Ich hoffe jetzt klappt es
Beiträge von Cortinarius
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möchte ich euch mit meinem Boleten-Körbchen machen
Die hab ich heute bei mir zu Hause als Anschauungsobjekte für einen Kurs in Hornberg gesammelt
Keine Sorge von den teilweise seltenen und geschützten Arten gab es jeweils genügend Fruchtkörper
Zumindest bei uns ist die Saison gestartet.
Wer Namen nennen will kann das gerne tun, ich löse das dann morgen auf
Gruß
Uwe
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Hallo Stephan
Ja der Fund stammt aus Konstanz, einer römische Garnisons Stadt
Das passt schon zu der Römer Theorie
Gruss
Uwe
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Auflösung gibt's morgen
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Hallo zusammen,
wenn die Farben beim Bild des Schmierlings einigermassen passen, dann sollte das schon G.roseus sein.
Die Kuhröhrlinge fruktifizieren dann halt etwas später.
Der Mykorrhiza-Parasitismus funktioniert ja auch ohne FruchtkörperGruss
Uwe
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Hi Benjamin
Ich hatte schon ältere Exemplare die richtig stechend und unangenehm gerochen haben.
Ich zitiere da nicht nur die Literatur sondern spreche aus eigener Erfahrung
C.traganus habe ich sicher schon 40 mal gefunden
Und Werner Edelmann ich liebe einen guten Willi 😜
Gruß
Uwe
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Hallo Benjamin,
das sieht sehr nach C.elegantior aus.
Neuerdings heisst der ja Calonarius elegantior. Die Klumpfüsse aus der Calochrous/Fulvi Gruppe wurden Anfang des Jahres zur neuen Gattung Calonarius umbenannt.
Den KOH Test hier am besten immer mitten im Knollenfleisch machen. Es gibt ähnliche Arten die nur am Knollenrand reagieren und nicht im Fleisch, dann wird das Ergebnis verfälscht.
C.elegantior reagiert im Knollen-Fleisch aber kaum am Knollenrand.
Die typische Messing-Farbe passt aber gut zu C.elegantior. Mikroskopisch sind dann die grossen, zitronen-förmigen , stark-warzigen Sporen bestimmungsrelevant.
GrussUwe
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Hallo Benjamin
Mit C.traganus liegst du richtig.
Der Geruch wird mit Birnenschnaps verglichen, wenn die Teile älter sind , wird der Geruch unangenehm stechend nach Azetylen
Ein wichtiges Merkmal ist das Safran-gelbe Fleisch im Schnitt speziell in der Knolle.
Mit dem von Felli vorgeschlagenen Seifenritterling bin ich auch absolut einverstanden
Gruß
Uwe
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Hallo
Drück mal den Stiel, der sollte richtig hart sein, falls sich noch keine Maden breit gemacht haben
Dann wäre Russula rosea, der harte Zinnobertäubling eine gute Option
Für eine richtige Täublingsbestimmung ist aber die Sporenpulverfarbe unabdingbar
Biotop,Farbe , rot überhauchter Stiel, matte Huthaut passen aber gut zu R.rosea (lepida)
Gruß
Uwe
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Hallo Benjamin
Also der Abflussfrei-Tip war so gemeint, dass du nur ein zwei der weissen Minikristalle in Wasser auflöst, dann hält sich die Reaktion in Grenzen 🥵
Die neuen Bilder zeigen jetzt deutlich blaue Lamellen und auch den etwas blauen Stiel
So kann das gut C.glaucopus sein.
Er gehört zu den etwas häufigeren Phlegmacien im montanen Nadelwald auf Kalk
Sind diese beiden Funde aus einem anderen Gebiet wie deine bisherigen Posts ?
C.elegantior und C.glaucopus kommen eher im Kalknadelwald und was du bisher gezeigt hattest war eher im Sauren zu verorten
Bist du vielleicht im Prättigau unterwegs, da wechseln sich kalk und sauer ab
Gruß
Uwe
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Hallo Benjamin,
beim ersten würde ja schon auf C.elegantior getippt.
Die spezielle KOH Reaktion bei dieser Art ist rosa-rot im mittleren Knollenfleisch
Theoretisch könntest du das auch mit verdünntem Abflussreiniger testen
Der zweite ist schwieriger.
Ich würde den mal mit C.glaucopus vergleichen
Diese Art bringt eigentlich immer etliche Fruchtkörper die gerne wie aufgereiht dastehen (Reihiger Klumpfuss)
Die Knolle kann ganz schwach ausgebildet sein und der Blauton der Lamellen ist schnell vergänglich
Das müsste man mikroskopisch überprüfen
Glaucopus hat kleine Sporen
Max. 8,5 um
Mit KOH solltest keine Farbreaktion erhalten
Gruß
Uwe
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Hallo Benjamin,
die Abgrenzung von C.livido-ochraceus ( syn. C.elatior) zu C.stillatitius ist einmal das Biotop und die Hutfarbe.
C.stilatitius ist deutlich dunkler braun wie livivo-ochraceus . C.livico-ochraceus ist ein Buchenwald-Pilz und wächst eher im Flachland, das Stielvelum ist nur bei ganz jungen Exemplaren leicht lila/blau und der Stiel bricht gerne schuppig auf.
Wenn du Pilze für ein mikroskopische ( oder genetische) Untersuchung ohne speziellen Trockner trocknen willst schneide ganz dünne Scheiben und trockne diese an der Sonne. Nachts wieder reinholen, sonst sind sie am morgen wieder feucht
Bevor sie in eine Plastiktüte kommen müssen sie aber knochentrocken sein, sonst gibt es SchimmelDanke, dass man ihn schon mal einer Gruppe zuweisen kann, ist schon mal toll
. Wenn man solche Detailbilder von der Stieloberfläche hätte, könnte man ihn dann makroskopisch bestimmen, oder müsste dennoch wieder mikroskopiert werden?Die Gruppe ist schwierig ein paar wenige lassen sich schon makroskopisch bestimmen, wenn man sie genau anschaut. Aber selbst mit Mikro wird es nicht viel einfacher.
Grob kann man mit dem Stielvelum folgende Arten unterscheiden
C. anomalus s.l. - Velum Ockergelb , meist mehrere Bänder
C. caninus - Velum braun ein dünner Streifen, darunter minimal dunkler wie die Stieloberfläche
C. spilomeus - Velum rot-braun , fleckig, streifig
Wichtig ist das Stiel-Velum nicht mit dem Schleier-Ansatz zu verwechselnGruss
Uwe
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Hallo Benjamin,
zu den beiden Neuen kann ich folgendes sagen
Den Schleimigen mit blauem Stielvelum kanst du mit C.stillatitius, Honigschleimfuss vergleichen.
Um sicher zu sein an der Stielbasis drücken und riechen , da sollte sich ein recht starker süslicher Geruch ergebenOhne Geruch gibt es den sehr ähnlichen C.collinitus ( Blaustiel Schleimfuss) .
Der runzlige Hut deutet aber eher auf C.stillatitius
Der zweite neue sieht wie C.crassus, Trockener Schleimkopf aus.
Das müsste man aber mikroskopisch absichern.Das was du als C.anomalus bestimmt hast gehört sicher in die Gruppe der Anomali
allerdings gibt es da diverse, schwer unterscheidbare Arten.
Ich kann mir gut vorstellen, das du mind. 2 verschiedene Arten aus dieser Gruppe zeigstWie schon meine Vorredner geschrieben haben braucht es da zusätzlich gute Detailbilder der noch nicht berührten Stieloberfläche, so dass das Velum genau zu sehen ist.
Gruss
Uwe
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Hallo Benjamin
Zum Cortinarius ist schon alles gesagt, das Biotop spricht für C.calisteus s.l.
Deine zweite Koralle kannst du mal mit Ramaria testaceoflava vergleichen
Eine recht seltene Art, die aber makroskopisch ganz gut ansprechbar ist und ins Habitat passt
Deine Funde machen ja etwas Hoffnung für die restliche Pilzsaison. Wo bist du denn ca. zu Hause ?
ab Mitte September und Anfang Oktober bin ich auch vermehrt in den Alpen unterwegs.
Gruß
Uwe
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Hallo Raphael
spannende Sachen findest du da in der Höhe.
Dein Phlegmacium kannst du mal mit C.durus var. chamaesalicis P.D.Orton (Bon) Brandrud vergleichen
Der ist in der Funga Nordica drin und wird als alpine Art unter Kriechweiden angegeben.Du machst ja sicher einen Beleg von diesen speziellen Arten.
Soll C.compactus auch eine alpine Art sein ?Gruss
Uwe
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Hallo Raphael,
hast du die Cortinarien mal geschmacklich probiert -> Huthaut ?
Deine Vorschläge gehören ja in die Gruppe der sehr bitteren Schleimfüsse.
Wenn das gegeben ist, würde ich die Grösse nicht als kritisches Abgrenzungsmerkmal sehen.Weisliche , bittere Schleimfüsse gibt es ja ein paar.
Für C.decumbens sind die kleinen Sporen typischIch kenne diese Arten nicht, hab jetzt nur in meinem Literaturverzeichnis gesucht.
Gruss
Uwe
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Hi Raphael,
Schön, den hatte ich nach dem Lesen des Artikels auch im Verdacht
Hast du einen Beleg davon ?
Falls die JEC mal die Anomali bearbeitet, wäre das ein Sequenzierungskandidat
Gruß
Uwe
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Gefunden
JEC Journal 2012
Alpine Cortinarien aus der Sektion Anomali aus den Schweizer Alpen
Beatrice Senn-Irlet & Hans Fluri
Falls du keinen Zugriff darauf hast, kann ich dir das in den nächsten Tagen scannen
Gib kurz Bescheid
Gruss
Uwe
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Hallo Raphael
Dein Cortinarius aus der Anomalus Ecke kann gut was besseres sein
Alpin gibt es da etliche Arten, über die nur wenig bekannt ist
In einem älteren JEC Heft war mal eine Übersicht drin
Ich schau mal ob ich die finden kann
Gruss
Uwe
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Hallo Benjamin
Vergleich mal mit Spathularia neesii
Schöner Fund einer seltenen Art.
Hatte ich auch erst zweimal in den Alpen, jeweils über 1200m
Gruß
Uwe
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Hallo Jörg
Dein "vielleicht Dachpilz" ist wohl eher ein älterer Breitblatt Rübling.
Vermutlich hat es vergrabenes Holz darunter
Gruß
Uwe
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Hi Steve
You can use different Genus, which are in general mycorrhizal
EG. Cortinarius, Inocybe, Hebeloma, Russula, Lactarius, Amanita, most of Boletales
...
As I know for aforestation
Hebeloma is a good choice
BR
Uwe
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Hallo Raphael
Gerade bei Mikrobildern ist die SW nicht so entscheidend, da die Bilder nicht so detailreich sind
Wichtiger ist die richtige Auswahl der Bilder
Man schaut ja immer in die Tiefe des Präparats und da ist manchmal weniger mehr
Ich verwende Helicon Focus das ist extrem einfach anzuwenden
Ich nehme immer Bilder über den gesamten Schärfebereich auf, dabei auf kleine Fokusschritte achten
Dann mache ich einen Stack über alle Bilder
Wenn sich dann zu viele Details überlagern, blende ich am Anfang oder Ende wieder einzelne Bilder aus
Das geht bei Helicon Focus ganz einfach durch Häckchen setzen
Dann wieder Stacken bis das Ergebnis passt
Bei ornamentierten Sporen ist es wichtig, dass man immer nur bis zur Mitte (optischer Schnitt)
Stackt, sonst vermischen sich Vorder- und Rückseite
Falls du mit Helicon Fokus liebäugeltst, such dir Gleichgesinnte. Die Lizenz erlaubt die viermalige Nutzung auf verschiedenen PCs, nur nicht gleichzeitig.
Ich hab auch nur eine geteilte Lizenz und noch nie ein Problem damit gehabt
Picolay geht auch gut, ist aber etwas unübersichtlicher in der Bedienung, dafür absolut kostenlos
Gruss
Uwe
