Beiträge von mollisia

    Hello Steve,


    that is the objective from FluorescensMicroscops.com, isn't it?


    You have an infinity objective, and unlike the 160 tube length objectives the infinity ones often do only fit in the very microscope version it was made for. So you can normally not use an infinity objective from Zeiss in a microscope from Olympus, just as an example. What microscope do you have and which tube length does it have? I bought a Zeiss 80x infinity objectiv for dry use and tried it on my Olympus BX40 - no chance, doesn't work, bad luck ......

    Another idea is that this is probably a objective for fluorescens microscopy and may be it works only properly with a fluorescens equipement?


    Oil with wrong refraction index will result in unsharp view, but doen't affect the viewed magnification (at least not that much), and neither does a movement of the object.


    all the best,

    Andreas

    Hallo,


    sehe ich fast genau so:


    Bild 1 = Gymnopus ocior

    Bild 2 und 4 sind dieselben Pilze, vermutlich Gymnopus aquosa, der Blasse Waldfreundrübling

    Bild 3 ist nochmals G. ocior in alt, meiner Meinung nach. Für G. luxurians sind mir die Pilze zu klein und vor allem der Stiel müsste viel dicker und verdrehter sein.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    sehe ich auch so, dass es sich beim Samtfußkrempling um eine filzige Stieloberfläche handelt.


    Dass Galerina pumila gestiefelt sein soll ist mir neu und halte ich auch für defintiv falsch - wer behautet denn sowas? Die Art wie viele Galerinen mehr oder weniger Velumreste am Stiel liegen in Form von unterbrochener Bänderung, meist aber nur wenige Fetzchen. Was soll das mit einem Stiefel zu tun haben? *grübel*


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    also für mich wäre unter gestiefelt auch ein kompletter Überzug des Stieles zu verstehen, der nach oben hin mit einem Ring oder ringartiger Struktur endet. Hat man z.B. bei Körnchenschirmlingen. Ich musss zugegeben, dass ich diesen Begriff aber kaum verwende, weil ich bzgl. Pilzen da nicht so richtig was mit anfangen kann.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,

    nee, da geht es um diese langen roten Strümpfe, die Wanderer früher zur Kniebundhose getragen haben. Diese Strümpfe gehen bis übers Knie, so dass sie zusammen mit der Kniebundhose das Bein komplett bedecken. Hält schön warm, ist aber bei warmem Wetter entsprechend ZU warm. Daher rollen die Bergwanderer diese Strümpfe von oben zum Knöchel runter, wo dann ein schöner runder Wulst entsteht.


    Beispielbild Fa.Socken-Lutz


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,

    Nochmal eine Frage. Nun ist die Anzahl an Gattungen im Pilzreich schon recht unübersichtlich. Wie ist eure Einschätzung welche Gattungen sich am einfachsten erlernen lassen und zugleich auch am wichtigsten sind? Täublinge in Milchlinge sind sicher die einfachsten.


    Und dann noch eine Frage, weil ich es einfach nicht verstehe und es für mich keinen Sinn ergibt: Warum gehören Scheidenstreiflinge zur Gattung Amanita wenn sie weder Knolle noch Ring haben?

    Agaricus - die Egerlinge

    Lepiota - Schirmlinge

    Macrolepiota - Riesenschirmlinge

    Pluteus - Dachpilze


    etwas weniger einfach oder nur anhand typischer Arten einfach:

    Faserlinge - Psathyrella

    Schleierlinge - Cortinarius

    Risspilze - Inocybe

    Ritterlinge - Tricholoma

    Trichterlinge - Clitocybe

    Helmlinge - Mycena


    Scheidenstreiflinge haben - wie Stefan schon schrob - weißes Sporenpulver in Verbindung mit einem Außenvelum. Im Gegnsatz zu den restliche Amaniten fehlt ja nur das Teilvelum. Stielbasis ohne Knolle kommt auch bei den beringten Amaniten immer mal vor. Z.B. bei Amanita eliae, Amanita vittadinii und auch beim Grauen Wulstling und Fransen-Wulstling hat man immer mal wieder Exemplare ohne wirklich verdickte Basis.

    Was aber noch entscheidender ist, das ist der mikroskopische Aufbau der Lamellentrama. Nur die Familie Amanitaceae, zu der neben Amanita nur noch die Gattung Limacella gehört, hat eine bilaterale Lamellentrama. Alle anderen Faserblätterpilze haben entweder reguläre oder untermischte Lamellentrama - mit Ausnahme von Pluteus/Volvariella die eine invers gerichtete Struktur haben die der von Amanita ähnlich sieht. Bisweilen werden die beiden Familien Amanitaceae und Pluteaceae deshalb auch zusammengefasst in die Ordnung Pluteales.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hello,

    One theory could be: differences in colour could originate from concentration effects. If you used higher concentrations of congo red than you get a deeper colour.


    I prepared my solution using the protocol of Erb&Mattheis: dissolve 3g of congo red in 98mL water and add 2mL concentrated ammonia solution (25%). Concentrated ammonia should be available at a pharmacy or at a do-it-yourself store.

    I don't agree. I prepared congo red in so many different ways and concentrations - the colour is always the same red! The only procedure where the colour chances is when you change the pH-value in direction of acid.


    The Erb/Matheis protocol is far to much concentrated. I'm wondering that a 3%-solution does not produce a fall out for being oversaturated. I made the expercience that 0,7% or even 0,5% solution is far enough and usually doesn't becomes oversaturated, not even in ammonia. I use 10% ammonia, but there is no difference with 5% and 3% ammonia.


    all the best,

    Andreas

    Hallo,

    Ausschließlich? Nicht auch durch Sequenzierung? Oder diese gemeinen physikalischen Methoden, wie Massenspektroskopie? Rein biologisch durch Kreuzung in kontrollierter Umgebung?


    Wobei schon klar ist, dass die Taxonomie nicht unerheblich umgestoßen wird, wenn andere Methoden beginnen zu dominieren. Selbst das Verständnis der Taxa an sich.


    LG, Bernd

    müssen rhetorische Fragen beantwortet werden? Ich glaube nein.


    BG, Andreas

    Hello Steve,


    I have no idea what happened to your congo red on the left. It has a darker colour already in water solution. My congo red looks like the one on the right, and it doesn't change colour with KOH. I have congo red dissolved in water, in ammonia and in SDS - the colour is always the same.

    I also tried to create a solution of congo red in other tenside than SDS to avoid the percipitation that occures when using cngo red in SDS together with KOH. I tried Invadin, which is no longer available and may be replaced by Triton X (Octylphenol), but all this detergents did not make the solution better in my opinion. congo red in Triton X had a slightly more pinkish hue compared to the other congo red solutions.

    All these detergents (SDS, Invadin, Triton X, ammonia) have the aim to soften the tissue of your preparation, which usually is not necessary, at least not in fresh material. My favorite is still congo red in ammonia.


    all the best,

    Andreas

    Hallo,


    ja, da hat beli recht, das ist Meottomyces dissumulans, besser bekannt unter Pholiota oedipus. Der deutsche Name "Fettiger Braunschüppling" passt sehr gut zu deinem Pilz, der sich frisch eben durch diese fettig glänzende Hutoberfläche auszeichnet. Ferner sind die Lamellenschneiden immer deutlich bewimpert, weil er so weit herausstehende Cheilozystiden hat. Im Winter-Spätwinter-zeitiges Frühjahr an feuchten Stellen auf dauerfeuchter Laubstreu (oft sind die Blätter schon ganz schwarz-faulig), gerne von Pappel.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    die Diskussion mit dem makroskopischen Erraten von Lachnellula hatten wir doch schon mal in einem anderen Thread, wenn ich mich recht erinnere. Alle weißhaarigen Lachnellulas sehen makroskopisch völlig ununterscheidbar aus. So variabel sind sein mögen mit deutlichem Stiel oder fast sitzend, mit dottergelber oder gelboranger Fruchtschicht - keine Art ist makroskopisch erratbar.

    Vom Substrat her ist Lachnellula occidentalis auf Lärche durch das Substrat bestimmbar, alle anderen Arten können auf Fichte, Tanne und Kiefer vorkommen. Mit Harz oder ohne. Viele Arten haben zwar Präferenzen, aber alle kommen auf allem vor. Sie gehen auch auf z.B. Douglasienzapfen über, selbst auf Sequioa habe ich schon welche gefunden. Und auch schon zwei Arten auf demselben Ast.


    Lachnellulas sind nur und ausschließlich mikroskopisch bestimmbar!


    Wichtig sind zu allererst Sporengröße, dann Sporenform, dann Sporeninhalt (in Wasser).

    Weiter wichtig sind Ascusporus-Reaktion (in Lugol oder Barals OHNE KOH-Vorbehandlung) und Vorhandensein/Fehlen von Haken an der Ascusbasis.

    Mit diesen Merkmalen sollte jede der Arten bestimmbar sein.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hello,


    pure congo red is classified as cancerogenic and toxic in high degree. Even chemists don't get it without declaration for what purpose they need it.

    The solutions I use and sell are appr. 0,5-0,7 % solutions in ammonia (NH3) or sodium dodecyl sulfate (SDS). So they are not very toxic anymore, but nevertheless the stuff is classified as cancerogenic.


    Congo red is an indicator liquid, which turns blue in acid conditions. So if you made a preparation with cotton blue (in lactic acid) on your slide, and didn't wipe it of very carefully before you make the next preparation with congo red, you will see it turn blue.

    I had several times preparations of polypores which turned my congo red solution dirty violetish in the microscopic preparation. May be these polypores contained a certain compound which was acid, I don't know.


    In which alcaline solution did you solute your congo red? Usually it should not change colour in KOH or NaOH.


    The official CIS no. of congo red is C.I. 22120 "Direct Red". So if your congo red shows C.I. 22120 it is the "true" congo red. If not it is something else.


    all the best,

    Andreas

    Hallo Bernd,


    gut möglich, aber es gibt viele kleine sitzende haarige Becherchen - früher praktisch alle unter dem Gattungsnamen Dasyscyphus versammelt. Es ist nicht mal gesichert dass es ein Ascomycet ist, eventuell ist es sogar ein cyphelloider Basidiomycet. Da hilft nur mikroskopieren!


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    also ich bin in meiner Ansicht nicht ganz so strikt wie Öhrling, dass Schlüsseln nach Bild keinen Zweck hat. Wenn man an Schlüsselpunkte kommt, die man per Bild nicht beantworten kann, dann ist in dem Moment halt Schluß. Ist auch nicht sooo tragisch, immerhin lernt man dabei ja dann auf was man beim nächsten Mal achten muss, bzw. welche Notizen man seinen Bildern/Exsikkaten beifügen sollte, damit auch die Nachwelt noch was davon hat.


    Ich stelle in Kursen fest, dass es Leute gibt, die mit Schlüsseln generell nicht gut klar kommen, aber sehr gut aus Bilder- und Beschreibungsvergleich das Wichtige herauslesen können und die abgefahrensten Pilze bestimmt kriegen, wo ich nur staunen kann. Und andere wiederum (mich eingeschlossen) könnten ohne Schlüssel nicht leben.

    Das Schlüsseln erfordert Übung, und natürlich auch ein bisschen Glück am Anfang dass man an Pilze gerät die sich gut schlüsseln lassen. Sehr hilfreich ist, wenn man üben kann mit Erfahreneren, die einem sagen können ob richtig/falsch und vor allem wo der Fehler liegt. Auf Dauer geht meiner Ansicht nach Pilzbestimmung unbekannter Pilze nicht ohne Schlüsseln, schon gar nicht wenn man auch Mikromerkmale mit einbezieht.

    Daher würde ich jedem empfehlen, sich nicht von Misserfolgen klein kriegen zu lassen sondern immer mal wieder Schlüssel zu benutzen.


    Ach ja, und nachdem ich hier schon zitiert werde: Also ich sage immer dass Schlüssel "von Leuten gemacht werden die sie nicht brauchen, für Leute die nicht damit umgehen können". Nicht für Leute die sie nicht verstehen. Und das stimmt schon so einigermaßen. Denn um gute Schlüssel machen zu können, muss man schon einen entsprechenden Überblick haben, so dass man meist gar keinen Schlüssel braucht. Aber natürlich benutze ich auch immer mal Schlüssel selbst zu Gattungen, und bei komplizierten Gattungen sowieso.


    beste Grüße,

    Andreas

    Moin Emil,

    danke für Deine Mitteilung, aber ich glaube, da liegt ein Verwechslung vor. Es geht doch hier um den Pilz von Schupfnudel hier im Thread auf der ersten Seite #6 Arbeiten mit Schlüssel

    Ich hoffe der Link passt.

    Hallo,


    es geht genau um den Pilz, und der ist eben KEINE Protostropharia, wie er zunächst etwas vorschnell abgesegnet wurde. Es ist Agrocybe (elatella oder praecox). Da hat Emil schon recht.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Peter,


    es gibt mittlerweile reichlich Literatur zu Morcheln. Weiterführend ist z.B. (nach Erscheinungsjahr sortiert):


    Buscot F, Roux J (1987) Association between living roots and ascocarps of Morchella rotunda. Transactions of the British Mycological Society 89(2): 249-252.

    Buscot F, Kottke L (1992) The association of Morchella rotunda (Pers.) Boudier with roots of Picea abies (L.) Karst. New Phytologist 116: 425-430.

    Clowez P (1997) Les morilles de stratégie pérenne et colonisatrice: relations avec certaines arbres et plants mellifères d'apparition spontenée en France. Etude comportementale. Documents mycologiques 27(107): 15-29.

    Kellner H, Renker C, Buscot F (2005) Species diversity within the Morchella esculenta group (Ascomycota: Morchellaceae) in Germany and France. Organism, Diversity and Evolution 5: 101-107.

    Masaphy S et al. (2010) The Complexity of Morchella systematics: A case of the yellow morel from Israel. Fungi 3(2): 14-18.

    O'Donnell et al. (2011) Phylogeny and historical biogeographie of true morels (Morchella) reveals an early Cretaceous origin and high continental endemism and provincialism in the Holarctic. Fungal Gentics and Biology 48: 252-265.

    Clowez P (2012 "2010") Les morilles. Une nouvelle approche mondiale du gerne Morchella. Bulletin de la Société mycologique de France 126: 199-376.

    Du X-H et al. (2012) How well do ITS rDNA sequnces differenciate species of true morels (Morchella)? Mycologia 104: 351-1368.

    Kuo M et al. (2012) Taxonomic revision of true morels (Morchella) in Canada and the United States. Mycologia 104: 1159-1177.

    Richard F et al. (2015) True Morels (Morchella, Pezizakes) of Europe and North America: Evolutinary relationships inferred from multilocus data and a unified taxonomy. Mycologia 107(2): 359-382.

    Li Q, Xiong C, Huang W, Li X (2017) Controlled surface fire for improving yields of Morchella importuna. Mycological Progress 16: 1057-1063.

    Liu Q, Ma H, Zhang Y, Dong C (2017) Artificial cultivation of true morels: current state, issues and perspectives. Critical reviews in Biotechnology 32(8): 259-271.

    usw. usw.


    Gerade frisch erschienen ist ein Buch über Morcheln:

    Clowez P, Moreau P-A (2020) Morilles de France et d'Europe. Verlag Cap Régions Éditions, Noyon, 370 S.

    Dort ist natürlich auch die gesamte wichtige Literatur gelistet.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Bernd,


    es ist nicht das Problem das zu programmieren. Und natürlich kann ich ein Merkmal auf irrelevant setzen, aber was habe ich dann davon. Und dass Du, und natürlich viele andere auch, entsprechend vorgebildet sind und auch synoptische Schlüssel mit der nötigen Vorsicht benutzen, das steht ja außer Frage. Aber aus eigener Erfahrung in meinen Kursen weiß ich, dass unerfahrene Leute die synoptischen Schlüssel total feiern, aber immer wieder auf haarsträubende Ergebnisse kommen ohne dass ihnen das bewusst ist. Ich finde schon, dass das bei dichotomen Schlüsseln durch die vorgegebenen Merkmale deutlich weniger der Fall ist, weil man oft merkt dass man in eine Sackgasse geraten ist. Vielleicht auch ein Vorurteil meinerseits, aber von den Kursen her weiß ich dass Ergebnisse von Apps bzw. anderen synoptischen Schlüsseln deutlich weniger hinterfragt werden als nötig wäre. Und dass sich damit kein Verständnis für das System ergibt ist auch eine eindeutige Erfahrung aus meinen Kursen. Die Leute lernen dabei kaum, wichtige Merkmale von unwichtigeren zu unterscheiden und sie lernen nur sehr langsam dazu. Was ich wiederum auf diese Willkürlichkeit beim Auswählen von Bestimmungsmerkmalen zurückführe.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Bernd und natürlich alle anderen,


    die Gefahr bei synoptischen Schlüssel ist immer, dass man geneigt ist, sich zunächst die besonders auffallenden Merkmale herzunehmen, ohne dass man sich immer sicher sein kann ob die überhaupt typisch sind. Beispiel durch Trockenheit rissig und schuppig gewordener Hut beim Purpurfilzigen Holzritterling. Du wirst nie ankommen wenn Du auf diesem auffallenden "Merkmal" bestehst. Nimmt man einen dichotomen Schlüssel, dann ist man gezwungen, genau die Fragen zu beantworten, von denen der Schlüsselautor denkt dass sie besonders klar, wichtig und konstant sind. Dabei lernt man nebenher auch gleich, was in der jeweiligen Gruppe eigentlich die entscheidenden Merkmale sind.

    Ich verwende synoptische Schlüssel auch sehr gerne, aber es setzt hierbei mindestens genauso so viel Erfahrung beim Auswählen der Merkmale voraus wie man zum Schlüsseln eh braucht. Oft ist das aber tatsächlich ein deutlich kürzerer Weg zum Ziel. Ich denke aber, dass Fehlbestimmungen weniger häufig auffallen wie beim herkömmlichen Schlüsseln.


    Was Bernd uns übrigens mit dem Hutfarben-Beispiel gezeigt hat ist ein sogenanter polychotomer Schlüssel, d.h. es gibt mehr als zwei Alternativen. Das ist nur eine verkürzte Schreibweise, aber nichts anderes als das Schlüsseln mit dichotomen Schlüsseln.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    ich vermute mal dass Agrocybe in dem Schlüsselteil G zwei Mal auftaucht. Agrocybe firma und auch der bekannte Zuchtpilz A. aegerita sind ja Holzbewohner, ein paar weitere kommen (auch) auf Holzschredder vor. Die meisten sind aber terrestrisch, insofern denke ich dass Christoph die Gattung zwei Mal aufgeschlüsselt hat und du von der falsche Ausgangsbasis (bzw. vom falschen Endergebnis) aus zurückgeschlüsselt hast.


    Der Pilz sieht zwar sehr nach A. elatella aus, aber so schmächtige praecox kommen eben auch vor. Daher muss man die Art zwingend mikroskopieren, denn A. elatella ist eine sehr selten (gewordene) Art, die ganz überwiegend in feuchten Sumpfwiesen vorkommt, auffallend häufig zusammen mit dem Breitblättrigen Knabenkraut (Dactylorhiza majalis). Ob es sich bei den aus anderen Biotopen gemeldeten Funden immer tatsächlich um elatella gehandelt hat wäre zu überprüfen - ich bin da skeptisch.

    Gibt es zu dem Bild ein Exsikkat?


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    es gibt bei den Morcheln viele Arten und es gibt Arten die an Bäume gebunden sind, andere die reine Zersetzer sind (und sich auch recht problemlos züchten lassen) und es gibt selbst pyrophile Arten die an Waldbrände gebunden sind.


    Mehr als das Eschentriebsterben selbst wird aber durch die "Bekämpfung" dessen zerstört. Kaum ein Eschenbestand wäre komplett dahingerafft worden, aber wenn die Forstwirtschaft ja jetzt unter dem Deckmäntelchen der Schädlingsbekämpfung möglichst viel Holz retten will, dann werden halt Eschenbestände platt gemacht wo immer möglich. DAS ist der wirklich schadende Eingriff in das System, nicht der Befall selbst. Auch wenn der zugegebenermaßen viele Biotope verändert, dann doch in einem Rahmen dass die Esche darauf reagieren könnte im Laufe der Jahre/Jahrzehnte. Aber da geht der Forstwirtschaft halt zuviel gutes Holz dabei verloren ....


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    also ich sehe nicht so wirklich durch was ihr da schlüsselt bzw. welche Folgerungen Stefan da draus zieht.


    So wie ich den Schlüsselteil lese, der von PDPAP gepostet wurde, dann können unter dem Punkt 8 (der zu 9 führt) nur die Milchlinge gemeint sein, also ausschließlich Lactarius.

    Dagegen sind unter Punkt 8* (der zu 12 führt) sowohl alle faserigen Blätterpilze zu finden als auch die Täublinge (Russula).


    Insofern stimmt das nicht was Stefan sagt, dass dich Schlüsselschritt 8 zu den Milchlingen und Täublingen führt, sondern eben nur zu den Michllingen. Wenn im folgenden bei 9/9* dann Milchlinge und Täublinge kommen, dann ist der Schlüssel falsch.

    Ich kanns nicht nachsehen, weil ich das Buch nicht hier haben momentan.


    beste Grüße,

    Andreas


    In dem Fall führt dich 8. zu den Täublingen und Milchlingen=Russulales, die bei den genannten Beispielen nicht zutreffen. Das heißt, der andere Schlüsselschritt muss derjenige welche sein (Ausschlussprinzip)

    Hallo Thomas,

    Hallo zusammen

    bei mir taucht der Name des Pilzes in der Antwort von Lukas gar nicht auf.

    VG

    Thomas

    mit dem Curser und gedrückter Maustaste über die freie Stelle zwischen den Spitzklammern fahren. Also den Leerraum markieren, dann siehst Du die Lösung.


    Sehr coole Idee, Lukas!


    LG, Andreas

    Hallo Claudia,


    schade dass einige Bilder so stark überbelichtet und unscharf sind. Da hätte man wahrscheinlich bei manchem genaueres sagen können. Bei Bild 3 z.B. das kann alles mögliche sein, aber eher kein Schirmling (Lepiota), weil die gedrungene Statur zu nichts passt. Eher ein Körnchenschirmling vielleicht? Aber bei der Bildqualität ist es halt Raterei ohne Aussicht.


    Bild 4-5 ist Mycena galericulata, ich kanns zwar nicht beweisen, aber ich würde sehr viel darauf wetten. Und gewinnen.

    Bild 11-13 ist Entoloma cetratum (agg.)

    Bild 14 ist Polyporus brumalis. Arcularis hat vor allem jung sehr deutliche Fransen am Hutrand. EIgentlich passt die Farbe und Statur eher zum Maiporling, aber der hätte viel feinere Poren, daher kommt nur brumalis in Frage.


    beste Grüße,

    Andreas