Beiträge von mollisia

    Hallo Norbert,


    das hast Du was seltenes gefunden!

    Solche Fruchtkörper ohne Stiel, in Verbindung mit amyloiden, hyalinen, allantoiden Sporen deuten eigentlich auf die Gattung Panellus hin, also die Zwergknäuelinge.

    Der den Du da hast stellt LUDWIG im Pilzkompendium auch in diese Gattung, für gewöhnlich ist er aber aufgrund seines jung sehr deutlichen Velums eine eigene Gattung:

    Klebriger Schleierseitling - Tectella patellaris


    Ist etwas in Zunahme begriffen und nicht mehr die große Rarität wie noch vor 30 Jahren, aber dennoch ein seltener schöner Fund!


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Sandra,


    bei Frage 422 möchte man zwei Arten lesen, die unabhängig von den Bodenverhältnissen wachsen können. Da wäre z.B. der Satans-Röhrling falsch, weil der nur auf Kalkböden wächst, also nicht unabhängig vom pH-Wert des Bodens ist. Auch die Marone könnte man da nicht bringen, die kommt eben nur auf saurem Boden vor. Beispiele wären z.B. Violetter Rötelritterling, Rettich-Helmling, Frauen-Täubling - und ganz Clevere könnten da eigentlich jeden an Holz wachsenden Pilz nennen denn die sind generell unabhängig vom Boden ….


    Die Fragen nach den Verwandtschaftsverhältnissen fallen hoffentlich ersatzlos weg, ich finde die jedenfalls blöd und eigentlich wollen wir ja auch gar nicht zu sehr auf die neue wissenschaftliche Systematik abheben, weil es schwer ist da Grenzen zwischen Sinnhaftigkeit und Verwirrung zu setzen. Aber ansonsten ja, damit ist gemeint welche zwei der vier genannten Arten nahe miteinander verwandt sind (= in derselben Familie stehen) im Gegensatz zu den beiden weiteren die weit entfernt stehen systematisch.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Frank,


    ich finde Tyromyces chioneus und tephroleucus makroskopisch schwierig auseinanderzuhalten - gibt's da nen Trick? Die bimssteinartig leichten getrockneten Fruchtkörper von chioneus sind schon auffallend, aber das sehe ich ja draußen auch noch nicht. Und ist chioneus tatsächlich viel seltener als tephroleucus, oder sollte ich mal meine Bestimmungen nochmal überdenken …?


    LG, Andreas

    Hallo Werner,


    die Porenfarbe hat mich auch irritiert. Allerdings haben ALLE Porenbilder von allen Kollektionen hier so einen schmutzigbraunen Ton - ob das nicht am Foto liegt? Auch #1 Trametes gibbosa zeigt so eine Hymeniumfarbe z.B.

    Gegen Traetes suaveolens spricht meiner Meinung nach auch die zu mehreren dachziegelig wachsenden, recht kleinen Fruchtkörper. Ist schon etwas ungewöhnlich, T. suaveolens wächst meist als Einzelfruchtkörper.

    Das SUbstrat ist meiner Ansicht nach auf keinen Fall Weide. Recht unten sieht man noch ein kleines Stück Rinde. Das hat überhaupt keine Struktur, die Borke ist +/- glatt. Eine Weide mit so einem Stammdurchmesser müsste sehr deutlich gefurcht sein -> siehe #3 (das ist Weide). Ich hab so viele Buchenstämme in den Projekten gesehen die letzten Jahre, dass ich mir doch reichlich sicher bin.


    beste Grüße,

    Andreas

    Danke, Andreas!

    Dann muß ich doch mal versuchen, ob mein Billig-Digital-Mikroskop dafür ausreicht...

    ...aber falls nicht, kann ich nix weiter machen.

    Hallo,


    dem gebe ich wenig Chancen. Die Strukturen bei Mycena sind auch mit gutem Mikroskop nicht so ganz einfach zu ermitteln, die Gattung enthält mindestens 200 Arten, und ist eigentlich was für geübte Mikroskopiker mit Spaß und Erfahrung am Mikroskop und mit geeigneter Literatur.

    Aber ob der Stiel weiße Milch absondert (= Weißmilchender Helmling), das liese sich auf jeden Fall ja schon mal testen.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo in die Runde der Paxillus-Freunde,

    auch ich habe mich letztes Jahr aufgrund üppiger Paxillus-Funde in verschiedensten Habitaten etwas eingehender mit dem involutus-Kreis beschäftigt.

    Als Cortinarien-Fan bin ich den Umgang mit KOH 40% gewohnt und liebe ihn sogar. Also habe ich auch die großen Paxilli intensiv durchgetüpfelt und siehe da, es scheint hier doch Unterschiede zu geben: So färbt P. cuprinus - wie in der Arbeit von Jargeat angegeben, auf dem Hut purpurn und P. validus deutlich rot! die beiden anderen irgendwie braun(schwarz). Makroskopisch waren die Fruchtkörper von P. obscurisporus (unter Tilia am Straßenrand) und validus (unter Populus tremula in einem Park auf Löß) fast ununterscheidbar, P. cuprinus (unter Birke, Weide, Erle auf Löß) etwas schmächtiger und P. involutus (unter Birke auf saurem Boden) fiel durch deutlich herablaufende Lamellen auf.

    Natürlich müssen diese Befunde kritisch gesehen werden, aber speziell die KOH-Reaktion auf dem Hut kann ja leicht geprüft werden.

    Hallo Günter,


    wollte mit meinen Zeilen oben zum Ausdruck bringen, dass ich Paxillus-Bestimmungen nicht wirklich traue sofern sie nicht molekular abgesichert sind. Zumindest meinen nicht. Meine Funde herkömmlich nach der Literatur bestimmt, war ich mit P. validus und P. cuprinus glücklich gewesen, weil bei beiden "alles" passte (bis auf die bei mir nicht zu findenden die leicht eindellten Sporen von cuprinus). Um so größer meine Überraschung, dass die molekulare Untersuchung in beiden Fällen P. obscurisporus ergab - auf den war ich in keinem der beiden Fälle gekommen und kanns auch nicht so richtig nachvollziehen, ehrlich gesagt.

    Ich nehme an, deine Kollektionen sind nicht molekular überprüft, oder?


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    ich glaube nicht dass #2 eine Anis-Tramete ist. Ich halte das für einen Saftporling, würde stark auf Tyromyces/Spongiporus tephroleucus tippen. Das Substrat scheint mir Buche zu sein, auf jeden Fall aber nicht Weide.


    #3 ist dagegen schon Weide, aber die Wuchsform spricht schon sehr gegen Trametes suaveolens. Ich würde auffgrund der blassen Färbung da auch am ehesten Trametes pubescens darin sehen.


    #1, 4, 5 sehe ich wie ihr, zu #6 könnte ich mich nicht entscheiden. Aber Trametes ochracea halte ich schon für eine Option zumindest.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Herbert,


    eine Mycena auf jeden Fall. Sieht ein bissel nach dem Weißmilchenden Helmling aus, aber es gibt auch noch ne Menge anderer ähnlich aussehender Arten ohne weißen Milchsaft. Da würde dann nichts mehr ohne Mikroskopie gehen.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    Letztes Jahr hatte ich etwas verstärkter darauf geachtet, und auch immer aussporen lassen. Dabei war auch folgende beiden Kollektion:

    a) extrem großer, fleischiger Fruchtkörper mit 25 cm Durchmesser (Gewicht wie ein fetter großer Steinpilz, bestimmt nahe an ein Kilo rankommend), unter Pappel, Sporenabwurf mit Olivton, Hut eintönig olivocker, ohne Reaktion mit Ammoniak bzw. Ammoniakdampf. Arbeitsname P. validus

    b) mittelgroße, aber relativ fleischige Fruchtkörper bis ca. 15 cm Durchmesser, unter Linde auf Straßenbankett, Sporenabwurf deutlich rotbraun/weinbraun, Hut jung olivocker, dann mit weinrotem Ton, Ammoniak-Reaktion bei einem (!) der Fruchtkörper auf einem Viertel (!) des Hutes grün für ca. 10 Sekunden, auf dem restlichen Hut keine Reaktion (!). Arbeitsname P. cuprinus.

    Die molekulare Untersuchung ergab nach der ITS in beiden Fall P. obscurisporus …..


    Insofern bin ich etwas ernüchtert, muss ich zugeben, und warte mal ab, wie es mit den Kremplingen so weitergeht. Momentan fühle ich mich nicht wirklich in der Lage, die Arten anhand der beschriebenen Merkmal zu erkennen. Was natürlich auch gut an mir liegen kann. Aber ganz so einfach scheint es auch mit den Spp.-Farben und mit der Ammoniak-Reaktion nicht zu sein.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Ingo,


    Pleurotus (ostreatus) ist eigentlich die beste Idee, aber leider hatte ich die wieder verworfen, weil ich dachte diese Zystiden würden bei Pleurotus nur im Myzel vorkommen. An der Lamelle habe ich sie jedenfalls noch nicht selbst beobachten können.

    Pleurotus eryngii ist sicherlich auszuschließen, weil keine entsprechende Wirtspflanze auf dem Bild zu erkennen ist.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    meiner Ansicht nach Coniophora puteana oder eine andere Coniophora-Art. Der Hausschwamm müsste dicker, wulstiger und wesentlich lebhafter gefärbt sein. Wächst meist auch nicht in Schuppen, weil er nicht so gerne Zugluft hat, und wenn dann eher innen an der Wand und nicht dort wos zieht. Trotzdem muss das Holz schon sehr morsch sein bei einem so flächigen Wachstum, insofern sicherlich eine gute Entscheidung den Schuppen neu zu machen.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    nein, ein Hydropus kann das nicht sein. Subalpinus nicht, der sieht ganz anders aus, farblich wie staturmäßig und wächst auf vergrabenem Holz. Und ein anderer kommt auch nicht in Frage. So robust ist keine der Hydropus-Arten in Europa. Die hätten auch alle sehr auffällige, weit herausragende Zystiden.


    Ich könnte mir mehr und mehr auch vorstellen, dass es sich um einen Befall handelt möglicherweise. Diese komischen "Zystiden", die ich einfach keinem mir bekannten Blätterpilz zugeordnet kriege (was ja nix heißen muss natürlich …), die sehen aus wie Auriculariales-Basidien. Auch da gibt es intrahymeniale Parasiten, aber meines Wissens nicht in Agaricales. Sowas wie Colacogloea peniophorae oder so? Aber kenne mich mit denen nicht wirklich aus, da müsste man mal vielleicht Thomas Rödel fragen (zaunpfahlwink für Nobi, falls du hier mitliest *ggg*).


    Die Sporen sind offensichtlich nicht amyloid, damit war meine leise kleine Hoffnung auf Cantharellula umbonata dahin …. (da wäre die Statur eh komisch für gewesen).


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Chris,


    Derart große, schlanke Sporen bei einem Hellsporer - ich steh etwas auf dem Schlauch zugegebenermaßen ….

    könntest Du mal testen ob die amyloid sind? Ich glaubs zwar eher nicht, aber eine Idee hätte ich dann und die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt ….


    Und über die "Zystiden" bin ich mir immer noch nicht im Klaren. Aber selbst wenn es welche sind: Diese Form würde man nicht tibiiform nennen, außerdem gibt es meines Wissens keinen Hellsporer mit wirklich tibiiformen Zystiden.


    Auffallend auch wie fleischig der Pilz ist.


    LG, Andreas

    Hallo Björn,


    also ich weiß nicht, ich würde den Pilz auch nicht einfach unter Varia ablegen. Es gibt ja doch verschiedene Meinungen hierzu, von kompeteten Leuten (-> Felli), so dass das für mich längst nicht geklärt ist. Ich würde das arvernensis nicht ganz streichen, und vielleicht ist es ja noch was drittes ….


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Chris,


    ich sehe hier keine Cheilozystiden, für mich sind das ein- und/oder zweisporige Basidien.

    Ferner scheint es ein Hellsporer zu sein. Schnallen hat er auch, was eher auf einen konstant zweisporigen Pilz hindeutet.


    Sicher bin ich allerdings ehrlich gesagt nicht, dazu ist das eine Mikrobild zu wenig. Was mich etwas zögern lässt ist, dass es aussieht als hätten die Basidien/?Zystiden teils eine apikale Verdickung oder sogar sowas wie eine Gelkappe - das würde dann wieder mehr für Zystiden sprechen als für Basidien.


    Zeig uns doch mal den ganzen Pilz, und ein Bild von den Sporen.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Nobi,


    Du hast auf jeden Fall recht, dass Wohlleben der Verdienst gebührt, das Ökosystem Wald in weiten Bevölkerungskreisen überhaupt erst zu einem Thema gemacht zu haben. Das ist natürlich sehr gut und wichtig.

    Aber gerade das von Dir angesprochene verlorengegangene Bewusstsein der Bevölkerung wurde von ihm in meines Erachtens fragwürdiger Weise geweckt und es wird sich zeigen, inwieweit er damit wirklich dem Wald genutzt hat. Denn es ist uns schon klar, dass wir Waldwirtschaft durchaus brauchen und für viele Dinge aus Holz unschöne Alternativen verwenden müssten, wenn wir nun zu "Xylo-Veganern" würden …. Ob da die vermenschlichende Darstellungsweise des Ökosystems Wald dazu beiträgt, objektive Diskussionen über ein Mit- und Nebeneinander von Wald-Natur und Wald-Wirtschaft zu fördern, ist in meinen Augen fraglich. Der Zweck heiligt nicht alle Mittel und nicht jeder Zweck ist in den Augen eines Jeden gleich sinnvoll.

    Aber das ist eben genau die Polarisierung die Du ja schon ansprichst.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,

    zum Ökosystem Wald kann ich Peter Wohlleben "Das geheime Leben der Bäume" […] empfehlen.

    das möchte ich so unkommentiert eigentlich nicht stehen lassen!

    Ein guter Teil des Buches von Wohlleben basiert auf einer (freundlich ausgedrückt) sehr eigenwilligen Interpretation von Fakten oder ist sogar schlicht und einfach falsch. Ich unterstelle sogar dass einiges gegen besseres eigenes Wissen vom Autors als wissenschaftliche Fakten dargestellt wurde obwohl es nicht so ist. Auch weiß ich nicht so recht, ob die vermenschlichende Darstellung der Bäume in diesem Buch wirklich jemandem nutzt. Das Ökosystem Wald ist auch ohne diesen Quatsch ("Baumbabys werden gestillt") spannend genug, da hätte es nicht Not getan, Bäume als Lebewesen mit Bewusstsein und Gefühlen darzustellen.

    Man sollte als "Gegenlektüre" dazu auch von Torben Halbe "Das wahre Leben der Bäume" lesen. Der Untertitel "Ein Buch gegen eingebildeten Umweltschutz" verrät schon, dass der Autor nicht ganz im Einklang mit Wohllebens Buch steht …. Seine Einschätzung, Wohlleben betreibe mit diesem Buch Politik, die aber letztlich dem (Natur-)Schutz des Waldes nicht dienlich ist, kann ich nachvollziehen.


    beste Grüße,

    Andreas

    […]

    Irgendwann kommt dann einer und wirft wieder alles zusammen.

    Ist eine Wellenbewegung wo sich jeder mal profilieren kann.

    Prost !

    Norbert

    Hallo Norbert,


    aha, ist das so? Wann war denn die letzte Zusammenwerfwellenbewegung? Kann mich nicht erinnern, muss vor meiner Zeit gewesen sein.


    Und dass Mykologen nur deshalb nomenklatorische Änderungen vornehmen, damit sie sich profilieren können, ist ein offenbar unter Pilzfreunden kaum ausrottbares Gerücht. Keine Ahnung woran das liegt. Mit der Realtität hat das jedenfalls nichts zu tun, wie jeder weiß der engere Einsicht in die Arbeitsweise an den Universitäten hat - vielleicht mit ganz wenigen Ausnahmen, aber die gibt's schließlich überall.


    Ob die Kritiker der Gattungsauftrennung lieber wieder mit den fünf großen Gattungen Agaricus, Boletus, Polyporus, Lycoperdon und Clavaria arbeiten wollen? WIrd ziemlich unübersichtlich wenn alle Lamellenpilze wieder Agaricus heißen, fürchte ich …..


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    ja, sieht für mich auch eher nach einer Peziza aus dem Varia-Komplex aus. So ein Stielansatz kommt eigentlich bei P. arvernensis nicht vor. DONADINI hat meines Wissens eine Peziza pseudovesiculosa beschrieben mit warzigen Sporen. Allerdings teile ich Pablos Meinung, dass sich bisweilen ein Sporenornament entwickeln kann bei eigentlich glattsporigen Arten, wobei mir die Bedingungen dafür unklar sind. Bei Notreife im Kühlschrank passieren aber manchmal komische Dinge. Bei Helvella lacunosa hatte ich mal deutlich warzige Sporen als Artefakt, die sahen aus wie von Scutellinia umbrorum ….


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Jürgen,


    ja, die Cheilos sprechen auch sehr dafür. Ganz so stark ist der Unterschied zwischen Halsbreite und Köpfchenbreite bei Gymnopilus picreus eben dann doch nicht.

    Übrigens ein vor allem bei Hebeloma wichtig gewordenes Merkmal: Nicht nur die reinen Maße solcher Zystiden, sondern auch das Verhältnis Kopf : Hals, Kopf : Bauch und Hals : Bauch. Das ist erstaunlich konstant trotz der oft gefühlt großen Variabilität solcher Zystiden. Und man kann damit dann solche Unterschiede besser in Zahlen verdeutlichen als mit den reinen Meßbereichen, die meist stark überlappen.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Eike, und natürlich Jürgen und alle anderen


    prima, das bestätigt sehr schön die Einschätzung von Jan Holec. Dem habe ich nämlich das Sporenbild geschickt und ihn um Stellungnahme gebeten.


    Hier ist seine Antwort:

    Dear Andreas,

    I think it could be G. fulgens - check the size of spores (very large, with very prominent ornamentation). In my monograph, I have only one collection studied, so my knowledge of species variability is limited. I really write that only suprahilar depression is present, but I can see also the suprahilar disc on (poorly reproduced) photos in Plate 13. So my description is rather misleading...

    If the collection is from peat, that it could be G. fulgens.

    All the best,

    Jan


    Also er hielt - ohne die Sporengröße zu kennen - die Kollektion schon eher für G. fulgens. Und Jürgen hat danke seiner Mikroskopierübung nun bewiesen, dass Gymnopilus fugens eben doch eine Plage hat, entgegen der Beschreibung in der Monographie von Jan Holec :)


    Und Eike hat den Fund - entgegen des ersten Eindrucks - doch richtig bestimmt.


    Ein schönes Ergebnis und eine schöne Übung.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    mit diesen Sporenmaßen kann es nur Gymnopilus fulgens oder Gymnopilus picreus sein.

    Erster wächst auf Erdboden, letzterer auf Holz

    Erster hat eine suprahilare Depression aber keine Plage, letzterer hat eine Plage aber keine suprahilare Depression (wirklich nicht???)

    Die Sporenmaße, insbesondere die Breite, sprechen einen kleinen Hauch eher für G. picreus.


    Die Cheilozystiden sollen bei fulgens nur bis ca. 30 µm lang sein und deutlich tibiiform, bei picreus bis 40 µm und nicht ganz so deutlich in Hals- und Kopfteil getrennt.


    G. picreus hat meistens Pileozystiden, also hyaline den Cheilozystiden ähnliche Endzellen, während fulgens das nie hat. Allerdings gibt es auch picreus-Kollektionen ohne Hutzystiden, aber WENN welche zu sehen sind, dann bleibt nur picreus übrig.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    für mich ist der Myzelialkern gut erkennbar.

    Vielleicht hat arminius ja noch ein Stück aufgehoben und kann es mal jemandem 8mir oder wer auch immer möchte) zusenden - Ganoderma-Sporen sind so eindeutig dass eine einzige Spore zum Nachweis der Gattung reichen würde (wenns keine Fremdspore ist natürlich).


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Jürgen,


    ja, Gymnopilus fulgens ist ausgeschlossen für diese Kollektion.


    Eine hervorragende monographische Bearbeitung der Gattung ist HOLEC (2005):

    HOLEC, J (2005): The genus Gymnopilus (Fungi, Agaricales) in the Czech Republik with respect to Collections from other European countries. - Acta Musei Nationalis Pragae, Series B, Historia Naturalis 61(1-2): 1-52.


    Auch HOLEC gibt eindeutig an, dass G. fulgens keine Plage hat "in side view with suprahilar depression, […], without suprahilar disc, …"


    Ich könnte mir eine Verwechslung mit Gymnopilus picreus vorstellen, der ähnlich gefärbt sein kann, und auch so große Sporen hat. Allerdings wird für G. picreus eine suprahilare Depression verneint, so dass eigentlich auch diese Art nicht in Frage kommt.

    Auf der anderen Seite bliebe dann nur noch G. penetrans s.l. übrig, die wiederum zwar eine suprahilare Depression haben, aber dafür wieder keine Plage ….

    Blättert man alle Arten bei HOLEC durch, dann wird man überrascht feststellen, dass es keine Gymnopilus-Art zu geben scheint, die sowohl eine Plage als auch eine SD haben ?!?


    Dem Schlüssel folgend habe ich die beringten Arten ausgeschlossen, ebenso die eingeschleppten mit violetten Hutschuppen. Dann teilt sich der Schlüssel in klein- und großsporige Arten (< 6 x 4 vs. > 6 x 4 µm). Hier geht man sicherlich bei den größersporigen weiter.

    Hier bräuchten wir nun die genauen Sporenmaße, insbesondere was die Breite betrifft (bis ca. 5 oder 5,5 µm oder mehrheitlich deutlich über 5 µm?) und die Ökologie - Holzbewohner oder terrestrisch (auf vergrabenes Holz achten!).


    Zu den Sporenmaßen kannst Du uns bestimmt noch was sagen, zur Ökologie vielleicht Eike noch was?


    beste Grüße,

    Andreas