Beiträge von Karl W

    Hallo Stefan,

    wer Phytos sammelt ist auch bei uns momentan klar im Vorteil, da sich selbst mikroskopierbare Pyrenos inzwischen schon rar machen. Einige hübsche Sachen hast du da gefunden :)
    Zu Phragmidium an Rose habe ich mir mal erlaubt Dein Bild aufzuhellen, damit man die Anzahl der Zellen in den Sporen besser erkennt :giggle:

    LG Karl


    Hallo Maria

    Diese kleinen Boviste kann man leider meist nur mikroskopisch sicher unterscheiden. Neben B. pusilla gibt es mit B. limosa und B. dermoxantha mindestens zwei weitere Arten, die regelmäßig sehr kleine Frk. bilden. Zu allem Überfluss werden die Arten dann auch noch unterschiedlich aufgefasst und eine Art inzwischen zu Lycoperdon gestellt.

    LG Karl

    Hallo Felli,

    könnte der Saftling auch H. helobia sein. Konntest du einen Geruch, also eventuell Knoblauchgeruch feststellen? Mir scheint, dass auf dem Hut kleine Schüppchen sind und die Lamellen einen Gelbstich haben. Dies könnte für diese Art sprechen. Aber wie immer, anhand von Bildern natürlich nicht wirklich bestimmbar.

    Viele Grüße.

    Thomas

    Hallo Thomas

    Von den trockenen Saftlingen mit feinschuppigen Hüten haben nur H. coccinocrenata, cantharellus (=lepida) und turunda herablaufende Lamellen. Turunda hat dunkle Schüppchen ist jedoch orangegelb gefärbt. Bei cantharellus sind die Schüppchen gefärbt wie der Hut und schon ist man bei coccinocrenata. Bei dem recht geringen Kontrast der Hutschüppchen ist ohne mikroskopische Überprüfung vorsorlich cf allerdings angebracht.

    LG Karl

    Jetzt wurde die Interpretation ja erweitert und alle(?) Stachelbeertäublinge bei Fichte sollen R. fuscorubroides sein, während Russula queletii nur noch bei Abies alba wachsen soll?!

    Hallo Christoph

    Das wurde zwischenzeitlich sogar mal auf Pilze Deutschlands so dargestellt, ist aber wieder rückgängig gemacht worden. Eine Entscheidung kann wohl erst getroffen werden, wenn der jeweilige Typus sequenziert ist.

    LG Karl

    Hallo Stephan,

    ebenso wie für die Täublinge hat sich der Besuch ja gelohnt. Nach R. fuscorubroides halte ich schon lange vergeblich Ausschau. B. torosus kenne ich recht gut aus Kalkbuchenwäldern in der Eifel und die Exemplare sehen Deinem täuschend ähnlich. Irgendwann werden die sicher auch mal genetisch vergleichen ;).

    LG Karl

    Hallo Thorben

    Ich gehe davon aus, dass es sich um eine Art aus der Sektion Conocybe handelt, also mit nahezu ausschließlich lecithiformen Kaulozystiden. Ein notwendiges makroskopisches Merkmal ist die Stielbasis. Ich glaube zwar nicht, das es sich um eine der Arten mit wurzelndem Stiel handelt, aber es gibt Arten mit einem kleinen Knöllchen an der Stielbasis und irgendwann im Schlüssel wird danach gefragt. In diese Gruppe sollte man auch immer die NH3-Reaktion durchführen, da sie zumindest bei stark positiver Reaktion sehr hilfreich ist.
    Die erste Schlüsselfrage ist jedoch: Basidien überwiegend 2- oder 4- sporig, was man bei Conocybe immer beachten sollte. Wichtig ist auch die größe der Cheilozystiden (Kopfdurchmesser im Mittel >5) die weiteren notwendigen Merkmale hast Du betrachte, soweit ich sehe. Leider fehlen aber zu viele Angaben, um zu einer Bestimmung zu kommen.

    LG Karl

    Hallo Thorben,

    die idee von Andreas gefällt mir ziemlich gut. Ein wenig stört mich, dass du ausgerechent eine lecithiforme Caulozystide zeigst, da die Caulos in der Sektion Candidae normalerweise nicht lecithiform sind und nur vereinzelt meist an der Stielspitze vorkommen. Wie sah das den bei deinem Fund aus?

    LG Karl

    Das mikroskopische Kontrastverfahren war DIC. DIC-Bilder eignen sich leider nur sehr begrenzt zum Stacken, wenn man es übertreibt, hat man am Ende nur ein Gewirr von Linien.

    Hallo Ralph,

    DIC ist natürlich was tolles aber hat natürlich auch seinen Preis. Gestackte Mikrofotos können toll aussehen, wobei mir dafür leider meistens die Zeit fehlt.
    Gewöhnlich halte ich es daher wie Björn (gdno81) und gebe mich mit Ergebnissen zufrieden, die für eine Bestimmung ausreichend sind.

    LG Karl

    Ich hab hier nur ein relativ unspektakuläres Becherlingshymenium, aber die Paraphysenfarbe hat mich aus den Socken gehauen


    Mniaecia jungermanniae

    Hallo Ralph,

    den Winzling muss man erst mal finden. Die Struktur in dem Bild ist toll. Hast Du mit Phasenkontrast oder schiefer Beleuchtung gearbeitet?

    LG Karl

    Hallo Christoph,

    ein interessantes Thema hast du da eröffnet!

    Ich habe etwas länger gesucht, um die Definition des Begriffes Hyphe als Bestandteil des Myzels zu finden, da die "falsche" Anwendung extrem weit verbreitet ist. Inzwischen bin ich mehrfach fündig geworden, wie z. B. hier: Hyphen - Lexikon der Biologie

    Wesentlich weiter verbreitet ist die Awendung des Begriffes Hyphe auch für Bestandteile der Fruchtkörper.
    Hyphe – Wikipedia Bezeichnenderweise wird als Quelle auch Die Großpilze Baden-Württembergs (Bd. 1) angegeben, die Du ja schon erwähnt hast.

    Jetzt wurde ich natürlich neugierig und habe im Pilzlexikon von Ewald Kajan (1988) nachgesehen. Ich war wenig überrascht, folgendes zu lesen:
    Faden, Pilzfaden; fadenähnliches, gestrecktes, septiertes Vegetationsorgan der Pilze, aus dem Mycel u. Fruchtkörper (Sporenträger) aufgebaut sind.

    Die Frage, wer von wem abgeschrieben hat, stellt sich bei der nächsten Formulierung. Quelle: Exceltabelle tblLexicon.xls unbekannter Herkunft
    Faden, Pilzfaden; fadenförmiges, gestrecktes, septiertes Vegetationsorgan der Pilze, die durch Septen in lange oder kürzere Zellen unterteilt sein können, aus denen das Mycel und der Großteil der Gewebe der Fruchtkörper besteht

    Ebenfalls aus Hyphen bestehen Myzel und Fruchtkörper im Lexikon der Mykologie von Dörfelt (1989)

    Beispiele für die Anwendung des Begriffes Hyphe auf Bestandteile des Fruchtkörpers finden sich auch bei zahlreichen renomierten Mykologen, ohne jetzt noch auf Quellen oder Namen einzugehen.

    Stielcortexhyphen in der Stielrinde z. b. bei Galerina
    Gelatinisierte Hyphen in der Hutdeckscheicht bei Saftlingen und zahlreichen weiteren Gattungen
    Tramahyphen besonders bei Lamellentrama z. B. Entoloma
    Milchsafthyphen bei Lactarius
    und viele mehr.

    Bevor ich den Beitrag abgeschickt habe, kam mir noch das Buch Anatomie der Hymenomyceten von Clemencon in den Sinn. Im Teil Geschichtliches ab Seite 11 wird dargelegt, dass der Begriff Hyphe ursprünglich nur für Fruchtkörperhyphen verwendet wurde.

    LG Karl

    Hallo Thorben,

    nach meiner passt Deine Bestimmung als L. melanotrichus sehr gut. Mikroskopisch kommt schon wegen der HDS in Verbindung mit den Sporen keine andere Art in Frage. Ludwig betont zwar, dass der Ring dunkel gerandet ist, schreibt unter fm. fuligineobrunneus (Ring nicht dunkel gerandet) jedoch als Anmerkung: Ohne taxonomische Bedeutung, ...
    In der Flora Agaricina Neerlandica (als var. fuligineobrunneus) wird lediglich auf blass graubraune Farbe hingewiesen. Die in der Funga Nordica zitierte Abb. in Svampe hat keinen dunkelrandigen Ring.

    LG Karl

    Hallo Nobi,
    mit welcher software hast Du schon wieder die Kartoffelboviste bearbeitet ==11==11==11

    Nein im Ernst, die Erbsen kannst Du gerne immer wieder zeigen , auch wenn ich dabei wehmütig an meinen einzigen Fund vom 12.11.2005 im Depot denken muss.

    LG Karl

    Hallo Michael,

    der kräftige Rosaton der Lamellen junger Fruchtkörper ist ein gutes Merkmal des Wiesenchampignons. Auch der wenig kompakte, schmale Ring passt. Ich denke Du liegst mit deiner Annahme richtig.

    LG Karl

    Hier findest du die Originalbeschreibung von Hygrocybe riparia: GWDG - GWDG - IT in der Wissenschaft

    Hallo Christoph,

    Vielen Dank für die interessante Arbeit. Nicht nur bei H. riparia und H. conicopalustris habe ich manchmal Probleme mit der Abgrenzung innerhalb der Conica-Gruppe. Gelegentlich stehen rote, gelbe, große und kleine Frk. wild durcheinander. Oft findet man dann zeitgleich Leptonien und andere Wiesenpilze und ist nicht gewillt oder zeitmäßig in der Lage, sich Gruppen von ähnlichen schwärzenden Saftlingen zur genaueren Untersuchung zusammenzustellen. So einfach wie es sich Boertmann gemacht hat, geht es aber sicher nicht und da halte ich es z. B. lieber mit Beisenherz in den Regensburger Mykologischen Schriften Bd. 10. Meine Bestimmungen innerhalb der Conica-Gruppe versehe ich fast immer mit cf. bis ich Frk. mit den gleichen Merkmalen an möglichst exakt der gleichen Stelle über mehrere Jahre finde.
    Hier noch ein Bild einer als H. conicopalustris bestimmten Kollektion aus dem NSG Brachter Wald (Depot). 2002, 2004, 2005 und 2007 am gleichen Fleck gefunden. Hüte 1 cm kaum überschreitend und immer jung rot. Standort ist magerer, sandiger Boden mit gelegentlicher Staunässe durch eine Tonschicht.
    LG Karl



    Hallo Karl,

    wie praktisch! Du musst zum Saftlinge gucken nicht mal in den Wald. Das rangiert schon unter der hohen Saftlingskunst.Jetzt, wo Du uns den Mund wässrig gemacht hast, würden wir aber gern mehr von Deinem Teichbiotop sehen.

    Hallo Claudia,

    damit der Beitrag nicht völlig Offtopic wird vorher noch ein Saftingsfruchtkörper vom letzten Monat ;)

    LG Karl










    Hallo Karl,


    die Drosera Arten (Ich sehe 2?) in Deinem Gartenteich sind -finde ich- genauso erwähnenswert! Bestimmt ist auch der Schachtelhalm noch was besonderes....

    Respekt!

    Hallo Feinschmecker

    Ich habe die drei einheimischen Sonnentauarten in einem Moorbeet neben dem Teich. D. anglica (= longifolia) und D. rotundifolia haben sich ausgesät und im Laufe der Jahre den kompletten Teichrand besetzt. Die Pflanze unten links wird ein Sämling von D. anglica sein.

    LG Karl