Beiträge von Cortinarius

    Hi Thiemo

    Das war etwas gemein, ich gebs ja zu

    Wir hatten in Hornberg verschiedene Kollektionen von Amoena, einmal in rot-violett und einmal in blau-violett

    Ich hatte halt nur diese Variante eingepackt.

    Es hätte dann noch komplett Entfärbte gegeben, dann wäre es ganz unmöglich gewesen. Die Variationsbreite von R.amoena ist halt wesentlich größer wie man so denkt und wie sie in der Literatur abgebildet wird. Das Aquarell von Helga Marxmüller auf Seite 137 trifft es aber recht gut, da fehlt nur noch die komplett entfärbte Variante

    Gruß

    Uwe

    Hallo

    ich schliesse R.fellea auch aus. R.fellea hat eher eine ockergelbe Farbe und vor allem ist er im Hut, Lamellen und Stiel quasi gleichfarbig, das ist ziemlich ein Alleinstellungsmerkmal bei den Bunttäublingen.
    Dein Fund hat einen weissen Stiel und kann damit kein Gallentäubling sein.

    Eine Alternative habe ich auch nicht, ausser dass es von eigentlich roten Täublingen immer mal wieder komplett entfärbte Kollektionen gibt, denen das Rotpigment fehlt

    Gruss

    Uwe

    Hallo zusammen,

    vielen Dank für eure rege Teilname
    Eigentlich wollte ich nur die bunte Vielfalt zeigen, die gerade zu finden ist
    Mir ist vollständig bewusst, dass Täublingsbestimmung etwas anderst funktioniert
    Ich kann auch nur teilweise Auflösen, schaut einfach mal


    Der Exot ist der kleine viollette Samttäubling , R.amoena in der Mitte, der stammt vom Täublingskurs in Hornberg aus einem sandigen Kiefern/Fichten Wald

    LG
    Uwe


    PS: Ich kann auch nicht wirklich etwas zu euren Lösungsvorschlägen sagen, da ich nicht immer weiss welche Art ihr mit den Kürzeln gemeint habt

    So nun die Auflösung

    Ihr wart alle richtig gut.

    Es hat folgende Pilze im Korb

    Sommersteini

    Glattstieliger Hexenröhrling 2x

    Satansröhrling

    Sommer / Silberröhrling

    Rubroboletus rhodoxanthus 2x

    Hemileccinum depilatum 2x

    Suillellus mendax

    nicht zu sehen Imperator luteocupreus

    Und ausser Konkurrenz Gymnopilus junonius

    Beste Grüße

    Uwe

    möchte ich euch mit meinem Boleten-Körbchen machen

    Die hab ich heute bei mir zu Hause als Anschauungsobjekte für einen Kurs in Hornberg gesammelt

    Keine Sorge von den teilweise seltenen und geschützten Arten gab es jeweils genügend Fruchtkörper

    Zumindest bei uns ist die Saison gestartet.

    Wer Namen nennen will kann das gerne tun, ich löse das dann morgen auf

    Gruß

    Uwe

    Ihr seit natürlich richtig gelegen

    Es ist der Kaiser, persönlich

    Leider schmecken die Teile den Schnecken genauso wie uns

    Direkt daneben stand zum Glück noch der da

    Das letzte mal sind sie 2017 erschienen.

    Ihr seht, nicht jedes Jahr gibt er sich die Ehre

    LG

    Uwe

    Hallo Benjamin,

    das sieht sehr nach C.elegantior aus.
    Neuerdings heisst der ja Calonarius elegantior. Die Klumpfüsse aus der Calochrous/Fulvi Gruppe wurden Anfang des Jahres zur neuen Gattung Calonarius umbenannt.
    Den KOH Test hier am besten immer mitten im Knollenfleisch machen. Es gibt ähnliche Arten die nur am Knollenrand reagieren und nicht im Fleisch, dann wird das Ergebnis verfälscht.
    C.elegantior reagiert im Knollen-Fleisch aber kaum am Knollenrand.
    Die typische Messing-Farbe passt aber gut zu C.elegantior. Mikroskopisch sind dann die grossen, zitronen-förmigen , stark-warzigen Sporen bestimmungsrelevant.


    Gruss

    Uwe

    Hallo Benjamin

    Mit C.traganus liegst du richtig.

    Der Geruch wird mit Birnenschnaps verglichen, wenn die Teile älter sind , wird der Geruch unangenehm stechend nach Azetylen

    Ein wichtiges Merkmal ist das Safran-gelbe Fleisch im Schnitt speziell in der Knolle.

    Mit dem von Felli vorgeschlagenen Seifenritterling bin ich auch absolut einverstanden

    Gruß

    Uwe

    Hallo

    Drück mal den Stiel, der sollte richtig hart sein, falls sich noch keine Maden breit gemacht haben

    Dann wäre Russula rosea, der harte Zinnobertäubling eine gute Option

    Für eine richtige Täublingsbestimmung ist aber die Sporenpulverfarbe unabdingbar

    Biotop,Farbe , rot überhauchter Stiel, matte Huthaut passen aber gut zu R.rosea (lepida)

    Gruß

    Uwe

    Hallo Benjamin

    Also der Abflussfrei-Tip war so gemeint, dass du nur ein zwei der weissen Minikristalle in Wasser auflöst, dann hält sich die Reaktion in Grenzen 🥵


    Die neuen Bilder zeigen jetzt deutlich blaue Lamellen und auch den etwas blauen Stiel

    So kann das gut C.glaucopus sein.

    Er gehört zu den etwas häufigeren Phlegmacien im montanen Nadelwald auf Kalk

    Sind diese beiden Funde aus einem anderen Gebiet wie deine bisherigen Posts ?

    C.elegantior und C.glaucopus kommen eher im Kalknadelwald und was du bisher gezeigt hattest war eher im Sauren zu verorten

    Bist du vielleicht im Prättigau unterwegs, da wechseln sich kalk und sauer ab

    Gruß

    Uwe

    Hallo Benjamin,

    beim ersten würde ja schon auf C.elegantior getippt.

    Die spezielle KOH Reaktion bei dieser Art ist rosa-rot im mittleren Knollenfleisch

    Theoretisch könntest du das auch mit verdünntem Abflussreiniger testen


    Der zweite ist schwieriger.

    Ich würde den mal mit C.glaucopus vergleichen

    Diese Art bringt eigentlich immer etliche Fruchtkörper die gerne wie aufgereiht dastehen (Reihiger Klumpfuss)

    Die Knolle kann ganz schwach ausgebildet sein und der Blauton der Lamellen ist schnell vergänglich

    Das müsste man mikroskopisch überprüfen

    Glaucopus hat kleine Sporen

    Max. 8,5 um

    Mit KOH solltest keine Farbreaktion erhalten

    Gruß

    Uwe

    Hallo Benjamin,

    die Abgrenzung von C.livido-ochraceus ( syn. C.elatior) zu C.stillatitius ist einmal das Biotop und die Hutfarbe.
    C.stilatitius ist deutlich dunkler braun wie livivo-ochraceus . C.livico-ochraceus ist ein Buchenwald-Pilz und wächst eher im Flachland, das Stielvelum ist nur bei ganz jungen Exemplaren leicht lila/blau und der Stiel bricht gerne schuppig auf.


    Wenn du Pilze für ein mikroskopische ( oder genetische) Untersuchung ohne speziellen Trockner trocknen willst schneide ganz dünne Scheiben und trockne diese an der Sonne. Nachts wieder reinholen, sonst sind sie am morgen wieder feucht
    Bevor sie in eine Plastiktüte kommen müssen sie aber knochentrocken sein, sonst gibt es Schimmel


    Danke, dass man ihn schon mal einer Gruppe zuweisen kann, ist schon mal toll :thumbup: . Wenn man solche Detailbilder von der Stieloberfläche hätte, könnte man ihn dann makroskopisch bestimmen, oder müsste dennoch wieder mikroskopiert werden?

    Die Gruppe ist schwierig ein paar wenige lassen sich schon makroskopisch bestimmen, wenn man sie genau anschaut. Aber selbst mit Mikro wird es nicht viel einfacher.
    Grob kann man mit dem Stielvelum folgende Arten unterscheiden

    C. anomalus s.l. - Velum Ockergelb , meist mehrere Bänder
    C. caninus - Velum braun ein dünner Streifen, darunter minimal dunkler wie die Stieloberfläche
    C. spilomeus - Velum rot-braun , fleckig, streifig


    Wichtig ist das Stiel-Velum nicht mit dem Schleier-Ansatz zu verwechseln


    Gruss

    Uwe