Beiträge von mollisia

    Hallo,


    das war auch mein erster Gedanke. So dicht stehende Lamellen hat ja auch nicht jeder, und der Rest passt auch prima. Bei flach ausgebreiteten Hüten wirken angewachsene Lamellen schon mal etwas herablaufend, weil sie dann einfach abwärts gerichtet am Stiel angewachsen sind durch den hochgebogenen Hut.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    Scutellinien sind oft recht gut zu bestimmen, unter der Voraussetzung dass sie voll ausgereift sind und dass man nicht zwischen scutellata und crinita unterscheiden muss.

    Leider sind sie oft nicht wirklich reif und dann hat man eine falsche Vorstellung vom Ornament und bestimmt dann automatisch falsch.

    Ein gutes Beispiel dafür ist die Sporenabbildung von Scutellinia scutelata in Pilze der Schweiz, die das Ornament einer unreifen scutellata-Spore zeigt. Da ist es fast isoliert warzig, während scutellata bei Vollreife ein amöboid zusammengeflossenes flaches Ornament hat. Und nur dieses ist charakteristisch und auch nur dieses wird in den Schlüssel verschlüsselt. Nimmst Du die unreife isoliert warzige Spore, dann landet man irgendwo bei subhirtella oder sowas.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Claudia,


    da habe ich eine andere Vorstellung davon, kenne den eigentlich auch nur aus der Nadelstreu.

    Den spitzen Caulozystiden nach finde ich die Idee von Werner mit Mycena amicta gar nicht mehr so schlecht. Makroskopisch wäre ich zwar nicht drauf gekommen, aber die Art ist ja derart vielgestaltig, also warum nicht? Ob die allerdings zweisporig sein kann, weiß ich nicht, aber viele Mycenen sind da ja bisweilen etwas unentschlossen ....


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    die Lamellen sind in der Tat bei dem jungen erstaunlich hell. Aber dafür beim älteren deutlich rostbraun und nicht graubraun wie bei Inocybe. Außerdem fehlt die weiße Schneide, daher denke ich auch eher, dass es eine Telamonia ist.


    LG, Andreas

    Hallo,


    wer sich mit dieser Gruppe näher beschäftigen will, dem sei unter anderem diese beiden älteren Publikationen empfohlen:


    Bałazy, S. (1993): Entomophthorales. - Flora Polska vol. 24, Krakow, 356 p.


    Waterhouse, G.M. & Brady, B.L. (1982): Key to the species of Entomophthora sensu lato. - Bull. Br. Mycol. Soc.16: 113-143.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,

    da hat der Nobi Recht, das ist Flammulaster carpophilus.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    ich denke auch dass Nr. 4 Lachnum virgineum ist. Hymenoscyphus fagineus wäre nicht so weiß, größer und würde später wachsen.

    Nr. 9 dürfte wohl auch ein Rötling sein.

    Nr. 10 halte ich nicht für amicta, der müsste einen deutlich bereiften Stiel haben, was ich hier nicht zu erkennen vermag.

    Nr. 3 ist Gymnopus ocior. Der muss nicht immer gelbe Lamellen haben. Aber eine speckige, gerne ins rotbraun gehende Hutoberfläche.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,

    also dass der Ölgehalt von Sporen erst wie geschäumt in kleinen Tropfen verteilt ist, und dann bei zunehmender Reife zu einer oder mehreren größeren Tropfen zusammenfließen, das ist doch Konsens, oder? Dafür gibt es so viele Beispiele, ich glaube da gibt es nicht viel dran zu rütteln.


    In deinem Fall sehe ich es genau anders rum als Du glaube ich. Das was herausquillt ist der Bereich mit dem geschäumten Inhalt (violett markiert). Der rot gestrichelte Teil ist der "intakte" Teil der Spore mit Apikulus und einem zusammengeflossenen Ölbereich.


    Ich habe den Eindruck, dass der herausquellende Bereich der Spore noch von der äußeren (oder inneren?) Sporenwand umschlossen ist, während die innere (?) Sporenwand gerissen ist.

    Ich würde diese Sporen offen gestanden als defekt überhaupt nicht in meine Betrachtung der Art einbeziehen.

    Ein Perispore ist per Definition eine Hülle außerhalb der eigentlichen Sporenwand, und das kann ich hier einfach nicht erkennen. Aber wo nun genau die Grenze zwischen einem echten Perispor liegt zu einer sich blasig abhebenden Sporenwand die aber kein echtes Perispor ist, das bin ich überfragt. Ultrastrukturell sicherlich nachweisbar, aber jetzt so für unsere Praxis?


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    auch wenn es kein sehr konstruktiver Beitrag ist, so muss ich doch mal loswerden, dass ich die immer mehr um sich greifende (Un-)Sitte, einen Phytoparasiten und seinen Wirt namentlich mit einem "x" zu trennen, mich aufregt. Keine Ahnung, wer auf diese Idee gekommen ist, aber ich finde es höchst irritierend. In der Botanik wie in der Zoologie wird das "x" für Hybriden verwendet, und so wie sich die Überschrift dieses Thread liest geht es also um einen Hybriden aus Plasmopara petroselini und Petroselinum crispum.


    Finden die meisten vielleicht unwichtig, aber mir sträuben sich jedes Mal alle verbliebenen Haare!


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    aufgrund des hutfarbenen Stiels würde ich auch an die costata-Gruppe denken. Die sollte dann mit KOH einen deutlich dnkleren Fleck auf dem Hut hinterlassen.

    Es können durchaus junge costata sein, auch gibba ist ziemlich feinfilzig wenn er jung ist. Squamulosa wäre auch denkbar, kenne ich aber vorrangig aus nährstoffarmen Wiesen. Und dann gibts da auch noch die eine oder andere unklare Art in der Gruppe, auch noch vermutlich unbeschriebenes.

    Heute laufen diese Arten unter einer eigenen Gattung: Infundibulicybe.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    ah, okay, also wenn Du tatsächlich rotbraunes Sporenpulver hattest, dann bleibt wirklich nur Alnicola. Und dann auch noch eine Erle in der Nähe ....


    Pierre-Arthur Moreau ist sehr freundlich und hilfsbereit, da kannst Du Dich ruhig trauen. Er findet den Fund bestimmt spannend, Naucoria ist eine seiner Lieblingsgattungen. Und wenn Du sie als Alnicola bezeichnest dann wird er dich noch mehr mögen *ggg*


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Raphael,


    du hast recht, Psilocybe/Deconica scheidet wohl aus.

    Aber an Naucoria mag ich bei der Lamellenfarbe nicht glauben, auch die Sporen in KOH sehen eher nach Spp. violettbraun aus als nach Spp. rostbraun. Die Sporen mögen zwar leicht uneben werden, aber Naurcoria hätte dann doch deutlich warzige Sporen, auch N. tantilla hat zumindest raue Oberfläche. Zudem wäre der Standort ja doch recht befremdlich, oder gibt es da Erlen im Garten? Oder wenigstens in Frage kommende Mykorrhizapartner?

    Andererseits sehen bei den älteren, bereits etwas ausgeblassteren Fruchtkörpern auch die Lamellen nicht mehr so dunkel aus - also vielleicht doch Naucoria?


    Ich würde die Bilder mal an P.-A. Moreau mailen, der sagt Dir mit Sicherheit was dazu.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Claudia,


    dein Helmling ist mir hoher Sicherheit Mycena viridimarginata, auch wenn Du den Chlorgeruch anscheinend nicht wahrgenommen hast. Gelbe Stiele und düster überlaufene Lamellenschneiden lassen eigentlich keine andere Bestimmung zu.

    Der Stubben im Hintergund sieht nach morschem Nadelholz aus, womit M. inclinata eh aus dem Rennen wäre. Der hätte aber auch einen gebördelten Hutrand (wie z.B. Mycena haematopus), der deinem Pilz ebenfalls fehlt.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    ich bin bei der Interpretation der Sporen der Meinung von Wolfgang und kann da kein Perispor erkennen. Ich interpretiere die linken Sporen als jünger/unreifer/vitaler und daher mit noch geschäumtem ÖlInhalt, während dieser bei den rechten (älteren/reiferen/toteren) zu einem großen Tropfen zusammengeflossen ist. Das ist bei praktisch allen Arten mit Ölinhalt so zu beobachten, ganz besonders aber bei den weißsporigen Gattungen wie Mycena z.B.. Was immer wieder auch den Eindruck von warzigen Sporen erweckt, obwohl es nur der Inhalt ist. Die beiden mittleren Sporen sind meiner Ansicht nach frisch aufgeplatzt und der Ölinhalt quillt nach außen.

    Also für mein Empfinden keine Hülle die sich ablöst sondern eine dünne Sporenwand die aufreißt.


    Zur Amyloidität: Da würde mir eine Graufärbung mitnichten ausreichen. Ich habe oft beobachtet, dass verschiedene Personen, auch geübte Mykologen, ein und dasselbe Präparat verschieden beurteilen, wenn es sich um eine schwache Amyloidität handelt bzw. handeln soll. Gerade bei diesen kleinen Pilzchen ist das dann auch in der Literatur nicht einheitlich, denn nur selten kann man da was am Sporenabwurf überprüfen.


    Meinem Gefühl nach (mangels eigener Funde dieser Art) würde mir Omphalina praticola gut passen von allen Merkmalen her und würde mich nicht wundern, wenn die Art aber sequenziert weder zu Omphalina noch zu Arrhenia gehört, sondern eher im Bereich Phloemana oder Hemimycena s.l. zu finden wäre.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Raphael,


    ist es sicher dass es eine Discina ist? Könnte das vielleicht auch eine Pachyella oder gar Peziza sein? Ich denke zwar eher nicht, aber mach doch mal den Jod-Test der Schläuche, um das ausschließen zu können.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    das ist Echinosphaeria strigosa oder eine Art aus der näheren Verwandtschaft. Lasiosphaeris hirsuta sieht makroskopisch genauso aus (ich kann sie jedenfalls nicht unterscheiden), hat aber deutlich längere Sporen.

    Deine Sporenmaße sind am untersten Rand des Bereichs für E. strigosa, vielleicht hast DU unreifes Material. Oder da Du ja offenbar in Kongorot mikroskopierst sind es sicherlich Maße toter Sporen.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    die "Poren"schicht gefällt mir nicht für Datronia mollis. Vielzu uneben und fast schon zerschlitzt, auch wenn man das senkrechte Wachstum in Betracht zieht. Der Fruchtkröper selbst ist auch insgesamt untypisch, und die Farbe ebenfalls komisch. Ich habe aber auch keine konkrete Idee, könnte mir von Trametes über Gloephyllum, Trichaptum auch noch alles mögliche andere vorstellen. Die osteuropäischen Wälder haben noch vieles, was wir hier gar nicht mehr finden und daher auch kaum auf dem Schirm haben ....

    Aber vielleicht ist es a auch doch einfach nur Datronia mollis .....


    beste Grüße,

    Andreas