Beiträge von mollisia

    Hallo Romana,


    ich glaube nicht dass es am Baumwollblau liegt, sofern es Baumwollblau in Milchsäure (oder Lactoglycerol, Lactophenol) ist und nicht Baumwollblau in Wasser. Aber analog zu den Problemen beim Bestimmen von Scutellinia ist es auch bei Ramaria so, dass das Ornament erst bei wirklich ausgereiften Sporen typisch ausgebildet ist. Und eben auch erst dann vom Baumwollblau so schön tiefblau angefärbt wird. Aber dein ganzes Präparat ist sehr hell, eigentlich müsste ja die Flüssigkeit selbst schon sehr blau sein und nicht farblos.


    Aber eigentlich ist es wurscht in dem Fall, denn da spielt ja das genaue Ornament gar nicht die entscheidende Rolle beim Bestimmen. Wenn Du Schnallen gefunden hast, dann würde ich den Fund auch als R. formosa ablegen.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Marwin,


    leider sind die Bilder nicht farbecht und unscharf. Da ist es kaum möglich, eine Aussage zu treffen. Zumal man solche Sachen eh meistens mikroskopieren muss. Ob in Deinem Fall der grüne Belag auf dem anderen parasitiert oder ob die einfach übereinander wachsen, das wird aus einem Bild nicht ersichtlich sein, sondern erst wenn man weiß um welche Arten es sich handelt.

    Häufig sind blaugrüne schimmelartige Beläge Nebenfruchtformen von Trichoderma, z.B. Trichoderma viride.



    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    tut mir leid, da muss ich falsch gelesen haben. Ich hatte irgendwo gedacht Sporenmaße von 16-18 µm etwa gelesen zu haben. Merkwürdig. Jedenfalls wäre mir 20 µm zu groß für varia. Und eher zu klein für vesiculosa. Aber granulosa sollte noch deutlicher granuliert sein und auf Erdboden wachsen.

    Die "undeutliche Guttule" in der Mitte ist der Zellkern.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    ich sehe erst mal nichts, was gegen formosa sprechen würde. Zumal formosa gar nicht soooo dreifarbig ist wie manchmal beschrieben und abgebildet, sondern da ist dann sicherlich auch die eine oder andere fagetorum mit dabei.

    Entscheidend ist aber, ob die Art denn überhaupt Schnallen hat oder ob die fehlen. Ohne dies zu wissen ist eine Bestimmung nicht möglich. Die Sporen sehen übrigens unreif aus, da sie so schwach angefärbt sind. Eigentlich müssten diese tiefer dunkelblau ornamentiert sein, so dass das Ornament besser sichtbar wird.

    Die Astspitzen werden bei allen Ramarien mit der Zeit bitterlich, so wie die Stacheln der Stoppelpilze. Darum isst man auch nur den Strunk, falls jemand unbedingt Ramarien konsumieren möchte ....


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    manches geht bei typischem Material makroskopisch, zumindest unter Zuhilfenahme der KOH-löslichen Pigmente. Aber oft braucht man auch die Sporenmaße und Form und Größe des Keimschlitzes der Sporen. Und das Substrat ist auch nicht unwichtig.

    Im jüngsten BOLETUS-Heft habe ich die in Thüringen nachgewiesenen Arten der Kohlenbeeren vorgestellt und auch einen Schlüssel inkl. ein paar weiteren zu erwartenden Arten gemacht. Da sollten die meisten in Deutschland vorkommenden erfasst sein.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    also ich würde den schon für einen Pantherpilz halten, weil der Ring eindeutig ungerieft ist. Auch die rein weißen, recht regelmäßigen Hüllreste sprechen dafür.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Ingo,


    da hast Du natürlich recht. Ich bin einfach von meinem sehr reichlichen Fund (> 100 Fruchtkörper) und von der Beschreibung von Alexander Karich ausgegangen. Und wenn von Hundert Fruchtkörpern keiner größer als 2 cm war, dann tut man sich schwer zu glauben, dass ein Fund bestehend aus drei 5 cm großen Fruchtkörpern dasselbe sein soll. Aber natürlich ist das kein sicheres Argument, da hast Du schon recht.

    Trotzdem glaube ich nicht so recht dran, ich kanns aber nicht wirklich begründen.


    An Lepista sordida hatte ich sofort gedacht, und ob die wohl so düster auch mal aussehen kann. Vieleocht erfroren, dachte ich noch, aber gerade in den letzten Tagen hatte ich eine reichliche Kollektion sordida unter Linde am Straßenrand hier, auch nach Frost, und die wurden eher intensiver violett als dass sie düsterer geworden wären. Aber vielleicht kann L. sordida ja so dunkel aussehen?


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    den Brandkrsutenpilz würde ich als Hypoxylon ansehen, welche auch immer. Vermutlich überalterte fragiforme.

    Der kleine Braune zum Schluss ist sicherlich ein Trompetenschnitzling (Tubaria).

    Und der unbekannte weiße Porling sieht sehr nach dem Bitteren Saftporling aus (Postia stiptica).


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Sebastian,


    was da auf der verlinkten Seite unter dem Namen C. damascenus abgebildet wird, ob das eine Chance hat richtig bestimmt zu sein oder nicht, das ist definitiv ungewiss. Meines Wissens ist das eine nicht wirklich geklärte Art aus der Sektion Duracini. Das würde für die abgebildeten Pilze nicht gut passen, weil mir der Stiel dafür zu getönt sind und die Hüte zu viel Rot haben. Was natülrich aufgrund der trockenen Fruchtkörper schwer zu beurteilen ist.

    Büschelig wachsende Telamonien gibt es im Übrigen nicht selten in den verschiedensten Sektionen.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    Lamelloclavaria petersenii würde ich schon alleine wegen der Größe (5 cm) ausschließen wollen, aber auch sonst passt mir das nicht gut.

    Dermoloma kommt meiner Ansicht nach auch nicht in Frage, und auch den Pilz von Schrumz halte ich nicht für eine Dermoloma (wegen des flockigen Stiels).

    Melanoleuca, Lepista - das wären meine Hauptfavoriten. Aber ohne Beleg und nur so vom Bild ist es in diesem Falle sicherlich wenig zielführend ....


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    und als Ergänzung noch der Hinweis, dass alle Arten der Gattung Tremella/Phaeotremella fungicole Parasiten sind. Das heißt sie ernähren sich von anderen Pilzen, was aber nicht heißt, dass zwingend der Wirtspilz auch gerade Fruchtkörper bildet (meist tut er es aber).


    Phaeotremellen parasitieren meines Wissens alle auf Schichtpilzen, also Stereum-Arten. Insofern stimmt es nur bedingt, wenn man sagt "wächst auf Birke", denn eigentlich wächst die Art auf dem Striegeligen Schichtpilz (Stereum hirsutum) - der wiederum auf Birke wächst. Und da der Striegelige Schichtpilz auf fast allem Laubholz vorkommen kann, kann auch Phaeotremella frondosa (um die es sich vermutlich bei deinem Pilz handelt) überall an Laubholz vorkommen.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,

    Von R.fragilis gäbe es ja auch eine recht rote Form (knauthii), der heist ja nicht umsonst wechselfarbig.

    die heißen wechselfarbig, weil sie nicht nur einen Farbton haben wie die rein roten Emeticinae. Aber violett/grün ist wechselfarbig genug um den Namen zu rechtfertigen. Es erschließt sich daher aus dem Namen "Wechselfarbiger Speitäubling" keineswegs, dass es auch ein rote Form geben muss.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Pablo,


    das ist meines Wissens noch nicht geklärt. Laut Günter gibt es 5-6 Arten die man sequenztechnisch unterscheiden kann, wovon zwei wohl rein mediterran sind. Ob scaurocaninus und magicus zwei Arten sind oder nur eine scheint wie gesagt noch nicht geklärt. Morphologisch scheinen mir meine Kroatien-Funde in der Hutfärbung einheitlicher zu sein, und vor allem wird das Velum schnell ockerlich und ist oft recht deutlich. Das kenne ich von magicus aus Jena nicht in der Form. Auch bei den Bildern von beli sieht man relativ viel ockerliche Stellen an der Stielknolle.


    beste Grüße,

    Andreas