Beiträge von Isarschwammerl

    Servus,

    ich möchte Euch einen Pilz vorstellen, den ich am 27.08.2020 im Isartal südlich von München gefunden habe und für dessen Bestimmung vor Ort ich Werners Hilfe benötigte. Zuhause war er mit Hilfe der Funga Nordica relativ leicht zu bestimmen. Allerdings wird dort der Dreifarbige Krempenritterling Leucopaxillus tricolor mit Leucopaxillus compactus synonymisiert, während die beiden Arten in Mycobank getrennt und beide als gültige Namen aufgeführt sind. Vielleicht weiß da jemand mehr.

    An der Fundstelle ist das brüchige, an Russula erinnernde Fleisch aufgefallen. Erst mit der Lupe sah man doch die feinen Faserungen. Allerdings gibt es bei Russula keine Art mit einer so knolligen Stielbasis. Lamellen gelblich, angewachsen bis leicht herablaufend.

    Der Hut hat ein rötliches Ocker, der Hutrand gerieft

    Die warzigen Sporen sind amyloid mit Tropfen und maßen 6-8 x 4-5 µm wie im Lehrbuch. Zahlreiche und kräftige Schnallen. Basidien mit Basalschnalle.

    Liebe Grüße Schorsch


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    Hutrand gerieft

    Basidie mit Basalschnalle



    HDS mit zahlreichen Schnallen

    Sporen

    Danke,
    funktioniert aber bei mir nicht. Ich bekomme die Meldung: Gültiges Zertifikat .... Es gibt keinen Grund, eine Ausnahmeregel hinzuzufügen.

    Mich nervt das ewige Klicken bis man im Forum ist auch. Mag gar nicht mehr reingehen.
    Und wie funktioniert das bei Chrome? Da scheint es zu funktionieren, außer ich komme über den Email-Link.
    LG Schorsch

    Servus,
    ich stelle nochmal die Bilder ein, die ich bei einem Besuch bei snowwhite gemacht und hier im Forum auch schon gepostet habe .
    Er soll jetzt auf den Namen Rhodofomes roseus hören.
    LG Schorsch

    .

    Jetzt ist alles sichtbar. Danke den Admins! und Dir liebe Rebecca für die tollen Bilder.
    Da möchte ich noch welche dazustellen, die Du mir auf unserem gemeinsamen Ausflug vor 1 Monat gezeigt hast.
    Rosenroter Baumschwamm - Rhodofomes rosea (ex Fomitopsis rosea) und den

    Walliser Lackporling - Ganoderma valesiacum.

    Liebe Grüße aus München und bis bald
    Schorsch




    Ehrwalder Becken auf Zugspitz-Massiv

    Biberwier Richtung Grünstein


    auf Rebeccas Terrasse, Blick auf Ehrwalder Sonnenspitze (hab ich zu meiner guten Zeit mal überschritten)




    Walliser Lackporling - Ganoderma valesiacum


    Rosenroter Baumschwamm - Rhodofomes rosea (ex Fomitopsis rosea)

    Servus Erich,

    ein toller Einstieg, gleichzeitig aber auch für Vollprofis in Sachen Russula, sind die Russularum Icones von Helga Marxmüller.
    Die 2 Bände sind vergriffen, aber inzwischen als CD für ich glaube 35.- € + Versand erhältlich (anatis.verlag@gmail.com).Das sind Beschreibungen z.T. auch von Romagnesi, tollen Mikrozeichnungen und unvergleichliche Aquarellbilder in natürlicher Größe. Außerdem ist der von Bresinsky bearbeitete Romagnesie-Schlüssel dabei, praktisch da durhsuchbare PDF, sowie ein Karton mit den Sporenpulverfarben. Kurzum zu einem erschwinglichen Preis ein Klasse Werk und absolutes must-have für Russulafans.
    Liebe Grüße Schorsch

    Hallo,
    hatte mir letztes Jahr die DVD bzw. Blueray gekauft und auch schon mehrmals angeschaut (beim Ergometer fahren :))

    Danke fürs erinnern.
    LG Schorsch

    Mist jetzt hab ich den falschen Button angeklickt und alles ist weg. Jetzt versuche ich alles nochmal zusammen zu bekommen, in Word zu schreiben und in die Antwort zu kopieren. Also:

    Servus Pablo et. al.,

    Christoph hatte mir geraten, die Huthaut zu mikroskopieren (siehe o.g. Bild in Kongorot). Die gefundenen Strukturen habe ich als Ketten von Sphaerozysten interpretiert. Gemäß dem Boletales-Schlüssel von Klofac, W; & Krisai-Greilhuber, I. 2018. Revised key for the determination of fresh collections of European species of Boletales with tubulate hymenophore. Überarbeiteter Schlüssel zur Bestimmung von Frischfunden europäi-scher Arten der Boletales mit röhrigem Hymenophor. Österreichische Zeitschrift für Pilzkunde. 27:81-303 bin ich auf die Gattung (Subgenus Neoleccinum) gekommen. Die Sporengröße passte auch (16,5 - 18,0 x 4,5-5,5µm; Q= 3,3). Es ging mir jetzt eigentlich darum, ob es sich um Leccinellum pseudoscabrum (KALLENB.) MIKŠÍK oder Leccinellum pseudoscabrum f. isabellinum (LANNOY & ESTADÈS) MIKŠÍK handelt. Im Schlüssel von Klofac (2007) hießen sie noch Leccinum carpini mit anderen Autorennamen.

    Da ich keine Erfahrung mit der Variationsbreite der Hutfarben des Hainbuchen-Raustielröhrlings habe, habe ich auf die geballte Erfahrung des Forums gesetzt, um die Bestimmung abzuschließen. Vielleicht liest ja sogar Irmi mit.

    Auf jeden Fall vielen Dank für Eure Antworten und Expertise.

    Liebe Grüße aus München Schorsch

    Servus Pablo,
    Christoph hatte mich draufgebracht, die Huthaut zu mikroskopieren (siehe oben). Die Strukturen habe ich als kettenförmige Sphaerozysten interpretiert und bin dann gemäß dem Boletales-Schlüssel von Klofac, W; Krisai-Greilhuber, I. 2018. Revised key for the determination of fresh collections of European species of Boletales with tubulate hymenophore. Überarbeiteter Schlüssel zur Bestimmung von Frischfunden europäi-scher Arten der Boletales mit röhrigem Hymenophor. Österreichische Zeitschrift für Pilzkunde. 27:81-303 auf die Gattung Leccinellum gekommen. Die Sporengröße hatte dann auch gepasst. Eigentlich ging es darum, ob es sich um L. pseudoscabrum (KALLENB.) MIKŠÍK oder L. pseudoscabrum f. isabellinum (LANNOY & ESTADÈS) MIKŠÍK handelt. Und da kommt jetzt meine mangelnde Erfahrung mit Leccinellum und den möglichen Farbvarianten ins Spiel.
    Vielen Dank für Euere Antworten und Bemühungen. Vielleicht liest ja auch Irmi den Post.
    LG Schorsch

    Servus aus München,
    auf einer parkähnlichen Wiese im Münchner Süden habe ich einen Pilz gefunden, den ich als Hainbuchen-Raufußröhrling bestimmt habe. Jetzt geht es aber um die Beschreibung der Farbe. Da gehen jetzt die Meinungen auseinander. Auf dem Bild wird die Farbe ziemlich naturgetreu wiedergegeben, abhängig natürlich vom Bildschirm, auf welchem es betrachtet wird.

    Würdet Ihr die Farbe als isabellfarben, hellocker oder ganz anders beschreiben? Bei Miksik (Hribovité Houby Evropy, 2017, S. 400 ff.) werden Pseudoscaber mit Hutfarben von hellocker bis dunkelbraun abgebildet, dazu noch ein fast weißer als Leccinellum pseudoscaber f. isabellinum. Was Farben betrifft bin ich grad ziemlich verunsichert. Isabell: Bei Séguy ist es ein pastellfarbenes Orange (203), bei Kornerup wird es (4D7) als schmutziggelb, kackfarben beschrieben, welches ich aber in der entsprechenden Tabelle eher bei olivbraun eingeordnet hätte. Alles dunkler als mein Pilzchen. Dessen Farbe hätte ich als hellocker beschrieben. Ich füge noch die entsprechende Seite aus Miksik bei. Wie ist Eure Einschätzung?
    Liebe Grüße Schorsch