Beiträge von Bibliothekar

    Hallo,


    die Frage ist doch eher, warum sollte ich, wenn keine Notzeit ist, eigentlich Pilze in das Tierfutter mischen? Der Futterproduzent wird sich keine Zucht- und Bearbeitungsanlage für Pilze aufs Gelände stellen. Im Einkauf wären Pilze dann viel zu teuer. Das Tierfutter würde durch Pilze ja keinen wesentlichen Qualitätssprung erreichen. Heilpilze für Haustiere ist eine ganz andere Sache. Das findet man ja auch im Internet.


    Haustierfutter und Viehfutter sind sicher auch zwei sehr unterschiedliche Dinge, schon in der Herstellung. Bei Weidetieren darf man durchaus von einem relevanten Pilzverzehr ausgehen, wenn die Weide voller Pilze steht. Die weiden ja sicher nicht bewußt drumherum. Mit dem Krönchenträuschling gab es auch schon Probleme bei Schafen. Obwohl, der Fall war nicht so ganz klar. Zur Heuernte werden die Pilze auch nicht vorher aus der Wiese entfernt.


    Beste Grüße

    Stefan F.

    Hallo,


    hier mal 2 Artikel über die Bedeutung der Verwertung zu Notzeiten. Das ist schon extrem!


    DGfP (1941) - Die Verwertbarkeit der in deutschen Wäldern wachsenden Pilze I, ZfP, N.F. 20, Heft 1-2, 4-7.pdf

    DGfP (1941) - Die Verwertbarkeit der in deutschen Wäldern wachsenden Pilze II, ZfP, N.F. 20, Heft 3-4, 66-72.pdf


    Die Schweine hatten großes Glück, dass es gerade keine Grünen Knollenblätterpilze gab. Extrakte und Pulver aus Zuchtpilzen dürften, nach Prüfung der Verträglichkeit, durchaus ein guter Bestandteil der Tiernahrung sein.


    Siegmar Berndt wird seine Empfehlung keinesfalls leichtfertig gegeben haben. Da bin ich mir ganz sicher. Es geht ja auch nicht darum jetzt eure Hunde, Katzen und Hamster einfach so mit Pilzen zu füttern. Die käuflichen Futterbestandteile unterliegen schon einer gewissen Prüfung.


    Beste Grüße

    Stefan F.

    Hallo Mischa, hallo Marcel,


    es wäre schön, wenn ihr wieder auf die sachliche Ebene zurückfinden könntet. Das Thema verdient keinen derartigen Streit. Ich selbst stehe da ganz nah bei Wutzis Standpunkt. Ohne Kastanien im Herbst ging zu meiner Kinderzeit nichts. Viele sammelten sie auch für den ZOO als Futter. Die wollten aber lieber Eicheln. Zu Notzeiten spielte die Rosskastanie als Nahrungsmittel durchaus eine bedeutende Rolle. Die Kastanien wurden mehrfach entbittert (entgiftet?) und zu Mehl vermahlen. Dies wurde dann als Nahrungsmittel mit genutzt. Heute ist zum Glück keine Not mehr.


    Beste Grüße

    Stefan F.

    Hallo,


    im Osten könnte Castanea sativa in Wäldern häufiger zu finden sein. Es gab in den 70iger Jahren ein Programm, diesen Baum als Testprojekt an großen Wegen alleeartig zu pflanzen. Da sind noch viele übrig geblieben.


    Beste Grüße

    Stefan F.

    Hallo Merit,


    das könnte durchaus der Gemeine Safranschirmling oder Dickknolliger Garten-Safranschirmling Chlorophyllum rachodes sein. Der starke Kontrast zwischen Schuppen und Huthaut ist vorhanden. Ob es nicht gar der Gerandetknollige Gartensschirmling Chlorophyllum brunneum ist kann man mit den Bildern nicht ausreichend absichern. Der Olivbraune Safranschirmling aus dem Wald Chlorophyllum olivieri ist es sicher nicht.


    Beste Grüße

    Stefan F.

    Hallo,


    der moderne Drang die einzelnen Arten präziser aufzutrennen, führt im Nebeneffekt auch dazu, dass uns der ordnende Zusammenhang mitunter verloren geht. Die vielen dabei entstehenden monophyletischen Gattungen, sind schwerer in ein ordnendes und übersichtliches System zu bringen, sodass diese Aufgabe im Moment nicht so recht übernommen werden will. Da ist vieles im Fluss. Das Erkennen neuer Verwandtschaften ist ja noch lange nicht abgeschlossen. Das verwirrt und führt zu einer momentan stärkeren Hinwendung auf die viel stabileren deutschen Namen. Vermutlich braucht es am Ende wohl ein ganz neues System. Bis dahin wird unsere Geduld sicher noch stark in Anspruch genommen werden.


    Beste Grüße

    Stefan F.

    Hallo Nobi,


    das Erste, was ich prüfen würde wäre, ob es auf ein bestimmtes Gerät beschränkt ist. Geht es mit einem anderen Gerät auch nicht, ist etwas mit der Seite nicht in Ordnung. Da rufe ich dann jemanden an und frage ob dort die Seite erreichbar ist. Der Router könnte ja auch mal was blockieren. Geht es nur mit meinem Gerät nicht, lösche ich die Zugangsdaten und Cookies im Browser. Dann kann man noch auf Updates prüfen (Browser und Betriebssystem). Gerade beim Betriebssystem gab es kürzlich größere Updates, die nicht immer vollständig gelingen müssen oder irgendwie unterbrochen wurden. Mehrere Neustarts helfen auch oft weiter, wenn ein Update hängt. Bei Windows hat man dann auch noch als Reißleine, wenn gravierend etwas stört, den Computer auf einen früheren Wiederherstellungspunkt zurückzusetzen. Das hilft aber alles nur, wenn ich weiß, mit meinem Gerät stimmt etwas nicht. Manchmal findet man einen Hinweis im Windows Ereignisprotokoll. Rechte Maustaste, unten links aufs Fenster klicken, Ausführen und "eventvwr" eingeben und OK. Bei Apple habe ich Null Ahnung.


    Aber, wie Wasser seltsame Wege geht, macht Software manchmal seltsame Dinge.


    Beste Grüße

    Stefan

    Hallo Nobi,


    vermutlich wurde bei einem Update eine Datei im Betriebssystem beschädigt, die zum Start der Forensoftware im Browser benötigt wurde. Beide Foren, die Du nennst sind ja von WoltLab. Etwas später erkennt so etwas das Betriebssystem und repariert sich selber. Die Software ist auch nur ein Mensch. :gkopfkratz:


    Beste Grüße

    Stefan F.

    Hallo gofabio,


    örtlich sind die Waschbären schon zur Massenware geworden. Da meine ich auch richtig die Ortschaften damit und nicht nur die Wälder ringsum.


    Hier mal 2 Jungtiere von 2018, die ihre Mutter verloren hatten, aber trotzdem das Familienquartier, Nachbars Gartenhaus, der letzten Jahre nutzten. Die Jahre zuvor waren es 3 bis 4 Jungtiere. Ohne die Mutter ist nun vorläufig Schluß.


    Hallo Frank,


    Pilze gehören auch in einem Kindergarten zur normalen Natur. Bei giftigen Pflanzen und deren Früchten macht man da nicht so eine Panik. Die Kinder müssen lernen damit richtig umzugehen. Die Alternative sind Betonflächen und Kunstrasen, gesäumt von Kunstpflanzen oder die sichere Aufzucht der Kinder in überwachten Kinderrarien. Mit 3 Jahren können Kinder schon sehr viel verstehen und begreifen, auch wenn sie es selbst noch nicht so gut ausdrücken können.


    Beste Grüße

    Stefan

    Liebe Pilzfreunde,


    es ist ja alles sehr ehrbar, was ihr hier vorbringt. Aber beim genauen Hinsehen werden wieder die kleinen "Verbrechen" ganz groß geschrieben. Sind denn wirklich schon die Sammelkolonnen in den sächsischen Wäldern mit Stapelkisten unterwegs? Trefft ihr denn bei euren Waldgängen ständig Sammler mit Betonbottichen und Wäschekörben? Ich sehe da meist nur die Erdbeerkörbchen aus Holzspänen. Gesetze sind toll, aber nur nützlich, wenn kontrollier- und durchsetzbar. Die, die sie mißachten, werden sie auch besonders gründlich gelesen haben. Es ist unsere Aufgabe den Bürgern klar zu machen, dass der Wald nicht zur Plünderung freigegeben ist, aber Schönes und eben auch Leckeres zu bieten hat. Kontrollpunkte an den Waldausgängen mit Quittungsblock für Bußgelder sind doch Illusion. Ist der Pilzfresser am Pranger wirklich unser Ziel? Wir sollten besser auf den Erhalt der Biotope achten und weniger in die Zeitungen und Pilzpfannen der Bürger schauen.


    Beste Grüße

    Stefan F.

    Hallo Jan,


    wenn Du mit Ackerling nicht zufrieden bist, könntest Du ja noch die Hebel-Omas besuchen. Da gibt es schon mal braunes Sporenpulver und gelegentlich auch schartige Lamellen. Aber so ein häutiges Ringlein ...?


    Beste Grüße

    Stefan F.

    Liebe Claudia,


    ganz herzlichen Dank für deinen tollen Bericht von der sehr gelungenen Exkursion. Das beste waren die vielen maskenlosen Nasen, die man endlich wieder begrüßen durfte. Der Schwatz untereinander war noch viel besser, als das Fundergebnis.


    Der LBM zu dem Du nichts ohne deinen Anwalt sagen willst, hat sich nebst seiner vielen Kumpels vom Weg als Moos-Schwefelkopf Hypholoma polytrichi herausgestellt. Der Rotschneidige Helmling hat sich bei näherer Betrachtung zum Braunschneidigen Helmling Mycena olivaceomarginata gewandelt. Da passte auch der Fundort besser.

    Ich freu mich schon auf die nächste Tour mit diesem lustigen Trupp.


    Beste Grüße

    Stefan

    Hallo,


    bei allen berechtigten Zorn auf bestehende Verhältnisse, sollte man vielleicht auch Folgendes bei der Disskussion beachten. Für die Entwicklung und Gestaltung der jetzigen Wälder und Forsten sind viele Generationen zuständig und ursächlich. Die Holznutzung hatte über die Jahrhunderte immer wieder andere Ausmaße und auch Notwendigkeiten. Man bedenke nur den Zustand des Waldes bis zur sogenannten nachhaltigen Forstwirtschaft. Das ist gut auf Gemälden des 17. bis 19. Jahrhunderts zu sehen. Streng genommen hat auch die Kohle dazu beigetragen, dass wir wieder größere Waldgebiete haben. Schnellwachsende Hölzer waren schon das Ziel im 19. Jahrhundert. Dies sind nun mal, auch vom Nutzwert her, die Nadelbäume.


    Ohne den Menschen würde in Mitteleuropa die Buche weit überwiegen. Diese braucht aber einen sehr langen Wuchszeitraum und würde nur wenige Nebengehölzer und Unterwuchs zulassen. Nadelwälder wären auf die Gebirgsregionen beschränkt. Man sollte mal alte Buchen suchen. Die mit der schönen, glatten Rinde sind oft noch keine 200 Jahre alt. Die wird erst so ab 200 Jahre rissig. Die Veränderungen, die wir jetzt fordern, können wir selber also nie auf den Erfolg hin kontrollieren. Dafür braucht es dann wieder viele Generationen.


    Sehr wichtig ist auch die genetische Vielfalt des Pflanzgutes. Das Klonieren bewirkt ja gerade, dass alle Bäume dann an einer Krankheit eingehen werden. In guten Gebieten, wie zum Beispiel im Hainich in Thüringen, kann man gut beobachten, dass nicht alle Eschen vom Triebsterben befallen sind. Das hat wohl etwas mit der dort vorhanden genetischen Vielfalt zu tun. Diese könnten sich dann vielleicht langfristig durchsetzen und für den Erhalt der Esche an den Rändern des Buchenwaldes sorgen.


    Wie gehen wir mit der Forderung nach nachwachsenden Rohstoffen um, wenn diese das gar nicht bedarfsgerecht gewährleisten könnten? Ich las vor einiger Zeit zum Beispiel die extreme Forderung, Wohnhäuser generell nur noch aus Holz zu bauen. Lassen wir hier keine Forsten zu, dann kommt das Holz schnell von woanders her. Das internationale Holztauschgeschäft zwischen den europäischen Länder ist gar nicht so gering. Unser Buchenholz wird sehr gern in Asien genommen.


    Es sind also viele Aspekte beim Thema Wald und Forsten zu berücksichtigen. Dem Wald generell freien Lauf zu lassen, wird nicht überall gehen. Dann würden auch andere Biotope, wie Orchideenwiesen teilweise verschwinden, die ja gemäht oder extensiv beweidet werden müssen. Statt die Forstwirtschaft generell als geldgierig und skrupellos zu beschimpfen, sollten wir uns bemühen sie fachlich und sachlich im Ton zu unterstützen. Haben wir denn schon alle langfristigen Zusammenhänge vom Wald verstanden?


    Beste Grüße

    Stefan F.