Beiträge von Karl W

    Hallo Thorben


    Wenn du dichmit Nabelingen beschäftigst, solltest Du Dir unbedingt die Pigmentverhältnisse in der Huthaut ansehehn. Einige Arten haben stark inkrustiertes Pigment.

    Die Sporen können recht variabel sein und eine Beurteilung der Sporenform (breit elliptisch, elliptisch, tropfenförmig, mandelförmig usw.) ist nur bei Beobachtung einer größeren Anzahl von Sporen möglich. Ein Sporenabwurf und die Ermittelung des Sporenquotienten von reifen Sporen ist m. E. erforderlich.

    Vereinzelte herausragende Elemente am Stiel können auch einfach nur Hyphenenden sein und sind dann für die Bestimmung wenig aussagekräftig oder sogar irreführend.


    Bei O. velutipes sieht das so aus:
    100 fach

    400 fach

    1000 fach


    Leider habe ich troz aller Mühe noc unbestimmte Funde, da die Angeben in der Literatur recht unterschiedlich sein können.


    LG Karl

    Hallo Pablo


    Danke, das hilft mir weiter. Die gezeigte Kollektion entspricht genau einem Fund bei Pferdedung von Sonntag aus dem Depot, den ich vorerst als B. cf. terrestris abgelegt habe. Verglichen mit etlichen Aufsammlungen von B. fusispora, war ich sogleich überzeugt, das es sich um eine andere Art handelt, hatte aber noch keine reifen Sporen.


    LG Karl

    Hallo Pablo


    Ein toller Pilzreigen mit interessanten Arten und sehr guten Fotos.


    Ein Frage zu Byssonectria: Waren die Paraphysen krückstockartig gebogen, oder nur etwas gekrümmt?


    E. prunuloides ist nie so dunkel, egal was das Mikroskop sagt :). Du musst trotdem nicht so sehr daneben liegen, da es noch eine var. obscuratum gibt, die makroskopisch nach der Abbildung in FE 5a schon eher hinkommt.


    Inzwischen wurde daraus:
    Entoloma ochreoprunuloides Morgado & Noordel., nom.
    nov. –” MycoBank MB802176; Fig. 6g, h, 13
    Syn.: Entoloma prunuloides var. obscurum Arnolds & Noordel., Fungi
    Europei vol. 5a: 838. 2005, non Entoloma obscurum Hesler 1967.


    Hier gehts zum Download: http://www.ingentaconnect.com/…0000031/00000001/art00009


    Ob es sich bei Deinem Fund tatsächlich um diese Art handelt, vermag ich nur nach Foto natürich nicht zu sagen.


    LG Karl

    Hallo zusammen


    Die Skepsis bezüglich einiger Bestimmungen aufgrund der Fotos ist gut nachvollziehbar. Die fraglichen Aufnahmen sind vom 01.11.2014 und leider waren viele Fruchtköper nicht mehr frisch. Ich versuch mal Licht in das Dunkel zu bringen.


    Pfifferlingssaftling Hygrocybe cantharellus
    Die Bestimmung ist sicherlich richtig. Die Fruchtkörper waren nur 5 - 10 mm groß und bei dieser geringen Größe sind die Lamellen oft nicht bis kaum herablaufend. Gleicher Standort eine Woche vorher.


    Gleicher Standort im Vorjahr mit größeren Fruchtkörpern in der Mitte und kleinen rechts und links.


    Gelbe H. miniata
    Das ist H. miniata var. mollis, die eine Woche vorher am gleichen Standort noch so aussah.


    Hygrocbe spadicea (inzwischen verschoben als cf. conica)
    Das ist H. conica var chloroides. Hier am gleichen Standort ein Woche früher.


    LG Karl

    Hallo Markus


    Die Kamera ist noch aktuell, aber die Kamera ist natürlich nur die halbe Miete. Ich benutze grundsätzlich ein Stativ und außer bei sehr ungünstigen Lichtverhältnissen Bende 18. Einen kleinen Kniff habe ich ja bei B. calopus schon dargestellt, aber den benutze ich nur gelegentlich. Sonneneinstrahlung vermeide ich oft, notfalls mit einem hellgrauen Regenschirm.
    @ Ergänzung: Ich stelle manuell Scharf, wobei mit neueren Kameras Autofocus wohl auch funktionieren soll.


    LG Karl

    Liebe Pilzfreunde


    Heute mal eine Mischung aus unterschiedlichsten Gattungen.


    Sicherlich fast jedem bekannt, dürfte ein braunschuppiger Vertreter seine Gattung sein, der oft in großer Zahl in Fichtenwäldern auf sauren und basischen Böden vorkommt und dessen Fleisch bei Verletzung stark rötet.


    Kleinsporiger Blut-Egerling (Agaricus sylvaticus)


    Weniger bekannt ist, dass es auch rein weiße Formen gibt. Da es alle möglichen Übergänge gibt, ist eine Abtrennung von A. sylvaticus var. pallidus nach heutiger Auffassung nicht mehr berechtigt.


    Kleinsporiger Blut-Egerling (Agaricus sylvaticus)


    Eine inzwischen weit verbreitete Art auf Hölzhäxel wurde 2003 aus den Niederlanden neu beschrieben.


    Runzliger Ackerling (Agrocybe rivulosa)


    Meistens sind die Fruchtkörper deutlich runzlig, beringt und besitzen eine knollige Stielbasis. Der Ring kann auch fehlen und dann der Hutrand behangen sein oder selten Hüllreste auf dem Hut zurück bleiben. Da die Art in älteren Büchern und Bestimmungsschlüsseln nicht erwähnt wird, sind solche Funde gelegentlich als Voreilende Ackerlinge (Agrocybe praecox) angesehen worden.


    Runzliger Ackerling (Agrocybe rivulosa)


    Einer der häufigsten Scheidenstreiflinge trat in diesem Jahr teilweise wie gesät auf. Der ähnliche Orangegelbe Scheidenstreifling (Amanita crocea) unterscheidet sich durch einen genatterten Stiel.


    Rotbrauner Scheidenstreifling (Amanita fulva)


    Von den Rüblingen (Collybia) wurden die meisten Arten in die Gattungen Gymnopus und Rhodocollybia gestellt. Im Abbildungsverzeichnis Europäischer Großpilze, 4. Auflage, werden die vier verbliebenen Arten (warum auch immer) als Sklerotienrüblinge bezeichnet. Nach meiner Kenntnis besitzen nur zwei Arten ein Sklerotium. Der Braunknollige Sklerotienrübling (Collybia tuberosa) und der


    Gelbknollige Sklerotienrübling (Collybia cookei)


    Sehr oft auf vergangenen Fruchtkörpern, hier auf dem Gelbgrünen Kamm-Porling (Albatrellus cristatus), wächst der


    Seidige Sklerotienrübling (Collybia cirrhata)

    Die vierte Art, den Traubenstielige Sklerotienrübling (Collybia racemosa), habe ich leider noch nie gefunden.


    Für mich einer der schönsten Tintlinge (Nobi, Ralf: außer den coprophilen ;) )


    Spechttintling (Coprinopsis picacea)


    Zur Abwechslung mal ein Schleimpilz, der Ähnlichkeit mit dem bekannten Blutmilchpilz (Lycogala epidendrum) hat. Er ist jedoch kleiner und die Fruchtkörper sind eher eiförmig. Reife Fruchtkörper unterscheiden sich durch eine fast netzartige Oberfläche.


    Lycogala conicum



    Der folgende Röhrling ist zwar standorttreu, bildet aber nach meiner Beobachtung nicht in jedem Jahr Fruchtkörper. Nach dreijähriger Pause mal wieder da und gleich mit mehren Exemplaren.


    Hasenröhrling (Gyroporus castaneus)



    Auch die folgende Art war in diesme Jahr häufiger zu finden als in den Vorjahren.


    Schönfußrörling (Boletus calopus)



    Bei der zweiten Aufnahme wurde der Stiele mit einer Halogen-Taschenlampe aufgehellt.
    Schönfußrörling (Boletus calopus)



    Zum Abschluss eine Art, die man in den letzten Jahren auch im Flachland immer häufiger an Nadelholz findet. (hier auf einem Stubben von Douglasie)


    Kiefern-Braunporling (Phaeolus schweinitzii)


    Hier noch mal mit aufgehellter Stielpartie.
    Kiefern-Braunporling (Phaeolus schweinitzii)


    LG Karl

    Hallo Holger


    der grüne Knollenblätterpilz hat eine lappige, abstehende Scheide und normalerweise einen genatteten Stiel. Gelber Knollenblätterpilz passt von der abgesetzten Stielknolle her sehr gut. Der gültige Name ist A. citrina. Blasse Exemplare werden häufig als A. citrina var. alba abgetrennt.


    LG Karl

    Hallo Pablo


    Ludwig gibt für L martiorum an: Vork.: einzeln oder büschelig
    Sp 4,5 - 5,5 (6) x 2 - 3(3,5) schlank ellipsoid, schmal tropfenförmig, im Lichtmikroskop glatt erscheinend. Leider sieht man auf den Bildern nur wenige Sporen in Seitenlage, aber Du kannst sicher beurteilen ob das passt.


    LG Karl

    Hallo Anna


    Bei ausgewachsenen Fruchtkörpern sind die konzentrisch angeordneten und flach aufliegenden Schuppen das typische Merkmal. Junge Fruchtkörper können eine gewisse Ähnlichkeit mit Nebelkappen haben, zumal beide Arten über 20 cm groß werden und oft in Hexenringen und Reihen wachsen. Von weitem habe ich sogar an Neblkappen gedacht und bin zum Glück nicht gleich umgekehrt. Mikroskopisch hat C. nebularis schlankere Sporen und kein inkrustiertes Pigment. C. alexandri hat zumindest in einigen Hyphen der Hutdeckschicht feine Inkrustationen
    Erhard Ludwig stellt im Pilzkompendium III noch Clitocybe subalexandri vor. Soll sich durch nur sehr spärliche Schnallen und stark inkrustiertes Pigment unterscheiden. Weiterhin wird C. harperi ohne Schnallen und ohne Inkrustionen erwähnt.


    LG Karl

    @ Martin: Den Pilz auf Deinem Bild halte ich für H. miniata var. mollis oder ist der mikroskopiert?


    @ Pablo: Schön hast du die Kristalle dargestellt. Nicht zu übersehen gilt aber nur, wenn man das Präparat nicht qutescht, sonst gibt es allenfalls noch Kristallbrei :).


    @ Karl Heinz: Neulich hat man mich zu Recht darauf hingewiesen, das es sich um Oxalat-Kristalle handelt und wie oben mehrfach erwähnt spricht zwar einiges für H. calciphila, aber ohen Mikros nur cf.


    LG Karl

    @ An Alle: Danke für Eure positiven Resonanzen


    @ Mausmann: Die Wegschnecke hatte keine grünen Töne, das sieht höchsten durch Reflexion so aus. Zum Verspeisen der Stielzungen haben wir ihr keine Gelegenheit gegeben, da die Kollektion für weitere Pilzfreunde stehen bleiben sollte.


    @ Gerd: Den Tiger-Ritterling kenne ich nur wie auf der Aufnahme vom 11.09.14 aus dem Wald, in dem wir waren.



    Im Netz sind aber tatsächlich auch dunklere, deutlicher braune Exemplare vertreten.


    @ Tuppie: Die Frage nach dem Buchsblättrigen Trichterling habe ich mir auch schon gestellt und leider keine Idee. Was ich bisher drüber gelesen habe, kann ich nicht nachvollziehen.


    LG Karl

    Hallo Lothar


    An den Brandstellen solltest Du noch 3-4 Jahre Freude haben. Schon möglich, das meherer Graublätter gemeinsam vorkommen und Du noch L. antracophilum findest.


    Ein relativ kräftiger Becherling auf Brandstellen ist Peziza echinospora.


    Kleine rote im ersten Jahr sind wahrscheinlich in der Gattung Anthracobia zu suchen.


    LG Karl

    Hallo Pablo


    Eine stattliche Sammlung auch wenn Du schreibst nicht unbedingt was Besonderes. Cystoderma granulosum habe ich in meiner Gegend noch nicht gefunden.
    R. myceliosa = Myzel-Koralle (Abbildungsverzeichenis 4. Auflage)


    LG Karl