Beiträge von mollisia

    Hallo,


    ja, soweit mir bekannt ist. Jedenfalls nicht beim Rotrandigen, bei den Feuerschwämmen und beim Flachen Lackporling. Und sicherlich auch nicht beim Lärchenschwamm, auch wenn ich das noch nicht selbst überprüft habe


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    wenn Du Kalilauge zur Hand hast, dann kannst Du in solchen Dir unklaren Fällen einfach ein Stückchen von der Hutoberfläche abschnitzeln und in einen Tropfen KOH legen - beim Zunderschwamm löst sich ein erdbeerrotes Pigment.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    es ist gut, wenn es Bücher gibt, die Dinge vereinfacht darstellen, auch wenn es dann an der einen oder anderen Stelle auch mal zu Ungenauigkeiten kommt oder andere es genauer nehmen und manches dann anders korrekt darstellen. Aber auf dem Weg dazu, sich so tief in die Materie einzuarbeiten, braucht es eben mehrere Trittsteine. Das gilt für solche komplexen Sachverhalte wie Velumstrukturen ebenso wie für das Pilzbestimmen ganz allgemein. Niemand kann direkt vom Bilderbuch zur Spezialmonographie übergehen. Das muss Schritt für Schritt gehen - und dabei sind eben solche Dinge auch vorprogrammiert wie dass man einen Ring vereinfacht eben als Rest des Teilvelums bezeichnet. Was halt genaugenommen zwar oft richtig ist, aber nicht selten auch nicht. Wichtig ist aber für viele erst mal, dass sie sich unter dem Begriff "Ring" etwas vorstellen können und vielleicht auch eine Gedankenstütze in der Vorstellung eines sich ablösenden Teilvelums finden.

    Übrigens muss ich gestehen, dass Christoph mit der genauen Analyse der Entstehung der Ringstrukturen am Stiel auch mir die Augen geöffnet hat, genauer hinzusehen. Ich habe das auch immer generell lapidar als Rest des Teilvelums angesehen und auch in den Kursen so vermittelt.


    Insofern: Ja, das steht bei Rita "falsch" drin, aber eben in den meisten Büchern und es ist im Wesentlichen Christoph zu verdanken dass er darauf hinweist, genauer hinzusehen und die Fachbegriffe exakter anzuwenden.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Sebastian,


    würde ich alles auch so sehen.

    Daldinia childiae scheint klimabedingt auf dem Vormarsch zu sein. Zystiden gibts bei Ascomyceten generell kein, das sind irgendwelche Hyphen oder Fremdhyphen - in dem Alterszustand kriecht bestimmt alles mögliche auf den ollen Daldinien rum.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    die gesamte Grundstruktur des Pilzes in Abb. 1 lässt erkennen, dass kein Hymenium da ist, sondern nur Hyphen die verzweigen und dann irgendwie enden. Ferner diese Massen an dicht gedrängten "Sporen" lassen schon den Verdacht aufkommen, dass es Konidien sind und nicht Sporen. Und dann sieht man letztlich auf dem letzten Bild klar, dass das einfach oben offene Röhren sind, aus denen die Konidien so rauskullern. Bei Schläuchen werden im Regelfall die Sporen alle auf einmal aubgeschossen. Klar reißt da auch mal einer durch Druck einfach auf, aber es sieht insgesamt doch anders aus.

    Die schwarzgrüne Färbung übrigens dürfte auf so gefärbte Hyphen des Pilzes zurückzuführen sein. Die haben ja auch makroskopisch eine schwarze Außenseite. Optisch sehen sie so ein bissel nach Mollisia aus, aber in dem Gattungsbereich ist mir keine derartige Nebenfruchtform bekannt.

    Der Pyrenomycet dürfte übrigens Biscogniauxia nummularia sein.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Ingo,


    hmm, da müsste ich mal selber durchs Mikroskop schauen ....

    Ich wäre bei Deiner Scutellinia schon auch mit kerguelensis einverstanden, die sehr variabel sein kann. Wir haben in den letzten zwei Jahren etliche Aufsammlungen, teils ausführlich dokumentiert, und die Sporenmaße überlappen bisweilen kaum, so unterschiedlich! Dann spielt da auch noch S. superba mit rein, die offenbar nicht immer ein ablösendes Perispor haben muss.

    Aber beide haben ein ziemlich charakteristisches, enges, niedriges Ornament, daher könnte das schon sein. Aber warum sich das nicht richtig färben lässt - tja, ich könnte mir vorstellen dass so ein Pilz lieber halbreife Sporen abwirft bevor er vergammelt als gar keine ....


    hier noch zwei Beispiele von S. kerguelensis, reif und entsprechend deutlich angefärbt.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo beli,


    die Biotope sind oft sehr gut vergleichbar zwischen Dubrovnik und Istrien, auch wenn es in Dubrovnik ein paar Grad wärmer ist und es in der mediterranen Klimazone liegt, während Istrien (außer Kamenjak) der submeridionalen Klimazone zugeordnet wird. Dennoch sind die immergrünen Eichenwälder vergleichbar, ebenso auch die Strandkiefernwälder.


    Nur weil Dir jemand in den 90er Jahren zu einem hellgrauhütigen Scheidenstreifling einen Namen gesagt hat, diesen mit einer Abbildung eines ähnlich aussehend aus Portugal gleichzusetzen, das ist pure Raterei und höchst unwissenschaftlich. Wir hatten das Thema Scheidenstreiflinge schon öfters hier, und die damit verbundenen Schwierigkeiten der Bestimmung. Aber ich habe den Eindruck, dass Dich das nicht wirklich interessiert sondern Dir mehr daran liegt, zu möglichst vielen Pilzen irgendwelche Namen schreiben zu können. Das Forenleser das dann für eine gesicherte Bestimmung halten, obwohl völlig unklar ist um welche Art es sich handelt, das nimmst Du damit aber in Kauf, ne! Dann kommen so Sachen raus wie 123pilze mit Anhäufungen von unklar bestimmten Bildern die halt optisch halbwegs zu dem Namen passen der druntersteht.


    Ich bin sehr für Diskussionen und meinetwegen auch rumrätseleien zu Bildern, aber es wäre mir sehr wichtig dass aus den Bestimmungsvorschlägen, Ideen oder auch wirklichen Bestimmungen hervorgeht, wie sicher sich derjenige ist oder ob man nur meint es könnte vielleicht der oder der sein .... Am besten sogar noch warum, dann haben die Mitleser den meisten Nutzen davon.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo beli,


    erstens ist A. mairei keinesfalls dasselbe wie A. argentea. Beide Arten gehören noch nicht mal in dieselbe Klade!


    Zweitens, woran bitte kannst Du alleine nach einem Foto erkennen dass dies Amanita mairei ist? Zumal alle Arten des mairei-Aggregats als Koniferenbegleiter gelten?

    Aber selbst wenn Du eigentlich A. argentea gemeint hättest - woran erkennst Du diese Art an diesem Bild? Warum kann es nicht A. huijsmanii sein, oder eine blasse A. albogrisescens). Oder gar A. vaginata? Oder womöglich noch was anderes?


    Drittens, ob A. mairei wirklich häufig in der Gegend von Dubrovnik ist, halte ich zumindest für überprüfenswert.

    In Kroatien habe ich bisher als häufigste Art A. supravolata gefunden (unter Kiefern). Mit den Funden unter Quercus und Carpinus bin ich bestimmungsmäßig nicht gut zurechtgekommen - vielleicht nächstes Jahr ....


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Dieter,


    bei allen Arten der Scheidenstreiflinge inkl. ceciliae habe ich Zweifel an der Benennung. Aber ohne genaue mikroskopische Untersuchung ist da nichts zu machen, auch zeigen die Fotos nicht immer alle wichtigen Merkmale (Volva-Ansatz, -Färbung innen/außen etc.).

    Amanita verna muss mit KOH getestet werden (zitronengelb).


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Claudia,


    ich finde das sieht man selbst in Wasser auf deinen Fotos schon, dass die feinwarzig sind.

    Bei operculaten Ascomyceten immer ein Präparat in Baumwollblau/Milchsäure machen, da treten die Ornamente viel deutlicher hervor (wenn die Sporen reif sind). In Baumwollblau vermessen sollte man allerdings nicht, aber dass man einen Pilz nicht unbedingt mit einem einzigen Präparat bestimmen kann, kennst Du ja schon, ne?

    Baumwollblau ruhig eine Weile einwirken lassen im Präparat, man kann es auch erhitzen (aber nicht kochen!!)


    beste Grüße,

    Andreas