Servus Norbert,
da passt wirklich FAST alles zu I. mixtilis - sowohl makroskopisch als auch die Hymenialzystiden und die Sporenlänge - aber überhaupt nicht die Sporenbreite. Die von Dir angegebenen x3,8-4,5 µm (mit Höckern gemessen) liegen signifikant unter dem Soll. Das entspricht keiner der Literaturangaben, die ich kenne, keiner meiner sehr zahlreichen Eigenfunde und auch nicht dem Neotypus von Stangl. Überall beginnt die Sporenbreite erst bei (5) 5,5 µm! Das ist eigentlich ein Ausschluss-Kriterium für die Art! Aber es ist eben das einzige. Vier Erklärungen scheinen möglich:
- Du hast Dich vermessen (was ich nicht glaube, denn auch die Fotos zeigen sehr schmale Sporen)
- Die Variabilität in der Sporenbreite ist größer als bisher angenommen.
- Es handelt sich um eine (genetische) Abnormität / Mutation.
- Es ist eine ganz andere, vielleicht noch nicht beschriebene Art.
Oder es gibt eine weitere Erklärung, die mir jetzt auf Anhieb nicht eingefallen ist. Von Deiner Kollektion sollte ein Trocken-Beleg (Exsikkat) angefertigt werden. Wenn Du selber keine Verwendung dafür bzw. kein Fungarium hast, dann kannst Du gerne den Beleg an mich schicken oder - falls Interesse besteht - an Ditte. Ich habe bisher keine Möglichkeit für Gen-Analysen.
Gruß
Helmut
