Beiträge von Felli

    Servus

    jetzt hab ich noch einen Hyphomyceten bzw. eine Nebenfruchtform auf Gras, die mit den weißlichen Flecken recht auffällig war.

    es sind nur Sporenketten auf einem hyphenartigen Stielchen

    Kennt das jemand?

    Konidienketten x 400

    abgeschnürte Konidien 25-35 x15-17µ, möglicher Weise feinst rauh ornamentiert.

    Hier in Baumwollblau


    Kann damit jemand was anfangen?


    Grüße

    Felli

    Servus,

    Jetzt hab ich versucht einen Schnitt durch das Grasblatt zu machen, bevor ich nochmal die Fundstelle aufgesucht und die anderen Gräser registriert hatte.

    Und natürlich hatte Björn recht, der Hafer ist nicht der Wirt sondern das Knäuelgras.

    Hier die Blüte


    Die Schnitte durchs Blatt waren ständig zu dick. Aber ich denke die Mittelrippe reicht hier zur Bestimmung aus.

    Was mich im Schlüssel allerdings irritierte ist die Reihenfolge der Zeichnungen zu diesem Gras.


    Und hier noch die Sporen von Epichloe typhina

    Jetzt hoff ich, dass das alles stimmt


    Grüße

    Felli

    Servus,

    Danke euch beiden für die Komentare. Wenn die Blüte vom Glatthafer ist, dann dürften die befallenen Teile nicht dazugehören, denn die Blattränder sind fein gezahnt.

    Was man natürlich immer noch machen kann, ist ein Blatt im Querschnitt zu betrachten und mit dem Schlüssel von Appel, Kolbe und Schönhof zu vergleichen.

    ja, das wird wohl der nächste Schritt sein, komme evtl am Sonntag dazu einen Blattschnitt zu versuchen. Den stell ich dann ein ;)


    Grüße

    Felli

    Servus Terra,

    bist du dir sicher dass die "Haare" zum Pilz gehören? Und nicht dass der Pilz auf diesen Haaren wächst ? Schau dir Bite das Substrat nochmals genauer an.

    Irgendwie sieht es ein wenig nach Onygena oder so aus. Kannst du noch deutlichere Bilder liefern? Eventuell ist es auch was aus der Mucorales Gegend

    Steht dir ein Mikroskop zur Verfügung?

    Grüße

    Felli

    Servus Chris,

    echt klasse! Ich schau mir die Flechten ja eigentlich nur sporadisch an und dann hauptsächlich die Krustenflechten. Wenn ich mir aber dann die Beiträge hier im Forum anschaue bekommt man Lust sich doch noch mehr damit zu beschäftigen.

    Danke

    Grüße

    Felli

    Servus,

    Nachdem hier im Forum schon soviel verschiedene Schwammerl gepostet wurden, wollte ich auch mal nach schauen was es zur Zeit so zu entdecken gibt. Und tatsächlich war es ein sehr erfolgreicher Spaziergang über die Wiesen+Weiden.


    1.

    Zuerst entdeckte ich auf der Spitze einer noch nicht blühenden Platanthera chlorantha eine kleine grüne Raupe mit feinen weißen Längsstreifen. Welche das nun ist weiß ich nicht, evtl die Raupe eines Flecken-Spanners.


    Nicht weit davon entfernt ein großer weißer Flatschen

    2.


    Als ich weiter schaute gabs noch einmal helle große Flecken

    3.

    Diesmal war die Huthaut aber braunschuppig und die Lamellen weißlich


    Da war ich eigentlich schon zufrieden, doch natürlich gings weiter Richtung Waldrand.

    Auf einem Blatt saßen 2 Fliegen, und ruhten sich womöglich aus ;)

    Ob die Bestimmung richtig ist weiß ich nicht.

    4.


    Im Wald selber war nichts los - komisch, aber es ist halt so.

    Also auf zu einer einzeln stehenden Kiefer vorbei am Sommersalbei

    5.


    Und schau an , Löcher im Boden

    6.

    alte Kronenbecherlinge, die ich fast nicht erkannt hätte wäre da nicht der etwas jüngere Geselle dabei gestanden


    Dann ab zu einer etwas feuchteren Wiese, eigentlich hatte ich hier mit Saftlingen gerechnet, aber außer Rickinella fibula war dort sehr wenig.

    Aber Schwammerl sind ja verschieden und wachsen an den unmöglichsten Plätzen, vorallem Parasiten wie zb. Rostpilze

    7.

    An weiblichen Fruchtständen der Salweide fand ich Melampsora caprearum - wenns stimmt


    Sporen


    Wenn man eh schon Bäume anschaut, dann halt auch noch die Fichtenblüten und Triebe

    8.

    Megaloseptoria mirabilis

    Pyknidien sehen fast Nectria- ähnlich aus

    Leider fand ich weder Konidien noch Ascosporen, dennoch glaube ich mit der Bestimmung richtig zu liegen.


    9.

    Jetzt wirds matschig dacht ich mir, als ein Käferchen meinen Weg kreuzte


    10.

    und kurz vor dem Ende meiner Tour

    fand ich noch in einer Havester Spur

    Eine Scutellinia pur

    Scutellinia crucipila mit den Kreuzhaaren, dem Wuchsort, und den ornamentierten 18-19 x8-10µ großen Sporen,

    ist die Bestimmung kein Problem.






    So, das war´s von mir

    Ach,

    Den hätt ich jetzt fast unterschlagen, die Raupe des Königskerzenmönchs


    Grüße

    Felli

    Servus Björn

    wie lange waren den die Sporen?

    Und die Paraphysen waren die keulig?

    Die Makroskopie scheint etwas anders zu sein da würde ich C. delta noch überprüfen. Weiß grade aber nicht ob die auch auf Quercus fruktifiziert.

    Grüße

    Felli

    Servus,

    Die Keimspalten sitzen an den Biegungen der Spore, erst wenn die Spore richtig liegt, kann man die KS erkennen.

    Hier zeigt auf Bild Nr.3 (die rechte Spore) m.E. eine Keimspalte.

    Manchmal hilft auch KOH oder Kongorot zum besseren Erkennen. Und die Sporen sollten reif sein.

    Grüße

    Felli

    Servus Uwe,

    das dürfte sich doch nicht um einen Drüsling handeln, oder quoll der mit Wasser auf?

    schau doch mal nach Bispora antennata Tintenstrahl Pilz. Der kommt gerne auf Buchenstämmen / Schnittflächen vor

    Grüße

    Felli

    Servus,

    schau doch mal bei Hypomyces aurantiaca nach.

    Die Sporen erinnern mich sehr an diese Art.

    Deine Äälchen sind vermutlich Nematoden die die ausgetretene Sporenmasse verarbeiten.

    Grüße

    Felli

    Servus Tonio,

    Zum groben Bestimmen benutze ich immmer noch den Peziza -Schlüssel von Hohmeyer.

    Ist im Netzt eingestellt

    https://www.google.com/url?sa=t&source=web&rct=j&opi=89978449&url=https://www.zobodat.at/pdf/Z-Mykologie_52_1986_0161-0188.pdf&ved=2ahUKEwji14uKwN2FAxWISPEDHZCSDxMQFnoECBIQAQ&usg=AOvVaw0ac4e4Kkzik8zOHQPM3r88

    Inzwischen gibt es aber viel mehr Arten und viele neue Namen, da muß man sich dann durchackern und viel lesen ;)

    Wenn du den gültigen Namen haben möchtest schau ins Index fungorum

    Z.B hier

    Synonymy See Note

    Current Name:

    Geoscypha ampelina (Gillet) Van Vooren & Dougoud, in Van Vooren, Ascomycete.org 12(4): 187 (2020)

    Synonymy:

    Aleuria ampelina Gillet, Champignons de France, Discom.(8): 205 (1886) [1879]

    Galactinia ampelina (Gillet) Boud., Hist. Class. Discom. Eur. (Paris): 47 (1907)

    Peziza ampelina Quél., Grevillea 8(no. 47): 116 (1880)

    Peziza queletii Medardi, Lantieri & Cacialli, Mycotaxon 128: 204 (2014)

    Plicaria ampelina (Gillet) Rehm, Rabenh. Krypt.-Fl., Edn 2 (Leipzig) 1.3(lief. 43): 1003 (1894) [


    Grüße

    Felli

    Servus,

    Das ist bestimmt kein Kronenbecherling !

    Ich bin jetzt nicht mit den taxonomischen Auswüchsen die zur Zeit stattfinden im Einklang, aber das ist das was man als Peziza ampelina oder P. queletii bezeichnet hat.

    Wenn du jetzt noch kleine Schleimkappen an den unreifen Sporen im Ascus entdecken kannst........


    Grüße

    Felli

    Servus Tonio,

    hast du auch Mikrofoto´s? Sind die Sporen ornamentiert ? Welche Art von Guttulen sind in den lebenden Sporen und wie reagiert der Ascus mit Lugol nur oben oder auch der Rest der Wand?

    War das ein Auwald Kalk oder sauer?

    Ansonsten könnte das schon der von dir erwähnte Becherling sein ;)

    Grüße

    Felli

    Servus Bernd,

    Bei den letzten Makrobild sieht es so aus als hätten die Apothecien einen Schorf an der Aussenseite. Wenn das so ist, könnt ich mir auch einen unreifen Ascobolus vorstellen. Falls du genügend Material davon hast mach doch mal einen Versuch mit Luglo/Melzers ob sich da im Hymenium was verfärbt.

    Ansonsten lass die Dinger ausreifen da tut man sich mit der Bestimmung nicht so schwer ;)

    Grüße

    Felli

    Servus,

    Es haben sich weitere Fruchtkörper gebildet. die Aussenseite hat makroskopisch nun keine braune auffällige Haarbüschel. Mikroskopisch sind sie aber dennoch vorhanden ( nur nicht so extrem gefärbt)

    Im trockenen Zustand ist es auch deutlich zu erkennen.


    Ich bin nun in einer Zwickmühle gelandet.

    Nach dem Schlüssel in der Mycologia, 95(4), 2003, pp. 688–693.

    lande ich hier bei 10:

    10. Paraphyses strongly uncinate; ascospores regular ellipsoid;

    asci strangulate . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11

    10. Paraphyses straight; ascospores slightly inequilateral,

    sub-ellipsoid; asci not strangulate . . . . . . . . . . . . . . 12


    Da hier die Paraphysen nicht stark geknickt, die Asci aber verengt - und die Sporen mehr spindelig sind weiß ich nicht weiter.

    Diese Merkmalskombination gibt es nicht.

    Also beide Wege


    11. Ascospores (13–) 14–17 x (6–) 7–9 (–9.5) mm . . . . . .

    . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . T. uncinatus Aas

    11. Ascospores (20–) 22–26 (–28.5) x 11.5–16 mm . . . . . .

    . . . . . . . . . . . . . . . . . T. strangulates (Vel.) Aas and Lundq.

    Für T.uncinatus sind die Sporen hier eigentlich zu eng mit 6-7µ

    T.strangulatus scheidet aus


    12. Ascospores (12–) 14–16 x (5.5–) 6–7 mm, ornamented

    with very small warts; paraphyses of two types . . . . . .

    . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . T. himalayensis

    12. Ascospores 16–20 x 6–8 mm, ornamented with small

    extended warts to very fine reticulations; paraphyses of

    one type . . . . . . . . . . . . . . . . . T. viridescens E. Lundq.


    Bei diesen beiden passt auch nicht alles zusammen. Hab ich wirklich 2 verschiedene Paraphysentypen- ich vermute eher nicht.

    T. himalayensis sollte zudem grau - rot - rosa im trockenen zustand sein.


    Nun würde T viridescens relativ gut übereinstimmen auch von der Ornamentation- nur sollte der auch 4-sporige , nicht verengte Asci haben


    Bleiben also

    T. uncinatus mit schlankeren subspindeligen Sporen + ohne geknickte Paraphysen

    T himalayensis ohne zwei Paraphysentypen und anderer Ornamentation sowie verengten Asci

    T. viridescens in einer rein 8-sporigen Variation und verengten Asci



    Jemand eine weiterführende Idee? Ausser der Genanalyse

    Sollten die Sporen von Thecoteus nicht deutlich apikulat sein? Dann wäre vielleicht als Gattung eher in Iodophanus zu suchen?

    Servus Bernd

    es gibt einige Thecotheusarten die keine apikulaten Sporen besitzen


    Grüße

    Felli