Beiträge von mollisia

    Hallo beli,


    das ist Limacella subfurnacea, etwas angetrocknet.

    Ich kenne die Art gut aus Istrien, immer in der Nadelstreu unter Strandkiefern. Sie ist im ganzen Mittelmeerraum nicht besonders selten unter diversen Kiefern, aber meist in Strandnähe.

    Da Limacella ja Saprobionten sind, passt ein Vorkommen in der Nadelstreu von Zypresse da gut ins Bild.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Marco,


    ich war letzte Woche auch in der Gegend unterwegs, im Nationalpark Hunsrück-Hochwald, an etlichen Stellen von Nonnweiler über Züsch bis hoch zur Wildenburg und Mörschieder Burr. Viele Bodenpilze fand ich leider nicht, aber ich war eben meist in diesen Blockhalden oder dann in den Buchenwäldern unterwegs.


    Ein paar interessante Pilze auf einer Bärwurz-Wiese mit anschließendem Weidengebüsch gabs aber schon, ansonsten viele Pilze auf Holz.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    ich würde das variicolor nennen, bzw. früher hätte man den wohl nemorensis genannt. Also die Laubwaldfunde von variicolor.

    Gegen balteatcumatilis spricht die faserig-strähnige Hutoberfläche (der wäre nämlich glatter) und das violette Velum.

    C. largus ist blasser mehr graublau und entfärbt kartoffelfarben. Wenn die Farben des Fotos echt sind, dann ist es jedenfalls nicht largus.

    Es gibt noch weitere Arten in den variicolores die in Frage kämen, z.B. lividoviolaceus. Da muss man dann unter anderem auch Sporenmaße mit heranziehen - ich hab die aber nicht im Kopf und kann grad nicht nachschauen.

    Die von dir gezeigt Spore ist mandelförmig, aber nicht subzitriform.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Nobi,


    herzlichen Dank für Deine ausführliche Diskussion zur Sporormiella. Ich dachte es sei eindeutig und habe mir kein Material aufgehoben - was mich jetzt zutiefst ärgert. Ich hoffe ich finde die nochmal, dann werde ich die ausführlicher anschauen. Aber wenn man halt bei ner Inventarisierung jeden Abend mit x Kisten voll verschiedenem Zeugs heimkommt, dann bleibt leider oft nicht genug Zeit ....


    Danke auch für die Bestätigung von Thelebolus microsporus.

    Allerdings verstehe ich deine Ausführungen zu Beginn nicht - warum soll sich jeder bemühsigt fühlen, im Forum zu diskutieren? Nicht wenige Leute, auch solche mit sehr viel Wissen, sind nicht unbedingt scharf auf Foren und dortige Diskussionen, was ich durchaus akzeptieren kann. Ich finde es gut und freue mich darüber, dann ggf. per PM Hinweise und Diskussionen zu erhalten. Das nicht jeder seine Meinung öffentlich zur Debatte stellen will und sich auf Diskussionen einlassen möchte, ist doch kein Problem, oder?


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo liebe Dungpilzfans und -faninnen,


    ich hab gestern auf einer Wachholderheide diverses Zeugs auf Schafkötteln eingesackt, und dabei war etwas, mit dem ich überhaupt nicht klar komme. Weil winzige schwarze (!) linsenförmige operculate kenne ich aus keiner Gattung. Makroskopisch wie Durella connivens aussehend.


    Die Asci sind nicht amyloid, die Sporen sind glatt und sehr klein, so um die 8 x 5 µm. Auffallend sind die keulig bis fast knopfig erweiterten Paraphysen mit schwarzgrauem vakuolärem Pigment. Bei einem Ascus habe ich einen Knick kurz unterhalb der Spitze gesehen, wie das bei Thecotheus vorkommt. Aber da passt die Sporengröße nicht zur Gattung. In Coprotus und Thelebolus gibt es nur gelbe, orange oder weiße Arten - nix schwarzes.


    Hat jemand eine Idee?


    Übrigens habe ich vorgestern Sporormia fimetaria gefunden - bei DEN Sporen gibts doch keine Verwechslungsmöglichkeit, oder?


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    ohne Mikroskop nicht bestimmbar.

    Bei großen Sporen könnte es Cortinarius casimiri sein, den ich eher schlanker kenne.

    Auch Cortinarius decipiens kommt hier in Frage. Und noch ein paar andere auch ;)


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    Gyroporus ammophilus hat lachsrosa Fleisch und einen eher bräunlichen Hut, scheidet völlig aus.


    Für mich ist das ein ganz normaler Kornblumen-Röhrling, Gyroporus cyanescens ss. str., auch wenn das Blauen nur schwach ausgeprägt ist.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Otmar,


    wenn die Pilze zum Bestimmen ins Forum stellst, dann wäre es zweckmäßig sie nicht vorher küchenfertig zu putzen.

    Bei Röhrlingen aus dieser Gruppe ist es wichtig, die Stieloberfläche zu sehen: Gibt es ein Netz, und wenn ja wie ist es beschaffen und gefärbt. Auf Deinen Bildern leider nicht erkennbar.

    Blauender Königs-Röhrling ist es auf gar keinen Fall, der wäre anders gefärbt. Vielleicht sind es Anhängsel-Röhrlinge. Aber nur vielleicht.

    Und eine Bestimmung zur Essensfreigabe gibt es per Bild sowieso nie, falls das der Hintergrund Deiner Frage sein sollte.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    ich bin seit längerem - und immer noch - auf der Suche nach Heften der Metrodiana. Vor vielen Jahren war die Metrodiana mal komplett in der Zeitschriften-Bibliothek des Stuttgarter Pilzvereins und wurde nach deren Auflösung auf ebay versteigert. Seitdem ist dieser komplette Satz spurlos verschwunden - ich habe ihn damals leider nicht gekriegt .....


    Falls jemand die Metrodiana oder einzelne Hefte daraus hat, oder auch die unvollendete Monographie über Trichterlinge von Raithelhuber (nicht das Buch von 2004, das habe ich), dann würde ich das sehr gerne erwerben. Oder wenigstens leihweise zum kopieren haben.


    Viel Hoffnung habe ich nicht, nachdem mir selbst Christian Volbracht auf Anfrage nur die Jahrgänge 1-5 anbieten konnte und sonst nichts ....


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    auch ich halte das für typischen subtortus.

    Was den Olivton betrifft, so verstehen verschiedene Leute verschiedene Dinge unter "oliv" und erst recht unter "Olivton". Der Farbton, den das rechte Exemplar auf deinem Bild am Hutrand hat, wäre für mich ein typischer Olivton. Überhaupt sind die Hüte alle nicht schön ockergelb wie amurceus sein sollte, sondern haben diesen gebrochenen, graugelben Ton - eben einen Olivton ....

    Wenn Du subtortus oft siehst, insbesondere dann auch mal schon etwas ältere Exemplare die noch etwas angetrocknet sind dazu, dann wirst Du zwischen typisch grauolivgelb getönten auch mal recht lebhaft ockergelbe finden.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    ja, auch im Kiefernwald gibt es tolle Pilze und auch massenhaft. Aber da die Kiefern im Regelfall auf trockenen Sandböden stehen, oder jedenfalls meist auf sehr wasserdurchlässigen Böden, ist die Pilzsaison im Kiefernwald in der Regel sehr spät, oft erst im November. Denn dann sind die Temperaturen niedriger (geringere Verdunstung), die Niederschläge zahlreicher und die ständige Luftfeuchte durch Nebel verhindert das Austrocknen der Böden zusätzlich.

    Davon aber ausgenommen ist der Beerstrauch-Kiefernwald auf Moorboden, der meist in Moorrandnähe vorkommt (oder in sehr niederschlagsreichen Gebieten, z.B. viel in Skandinavien), der aufgrund der Strauch- und Moosschicht und der Grundwassernähe sehr viel Wasser hält und dadurch auch im Sommer Pilze bringt. Dieser Waldtyp ist in Zentraleuropa aber sehr selten geworden, weil er nährstoffarme Böden braucht, und die Stickstoffeinträge aus Landwirtschaft und Verkehr bei uns auch die Waldböden derart angereichert haben, dass dieser Waldtyp zur Kiefernwüste degradiert.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    ich hätte die Röhrlinge am Anfang nicht für Ziegenlippen = Xerocomus gehalten, sondern für Xerocomellus bzw. Hortiboletus. Die oberen Bilder könnte ich mir als X. porosporus vorstellen, aber die späteren sehen eher nach H. engelii aus. Zumindest die Hutfarben letzterer wären sehr untypisch für Xerocomus und auch die Oberfläche sehr glatt und kein bischen samtig-filzig. Außerdem das Blauen im Fleisch ist eher ein Merkmal von Rotfußröhrlingen s.l. als von Ziegenlippen.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    meiner Meinung nach ist das eher Rubroboletus rubrosanguineus. Die eher weinrötliche Färbung spricht für mich dafür, legaliae wäre eher orangerot. Auch die Ökologie schließt eigentlich legaliae aus (Tiefland-Laubwald).


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Emil,


    leider wurde der bei uns seit langer Zeit gut eingeführte Name "battarrae" umgedeutet. Was bedeutet, dass es eine Amanita battarrae gibt, dies aber nicht unser unter diesem Namen bekannter Zweifarbiger Scheidenstreifling ist. Sondern ein mediterran/submediterranes Taxon mit deutlich weniger klar zoniertem Hut und (soweit mir bekannt) ohne die dunklen Lamellenschneiden. Wächst in thermophilen Laubwäldern. Ich meine dieses Taxon aus Jena und aus dem Schönbuch zu kennen.

    Unser alter Zweifarbiger Scheidenstreifling heißt nun Amanita umbrinolutea.

    Ich persönlich finde das ziemlich verstörend, denn ich hätte die Namen genau andersrum gedeutet: umbrinolutea auf das mediterrane Taxon, das auch tatsächlich solche Farben zeigt, während unser Zweifarbiger ja über nichts von "lutea" an sich hat.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo beli,


    Guajak ist IMMER bräunlich. Das ist die Farbe der Guajaklösung. Du musst die Zeit messen, bis wann der bräunliche Fleck blaugrün wird. Wenn er bräunlich bleibt oder erst nach > 1 min langsam grünlich wird, dann ist es Guajak-negativ. Irgendwann ist er aber dann blaugrün, manchmal erst am nächsten Tag ....


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    der "Pareys" wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht neu aufgelegt.


    Möglich ist aber, dass ein vergleichbares Alternativwerk herausgegeben wird. Aber sicherlich nicht dieses und wohl kaum nächstes Jahr schon.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Harald,


    ich bin ja immer mal auf der Suche nach einem günstigen Mikroskop für Mikroskopierkurse. Auch das Zeiss Standard 14 wäre eine Option. Allerdings ist mir nicht ganz klar, wie Du auf den hohen Preis kommst, normalerweise gehen die für 200 bis höchstens 250 Euro über den Tisch. Mit der LED-Umrüstung meinetwegen noch 300 Euro. Was hat es denn noch besonderes, dass DU auf diesen Preis kommst? Leider ist ja kein Bild dabei, und die Daten sind auch etwas spärlich.

    Wie hoch wäre denn der Preis mit trinokularem Tubus?

    Was würde die Aufrüstung auf Phasenkostrast beinhalten und zu welchem Preis? Insbesondere auch entsprechende Objektive?


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    wollte mich mal unauffällig in Erinnerung bringen, dass noch das eine oder andere Buch aus meinem Verkauf auf einen neuen Besitzer wartet: buecher


    Des weiteren habe ich ein Exemplar von LUDWIG Pilzkompendium Band 4 (Text und Tafeln) noch originalverpackt zum Sonderpreis von 200 Euro abzugeben (statt 235 Euro, also rund 15% günstiger). Versandkosten von 5 Euro kommen noch dazu.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    das ist eindeutig Amanita umbrinolutea, früher Amanita battarrae. Also zu deutsch der Zwiefarbige Scheidenstreifling. Für den sind neben den schwarzen Schneiden auch die rostfleckige Volav typisch, und natürlich die Zonierung des Hutes. Ist ein Säurezeiger, unter Nadel- wie Laubbäumen (Rot-Eiche, Birke).


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo beli,


    die Guajak-Reaktion ist nur dann aussagekräftig, wenn Du angibst wie lange Zeit es gedauert hat bis der bräunliche Fleck blaugrün wird. Ein bräunlicher Fleck ist negativ. Wenn es länger als eine Minute dauert bis der Fleck blaugrün wird, dann ist es auch negativ.


    Ab übernächste Woche bin ich auch für zwei Wochen in Kroatien :) Und dann dritte Oktoberwoche und erste Novemberwoche nochmal :) :)


    liebe Grüße,

    Andreas

    Hallo Emil,


    vor allem ökologisch:

    penarioides: wärmeliebend, auf Kalkboden, vor allem unter Eiche

    penarius: nemorale/boreale Art auf sauren bis mäßig basenreichen, nährstoffarmen Böden, unter Buche


    H. penarioides ist deutlich größer und kräftiger, kann 20 cm Durchmesser bekommen


    Die Sporen sind leicht unterschiedlich, vor allem in der Breite.


    beste Grüße,

    Andreas