDR-Reihe "Delikatessen am Wegesrand", "Un-Kräuter zum Genießen" und "Baumblätter-Salat" von Brigitte Klemme und Dirk Holtermann, Walter Rau Verlag.
    Empfehlen kann ich z.B. auch das Buch "Delikatessen aus Unkräutern" von Graupe/Koller, Orac-Verlag, um zumindest zwei Bücher zu nennen. Es gibt natürlich noch eine ganze Reihe weiterer empfehlenswerter Bücher.


    Nun zu den Brennnesselsamen
    Man kann sie grün und braun ernten - ich persönlich ernte sie lieber und mag sie auch lieber wenn sie noch schön grün sind. Man kann sie frisch, direkt von der Brennnessel weg essen oder trocknen. Wenn es rein ums Kulinarische geht kann man die Samen natürlich rösten, ich benutze die Samen z.B. auch ab und an als Panade.
    Die Ernte an sich ist ganz einfach und das Trocknen völlig unproblematisch, und es nimmt keinen Platz in Anspruch. Man nimmt einfach einen normalen Baumwollbeutel, kehrt die Innenseite nach außen, also das die Nähte außen sind, schneidet die Stiele mit den Samen und den Blättern ab (nicht den ganzen Stiel, sondern nur den Teil mit vielen Samen), steckt alles in den Beutel, die Triebspitzen nach unten, und hängt den Beutel einfach irgendwo auf (wo es einigermaßen luftig und trocken ist). Wenn es einigermaßen trocken ist und dies geht bei der Brennnessel auch bei den momentanen klimatischen Verhältnissen sehr schnell, schüttelt man die Brennnesselstiele vorsichtig, die Samen fallen nach unten in den Beutel, und man zieht die Stiele mitsamt den Blättern aus dem Beutel. Die Samen im Beutel noch etwas nachtrocknen lassen, in ein Schraubglas umfüllen und fertig. :)


    Zur "Verschmutzung"
    Natürlich sammelt man nicht direkt neben einer vielbefahrenen Straße oder an Wegrändern mit lebhafter Hundefrequenz. Ich meine, dies ist ähnlich wie mit den Pilzen, die wäscht man ja in der Regel auch nicht und ich glaube nicht, dass jemand Pilze direkt neben der Schnellstraße oder direkt an den –žStellen der Hunde–œ ;) sammeln würde.
    Was die Pestizide angeht, so kann man sehr viel an der Pflanzenvielfalt am Ackerrand, am Feldrain oder auf der Wiese ablesen. Je höher die Pflanzenvielfalt, desto unbedenklicher kann man sammeln. Vorsichtig sollte man sein, wenn da nur zwei oder drei wiederkehrende Pflanzen stehen oder wenn eine Wiese nur noch aus Löwenzahn zu bestehen scheint.


    Ich hoffe, ich konnte Dir Deine Bedenken etwas nehmen und Deine Fragen ein wenig beantworten. :)


    Liebe Grüße


    Maria

    Hallo Ihr,


    also ich weiß nicht, ich bin zwar keine Fachfrau was Pilze angeht, aber die ganz kleinen Trompetenpfifferlinge in diesem Wachstumsstadium schauen bei uns irgendwie anders aus. Mit Trompetenpfifferlinge meint Ihr schon Cantharellus tubaeformis?


    Liebe Grüße


    Maria


    Hallo Maria, bei dem ersten stimme ich Dir zu. Die Pilze auf Bild 2 dürften eher Roßhaarschwindlinge (Gymnopus androsaceus) sein. Auf Bild drei sehe ich entweder einen Kerbrandigen Trichterling (Clitocybe costata) oder etwas, was diesem im hohen Alter optisch gleich kommt.


    Hallo Wühlmull,


    vielen Dank.


    Es ist, nachdem ich nun Bilder gesehen habe und die Beschreibungen dazu gelesen habe, mit ziemlicher Sicherheit der Roßhaarschwindling. Seit wann heißen die eigentlich nicht mehr Schwindlinge sondern Blasssporrüblinge?


    Zu dem dritten Foto habe ich noch eines von einem jüngeren Exemplar, leider unscharf. Aber vielleicht hilft dies ja weiter. Die Pilze standen übrigens in einem Nadelwald auf einer mit Rindenstückchen bedeckten älteren Schneise die wahrscheinlich für eine Harvester gemacht wurde.
    P1080963-k.JPG


    Liebe Grüße


    Maria

    Die ersten Semmelstoppelpilze


    Heute morgen machte ich wieder einmal einen kleinen Waldspaziergang. Gefunden habe ich was Speisepilze angeht zwar nicht sehr viel, dafür aber eine schöne Mischung die eine feine Vorspeise ergibt. Darunter waren die ersten zwei kleinen Semmelstoppelpilze, heute weniger Pfifferlinge, kleine Rotfußröhrlinge, junge Hainbuchenröhrlinge, eine Marone und einen Täubling (die anderen Täublinge waren schon ziemlich "mitgenommen"). Weitere Pilze an die ich mich erinnere waren überwiegend ältere Streiflinge, Samtfußkremplinge und Bovisten sowie drei die ich gerade zur Bestimmung eingestellt habe.


    Die Hainbuchenröhrlinge schmecken nicht nur uns


    Der heutige Fund


    Liebe Grüße


    Maria

    Hallo,


    heute Morgen war ich wieder einmal unterwegs und bin mir bei zwei verschiedenen Pilzen nicht ganz sicher und einen kenne ich gar nicht.


    Ist dies ein junger Braunporling?


    Und könnte dies ein Fichtennadeln-Schwindling sein? Diese Pilzchen wachsen hier gerade massenhaft!


    Diesen Pilz kenne ich überhaupt nicht


    Schon einmal herzlichen Dank für Eure Hilfe.


    Liebe Grüße


    Maria


    Ausprobieren kann ja nicht schaden!
    Wenn die "guten" bei dir so in Massen vorkommen, scheint das ja pilzlich/ waldlich eine bevorzugte Gegend zu sein - auch was du sonst so berichtest.
    Man wird so ein bisschen neidisch, wenn man von Heidelbeeren und Preiselbeeren liest (saurer Boden nehme ich an), hier gibt es nur Brombeeren am Waldrand (und dann braucht man fast eine Machete), die sind aber noch nicht reif. Auch sonst erntest du ja so einiges, womit ich mich noch nicht richtig beschäftigt habe: Brennnesselsamen = Superfood (las ich ...) .. hier blühen die erst aber jetzt ... und die ganzen Grünblatt-Geschichten sind doch eher etwas für das Frühjahr (vor der Blüte) nehme ich an (ich muss mir auch mal so ein Buch zulegen ... ich bin zwar botanisch interessiert, aber die "nur-nach-Blatt-Bestimmung" klappt nicht immer so hundertprozentig bzw. ich hatte da bisher keine Lust zu.)


    Hallo Abeja,


    ja, viele Gegenden (nicht alle) in Mittelfranken sind wirklich reichlich mit bestimmten Pilzen und verschiedenen Wildfrüchten gesegnet.


    Verschiedene Wildkräuter bzw. Wildgemüse kann man verteilt über das ganze Jahr ernten. Es ist richtig, dass man die Blätter verschiedener Wildpflanzen aus unterschiedlichsten Gründen vor der Blüte ernten sollte, dies gilt aber bei weitem nicht für alle Pflanzen. Wenn Du Dir z.B. den Giersch, die Brennnessel oder den Löwenzahn ansiehst, um jetzt nur ein paar bekannte Pflanzen zu nennen deren Blätter man vor der Blüte ernten sollte, dann wachsen diese jung nach wenn man sie mäht. Und somit findet man an Wegrändern, Parks etc. beinahe das ganze Jahr über junge Pflanzen vor der Blüte. Und dann gibt es ja auch noch die zweijährigen Pflanzen die erst im oder ab dem zweiten Jahr blühen, die allgegenwärtige Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata) z.B.


    Wie Du schreibst stehen die Brennnesseln zurzeit in voller Blüte. Zeitgleich und direkt daneben gibt es aber bereits die ersten dicken Samen die man ernten kann. Die Haupterntezeit kommt allerdings noch.
    Brennnesselsamen sind eine Schatztruhe wertvollster Mineralien, Vitaminen und Phytohormonen. Bevor die Brennnesselsamen zum teuer verkauften Superfood avancierten sagte man, dass ein Teelöffel Samen pro Tag den Bedarf eines durchschnittlichen Erwachsenen an den wichtigsten Mineralien und Nährstoffen deckt. Für das "Superfood" heißt es nun zwei Teelöffel oder ein Suppenlöffel ;) und man verallgemeinert immer wieder, dass die Samen dem Ginseng zumindest ebenbürtig sind. Dies stimmt auch, aber im Vergleich zum Ginseng nur bezogen auf die immunstärkende Wirkung der Samen wobei man die anderen Wirkungen der Pflanzen außer Acht lässt. Oder man preist die Samen verallgemeinernd als natürliches Viagra an, was irgendwie sogar stimmt - die Brennnesselsamen fördern z.B. auch die Samenproduktion beim Mann - erweckt damit aber oft den falschen Eindruck eines sofort einsetzbaren Mittels.
    Ich finde es jedenfalls sehr schade, dass, wie bei vielen anderen Heilpflanzen auch, überwiegend aus kommerziellen Gründen Halbwissen verbreitet wird. Und ob dies den Pflanzen immer gerecht wird, wage ich zu bezweifeln.
    Brennnesselsamen schmecken gut, sind schnell und reichlich zu ernten (Handschuhe nicht vergessen ;) ), man kann sie getrocknet sehr gut aufbewahren, sie sind kulinarisch universell einsetzbar und sie sind wie eingangs schon geschrieben eine wirkliche Schatztruhe vieler wichtiger Mineralien, Vitamine und Phytohormone. Sie regen die Körperfunktionen an, helfen bei chronischer Müdigkeit und Leistungsschwäche, fördern bei stillenden Müttern die Milchbildung und bei Männern die Samenproduktion und sind immunstärkend (und hier dem Ginseng gleichzusetzen).


    Ich empfehle den Teilnehmern meiner Kräuterseminare die erst in das Thema einsteigen immer, sich einen Naturführer zuzulegen, der nach Blütenfarbe und Blütenform untergliedert ist. Mit den Blüten ist die Bestimmung viel einfacher - mit der Zeit kann man viele Pflanzen dann auch problemlos ohne Blüten bestimmen. Aber man muss sich damit ja auch nicht beschäftigen - es genügt doch auch, sich einfach nur an der Vielfalt der verschiedenen Pflanzen zu erfreuen wenn man auf der Pilzpirsch ist :)


    Upps - dies wurde jetzt aber ein langer Text! Naja, Du merkst schon, Pflanzen begeistern mich halt einfach :)


    Liebe Grüße


    Maria


    @ Maria: nein, bei anderen Pilzen habe ich das noch nicht probiert, vielleicht auch zu schade darum? Wenn die doch einen guten "pilzigen" Eigengeschmack haben ?
    Wenn, dann ... könnte ich mir das nur bei relativ festfleischigen wenig Wasser enthaltenden Pilzen vorstellen.


    mmmmh - ich hatte da ganz spontan an Reizker gedacht .... die gibt es bei uns wirklich massenhaft und nachdem ich nur die ganz kleinen Reizker konserviere und man ansonsten ja nicht ständig Reizker auf herkömmliche Art essen möchte, wäre dies doch vielleicht einmal eine nette Alternative für die größeren Exemplare ... Was meinst Du dazu?


    Liebe Grüße


    Maria


    Eine gute !!! Pfanne sollte man immer heiß werden lassen, bevor man Öl oder Fett hineingibt. Heiß ist die Pfanne, wenn ein paar Wassertropfen klar auf dem Pfannenboden hin- und hertanzen. Verdampfen die zischend, ist die Pfanne noch zu kalt. So kann das Öl oder Fett nicht in die Poren des Pfannenbodens eindringen und es entstehen keine Teerstoffe die den Geschmack beeinträchtigen und nicht gesund sind.
    Pfannen aus Edelstahl oder am besten Gußeisen vertragen das ohne Probleme. Bei beschichteten und/oder billigen Pfannen würde ich das jedoch nicht machen.


    Ich danke Dir Ralf :)


    Die rauchende Pfanne ist eher eine Umschreibung für sehr, sehr heiß!


    Früher habe ich die Maronen wie meine Mutter gemacht: Butter in die Pfanne, Zwiebeln dazu, diese gläsern werden lassen, dann die Pilze dazu ... usw. Das Ergebnis waren eben die leicht "schleimigen" und etwas schlabberigen Maronen.


    Seit ich dies anders mache, also sehr, sehr heiße Pfanne, Pilze zeitgleich mit Butter dazu und erst viel später die Zwiebeln, ist das Ergebnis wesentlich weniger "schleimig-schlabberig", die Pilze saften bei weitem nicht so! Probiert es einfach einmal aus :)


    Liebe Grüße


    Maria
    [hr]
    Ich habe viel von dem Schweizer Koch Thuri Maag gelernt und gerade einmal gesucht ob es vielleicht auch Pilzrezepte von ihm frei im Internet gibt. Und Bingo, sogar die "rauchende Pfanne" ;) habe ich gefunden. Die Interessierten finden auf der Seite 4 des nachfolgenden Links ein Rezept für "Ragout von gemischten Herbstpilzen" - viel Spaß beim nachkochen :)


    http://www.thurimaag.ch/cms/im…/sf1336_034_ess_pilze.pdf


    Liebe Grüße


    Maria