Beiträge von Schwammer-Dieter

    19.05.2018: Mai-Runde im Mischwald - Teil 2

    Liebe Pilz-Freunde,
    dies ist Teil 2 des Berichtes vom 19.05.2018.

    Teil 1 findet Ihr hier

    Und weiter geht's...

    Fundnummer: 2018-05-19-1020
    Typische Frühjahrsart an Laubholz. Die gab es diesmal in rauen Mengen. Man achte auf den fehlenden Geruch und die normalerweise sehr rein weißen Lamellen, die etwas zum Hut kontrastieren. Ähnliche Arten sind zudem am Hut meist auch im Alter dunkler gefärbt.
    Voreilender Helmling (Mycena abramsii):
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    Fundnummer: 2018-05-19-1040
    Einer der schönsten Helmlinge, die ich kenne, zudem bei typischer Ausprägung unverwechselbar. Hier gab es ihn in Bestform.
    Grünschneidiger Helmling (Mycena viridimarginata):
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    Fundnummer: 2018-05-19-1139
    Wie so oft... der
    Schmalblättrige Faserling (Psathyrella spadiceogrisea agg.)
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    Fundnummer: 2018-05-19-1235
    Ebenso ein Standard...
    Voreilender Ackerling (Agrocybe praecox)
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    Fundnummer: 2018-05-19-1255
    Auch mal in sehr schön, aber die Position war zum Fotografieren etwas ungünstig. Für uns natürlich kein Hindernis.
    Gallertfleischiges Stummelfüßchen (Crepidotus mollis):
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    Fundnummer: 2018-05-19-1313
    Und noch ein Standard: Gesäter Tintling (Coprinellus disseminatus):
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    Fundnummer: 2018-05-19-1333
    Er leuchtete uns an:
    Orangeroter Helmling (Mycena acicula)
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    Fundnummer: 2018-05-19-1409
    Der Stäublings-Schleimpilz (Enteridium lycoperdon) machte heute den Abschluss:
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    Die kleine Ausbeute reichte immerhin für eine leckere Brotzeit (Schuppi und Stockis):
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    Das war's für heute....
    Und wie immer freuen wir uns auf Eure Kommentare.
    Beste Grüße

    Dieter & Matthias

    19.05.2018: Mai-Runde im Mischwald - Teil 1

    Liebe Pilz-Freunde,
    ich und Matthias planten heue eine kleine Runde in einem uns bereits bekannten Mischwaldgebiet.
    Wir entdeckten wieder einige interessante Sachen, die wir Euch gerne zeigen...

    Wegen der Menge müssen wir diesen Bericht diesmal auf 2 Teile aufteilen.

    Teil 2 findet Ihr hier

    Wir schreiben den Bericht wieder zusammen.
    Wie immer: Meine Texte sind schwarz,
    Matthias' Texte sind grün. ;)
    Meine Bilder sind mit einem schwarzen
    ☻, Matthias' Bilder sind mit einem grünen☻gekennzeichnet.

    Fundnummer: 2018-05-19-0922
    Kleine weiße Haarbecherchen an Ahornblättern sind meistens Lachnum rhytismatis. Die Gruppe wird nochmals in mehrere Kleinarten aufgeteilt, hier ist es sehr sicher die "Normalart".
    Ahornblatt-Weißhaarbecherchen (Lachnum rhytismatis)
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    Fundnummer: 2018-05-19-0938
    Langstielige Ahorn-Holzkeule (Xylaria longipes)
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    Fundnummer: 2018-05-19-0943
    Ein Einzelexemplar, das wieder einmal zu C. juniana gehört. Die Art ist eine der häufigsten Samthäubchen unserer Region, wobei es aber drei Varietäten gibt.
    Schwachgestreiftes Samthäubchen (Conocybe juniana var. juniana)
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    Alle folgenden Bilder zeigen Kaulozystiden:

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    Fundnummer: 2018-05-19-0958
    Ebenfalls häufig bei uns, aber immer wieder schön.
    Gelbschuppiger Tintling (Coprinellus xanthothrix)
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    Fundnummer: 2018-05-19-1012
    Das war der größte Pilz dieses Tages. Auch wenn die Exemplare hier weit nicht die größte waren, die wird hier bei uns finden.
    Matthias beim Schuppigen Porling (Polyporus squamosus):
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    Und gerne zeigen wir Euch einmal unser Einsatzgebiet:

    Der Wald:
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    Weiter zum Teil 2

    SUPER!

    Was für ein tolles Erlebnis...

    Ich war vor kurzem mit meiner Tochter an einem See, sie fütterte Brot an ein paar Fische (Karpfen und Forellen).

    Meine Tochter sagte "ich will sie nun streicheln" Ich sagte das kannst vergessen ---> aber meine Tochter ließ sich nicht abhalten und siehe da - die Fische haben sich tatsächlich von ihr streicheln lassen.

    Sowas habe ich nich nie gesehen.

    Beste Grüße

    Dieter

    Ah ich pack noch einen drauf aus der guten alten Zeit:

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    Aua! Das waren Zeiten!

    Hi Mädels und Jungs....

    alles schön aber ich muss mal wieder ein bissl Schwung in die Bude bringen....

    wie wär's damit:

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    OK, die alte Besetzung fand ich besser, aber ja... auch die neue ist OK....Rock on!

    Dieter

    12.05.2018: Kleine Pilze machen Spaß - Teil 2

    Liebe Pilz-Freunde,
    dies ist Teil 2 des Berichtes vom 12.05.2018.

    Teil 1 findet Ihr hier

    Und weiter geht's...

    Fundnummer: 2018-05-12-1136
    Pyrenopeziza petiolaris - Massenpilz, wenn man im Frühjahr an Ahorn-Blattstielen sucht.
    Blattstiel-Einsenkbecherchen (Pyrenopeziza petiolaris)
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    Wir inspizierten nun auf einer Lichtung einen Haufen hin gekippten Stallmist mit viel Stroh. Ein sehr viel versprechender Standort für interessante Arten. Und wir wurden nicht enttäuscht, es gab einige Erstfunde zu bestaunen.

    Fundnummer: 2018-05-12-1150
    Ein grandioser Erstfund für mich der
    Morgen-Tintling (Coprinellus ephemerus)
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    Folgende Bilder zeigen die Lamellenschneide mit Cheilozystiden und die Pleurozystiden. Alle Bilder 100-fach vergrößert:
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    Die Lamellenfläche - ebenso 100-fach vergrößert:
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    Fundnummer: 2018-05-12-1154
    Und ein weiterer grandioser Erstfund:
    Glänzender Tintling (Coprinellus bisporus)
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    Folgende Bilder zeigen die Lamellenschneide mit Cheilozystiden. Alle Bilder 100-fach vergrößert:
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    Die Lamellenfläche - ebenso 100-fach vergrößert:

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    Fundnummer: 2018-05-12-1200
    Für uns beide ein Erstfund, der sich gleich in großen Mengen zeigte.
    Blasiger Becherling (Peziza vesiculosa)
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    Fundnummer: 2018-05-12-1231
    Kahler Erlenschnitzling (Naucoria scolecina)
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    Fundnummer: 2018-05-12-1237
    Und wieder einmal der Rotschneidige Helmling (Mycena rubromarginata):
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    Fundnummer: 2018-05-12-1242
    Sehr erfreulich, von dieser Art einen weiteren Standort entdeckt zu haben. Die Art ist hier bei uns also gar nicht so selten, wie ursprünglich angenommen.
    Abgestutztes Fadenscheibchen (Vibrissea truncorum)
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    Fundnummer: 2018-05-12-1323
    Den Abschluss machte heute ein alter Latschen:
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    Das war's für heute....
    Wir hoffen Ihr hattet Spaß bei unserer kleinen Tour und freuen uns auf Eure Kommentare
    Beste Grüße
    Dieter & Matthias

    12.05.2018: Kleine Pilze machen Spaß - Teil 1

    Liebe Pilz-Freunde,
    für diese Tour nahmen wir uns (ich und Matthias) ein Mischwaldgebiet mit einem Bachlauf vor.
    Die interessantesten Funde die wir machten zeigen wir Euch wieder einmal gerne.

    Wegen der Menge müssen wir diesen Bericht diesmal auf 2 Teile aufteilen.

    Teil 2 findet Ihr hier

    Wir schreiben den Bericht wieder zusammen.
    Wie immer: Meine Texte sind schwarz,
    Matthias' Texte sind grün. ;)
    Meine Bilder sind mit einem schwarzen
    ☻, Matthias' Bilder sind mit einem grünen☻gekennzeichnet.

    Bevor es los ging sah ich mir kurz im Garten von Matthias eine Mahonie an, die an den Blättern den bekannten
    Mahonienrost (Cumminsiella mirabilissima) zeigte.
    Zwischen diesem fand ich das folgende seltsame Gebilde, dass ich als eventuellen Pilz vermutete. Leider ist es jedoch keiner. Vielleicht habt Ihr eine Idee, was es sein könnte.
    Fundnummer: 2018-05-12-0934
    Nofu an Mahonienblatt
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    Dann fuhren wir also in unser Zielgebiet in dem sich folgendes vorfand...

    Fundnummer: 2018-05-12-0950
    An sich ist die Art nicht allzu häufig, aber wenn sie mal auftritt, muss sie immer gleich übertreiben. Hier fanden wir sie zu hunderten entlang eines kleinen Bächleins im Wald. Sind durch ihre oft schon sehr an Zähne erinnernde Form auch ein interessantes Fotomotiv, wenn auch durch den Standort nicht immer leicht zu erwischen.
    Backenzahnkreisling (Cudoniella tenuispora)
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    Fundnummer: 2018-05-12-0953
    Ein Standard - der Maulbeerkugelpilz (Bertia moriformis) mal so nebenbei:
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    Fundnummer: 2018-05-12-1002
    Mycena leptocephala - die Art darf natürlich nicht fehlen. Eine von sechs Mycena-Arten, die wir sahen (leptocephala, sanguinolenta, galopus, amicta, silvae-nigrae, rubromarginata).
    Grauer Nitrathelmling (Mycena leptocephala)
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    Fundnummer: 2018-05-12-1020
    Galerina - Wieder einmal calyptrata. Diesmal etwas blasser als beim letzten Fund.
    Kalyptratsporiger Moos-Häubling (Galerina calyptrata)
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    Fundnummer: 2018-05-12-1022
    Fleischroter Zystidenrindenpilz (Peniophora incarnata)
    - immer wieder schön:
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    Fundnummer: 2018-05-12-1036
    Der Schleimfußhelmling (Roridomyces roridus):
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    Fundnummer: 2018-05-12-1108
    Blattstiel-Stromabecherling (Rutstroemia petiolorum)
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    Fundnummer: 2018-05-12-1109
    Ceratiomyxa - die konnte ich nicht unfotografiert lassen, auch wenn ich davon schon Massen an Bildern habe. Der Reiz diese vergrößert an Korallenwelten unter Wasser erinnernde Art festzuhalten war zu groß.
    Geweihförmiger Schleimpilz (Ceratiomyxa fruticulosa)
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    Fundnummer: 2018-05-12-1116
    Geselliger Glöckchennabeling (Xeromphalina campanella)
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    Weiter zum Teil 2

    danke danke....

    Stefan: ja - stimme schon zu... aber immerhin schon ein Ansatz... die Leute haben sich sicherlich Mühe gegeben, also bitte nicht abwerten.

    In der zukünftigen Pilzwelt (30 Jaher später) wird man wohl lachen und sagen: "schaut Euch diese Neandertaler Stefan und Dieter an - die dachten dass man Pilzen einen Namen geben kann - wo doch jeder halb gebildete Myko weiß, dass jeder Pilz ein Individuum ist, so wie Dieter, Stefan, Claudia,...." ;-)))) Stellt Euch das mal scherzhaft vor Leute...

    Dieter

    Hallo Pilzfreunde,

    Vielen Dank erst mal an alle.

    Also, L. vulpinum und piceinum - "das ewige Lied", da kann ich was beitragen:

    L. vulpinum und piceinum überlappen genetisch in allen Loci und bilden keine distinct clades.

    Quelle: Eigene phylogenetische Kurzanalyse dazu 2018.

    Das heißt, selbst wenn eindeutige Trennungsmerkmale der Typen gefunden würden (was ich bezweifle), müssten für die eingestreuten Abweicher innerhalb der Klade neue Namen UND Trennungsmerkmale gefunden werden, was ich ebenfalls bezweifle. Deshalb bleibt momentan nur aus L. vulpinum und piceinum ein Aggregat zu bilden und weil Leccinum vulpinum der ältere Kandidat ist, würde man "Leccinum vulpinum agg." sagen müssen. Ich glaube aber momentan nur an eine morphologisch untrennbare variable "Art", und deshalb nenne ich diese Leccinum vulpinum.

    Literatur dazu kann ich Bakker et al. 2004 in Mycologia, 96(1), 2004, pp. 102–118 empfehlen, jedoch ist diese Studie etwas veraltet. Man sieht aber dort schon die Mini-Klade auf Seite 109, welche ich meine. Schaut Euch die Skalierung an --> ca. 0,01 exp. subst. / site... das sagt schon alles. In den anderen Loci siehts übrigens nicht besser aus.

    Wer trotzdem trennen will, dem empfehle ich Kibby's Leccinum Key 2006 --> danach wäre mein obiger Fund aber auch L. vulpinum, da Kibby die Stielfarbe und Schuppen als Haupt-Trennungsmerkmal verwendet. Und die Schuppen meines Fundes sind ganz klar rötlich.

    Es ist auch nicht ausgeschlossen, dass der "klare Unterschied" in anderen Loci erst gefunden wird - aber so weit ist man wohl noch nicht.

    Beste Grüße

    Dieter

    Bericht vom 17.09.2017: Speisepilze und ein paar Fotomodels...

    Liebe Pilz-Freunde,
    an diesem Tag wollte ich einfach mal ein bisschen Speisepilze sammeln. Diese gab es in Massen, jedoch fanden sich auch interessante Schönheiten und Erstfunde die ich gerne mit Euch teile... Viel Spaß!

    Fundnummer: 2017-09-17-0935

    Morphologische Daten:

    Fundort: ca. 550 müNN. ca. N50, O12,
    im feuchten Moos, bei Kiefer, Fichte, Vogelbeere, Eiche
    Fundzeit: 17.09.2017
    Wuchsform: einzeln
    Hutform:
    stumpfkegelig
    Huthaut:
    Zentrum braun, nach außen hin heller werdend, glatt, kahl (auch im Zentrum kahl), glänzend, nicht klebrig, Lamellen leicht durchscheinend
    Hygrophanität: nicht geprüft
    Hutrand: ohne Besonderheiten
    Lamellen: weiß,
    mit sehr vielen Zwischenlamellen
    Lamellenschneiden:
    glatt und ohne Besonderheiten
    Lamellen-Stielübergang:
    angeheftet
    Stiel: graulich weiß
    , nach unten hin gelblich werdend,
    seidig glänzend, längsfaserig, innen wässrig schwammig ausgestopft
    Stielbasis:
    leicht gelblich, ganz spitz tief wurzelnd
    Fleisch:
    im Hut braun, im Stiel grauweiß, sehr brüchig
    Größe: Hutdurchmesser ca. 3 cm, Stiellänge ca. 10 cm, Stieldurchmesser in der Mitte ca. 6 mm
    Sporenpulverfarbe:
    rosa
    Geruch: neutral
    Geschmack:
    mild und neutral (leicht pilzig)

    Mikroskopische Daten:


    HDS:
    Epikutis aus liegenden kurz- bis langgliedrigen Hyphen, Pigment intrazellulär und sehr blass
    leptonioide Körnchen im HDS-Präparat nach Quetschen: reichlic
    h vorhanden

    Schnallen:
    in HDS reichlich vorhanden, in Lamellentrama vorhanden

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    Lamellentramahyphen:
    nicht zugespitzt sondern wurst-artig

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    Sporen:
    isodiametrisch, jedoch micht ausgesprochen eckig, teilweise mit höckeriger Oberfäche

    Präparat: Sporenabwurf; Untersuchungsmedium: Wasser; Messwertanzahl: n = 41
    Test auf Normalverteilung nach Anderson Darling: Länge: normalverteilt; Breite: normalverteilt; Q: normalverteilt
    Standardabweichung S. D.: von L × B: 0,4 × 0,3 µm; von Q: 0,1
    Median: von L × B: 7,3 × 6 µm; von Q: 1,2
    Arithmetischer Mittelwert Me: von L × B: 7,3 × 6 µm; von Q: 1,2
    Abmessungen nach Quantil-Verfahren mit 80%-Standardbereich: für L × B: (6,5) 6,7 - 7,8 (8) × (5,2) 5,6 - 6,4 (6,7) µm; für Q: (1,1) 1,1 - 1,3 (1,4)
    Abmessungen nach Quantil-Verfahren mit 90%-Standardbereich: für L × B: (6,5) 6,6 - 7,8 (8) × (5,2) 5,4 - 6,6 (6,7) µm; für Q: (1,1) 1,1 - 1,3 (1,4)
    Abmessungen nach t-Verteilungsverfahren mit 80%-Konfidenzintervall: für L × B: (6,5) 6,8 - 7,8 (8) × (5,2) 5,6 - 6,5 (6,7) µm; für Q: (1,1) 1,1 - 1,3 (1,4)
    Abmessungen nach t-Verteilungsverfahren mit 90%-Konfidenzintervall: für L × B: (6,5) 6,7 - 7,9 (8) × (5,2) 5,4 - 6,6 (6,7) µm; für Q: (1,1) 1,1 - 1,3 (1,4)

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    Basidien:
    4-sporig

    Pleurozystiden & Cheilozystiden:
    keine

    Schlüsselung nach Gröger:
    S. 478 > A* > B* > C > G > H > Teilschlüssel a bis c, S. 486 > Teilschlüssel b > 1 > 1b > 3 > 3a > 4 > 4b > 5 > 6 > 6b > Entocybe turbida
    Alternativen habe ich geprüft.

    Damals noch ein Erstfund, inzwischen aber 2 Standorte bekannt:
    Geradrandiger Rötling (Entocybe turbida)
    :
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    Die gelbliche Stielbasis (auf dem Bild nicht so gut zu erkennen, aber ist tatsächlich gelblich):
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    Fundnummer: 2017-09-17-1002

    Morphologische Daten:

    Fundort: ca. 550 müNN. ca. N50, O12,
    im feuchten Moos bei Fichte, Kiefer und Eiche
    Fundzeit: 17.09.2017
    Wuchsform:
    gesellig
    Hutform:
    spitzkegelig bis ausgeflacht aber immer mit Buckel
    Huthaut:
    karamellbraun, nach außen hin beige werdend, Lamellen stark durchscheinend, seidig glatt
    Hygrophanität: nicht getestet
    Hutrand:
    kantig und gesägt
    Lamellen:
    weiß, oft stark weinrotfleckig, Zwischenlamellen, Queradern
    Lamellenschneiden:
    unter Lupe stark weiß beflockt
    Lamellen-Stielübergang:
    ausgebuchtet angewachsen
    Fleisch:
    stark wässrig, im Hut braun, im Stiel oben weiß nach unten hin rosabraun werdend
    Stiel:
    oben stark weiß befasert, nach unten hin rosa befasert, bei anderen Exemplaren (in feuchtem Moos) aber fast glatt & nur bereift bis leicht faserig, oben weiß, dann rosaweiß nach unten hin dunkler roströtlich werdend, hohl
    Stielbasis: rund,
    myzelfilzig
    Größe:
    Hutdurchmesser ca. 1,5-5 cm; Stiellänge ca. 3-6 cm, Stieldurchmesser ca. 3-4 mm
    Sporenpulverfarbe:
    gelblich weiß
    Geruch:
    neutral, zerrieben leicht rettichartig
    Geschmack: nicht getestet

    Matthias half mir bei der Bestimmung: "Vollkommen zweifelsfrei Mycena zephirus. Man beachte die Rötung am Hut, und bei Verletzung der Lamellen, die recht stämmigen Fruchtkörper (also im Vergleich zu z.B. metata) und den stark silbrig bereiften Stiel. Dann kann eigentlich nix schief gehen bei der Artbestimmung. ;-)"

    Wirkliche Prachtexemplare vom Rostfleckigen Helmling (Mycena zephirus):
    mush-15829.jpg

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    Fundnummer: 2017-09-17-1028
    Stahlblauer Rötling (Entocybe nitidum)
    :
    mush-15835.jpg

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    Fundnummer: 2017-09-17-1038

    Morphologische Daten:

    Fundort: ca. 550 müNN. ca. N50, O12,
    an stark zersetzem Holz
    Fundzeit: 17.09.2017
    Wuchsform: 2 am Standort

    Hutform:
    flach-konvex mit leichtem Buckel
    Huthaut:
    Mitte dunkelocker, nach außen hin ocker werdend, konvex mit zentralem Buckel, wenn feucht schleimig, wenn trocken nicht schleimig sondern filzig (bis körnig)
    Hygrophanität: nicht getestet
    Hutrand:
    mit filzigem Behang, Rand selbst scharfkantig
    Lamellen:
    gelblich, Zwischenlamellen, keine Y-Gabeln, gerade angewachsen
    Lamellenschneiden:
    glatt

    Lamellen-Stielübergang:
    ausgebuchtet angewachsen
    Fleisch: ohne Besonderheiten
    Stiel:
    gelblich, oben etwas bereift, durch Sporenpulver bräunlich gefärbt, oben dicker, nach unten hin dünner werdend, dann aber knollig, filzfaserig
    Stielbasis:
    leicht knollig rund, myzelfilzig
    Größe:
    Hutdurchmesser ca. 2 cm; Stiellänge ca. 1,3 cm, Stieldurchmesser ca. 2 mm
    Sporenpulverfarbe:
    rotbraun
    Geruch:
    neutral
    Geschmack: nicht getestet

    Damals ebenfalls noch ein Erstfund, inzwischen aber ebenso von 2 Standorten bekannt:
    Zwergschüppling (Pholiota scamba)
    :
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    Fundnummer: 2017-09-17-1146

    Morphologische Daten:

    Fundort:
    ca. 550 müNN. ca. N50, O12, bei
    Birke, große Fichte (wahrscheinlich Mykorrhizapartner)
    Fundzeit: 17.09.2017
    Wuchsform: einige am Standort
    Hutform:
    kugelig bis konvex
    Huthaut:
    ziegelrot, samtig
    Hutrand: ohne Besonderheiten
    Röhren:
    creme, auf Druck: verfärben zu weinrötlich
    Stiel:
    rötlich beflockt auf creme Grund, dick
    Stielbasis:
    wurzelnd, rötet im Anschnitt
    Fleisch-Verfärbung:
    sofort rötend, dann nach 2-4 Minuten schwarz-lila oben und unten
    Größe: Hutdurchmesser ca. 6 cm; Stiellänge ca. 11 cm
    Geruch: nicht getestet

    Nadelwaldrotkappe (Leccinum vulpinum):
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    Fundnummer: 2017-09-17-1310

    Dann noch ein nicht ganz trivialer Fund, den ich vor Ort nicht bestimmen konnte. Sicherlich ein Zitterling - aber welcher?

    Morphologische Daten:

    Fundort:
    ca. 550 müNN. ca. N50, O12,
    an Totholz Vogelbeere, bzw. parasitär an Stereum rugosum
    Fundzeit: 17.09.2017
    Wuchsform: einzeln
    Blätter:
    wellig, blattartig gekräuselt, kramell-braun, bereift, keine Drüsen zu sehen, gallertartig, gummiartig
    Größe: beachtlich groß - ca. 8 cm breit
    Geruch: nicht getestet
    Geschmack: nicht getestet
    Exsikkat-Farbe: deutlich schwarz

    Mikroskopische Daten:


    Hyphen
    :
    Mit schnallen, verästelt, hyalin bis bräunlich,
    Maße nicht aufgenommen weil Exsikkat und nicht Bestimmungsrelevant


    mush-16624.jpg

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    Basidien:
    4-zellig, etwas dickwandig, mit bräunlichen Inhalt,
    Maße nicht aufgenommen weil Exsikkat und nicht Bestimmungsrelevant

    mush-16626.jpg

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    Sporen:
    reife Sporen waren wenig zu finden, breit ellipsoid bis subglobos, hyalin bis etwas bräunlich
    Maße ca.
    (7.6) 7.9 - 8.6 (8.7) x (6.4) 6.7 - 7.7 (8.3) µm; Q = 1.1 - 1.2 (1.3) ; N = 12; Me = 8.2 x 7.3 µm ; Qe = 1.1

    mush-16628.jpg


    Bestimmt habe ich den Pilz mit den Schlüssel von Christoph hier bzw. mit der Studie von Spirin et al. 2018.
    1 > 1* > 3 > 3* > 5 > 5* > 6 > 6* > Phaeotremella frondosa


    Das ist also ein wunderschönes Exemplar vom Laubholz-Zitterling (Phaeotremella frondosa)
    (Deutscher Name ist wieder einmal meine Erfindung)
    Für mich ein Erstfund:
    mush-15841.jpg

    mush-15842.jpg

    Schaut Euch das mal genau an:
    mush-15843.jpg

    Zum Schluss auch noch die Speisepilz-Ausbeute - mal ohne Beschriftung.
    Viele Steinpilze, Maronen, Fichten-Reizker, Leccinums, Schneckis, usw. waren diesmal dabei
    :
    mush-15844.jpg

    Das war's für heute....
    Beste Grüße
    Dieter

    HI Maria,


    > auf diesen komischen Pilz bin ich ja total neugierig.


    Ich auch! Wenn es nichts triviales, verwachsenes ist, könnte das eine Sensation sein. Die Lamellen sind eher "Adern"... ich komm da keinen Schritt weiter... Herr schmeiß Hirn vom Himmel.


    > Kannst Du den vielleicht vor den Faserlingen und Co näher ansehen? Nur wegen meiner Neugierde, versteht sich.


    --> wir bestimmen normalerweise alles was bestimmbar und zeitlich machbar ist. Kann aber länger dauern. Bei Faserlingen kann das sehr schnell gehen, aber auch schon mal mit Sequenzierung und Analyse monate oder Jahre dauern... Aber of course ---> we do what we can....

    Hab jetzt mal die Bilder durchgescrollt.... hammer ultrageile Aufnahmen dabei... aber bei mir noch nichts gestackt.


    Beste Grüße

    Dieter

    Ich habe 1028 Einzelbilder... Also summe 1699 Einzelbilder! hammer!

    Hab grad den seltsamen Rasling-Ritterling-rötendes ding auf dem Arbeitstisch.... komm makroskopisch nicht weiter.

    Er hat ne abziehbare Huthaut - was mich wieder an eine verwachsene Nebelkappe erinnerte - aber die würde nicht röten.

    Das ist makroskopisch ein sehr seltsames Ding.

    Beste Grüße

    Dieter

    29.04.2018: Lamellen-Pilze im Frühjahr

    Liebe Pilz-Freunde,
    kurz nach der Schneeschmelze versuchten ich und Mathias wieder unser Glück. Mehr durch Zufall kamen wir in ein Feuchtgebiet wo sich doch einige erste Lamellenpilze zeigten. Diese zeigen wir Euch gerne... viel Spaß.

    Wir schreiben den Bericht wieder zusammen.
    Wie immer: Meine Texte sind schwarz,
    Matthias' Texte sind grün. ;)
    Meine Bilder sind mit einem schwarzen
    ☻, Matthias' Bilder sind mit einem grünen☻gekennzeichnet.

    Fundnummer: 2018-04-29-1052
    Lamellenpilze waren zu der Zeit noch nicht so zahlreich vertreten, in einem feuchten Gebiet leuchteten uns jedoch ein paar recht freudig orangebraune Pilzchen entgegen, die sich unschwer als Galerina erkennen ließen. Bei mikroskopischer Betrachtung kam wieder einmal G. calyptrata heraus. Also bei uns wirklich nicht selten, wenn man darauf achtet. Makroskopisch sind die knallige Farbe, der Standort im Wald (meist nicht auf Wiesen) und der etwas stämmigere Bau als bei hypnorum schon Hinweise auf die Art.
    Kalyptratsporiger Moos-Häubling (Galerina calyptrata)
    :
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    Fundnummer: 2018-04-29-1134
    Wir dachten hier schon dass dieser Faserling wieder einmal ein "Spadi" ist - und so war es dann auch.
    Schmalblättriger Faserling (Psathyrella spadiceogrisea agg)
    :
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    Fundnummer: 2018-04-29-1145
    Bei dieser Parasole hofften wir auf etwas besseres - leider jedoch war es ein Standard:
    Kahlköpfiger Scheibchen-Tintling (Parasola lactea)
    :
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    Fundnummer: 2018-04-29-1146
    Hier ein extrem winziges Einzelexemplar, das sogar komplett unter Mikroskop passte.
    Kreidiges Mehlpilzchen (Clitopilus scyphoides)
    :
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    Fundnummer: 2018-04-29-1236
    Auch Helmlinge waren schon zur Stelle, silvae-nigrae ist hier im Fichtelgebirge unser klassischer Frühjahrshelmling, deutlich häufiger als abramsii.
    Zweisporiger Nitrathelmling (Mycena silvae-nigrae)
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    Das war's für heute mit dieser kleinen Tour....
    Wieder freuen wir uns über Eure Kommentare.
    Beste Grüße
    Dieter & Matthias

    18.05.2019: Aus "Steine suchen" wurde nix - aber dafür... - Teil 7
    Untertitel: Triviales und Geniales

    Liebe Pilz-Freunde,
    dies ist Teil 7 des Berichtes vom 18.05.2019
    .

    Teil 1 findet Ihr hier

    Teil 2 findet Ihr hier
    Teil 3 findet Ihr hier
    Teil 4 findet Ihr hier
    Teil 5 findet Ihr hier
    Teil 6 findet Ihr hier

    Und weiter geht's...

    Matthias und Amina untersuchten einen Eichen-Stamm akribisch:
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    ☻

    Darauf fand sich einiges - unter anderem:

    Fundnummer: 2019-05-18-1250
    Blasses Hautscheibchen (Pellidiscus pallidus):
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    Fundnummer: 2019-05-18-1300
    Auch einen fotogenen Schleimpilz gab es zu sehen.
    Rotköpfiger Schleimpilz (Trichia decipiens)
    :
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    Am Fundtag:

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    Nach 2 Tagen in der Feuchtekammer:
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    Nach 4 Tagen in der Feuchtekammer:
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    Nach 10 Tagen in der Feuchtekammer:
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    Nach 18 Tagen in der Feuchtekammer:
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    Nach 22 Tagen in der Feuchtekammer:
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    Capillicium:
    Bestehend aus 4 Spiralbändern

    Breite: (3,1) 3,5 - 3,7 (3,9) µm; N = 9; Me = 3,6 µm

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    Sporen:
    warzig, bildet ein unvollständiges Netz durch Grate aus, wobei nur einige Warzen miteinander verbunden sind
    Maße:

    (10,6) 10,8 - 11,6 (12,1) x (9,7) 9,9 - 10,8 (11,3) µm
    Q = (1,0) 1,02 - 1,1 (1,3) ; N = 35
    Me = 11,2 x 10,4 µm ; Qe = 1,1

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    Fundnummer: 2019-05-18-1310
    Die Cryptodiscus hier waren vor Ort etwas auffälliger als die typischen C. foveolaris, die man ja in Massen findet. Und tatsächlich war es hier was Neues für uns - C. pallidus. Mikroskopisch leicht von foveolaris durch die mehrfach septierten, größeren Sporen zu unterscheiden. Abgesehen von Helicomyces eines der beiden Highlights dieser Tour für mich.
    Blasses Höhlenbecherchen (Cryptodiscus pallidus):
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    Schnitt durch Apothezium:
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    Hymenium in Lugol:
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    Asci:
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    Asci + Paraphysen:

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    Junge Asci + Paraphysen:

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    Paraphysen + Subhymenium:
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    Paraphysen:
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    Sporen:
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    Das war's für heute....
    Wir hoffen Ihr hattet viel Spaß beim dabei sein und freuen uns auf Eure Kommentare.
    Beste Grüße
    Dieter & Matthias

    18.05.2019: Aus "Steine suchen" wurde nix - aber dafür... - Teil 6
    Untertitel: Triviales und Geniales

    Liebe Pilz-Freunde,
    dies ist Teil 6 des Berichtes vom 18.05.2019
    .

    Teil 1 findet Ihr hier

    Teil 2 findet Ihr hier
    Teil 3 findet Ihr hier
    Teil 4 findet Ihr hier
    Teil 5 findet Ihr hier
    Teil 7 findet Ihr hier


    Und weiter geht's...

    Der vierte Fund - eine Mollisia - ebenso auf diesem Eichenästchen (Ast Nummer 4):
    Fundnummer: 2019-05-18-1216-D

    Morphologische Daten:

    Substrat: Ast Nummer 4 - siehe vorhergehend (Eichenholzast (Quercus))
    Inkubationsdaten: Erscheinend ab 1 Woche in Feuchtekammer, voll reif mit 3 Wochen
    Becherfarbe: jung: weiß, glasig wirkend, reif: Zentrum etwas grauend, Rand etwas gilbend, voll reif: blass beige-grau
    Becherrand: nicht sichtbar, nicht farblich abgesetzt
    Stiel:
    Becher ist nicht deutlich gestielt sondern fast ohne Stiel, dieser Stielstummelchen ist reif schwarzbraun
    Bechergröße:
    reif 0,33 - 1 mm - also eine relativ sehr leine Mollisia
    Makrochemische Reaktion: KOH 3% auf Becher, sofort deutlich gelb

    Mikroskopische Daten:

    Sporen:
    langgestreckt ellipsoid, nicht septiert, Ölgehalt: 0-1 (selten 2)
    Maße (vital, in Wasser):
    (7,2) 7,5 - 10,4 (10,6) x (1,8) 2,0 - 2,5 (2,7) µm
    Q = (3,5) 3,7 - 4,5 (4,8) ; N = 25
    Me = 8,9 x 2,2 µm ; Qe = 4,0

    Diese Sporen dürfen bis auf wenige nicht mehr vital sein:
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    Diese Sporen sollten vital sein:
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    Asci:
    Porusreaktion mit Lugol blau (bb), Haken nicht gesehen (aber nicht auszuschließen)

    8-sporig, ca. (32,4) 39,1 - 43,5 (44,5) x (4,9) 5,6 - 7,6 (7,7) µm; N = 7; Me = 40,1 x 6,6 µm

    Paraphysen:
    langgestreckt leicht keulig, in KOH 3% gelblich, manchmal septiert
    Breite (an breitester Stelle gemessen): (1,8) 1,9 - 2,9 (3,1) µm; N = 12; Me = 2,4 µm
    Länge: ca. 24 - 48 µm; N = 18

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    ☻

    Paraphysen + Asci in Lugol:

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    Subhymenium:
    hyalin (keine deutlich bräunlichen Hyphen)

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    ☻

    Ectal-Excipulum:
    in H2O braun, mit KOH 3% gelblich-grünlich

    Marginalzellen:
    keulig, septiert, hyalin, in KOH 3%
    gelblich, nicht 50 µm deutlich übersteigend, nicht schwarzbraun

    Breite (an breitester Stelle gemessen): (2,7) 2,74 - 4,9 (5,1) µm; N = 11; Me = 3,5 µm

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    Marginalzellen in Lugol:

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    Hymenium+Marginalzellen in Lugol:

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    Hymenium in Lugol:

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    Sporen und Kompletter Fruchtkörper in KOH:
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    Schlüsselweg:
    Mollisia Schlüssel von Andreas Gminder - Version 2008
    rote Schlüsselpunkte sind die unsicheren

    1 > 1a > 2 > 2* > 5 > 5b > 7 > 7b > 10 > 10a > 11 > 11b > 12 > 12* > 17 > 17a > 18 > 18b (Schlüssel Holzarten an der Stelle unvollständig oder Andreas hat da eine andere Auffassung der Art) > Mollisia albogrisea

    1 > 1a > 2 > 2* > 5 > 5b > 7 > 7b > 10 > 10a > 11 > 11b > 12 > 12* > 17 > 17a > 18 > 18d
    > Mollisia "conifericola" nom. prov.

    Ausgeschlossene Alternative:
    1 > 1a > 2 > 2* > 5 > 5b > 7 > 7b > 10 > 10a > 11 > 11b > 12 > 12** > Mollisia perparvula --> passt nicht (allein wegen fehlendem Kurz-Stiel)

    Ich wäre hier ganz klar bei Mollisia "conifericola" nom. prov. gelandet. War mir aber nicht sicher. Matthias untersuchte den Pilz nach und bestimmte eindeutig Mollisia albogrisea - was ich gerne glaube. Zu beachten ist hier die Abweichung im Schlüssel Punkt 18b --> Die Auffassung einiger Autoren weicht hier ab.
    Weißgraues Weichbecherchen (Mollisia albogrisea)
    :
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    Unreife Fruchtkörper:

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    Reife Fruchtkörper:

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    sehr reife Fruchtkörper:
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    Fundnummer: 2019-05-18-1218
    Amina fand 2 tolle Exemplare vom
    Mai-Stielporling (Polyporus ciliatus):
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    Fundnummer: 2019-05-18-1219
    Wir zogen weiter... Am Wegrand war ein kleiner "stehender" Bachlauf.
    Auch von dort sammelte Dieter ein Stück verdächtiges Holz - Ast Nummer 5 - auf:

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    ☻

    An diesem Ast fanden sich zwar auch Pilze, jedoch nichts, was ich besonders interessant für eine nähere Bestimmung fand.
    Jedoch fand ich etwas anderes interessant - nämlich folgende pillenartigen Objekt (sicher kein Pilz):

    Fundnummer: 2019-05-18-1219-A

    Der Durchmesser beträgt ca. 68 µm.
    Hier half mir das Mikroskopie-Forum auf die Sprünge. Dann konnte ich das Objekt anhand des Schlüssels hier:
    https://www.arcella.nl/arcella-key-2/
    Als Schalenamöbe Arcella intermedia identifizieren:

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    ☻

    Weiter ging es. wir waren gerade mal ca. 50 Meter vom Auto weg bis jetzt gekommen.

    Fundnummer: 2019-05-18-1236

    Eine Psathyrella, die wir schon vor Ort als "Spadi" vermuteten untersuchte ich mikroskopisch.
    Die Schneide in Luft zeigte die üblichen Cheilos:

    mush-16037.jpg
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    Doch die Lamellenflanke machte mich stutzig - denn es waren ganz klar neben 4-sporigen auch 2-sporige und 3-sporige Basidien vorhanden.
    Hier markiert mit 2, 3 und 4. Die 2-sporigen konnte ich auch im Durchlicht bestätigen:
    mush-16038.jpg
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    Auch die Cheilozystiden verwundeten mich, da sie (selten) grünliche Anlagerungen trugen:
    mush-16039.jpg
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    Ich schlüsselte also nach dem aktuellen Pilzmel-Schlüssel alle Alternativen.
    Die roten Punkte sind die unsicheren:

    1 > 1* > 2 > 3 > 3* > 5 > 6 > 6* > 7 > 7* > 11 > Teil C > 1 > 1* > 3 > 3* > 4 > 4* > 5 > 5* > 8 > 8* > 12 > 12* > 14 > 14* > 22 > Teil F > 1 > 1* > 2 > 6 > 6* > 11 > 14 > 14* > 15 > 15* > 16 > 16* > 17 > 17* > 18 > 18* > 19 > 19* > 20 > Psathyrella spadiceogrisea

    1 > 1* > 2 > 3 > 3* > 5 > 6 > 6* > 7 > 7* > 11 > Teil C > 1 > 1* > 3 > 3* > 4 > 4* > 5 > 5* > 8 > 8* > 12 > 12* > 14 > 15 > 16 > P. tephrophylla (kann nicht sein wegen Velum)

    1 > 1* > 2 > 3 > 3* > 5 > 6 > 6* > 7 > 7* > 11 > Teil C > 1 > 1* > 3 > 3* > 4 > 4* > 5 > 5* > 8 > 8* > 12 > 12* > 14 > 15 > 15* > 18 > 18* > 19 > Sackgasse

    1 > 1* > 2 > 3 > 3* > 5 > 6 > 6* > 7 > 7* > 11 > Teil C > 1 > 1* > 3 > 3* > 4 > 4* > 5 > 5* > 8 > 8* > 12 > 13 > 13* > P. thujina (kann nicht wegen Sporenform)

    1 > 1* > 2 > 3 > 3* > 5 > 6 > 6* > 7 > 7* > 11 > Teil C > 1 > 1* > 3 > 3* > 4 > 4* > 5 > 5* > 8 > 9 > 9* > 10 > 10* > 11 > Sackgasse

    Der Pilz ist nahe oder gleich Psathyrella spadiceogrisea, wobei die 2- und 3-sporigen Basidien abweichend sind. Auch die seltenen Anlagerungen an den Cheilozystiden sind verdächtig. Da beides jedoch selten ist, und die 4-sporigen Basidien dominieren, bleibt es bei Psathyrella spadiceogrisea agg., wobei das letzte Wort in der ganzen Sektion sowieso noch nicht gesprochen ist. Zu beachten sind hier die abgestutzen Sporen, welche diese Exempare deutlich zeigten.

    Somit bleibt es: Schmalblättriger Faserling (Psathyrella spadiceogrisea agg.):
    mush-16040.jpg
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