Beiträge von Wutzi

    Hallo Stefan, dass I. lacera der einzige Treffer sein würde, hatte ich schon befürchtet. Dass sich das Verhältnis der Sporengröße von 1:3 erschließt, hatte ich aufgrund der Fotos vorausgesetzt. Aber stimmt, ich hätte das Längenmaß dranschreiben sollen. Danke für Deine Anmerkungen.

    Hallo Karl, danke für die ausführliche Beschreibung Deiner Täublingsbestimmung. Irgendetwas bleibt immer hängen, auch wenn ich selten die Chance habe unter Hainbuchen oder auf Kalk zu suchen. Bei dem Rötling erstarre ich vor Ehrfurcht. Wie kann man diesen kleinen weißen Winzling als bestimmte Art eines Rötlings identifizieren. Das wird mir immer ein Rätsel bleiben.

    Hallo zusammen,

    diese Gattung Inocybe wird mich ganz sicher in den Wahnsinn treiben. Von weitem sehen alle gleich auch - jedenfalls fast und die Stielbasis entzieht sich regelmäßig der Betrachtung, zu 80% ist sie verwurmt oder verweigert sich aus anderen Gründen einer Inaugenscheinnahme. Unter dem Mikroskop haben viele Arten wirklich einiges zu bieten. Aparte Kristallschöpfe, unterschiedlich geformte Zystiden und mit Glück wild gehöckerte Sporen. Nur mit dem Bon schien alles noch ganz einfach, da standen nur ein paar Arten drin. Aber wehe, frau vergleicht mit Literatur, die den Risspilzen mehr Aufmerksamkeit schenkt. Da wird es dann völlig verrückt, mehrere hundert Arten, von denen sich ein Großteil ziemlich ähnlich alt.

    Ein. Beispiel: Endlich, nach langer suche schienen alle Merkmals zu stimmen - dann waren die Sporen allerdings zu groß, also: wieder daneben. Dittes Website ist genial. Eine Fundgrube und ein echter Geheimtipp, wenn man erst einmal eine Idee von dem Pilz hat, den man bestimmen möchte - aber als Anfängerin werde ich schier erschlagen von der Artenfülle, die sich auftut.


    Unglücklicherweise hatte ich innerhalb von ein paar Tagen viele Inocybe-Funde. Ich habe mich redlich bemüht, den Pilzen einen Namen zu geben und immerhin ist mir gelungen, einige Funde als ein und dieselbe Art zu erkennen, weil Mikro- und Makromerkmale übereinstimmen. Aber mich auf einen Namen festzulegen, fiel unglaublich schwer. Damit nun nicht alles durcheinandergeht hier der erste Teil meines Risspilz-Lottos und vielleicht könnt Ihr mir auf die Sprünge helfen:


    Der erste Kandidat schien noch relativ einfach herauszufinden. Ich vermute Inocybe lacera - den Spindelsporigen Risspilz. Unter Fichten, Birken und Bergahorn. Spermatischer Geruch, nach Keller. Diese Art habe ich mehrfach an verschiedenen Standorten gefunden.

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    Diese hier standen quasi vor der Haustür und ebenfalls an anderen Orten. Fichten, Lärchen und Buchen waren die Begleitbäume. Spermatischer Geruch. Ich bin bei Inocybe pseudoasterospora dem Falschen Sternsporrisspilz gelandet

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    Hier kommt Nummer 3. Gefunden unter Buchen Einen besonderen Geruch habe ich nicht festgestellt. Hier bin ich bei Inocybe praertivisa - Zapfensporiger Risspilz.

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    3h Kaulozystiden


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    4 Unter Fichten. Mein Tipp ist der Inocybe nitidiuscula - Frühlings-Risspilz. Leider ist das Foto von unter dem Röckchen vor Ort misslungen. Deshalb am Schluss ein Foto auf dem IPad mit den zugehörigen Mikromerkmalen. Geruch schwach spermatisch.







    Soweit die erste Auslosung. Vielleicht habe ich wenigstens bei einem Tipp einen Treffer

    Hallo Ulla, das macht richtig Spaß beim Schlüpfen zuzuschauen. Bei Dir ging's ja ziemlich fix. Ich musste letztes Jahr länger als eine woche warten, bis sich die adoptierten Tintenfische bei mir zu Hause aus ihren Eiern bemüht haben. In diesem Jahr sehe ich regelmäßig nach dem Originalstandort. dort sind aber offenbar die Schnecken ganz wild auf die roten Tentakel. Ich finde immer nur Fragmente.

    Danke fürs Zeigen!

    Hallo lubeca,

    beim Dampfgaren bleibt das Gemüse schön bissfest und die Mineralien und Vitamine bleiben auch drin. Bei Pilzen erzielst Du denselben Effekt durchs Braten. Aus weichen Pilzen werden bissfeste Pilzstücken. Die Inhaltsstoffe bleiben Dirn, weil Du sie ja nicht kochst sondern brätst. Wenn das Wasser verdunstet ist bleibt Pilz nebst Inhalstsstoffen in der Pfanne. Ich würde ich das Braten bei Pilzen immer bevorzugen.

    Hallo Nobi, das muss eine erbauliche Tour mit Matthias gewesen sein. Von Helmlings-Nadelkissen, Schleimlingsschönheiten über Schwindlige von denen ich noch nie gehört hatte bis zu einem Traum von Sonnenuntergang. Man glaubt immer, so was gibts doch gar nicht. Aber ganz falsch. Es gibt diese unwirklich scheinenden Farbspiele und es geht sogar noch extremer==Gnolm7 - violett, rosa, purpur und orange. Ich liebe solche farbigen Wolkenhimmel. Danke fürs Mitnehmen.

    Hallo Tiuzzini,

    (welcome). Die Pilze die Du zeigst sind anhand der Bilder nicht seriös bestimmbar. Die Fotos sind nicht gut belichtet und Details sind schlecht erkennbar. Vielleicht ist es ein Ackerling, vielleicht irgend etwas anderes. Bevor Du Speise-Pilzsammler wirst, solltest Du Dich mit der Materie ein wenig auseinandersetzen. Es gibt 5-10.000 Pilze, je nachdem wie man rechnet. Nur ein Bruchteil davon sind Speisepilze. Und keinesfalls sollte ein Anfänger damit beginnen, Lamellenpilze zu sammeln und essen zu wollen. Halte Dich zunächst an Röhrenpilze. Am besten Du schaffst Dir ein gutes Pilzbuch an und begleitest einen Speisepilzsammler in den Wald und lernst so.

    Hallo Mike,(welcome) auch von mir. Schön, das Du mit deinem Flechten-Expertenwissen ins Forum gefunden hast. Für mich sind Flechten immer dann besonders interessant, wenn die Pilze mit Hut und Stiel rar sind.Für mich sind sie nach wie vor ziemlich rätselhafte Organismen.

    Hallo Norbert, gen mal. An Deinen Teichen gibts die Forellen gleich geräuchert. Da erblasse ich nicht nur wegen des Sommersteinpilzes vor Neid. Die kenne ich nämlich nur vom Anschauen. Jetzt habe ich also wieder einen gesehen und mangels Eichen und Lehmboden wird es wohl bei den Bildern bleiben müssen, es sei denn ich bewege meinen Hintern mal ein Stück raus in die Welt und schau mich andernorts um.


    Danke für's Zeigen!

    Hallo Christoph,

    wie gut dass es Mediatheken gibt. Ein schöner Beitrag und jetzt weiß ich auch, wem ich zumindest zu 3/4 die verschiedenen Kremplinge zu verdanken habe==Gnolm13 (dabei fände ich einen Kahlen Krempling völlig ausreichend) und weshalb der Grünblättrige Schwefelkopf in alten Pilzbüchern als tödlich giftig beschieben wird. Ein guter Mix aus Hintergrund, Persönlichem und Wissensvermittlung. Wenn Magazine immer so wären und weniger gekocht würde - obwohl ich das Zwiebelrezept wahrscheinlich doch einmal ausprobieren werde - würde ich so etwas vielleicht auch mal ohne Anlass gucken.

    Hallo Kersten ein weiteres wesentliches Merkmal des Nelkenschwindlings ist, dass er einen zähen Stiel hat. Du kannst ihn verknoten und er wird nicht brechen. Das schaffst du bei den Waldfreundrüblingen keinesfalls. Aber wie Oehrling schon schrieb. Wenn du kleine Lamellenpilze essen möchtest, geh vorher zum Pilzberater. Ansonsten kann das richtig in die Hose gehen - und noch schlimmer.

    Hallo Christoph,

    das Leben ist zu kurz all die spannenden Dinge zu tun, auf die frau Lust hat. Deine Bilder vom Sternenhimmel sind beeindruckend. Ich genieße den Nachthimmel hier im halbverlassenen Dorf, wo es kaum Lichtverschmutzung gibt und bei Neumond sehe ich von Zeit zu Zeit die Milchstraße direkt über mir. Dann ist es meist eisig kalt und lange in die Sterne gucken ist nichts für Frostbeulen. Für milde Sommernächte - die sind hier in meinem Tal auch rar - trotz Klimawandel - habe ich seit Jahren eine App für Greenhörner und "Gelegenheits - in die Sterne gucker"- Star walk. Ich nutze sie nur selten, aber manchmal, wenn ich wissen will, wer was ist, kommt sie doch zum Einsatz. Am besten finde ich es einfach so auf dem Liegestuhl mit dem Hund in eine Decke gekuschelt in den Himmel zu schauen. Vorzugsweise im August um Schnuppen zu sehen. Profan im Gegensatz zu den astronomischen Leckerbissen, die Du uns zeigst, aber der Blick in die funkelnde Unendlichkeit schafft es regelmäßig, mich wieder zu erden.

    Hallo Sebastian, (welcome) auch von mir. Unter den Schleierlingen gibt es durchaus leckere Arten wie den Heideschleimfuß einer meiner Lieblingspilze oder zumindest essbare wie den Semmelgelben (Cortinarius varius). Die unter den zig ähnlichen Arten herauszufinden, erfordert allerdings etwas Übung, im besten Fall Hilfe durch einen Kenner der Gattung. Pablo schreibt es ja, die Gattung ist enorm artenreich und die Arten ähneln sich oft sehr.

    Ich verteile die Reste - falls ich doch einmal einen madigen Pilz mit nach Hause geschleppt habe im Garten oder auf dem Weg in den Wald. Manchmal ist ein Treffer dabei😂, denn inzwischen habe ich zu Hause eine Art Pilzindikator. Wenn gar keine Pilze im Garten stehen, gibts im Wald auch nichts, dann muss an Bachläufen gesucht werden

    Hallo Rotfuß, das sieht doch schon ganz gut aus. Hier fing es mit denselben Arten an. Die scheinen sich abzustimmen. Nur waren bei mir die Maden noch fixer als bei Dir die Schnecken.==Gnolm4

    Ja, ich hab das so verstanden, dass die adulten männlichen Zecken eigentlich nur auf die Wirte gehen um eine Partnerin zu finden. Dementsprechend sollte die Paarung auch (immer?) dort stattfinden. Sie brauchen aber für jede Entwicklung zum nächsten Stadium Blut. Von der ganz kleinen sechsbeinigen Larve zur etwas größeren Nymphe bis schließlich zur adulten Zecke.

    An liabn Gruaß,

    Werner

    Ja, schönen Dank auch Werner, eine Nymphe hatte ich heute früh am Fuß:rolleyes:. Wenn das so ist, müsste man ja eigentlich nur die weiblichen Zecken absammeln - allerdings vollständig. Die adulten Jungs alleine wären unschädlich==Gnolm4.

    Hallo Pablo, von H. costifera habe ich nur ein gutes Foto gefunden. In Die Großpilze Jenas. Da sind Kalkböden und der Fruchtkörper sieht grau aus, während dieser hier dunkelbraun ist. Wahrscheinlich ist es eine mickrige Form der Hochgerippten Becherlorchel. Da passt auch das Habitat besser. Danke für Deine Mühe!