Beiträge von mollisia

    Hallo,


    beim Trichterling Nr. 4 quetsche doch nächstes Mal die Lamellen und riech dran. Vemrutlich stinkt es nach Nebelkappe, nur noch süßlicher-widerlicher: Singerocybe phaeophthalma.


    Nr. 14 wäre für mich auch eine Psathyrella, auf gar keinen Fall aber eine Mycena (dunkle Lamellen!)


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Maike,


    sehr schöne Netzstielige Hexenröhrlinge!

    Die kommen gerne in Parks und unter Straßenbäumen. In deinem Fall wird es eine Linde gewesen sein, zumindest sind Lindensamen auf dem Bild mit drauf.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Werner,

    GriasDi Andreas,

    ich denke, dass da Werner Jurkeit der richtige Ansprechpartner ist.

    Seit Jahren sagt er, dass er fast fertig ist mit seiner Monografie.

    An liabn Gruaß,

    Werner

    ja, das ist das Problem, er ist seit vielen Jahren "fertig", aber publiziert ist nichts. Außerdem wehrt er sich vehement dagegen, molekulare Erkenntnisse mit einfließen zu lassen. Da kann ich dann mit einer Diskussion nicht so richtig viel anfangen dann damit, zumal ich ja kein Täublingsspezialist bin.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Karl,

    ja, danke, diese Arbeit habe ich. Da taucht R. graveolens zwar im Schlüssel aus, daneben aber nur noch R. amoenoides als weitere Laubbaum begleitende Art (außer faginea natürlich). Ich hatte Slavomir so verstanden, dass sie die clavipes-Gruppe in diesem paper aufgearbeitet haben, aber die graveolens-Gruppe noch nicht. Daher die Frage ob's da was neues gäbe.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    grad tobt der Täublingsaspekt in den Park und Friedhöfen unter Eiche und alles ist voll mit Heringstäublingen. Dabei musste ich jetzt feststellen, dass ich keine vernünftige neuere Literatur zu Russula graveolens und Verwandtschaft habe.

    Hat jemand von euch das was, oder nach was kann man die nicht-grünen Laubwald-Herings-Täublinge bestimmen?


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Peter,


    ja nun, in der gesamten Gattung Russula gibt es die Farbbandbreite von Arten mit weißem bis Arten mit dunkelgelbem Sporenpulver. Das nutzt dir ja nix, denn dass es ein Täubling ist, das ist ja klar.

    Zur Artbestimmung braucht man oft eben die genaue Farbnuance des Sporenpulvers, in den Abstufungen der Farbtafel nach ROMAGNESI. Da kannst Du dann nicht einfach "hell" schreiben oder sowas. Wirklich weißes Sporenpulver, also mit dem Farbtafel-Code 1a bis 1b haben nur wenige Täublingsarten. Und keiner der Kamm-Täublinge, zu denen Dein Fund ja zweifellos gehört. Dass es Dir weiß erscheint liegt eben daran, dass es wenig ist und du nicht zusammengekratzt hast.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    ich würde den Fund sehr gerne zum sequenzieren haben. Eigentlich wollte ich ja schon länger mal ein Update zu Limacella machen, da meine wenigen molekularen Daten schon vor Jahren zeigten, dass Limacella in drei Gattungen zerfällt. Da waren nun andere schneller ..... Trotzdem wäre es vielleicht mal nett, die europäischen Arten aufzuarbeiten, denn bei Limacella ss.str. ist ja längst nicht alles so klar, wie auch Dein Fund zeigt. Die Farbe passt zu keiner der bekannten Arten. In Parks/Friedhöfen muss man immer auch an Limacella delicata denken, die ich weiterhin für eine gute Art halte. Ich glaube in Wetzlar aufm Friedhof hatte ich sowas auch schon mal.


    beste Grüße,

    Andreas

    Halo Peter,


    in der ganzen Gruppe gibt es keine Art mit weißem Sporenpulver, daher kann es kein Weißsporer sein. Hättest du etwas mehr Sporenpulver, und würdest es zu einem Häufchen zusammenkratzen, dann würdest Du das feststellen können. Daher sollte man Täublinge immer auf eine PVC- oder Glasoberfläche sporen lassen, damit man dann mit einer Rasierklinge das Spp. zu einem Häufchen zusammenschieben kann ohne das halbe Papier dabei abzuschaben und mit reinzumischen.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    sicherlich ist das eine recht seltene Ausnahme, dass B. reticulatus an Fichte geht. Bei meinen wenigen Funden war es auch immer so, dass es eigentlich vom Biotop her ein Buchenwald ist, der mit Fichte aufgeforstet wurde. Und meist waren in den nächsten wenigen hundert Metern auch wieder Buchenwald zu finden.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    ich hatte bisher immer eine richtig rote Reaktion, keine feuerorangene. Daher dachte ich, dass diese feurige Reaktion nicht für insignis gilt und es pectinatoides sei. Ich lasse mich aber sehr gerne überzeugen! Dann hatte ich bei mir jedenfalls auch insignis zwischendrin - makroskopisch hätte ich die ja auch so angesprochen .... Ich hab nur leider die "eindeutigen" reconditas nicht als Gegenprobe auch mit KOH traktiert. Werde ich nachholen bei nächster Gelegenheit.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    die Amanita würde ich wie beli für A. umbrinolutea (früher A. battarrae genannt) halten, den Zweifarbigen Scheidenstreifling.


    Den Faserling und der Porling hätte ich auch so genannt.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Raphael,


    ja, die Phenol-Reaktion ist bei beiden gleich, ebenso wie die drei Arten dieser Sektion ja auch die Huthaut "ohne alles" haben.

    Ob vinosobrunnea oder alutacea vermag ich nicht zu entscheiden, weiß nur dass Felix an allen alutaceas was auszusetzen hatte. Vielleicht wäre er an einem Beleg interessiert zum Sequenzieren, kann ich mir gut vorstellen. Er weilt aber noch bis Ende des Monats oder so in Benin und nur über WhatsApp kontaktierbar.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Michael,


    in der Tat sehen Falsche Rotfußröhrlinge ziemlich aus wie schmächtige Düstere Röhrlinge. Aufgrund der Farben, die viel zu olivgelb getönt sind und des Gesamthabitus sowie der Hutoberfläche halte ich aber den Düsteren für ausgeschlossen. Die Fruchtkörper sind einfach überaltert und vermutlich kurz vor Goldschimmel, daher die düstere Röhrenfarbe.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    dagegen spricht das vollständige Fehlen eines Blauens.

    Allerdings spricht gegen den Falschen die Hutfarbe, der Standort, und vor allem die Stieloberfläche.


    Ich denke eher, das ist der Fahle Röhrling. Er sollte an der Stielbasis unten nach Heftpflaster riechen.

    Die zugespitzte Stielbasis kommt bei vielen Arten mal vor, insbesondere wenn der Boden locker ist oder die Fruchtkörper von einer Wurzel wegwachsen müssen.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Kadir,


    kein Speise-Täubling. Die Farbe ist außerhalb des möglichen Spektrums. die Stielform passt auch nicht (zugespitzt beim Speise-Täubling) und die Lamellen scheinen auch eine Tönung zu haben, so dass das Sporenpulver nicht rein weiß sein dürfte.


    Die meisten Täublinge kann man ohne genaue und gründliche Untersuchung inklusive Mikromerkmale und chemische Reaktionen nicht bestimmen und braucht dazu auch spezielle Literatur über Täublinge.


    Den Rotfußröhrling von den ersten Bildern halte ich für den Falschen Rotfuß, aufgrund des dunklen Stiels und der fehleneden Rotttöne in den Hutrissen. Und weil er momentan sehr häufig in Laubwäldern auf besseren Böden ist.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Peter,


    makroskopisch gut möglich, aber es fehlen zur sicheren Bestimmung viele Merkmale, angefangen vom Geschmack über die Guajak-Reaktion, Sporenpulverfarbe und die Ökologie (sauer/kalkig?) - und möglicherweise muss man dann trotzdem noch mikroskopieren.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    ich hätte das gleiche fragen wollen wie Oehrling - denn Russula alutacea ist etwas richtig seltenes und wohl auch nicht so ganz klar definiertes. Meine Vorstellung davon ist anders, ich halte ihn für einen Pilz in den Ausmaßen von olivacea, mit weinrotem Hut. Dazu passt deine Kollektion schon makroskopisch nicht. Dazu soll es ein Pilz der trockenen Kalk-Buchenwälder sein (Carici-Fagetum) - dein Biotop deutet auf montaner Bergwald hin mit Tanne (wobei natürlich das auf Kalk und auch mit Buche sein könnte).

    Da würde ich sehr gerne die Phenol-Reaktion dazu sehen. Und auch ob wirklich in der Huthaut keine Dermatozystiden sind. Wenn wirklich nichts da ist, dann kommt man allerdings auch zugegebenermaßen ohne die Phenol-Reaktion schon ziemlich klar in diese Gruppe. Aber dennoch könnte es dann auch noch die häufige vinosobrunnea sein.


    Ich glaube, Felix Hampe suchte immer echte alutacea zum Vergleich und zur Sequenzierung und meinte, alles was ihm als alutacea bestimmt geschickt wird keine sei.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    mit insignis gehe ich nicht so recht konform. Das ist eigentlich ein kartongelber Pilz, kein graubrauner. Und die KOH-Reaktion ist tief rot und nicht orange. Ich hatte solche orange-reagierenden auch momentan und sie waren komplett mild und somit Russula recondita (= frühere pectinatoides). Aber falls deine vielleicht scharf sind, dann halte ich sie dennoch eher für amoenolens als für insignis.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    zumindest wäre es in dem Fall mit Phenol schnell eingegrenzt.

    Aber Rot am Stiel kann eigentlich nur Russula olivacea sein dann, ich hatte gedacht der Stiel sei weiß.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo,


    Hartmut hat von dem Fund seinerzeit nichts mehr gehört. Ich habe ihm geschrieben, er ist gerade sehr eingespannt und daher nur selten im Forum. Möglicherweise hat er sich ein Stück des Beleges aufbewahrt. Falls ja, würde ich es gerne zum Sequenzieren geben, ebenso wie Ingos Pilz.

    was man damit auf jeden Fall sehen können müsste wäre, ob diese Pilze eigenständige Arten sind oder Farbmutationen.


    beste Grüße,

    Andreas

    Hallo Wastl,


    mal abgesehen von den viel zu gelben Farben (insbesondere der Hut wäre bei fechtneri weiß bis grau) spricht das starke Blauen eindeutig für einen Hexen-Röhrling. Ferner hätte der Silber-Röhrling auch ein feineres Netz.


    beste Grüße,

    Andreas