Beiträge von Bergwald

    Hallo Trino,

    weiterhelfen kann ich dir leider nicht. Aber ich hatte weiter oben bereits Folgendes geschrieben und eventuell kannst du dies mal mit deinem Fund vergleichen. "Geoffrey Kibby schreibt in: Mushrooms and Toadstools of Britain and Europe Volume 1 auf Seite 220 zu Lentinellus castoreus und zu Lentinellus ursinus in etwa Folgendes: L.castoreus Sporen mit feinen Warzen schwach amyloid. L.ursinus Sporen mit stark amyloiden Warzen.


    Zum Fleisch gibt er bei Ersterem an: Fleisch sofort stark amyloid, bei ursinus, stark amyloides Fleisch.


    Vielleicht kann man die beiden tatsächlich an der Stärke der Amyloidität der Sporenwarzen trennen. Hat da jemand Erfahrung?"


    Viele Grüße.


    Thomas

    Servus Stefan, Karl und Peter,

    erstmal danke an euch Drei.

    Karl: ich denke auch dass die dunkle Schicht die haarige Hutbekleidung ist.

    Peter: jetzt bin ich wirklich baff. Ich hatte gerade eben noch mal einen Schnitt gemacht und die dunkle Schicht genau angeschaut bzw. durchfokussiert. Dabei sah ich dicht aneinander liegende Hyphen die teils bräunlich waren und ich dachte mir, das sieht aus wie zusammen geklebte Hyphen. Und genau das sagst du, nur mit einem anderem Wort, nämlich zusammen gebacken. Ich bin mir nun praktisch sicher, dass es genau so ist.

    Kugelige Zellen sind, wie du sagst, nicht vorhanden. Ich hatte nur Stefan geschrieben, dass ich ein Präparat stark quetschte und den Eindruck hatte, dass in der dunklen Schicht kugelige Zellen seien. Da habe ich aber zu oberflächlich geschaut und dadurch Stefan auch eine falsche Richtung vorgegeben (Stefan sorry). Inzwischen glaube ich, dass dies zwar ähnlich aussah, es sich aber um zerquetschtes leicht“ Grieseliges“ handelte. Auch war die Schicht dann fast durchgehend hell bräunlich, so dass ich weiter davon ausgehe, dass es irgendwie mit der „Verbappung.“ zusammenhing. Man sollte eben bekanntermaßen bei HDS Schnitten – wenn überhaupt – nur leichtest quetschen.

    Schön Peter, dass dir der Schnitt gefällt. Aber das war dann wirklich Glückssache. Das sage ich nicht aus Bescheidenheit, sondern weil ich mir bei diesen Schnitten nicht gerade leicht tue. Nicht zuletzt, da ich von Geburt an einen ganz leichten Tremor (der sich sonst im Alltag überhaupt nicht bemerkbar macht und mich in keinster Weise stört) habe, der sich bei Feinstarbeiten dann bemerkbar macht. Inzwischen habe ich aber so ein paar Tricks um dem entgegenzuwirken.

    So euch allen ein schönes Wochenende.

    LG.

    Thomas

    Hallo Stefan,

    erstmal Danke.

    Wahrscheinlich hast du recht. Ich hatte es auch schon gedacht, andererseits, wenn ich mir die Hyphen unterhalb des schwarzen Bereiches und die aus diesem nach oben austreten betrachte, habe ich nicht den Eindruck, dass es dünner ginge. Was ich natürlich nicht ausschließen kann, dass gerade in dem Bereich, der Schnitt nicht dünn genug ist. Ich hatte in einem vorherigen Präparat das selbe Problem und hatte dann auch gequetscht. Als Folge, war der schwarze Bereich nun fast durchgehend bräunlich und es sah so aus, als wären dort lauter kleine runde Zellen vorhanden. Sagt natürlich auch nichts, kann jederzeit sein, dass ich viel zu stark gequetscht hatte. Ich schreibe es nur, weil vielleicht jemand noch eine Idee dazu hat.

    Auf jeden Fall will ich versuchen, nochmals einen Schnitt zu machen.

    Viele Grüße.

    Thomas

    Hallo zusammen,

    hier stehe ich auf dem „Schlauch“. Ich kann einiges bei dem Schnitt nicht interpretieren.. Ich habe mir die HDS von Phyllotopsis nidulans = Orangeseitling angeschaut. Oben ungefähr in der Mitte sehe ich zwei“ kristalline? Knubbel“ die wohl durch Carotinoide gefärbt sind. Rechts davon einzelne Hyphenenden teilweise leicht büschelig. In den unteren zwei Dritteln sehe ich verwobene irregulär angeordnete Hyphen. Nicht einordnen kann ich das -zwischen diesen Hyphen und den bräunlichen“ Knubbeln“ befindliche – dunkle bis schwarze Geflecht. Handelt es sich hier um verwobenen Hutfilz?

    Wie würdet ihr das Schnittbild interpretieren?

    Viele Grüße.

    Thomas

    Hallo Stefan,

    ich weiß nicht, ob dir das Folgende wirklich weiterhilft, außerdem glaube ich, dass du es sowieso weißt. Aber manchmal denkt man nicht daran. In dem Buch von Marcel Bon, benutzt dieser im Hauptschlüssel auch Beschreibungen zum Habitus (auch wenn er eine andere Begrifflichkeit verwendet). Da kommt man bei zumindest sehr ähnlichem Habitus, auch zu ganz unterschiedlichen Gattungen.

    Viele Grüße.

    Thomas

    Hallo Alex,

    wirklich blöd, all die Arbeit und dann sind die Bilder nicht zu sehen. Leider passiert so etwas immer mal wieder und nicht nur in Foren. Mir ist in der Arbeit mal ein Schriftstück, an dem ich zwei Tage lang gefeilt hatte, einfach verloren gegangen. Ich hatte es -da war ich mir sicher- gespeichert, trotzdem war es weg. Auch die Spezialisten von IT konnten nichts mehr machen. Musste noch mal ran. Vielleicht bringst du die Kraft noch auf, die Bilder noch mal hochzuladen.

    Viele Grüße.

    Thomas

    Ja Peter,

    die BMG war's, ich war auf dem falschen Gleis. In der BMG bin ich auch Mitglied. Die macht jedes Jahr eine Tagung und da war ich schon häufig dabei. Leider geht es mir dieses Jahr nicht "naus". Aber nächstes Jahr wird's wohl klappen.

    LG aus München

    Thomas

    Lieber Peter,

    einen Beitrag zu dem aussergewöhnlichen Fund hatte ich geliefert, aber die Hauptarbeit und Leitung hattest du und das muss auch so gesagt werden. Ich konnte aus dem ganzen eine Menge lernen und dass ich da aktiv wurde, lag ausschließlich an dir. In jedem Fall war es eine tolle Sache.

    Schön, dass du Mitglied im Münchner Pilzverein bist. Hast du eigentlich die Festschrift zum 100-jährigen Jubiläum bekommen? Die bekommen nämlich alle neuen Mitglieder. Leider weiß ich nicht, ab welchem Eintrittsdatum dies gilt und bis wann. Teil mir einfach mal mit, ob du die Festschrift hast und wann du bei uns eingetreten bist. Ich gebe Dir Recht, dass Christoph sicher einer der herausragendsten Mykologen ist. Seine Vorträge im Pilzverein sind immer ein Highlight. Vielleicht bist du doch mal in München, in jedem Fall ist praktisch jeden Montag ab 18 Uhr Fund Besprechung. Wäre toll wenn wir uns da mal kennenlernen würden.

    So, jetzt werde ich mich mal ganz langsam Richtung Schlafzimmer begeben und demnächst in die Welt der Träume.

    Sei herzlich aus München gegrüßt.

    Thomas

    Björn Servus,

    hätte mir eigentlich denken können, dass du die Pilze nicht einfach in die Mülltonne schmeißt. Aber gut, es jetzt definitiv zu wissen.

    Bei dieser Gelegenheit: Danke für deine interessanten und schönen Beiträge.

    Noch eine schöne Woche und viele Grüße.

    Thomas

    Liebe Wutzi, lieber Peter,

    ich danke euch ganz herzlich. Das baut doch auf.

    Ich sage mir bei solchen Gedanken auch immer, die Mykologie, Pilzkunde ist halt auch verdammt schwierig. Gott sei Dank gibt es immer wieder auch Erfolgserlebnisse bei der Erinnerung und bei der Bestimmung. Aber genauso ist es ein Erfolgserlebnis und eine Freude, wenn solche Kommentare wie von euch kommen. Das hilft unter anderem sich nicht entmutigen zu lassen. Heute war im Münchner Pilzverein ein Vortrag über das Fünfseenland in Oberbayern. Dazu gehört z.b. auch das Ammerseegebiet, nicht weit von München. Das war ein wunderbarer Vortrag, der neben vielen Pilzen und Pflanzen mir einfach wieder klar machte, wie schön die Natur insgesamt ist. Jede Beschäftigung mit den Pilzen, Pflanzen, Tieren und damit mit der Natur, ist an sich so bereichernd, dass das "Ergebnis" dabei nicht das allein Entscheidende ist.

    Seid herzlich gegrüßt.

    Thomas

    Servus Peter, Pablo und Uwe, danke euch allen, für eure Einschätzungen und Kommentare.

    Tagedieb: Bei uns (München) hatte es heute morgen - 9 Grad und auch-im Gegensatz zu letzter Woche- wenig Schnee. Wir waren heute im Botanischen Garten in München mit unserer kleinen Hündin Dorle spazieren und auch die wollte immer Trockenfutter haben. Das haben wir immer dabei, in Form von kleinen Kügelchen.

    Die Pilze aus obigem Beitrag hatte ich, wie gesagt, nicht selber gefunden, sondern eine Verwandte aus Rheinland-Pfalz.

    Den gelbstieligen Muschelseitling hatte ich überhaupt nicht mehr auf dem Schirm. Das ist immer wieder mal seltsam, obwohl ich den gut kenne, denke ich manchmal einfach nicht mehr an diesen. Leider geht mir dies auch bei anderen Pilzen ab und zu so. Ich kann nur hoffen, dass dies nicht zwischenzeitlich altersbedingt ist.

    Euch schon mal vorab eine hoffentlich gute Woche.

    Thomas

    Danke Manfred,

    ganz klar gibt es über Bilder keinesfalls eine Essens Freigabe. Und selbst wenn es nach eigener Begutachtung 100% Austernseitlinge wären, dürften die aufgrund ihres Zustands keinesfalls mehr in die Pfanne.

    Viele Grüße.

    Thomas

    PS. Danke auch an euch, Maria und Tuppie für eure Hinweise.