Birkenporling ist ein starkes Medikament gegen akute Magenentzündungen, und hilft dann auch sofort - wie die Produkte der Pharmaindustrie auch.
Hallo Wolfgang,
gibt es dafür echte Belege?
Dann kann ich das meinem Doktor mitteilen und spare mir die teuren Medikamente.
Gruß
Peter
Alles anzeigen
Hallo Peter,
als echten Beleg kannst du mich heranziehen. Und meinen Mann. Um die Nebenwirkungen von Antibiotikatherapien abzupudern ist Birkenporlingstee unschlagbar. Wir fangen uns gelegentlich eine Borreliose ein. Doxycyclin hilft zwar, schädigt aber die Magenschleimwände. Mit einem Tässchen Bipotee sind die Nebenwirkungen auf den Magen gleich null. Allerdings bleibt die Lichtempfindlichkeit.
Den Hund kuriere ich gelegentlich auch damit, aber bei ihm dauert die Heilung länger. Möglicherweise ist bei ihm auch nicht nur der Magen-Darmtrakt betroffen. Da sind sich die Tierärzte nicht sicher. Außerdem wirken die Wirkstoffe auf Mensch und Tier oft unterschiedlich. Mit einer Tafel Bitterschokolade kannst du einen kleinen Hund umbringen. Einen kleinen Menschen auch mit der zehnfachen Mange nicht. Für uns sind das Lebensmittel.
Die Mykotherapie sagt, dass bei der Anwendung von Birkenporlingen keine Nebenwirkungen bekannt sind. Ich habe im Frühjahr im Selbstversuch eine sechswöchige Kur mit Bipo-Tee gemacht, die mir sehr gut bekommen ist. Ob es der Kur zu verdanken ist, dass ich in diesem Sommer trotz der üblichen Zeckenstiche keine Borreliose bekommen habe, kann ich nicht sagen. Jedenfalls trotzt mein Immunsystem bis heute den überall herumvagabundierenden Keimen und Bakterien, obwohl ich eine stressige Zeit habe.
Ich habe jedenfalls gestern mit einer Herbst-Bipo-Kur begonnen. Mir tut der Pilz gut, auch ohne Phase3-Studie. Ob das nun am Placebo-Effekt liegt, oder am Pilz ist eigentlich auch egal. Allerdings sollen meine persönlichen Erfahrungen keine Empfehlung für Andere darstellen. Jeder Körper reagiert auf Wirkstoffe anders.
Hallo,
wenn es zum Birkenporling eine klinische Studie zu einer konkreten Anwendung gibt, würde mich das sehr interessieren. Bei PubMed finde ich so etwas nicht, wenn ich nach "Piptoporus betulinus" suche.
VG
Jan
Hallo Jan,
ich finde die Heilpilzdiskussionen immer recht spannend und hab mich das letzte Jahr intensiver mit dem Thema befasst. In der TCM hat die Mykotherapie eine jahrtausendealte Tradition. Und obwohl in der TCM meiner Meinung nach auch viel Unsinn verbreitet wird, halte ich diesen Zweig für einen durchaus ernstzunehmenden.
Hier bei uns ist das Wissen um die Heilkraft der Pilze mit der Hexenverbrennung ausgestorben bzw. in Vergessenheit geraten, ganz im Gegensatz zur Pflanzenheilkunde.
Daher ist es auch gar nicht verwunderlich, dass niemand die Heilkraft der Brennnessel infrage stellt, während die Heilkraft von Pilzen regelmäßig als unsicher eingestuft wird. Bei Pilzen fehlen hierzulande ganz einfach die heilkundlichen Erfahrungswerte der letzten Jahrhunderte.
Nach Guthmann lindert der BiPo alle Arten von Magen-Darmerkrankungen, wirkt wurmtreibend, antibiotisch und entzündungshemmend.
Generell gibt es hierzulande für keine Pilzart die klinischen Phase 3 Studien, die für die Zulassung von Medikamenten bei uns erforderlich sind. Der finanzielle Aufwand wäre sehr hoch, aber der wirtschaftliche Nutzen ist gering. Die Pharmaindustrie kann kein Interesse daran haben, dass ein Pilz irgendwelche Medikamente ersetzt. Und dann kommt natürlich das von Wolfgang beschriebene Dilemma. Je nach Standort und Kollektion variiert der Wirkstoffgehalt in Pilzen.
Die gute Nachricht: Der Bipo zählt zu den recht gut untersuchten Heilpilzen, zu dem es einige wissenschaftliche Untersuchungen gibt. Jürgen Guthmann beschreibt in seinem Buch "Heilende Pilze" verschiedene Untersuchungen und Studien zu dem Pilz:
Die krebshemmende Wirkung des Bipo ist demnach nur im Tierversuch bei Ratten auf Krebszelllinien der der Lunge und des Mastdarms untersucht worden. Dort allerdings mit insgesamt positiven Ergebnissen (Lamieszwk et al. 2009). Positiv hat er sich auch bei Krebserkrankungen der Geschlechtsorgane des Hundes (Utzig 1957) erwiesen.
Grundwald et al. (2018) wies die immunstimulierende Wirkung des Pilzes (Tee) durch die Steigerung der Freisetzung von Interferon-Gamma beim Menschen nach. Dieses Immunstimulierung hatten zuvor Kawecki et al. (1978) beobachtet.
Belege für die antibakterielle Wirkung erbrachte die Untersuchung von Suay et al. (2000). die extrahierten Wirkstoffe erwiesen sich Wachstumshemmend auf verschiedene Bakterienarten.
So weit zum Guthmann.
Bei der DGfM wurde eine wie ich finde recht interessante Arbeit zum Bipo veröffentlicht. https://www.dgfm-ev.de/jugend-und-nachwuchs/pdf-bereiche/lecker-gesund?name=Literaturstudium_Heilwirkung_Birkenporling-Agnieszka_Mozer-Möllenbeck.pdf&reattachment=a67e685e08323e230e18009c1bb610de