Beiträge von Karl W


    Hallo Karl,
    danke noch mal für die "zweite Meinung" - ich hatte ja mehrere Bilder gemacht und ich habe mir jetzt noch mal die Gelbtöne angeschaut. Es ist schon so, dass bei allen Pilzchen der obere Teil etwas blasser gelb wirkt - und wahrscheinlich kommt das nicht durch Bildbearbeitung zustande, denn da bemühe ich mich schon, nahe an dem zu bleiben, was ich wahrgenommen hatte.


    Mich hatte auch verwundert, dass die Keulchen so lang sind (hatte ja noch keine) ... untenherum sind sie deutlich intensiver gelb.
    Also mir macht das ja nichts ... ein ODER-Pilz: also C. helvola (oder laeticolor) :)


    Hallo abeja


    Die ganzen Keulchen blassen gerne mal an der Spitze aus. Je tiefer sie im Gras versteckt sind um so weniger macht sich das bemerkbar :) Die Länge ist oft vom Substrat abhängig. Wenn sie sich durch ein Dickes Moosolster kämpfen müssen, können sie mehr als doppelt so lang sein, wie auf nacktem Boden.


    LG Karl

    Hallo abeja


    Tolle Bilder :thumbup:


    Bei 21 sehe ich keinesfalls Armillaria. Da fehlen die Schüppchen auf dem Hut, die bei jungen Fruchtkörpern noch ausgeprägter sein müssten.


    Nr. 34 halte ich für Clavaria flavipes = stramminea. C. helvola und laeticolor sind viel intensiever gefärbt


    LG Karl

    Hallo Björn


    Das sieht ja aus wie im Depot ;)
    Nr. 1 kann sehr gut ein Rötling sein
    Nr. 2 & 8 Neottiella wahrscheinlich. Da braucht man das Sporenornament.
    Nr. 3 sehe ich genau wie Wolfgang. Es gibt aber noch eine Art mit schon jung deutlich brauner Stielbasis, die mglw. noch nicht beschrieben ist.
    Nr. 7 atra ist klar
    Nr. 9 ohne Blick von unten keine Chance. Arrhenia rickenii kommt an solchen Standorten noch gerne im Nov. aber da erscheint mir der Stiel zu lang. Gab es noch grünblaue Farbtöne?
    11. Bei Kiefer kommt momentan R. obtextus = luteolus oft noch reichlich
    20. Hasenstäubling ist am wahrscheinlichsten


    LG Karl

    Hallo Björn


    Im Landschaftspark war ich bisher leider nur zum Klettern dachte mir aber, dass man dort auf den mageren Standorten einiges finden müsste.


    1. Der Täubling erinnert mich sehr an Russula exalbicans, sollte dann aber nicht anhaltend brennend scharf gewesen sein.
    2. Helvellla lacunosa
    3. muss mikroskopiert weden. Bovista pusillla/dermoxantha/limosa kommen da in Betracht.
    4. Geopora ist klar aber auch da geht es ohne Mikros nicht bis zur Art.
    5. Höchstwahrscheinlich Tricholoma scalpturatum
    6. da liegst du richtig
    7. Lycoperdon spec.
    8./9./10 müssen mikroskopiert werden
    12. Sieht nach Thelephora terrestris aus
    13. -15. bin ich Deiner Meinung
    16. wie 8. - 10 ;)
    17. ist mit Sicherheit nicht der nomale Birkenpilz, da dieser nicht blaut. Bei dem alten Exemplar trau ich mir keine nähere Aussage zu.


    Tolle Aufnahmen auch von den Phytos.


    LG Karl

    Hallo Holger


    Tolle Eindrücke von einem außergewöhnlich guten Pilzmonat, wenn man mal von September absieht ;) . Hier steht seit 2 Monaten alles so voll, das ich nur noch sehr sporadisch ins Forum geschaut habe mal ganz zu schweigen vom Schreiben.


    Deine Nr. 4 erinnert mich an Pterula multifida (Borstenkoralle)


    LG karl

    Hallo Nobi und Matthias


    Wieder mal ein großartiger Bericht an dem mir besonders gefällt, dass auch einige weniger beachtete Pilzgruppen zu sehen sind. Unglaublich, dass der Bericht noch keine 5* hat, aber das werde ich sofort nachholen :)



    @ Nobi: Du schriebst neulich mal: "zum wiederholten Male ist es Dir gelungen, mich annähernd sprachlos zu machen" das ist Euch bei mir ebenfalls gelungen ;)


    LG Karl


    für mich ist das eine typische caesiocinctum, mit der serrulaten Schneide und dem ausblassenden blauen Hutrand.


    Genau das war mein erster Gedanke Wolfgang ;)



    Mario


    Ein serrulate Schneide heißt, die Zystiden kommen aus einem parallel zur Schneide liegenden Hyphenstrang und nicht aus dem Hymenium, wie normale Zystiden.


    LG Karl

    Hallo Jan-Arne


    Ein Aufenthalt, der sich wirklich gelohnt hat. Tolle Bilder und sehr interessante Funde :thumbup: und sogar welche dabei, die wir in der Eifel noch nicht hatten :D .
    Bei Nr. 3 geh ich sogar noch einen Schritt weiter als Ralf. Ich glaube, Du hast Byssonectria terrestris s. str. gefunden. @ Gerade gesehen, das Nobi schneller war.


    LG Karl


    @ Karl:
    Eine Frage noch zum Teil 2, dort mein Lactarius trivialis, der ist ja gar nicht so trivial für NRW (du hattest den bestimmt schon oft, siehe die Bilder bei Pilze Deutschland), geht das deiner Meinung nach i.O.? - Ich hatte da Zweifel.


    Hallo abeja


    L. trivialis hatte ich schon völlig ohne blauviolette Töne und mit nur undeutlichen Flecken. Was ich allerdings noch nie gesehen habe ist ein Lamellenfarbe, die auch nur annähernd an die von L. pyrogalus heranreicht. Leider habe ich nach den Bildern keinen passenden Bestimmungsvorschlag für Dich.


    LG Karl

    Hallo Marion


    H. coccinea ist jung so rot, wie der Colaverschluss ;) und trocknet ungleichmäßig zu gelb bis fast weiß. Ich denke Dein Fundes gehört in die Ecke der Saftlinge mit trockener Hutoberfläche also H. miniata, substrangulata, cantharellus. Genauer geht es in dem Fall nur mit Mikro.


    LG Karl

    Liebe Pilzfreunde


    Der September beginnt, wie der August aufgehört hat. Ein kleiner Auszug von zwei Exkursionen zeigt ein etwas verschobenes Artenspektrum und verschiedene bisher noch nicht gezeigte oder seltene Funde. Mit dabei wie immer Rainer einmal Felix und einmal RaDa.


    Rainers Ortskenntnis führte uns erfolgreich zu einigen bekannten Standorten und wir wurden nicht enttäuscht. Neben älteren Exemplaren fand sich noch ein trischer
    Satansröhrling (Rubroboletus satanas)


    Erheblich seltener ist da schon der Blasshütige Purpur-Röhrling (Rubroboletus rhodoxanthus)


    Noch seltener in der Eifel und seit drei Jahren erstmal wieder zu sehen war der
    Königsröhrling (Butyriboletus regius)


    Bei Espen an einem Wegrand fand sich ein Vertreter der Rauhfuß-Röhrlinge, der wesentlich hartfleischiger ist als seine ähnlichen Verwandten
    Pappel Rauhfuß (Leccinum duriusculum)


    In einem feuchten Bruchwald fand sich ein fast weißer Vertreter der Rauhfuß-Röhrlinge der vorsorglich mikroskopiert wurde, um eine Albinoform einer anderen Art auszuschließen.
    Moor-Birkenpilz (Leccinum holopus)


    Im Laubwald auf Kalk erschien in Massen und bereits in verschiedenen Alterstadien der
    Gelbgrüne Kamm-Porling (Albatrellus cristatus)


    Ein weiterer erheblich seltenerer Porling zeigte sich im Nadelwald
    Schwarzweißer Rußporling (Boletopsis leucomelaena)


    Im Buchenwald waren Korallen schon reichlich vertreten und oft war nicht zu erkennen, ob es sich um eine oder verschiedene Arten handelt.
    Gelbliche Koralle (Ramaria flavescens)


    In Reihen, Ringen und üppigen Büschel in allen Alterstadien fand sich der
    Riesen-Rötling (Entoloma sinuatum)


    In den Kalk-Buchenwäldern der Eifel eine nicht seltene Art aber in diesem Zustand natülich ideal
    Riesen- oder Doppeltbescheideter Scheidenstreifling (Amanita ceciliae)


    Sprödblättler waren zwar stark rückläufig, aber einige kann ich noch zeigen. Ein Milchling dessen Milch sich langsam violett verfärbt, ist von anderen Arten seiner Gruppe am seiner haarigen Hutbekleidung zu erkennen
    Zottiger Violett-Milchling (Lactarius repraesentaneus)


    Ein farbvariabler Täubling mit sehr scharfem Geschmack, dotterfarbenem Sporenpulver und streng an Hainbuche gebunden
    Purpurbrauner Dotter-Täubling (Russula cuprea)


    Heringstäublinge sind neben ihrem fischartigen Geruch, den aber auch einige andere Täublinge haben können, an ihre grünen Verfärbung mit Eisensulfat erkennbar. Die Artbestimmung erfordert immer eine sehr genaue mikroskopische Untersuchung und auch dann landet man oft genug im Dunkeln. Eine Art unterscheidet sich von den Übrigen durch etwas dunkleres Sporenpulver.
    Buchen-Herings-Täubling (Russula faginea)


    Bei Fichte findet man gelegentlich ein Art, die immmer deutliche rot- bis rotviolette Töne aufweist.
    Nadelwald-Herings-Täubling (Russula xerampelina)


    Wenn es im Wald zu dunkel wird, reicht das Licht für einen Wiesenbesuch immer noch aus und dieser Besuch war ein fast sensationeller Abschluss des Tages.
    Ein frisches Büschel der Rauchgrauen Wiesenkeule (Clavaria fumosa) erfreute uns mit seinem Anblick.


    Ebenfalls ein Bewohner magerer Wiesen ist ein recht blasser Rötling
    Mehl-Rötling (Entoloma prunuloides)


    Am gleichen Standort zeigte sich eine Gruppe von Rötlingen aus der Untergattung Leptonia.
    Gelbbrauner Rötling (Entoloma longistriatum)


    Nur wenige Meter entfernt fand sich eine Art, die man nicht unbedingt sofort als Saftling erkennt
    Rötenter Nitrat-Saftling (Hygrocybe ingrata)


    Einer der schönsten Saftlinge zeigte sich standorttreu in zahlreichen Exemplaren
    Feuerschuppiger Saftling (Hygrocybe intermedia)


    Inzwischen war es bereits nach 19:00 und der Fund wäre sicherlich ein würdiger Abschluss eines tollen Tages gewesen, aber es gab tatsächlich noch eine Steigerung. Zwar weiß ich von einem Eifelfund der bereits mehr als 10 Jahre zurückliegt, aber selbst gesehen hatte ich die Art noch nie.
    Braungelber Saftling (Hygrocybe spadicea)



    LG Karl

    Ach ja dein I. adaequata ist mir zu blass.


    Hallo Stefan


    Ich hatte in diesem Jahr die Möglichkeit über einen längeren Zeitraum Inocybe adaequata in großer Zahl zu beobachten. Am ersten Tag fand ich relativ kleine, helle Frk. die ich makroskopisch nicht als I. adaequata erkannt habe. Kleine dünnstielige Exemplare mit hellen Hüten und nur in der Hutmitte etwas dunkel.


    Zwei Tage später dann die komplette Kollektion, wobei die größten Frk. ca. 45 mm Durchmesser hatten.

    Nach weiteren zwei Tagen waren die meisten Frk. so dunkel wie der Fruchtkörper oden im Zentrum und auch die Stiele deutlich dunkler.


    Am gleichen Standort, den ich seit Jahren kenne, hatte ich auch schon "normale" I. adaequata.

    Die entwickelten sich zur Monstern mit fast 10 cm Hutdurchmesser leider ohne Foto.


    LG Karl
    [hr]
    Hallo Abeja


    Ich habe mir inzwischen mal Deine 3 Berichte in Ruhe angesehen und bin begeistert. :thumbup:


    LG Karl

    Hallo Marion


    Tolle Funde hast Du gemacht :) Die gelben Keulchen sollten tatsächlich Goldgelbe Wiesenkeulen sein, auch wenn zur absoluten Sicherheit die Sporen geprüft werden sollten. Die Saftlinge sind sicher keine Kirschroten, da diese in jungem zustand richtig satt rot wären. Eine genaue Ansprache ist leider ohne Lamellenansatz kaum möglich. Der einzelne mit dem konischen Hut ist bestimmt ein schwärzender Saftling.


    LG Karl