Beiträge von larchbolete

    Hallo Andreas und danke für deine Einschätzung. Den Fichtenreizker dachte ich zu kennen. Er wächst etwas nördlicher bei uns im Odenwald auf Buntsandstein und Granit in den Fichtenparzellen oft als Massenpilz. Dort ist er leicht anzusprechen-wenn nur Fichten da stehen. Jetzt dieses Bild nach dem Aufschneiden und diese weinrote Verfärbung der Milch. Sollte es wirklich deterrimus sein, bleibt für mich die Frage: warum finde ich dieses Merkmal in keinem Schlüssel???


    Viele Grüße,

    Peter

    letztes Wochenende hab ich nochmal nach den Herbsttrompeten geschaut. Die waren bei uns in diesem Jahr ein Totalausfall. Aus lauter Verzweiflung hab ich im angrenzenden Fichtenforst auf Moos mal ein paar dieser massenhaft rumstehenden Helmlinge mitgenommen. Mit nitrösem Geruch, den Igelzystiden und zweisporigen Basidien bin ich da bei Mycena filopes gelandet. Könnt ihr das bestätigen?





    Grüße,

    Peter

    hi,


    ich habe letzte Woche eine kleine Gruppe Reizker gefunden, die ich im Feld als Spangrüne angesprochen habe. Fundort war ein Eichen-Elsbeeren-Wald (ehemaliger Weinberg) mit eingestreuten Kiefern, die dort in den 60er Jahren aufgeforstet wurden. In unmittelbarer Nähe standen auch Fichten.

    Die Stiele zeigen keine Grübchen. Die Milch war sofort karottenrot, verfärbte sich aber erst nach etwa einer Stunde weinrot (vielleicht der Kälte und Trockenheit bedingt). Was mich stutzig macht: nach GPBW kann auch L. deterrimus nach 10-30 Minuten ins Weinrote umfärben. Das lese ich weder bei Heilmann-Clausen noch bei Gröger.


    Grüße

    Peter

    hallo,


    dieses Pilzhütchen hab ich in die Pilzberatung bekommen. Ohne Stiel und ohne Milch-ziemlich trocken. Sie wurden in einem Kiefernwald in der Rheinebene gesammelt. Ich kann den nicht zuordnen. Mich irritieren diese auffallend grünen Lamellen.

    Dieser Milchling ist wohl auch die einzig europäische Art, die mit Ammoniakwasser oder KOH rötlich reagiert. Wenn du etwas KOH auf die Lamellen oder auf das Fleisch gibst wirst du eine violette Farbe erhalten. Im mikroskopischen Präparat mit 3%iger KOH sieht man wunderschöne weinrot-violettliche Hyphen.

    hi Ditte,

    Fundort keine 5 km von dir weg.

    Gemarkung Eschelbronn, auf Kalk.

    Begleitbäume Fagus uns Picea. Möglicherweise auch noch was anderes.

    ich hab nicht mikroskopiert. Das kann Ditte tun, sofern sie möchte. Ich bin mir noch nicht mal ganz sicher ob es eine Inocybe ist aber Habitus und Geruch sprechen dafür. Wollte euch die pics auf alle Fälle mal zeigen. Falls Inocybe-dann mal eine Schöne!

    Grüße,

    Peter

    unter Buche fand ich diese Kleinen. Ich habe leider kein Standortfoto. Wenn ich mit dem Gröger schlüssle lande ich bei H. unicolor!?


    einen weiteren Fruchtkörper fand ich unter Hasel und Hainbuche - Buchen standen dort nicht.


    Hier wäre H. lindtneri oder H. carpini eine Idee???

    Grüße,

    Peter

    hallo,

    am Wochenende war ich mal wieder in meinem Kalkbuchenwald und da steht jetzt nur noch sehr wenig draußen. Hier hab ich mal 2 Kollektionen weißer Schnecklinge mitgenommen:


    Kollektion 1:

    Auf Grund der Verfärbung mit KOH an der Stielbasis gehe ich davon aus, dass das H. eburneus ist. H. cossus sollte mit KOH nicht reagieren. Mir ist H. cossus noch nicht untergekommen-ich hab auch noch nicht viele Schnecklinge untersucht!


    Kollektion 2:


    ist mir schon im Wald aufgefallen, da sie vom Habitus etwas stämmiger waren. Geruchlich ist mir da kein Unterschied aufgefallen.


    nach dem Kaffee wieder in den Pilzkorb geschaut und sieh da:


    diese Fruchtkörper haben sich binnen zweier Stunden deutlich verfärbt. Das hatte ich bei Kollektion 1 auch über Nacht nicht beobachtet. Hier gehe ich von H. discoxanthus aus. Was ist eure Meinung? Mikroskopisch geht da wohl nichts.


    Grüße, Peter

    hallo,


    ich war gestern in einem für mich neuen Waldstück. Es ist eigentlich nur ein kleiner Waldstreifen entlang einer Straße, ein zwei Kilometer langer Hang, bewachsen mit Quercus, Pinus, Carpinus und Fagus. Es dominieren die Eichen und Hainbuchen. Der Boden ist flachgründig, der Untergrund Muschelkalk.

    Von der Artenvielfalt war das enttäuschend. Eine Gruppe Täublinge habe ich mitgenommen und hoffe auf eure Hilfe.


    Die Fruchtkörper waren mittelgroß, stabil, nicht zerbrechlich, Hutdurchmesser ca. 5-15 cm

    Fleisch: mild

    Hutfarben: von weinrot über bräunlich bis kupferfarben

    Sporenpulver: IV

    Sporen: 8-11 x 7-9µm, Stacheln isoliert mit sehr wenigen Graten

    Guajak: in ca. 5 s intensiv blau, Eisensulfat grau


    da ich keine Mikroskopkamera habe, hab ich mal versucht mit dem Smartphone durch das Okular zu fotografieren. das muss ich aber noch üben.


    Dermatozystiden in SV zahlreich, schlank, nicht mehrfach septiert. Inkrustierte Hyphen habe ich keine gefunden. Nach Romagnesi lande ich bei den Integrinae und dann schnell beim Braunen Ledertäubling. Was meint ihr?

    Grüße,

    Peter