Hallo Frank,
wäre das eine Wette, würde ich auf Neolentinus lepideus (Schuppiger Sägeblättling) setzen. Ob das Substrat Nadelholz ist, kannst du uns bestimmt nicht verraten?
Viele Grüße
Emil
Hallo Frank,
wäre das eine Wette, würde ich auf Neolentinus lepideus (Schuppiger Sägeblättling) setzen. Ob das Substrat Nadelholz ist, kannst du uns bestimmt nicht verraten?
Viele Grüße
Emil
Hallo,
+1 Psathyrella s. l. spec.
Viele Grüße, Emil
Hallo zusammen,
ich möchte euch hier einen interessanten Fund zeigen, der auf Facebook im letzten Juni als Bestimmungsanfrage gepostet wurde.
Fundort ist der Schlosspark von Schloss Marchegg (Niederösterreich). Der Geruch wurde mit kräftig, würzig und stark pilzig beschrieben. Aufgrund des Fundortes (Wiese, keine Bäume in unmittelbarer Nähe, außer einem Tulpenbaum etwas weiter weg) und des schuppigen Stiels vermutete ich den Schuppenstieligen Wulstling (Saproamanita vittadinii). Als weitere Optionen wurden noch Amanita echinocephala, Amanita strobiliformis und Saproamanita codinae vermutet.
Alle Bilder stammen von der Finderin Andrea Brein:
Heute gelang ihr ein erneuter Fund der Art in Form eines jüngeren Exemplars. Dieses ist typischer für Saproamanita vittadinii und lässt wohl wenig Zweifel offen:
Schreibt gern eure Meinungen zu dem Fund. Ich habe S. vittadinii noch nicht selbst in den Händen gehabt.
Außerdem haben wir uns noch die Frage gestellt, ob die Art für diese Region bereits bekannt ist. Gibt es für Österreich so eine Seite wie pilze-deutschland, wo man das einsehen kann? Oder wohin kann man sich wenden, um Verbreitungsgebiete in Österreich herauszufinden?
Viele Grüße
Emil
Hallo zusammen,
hier ein Fund von einem Pantherpilz mit gerieftem Ring:
Ein daneben gefundener Perlpilz (im Bild rechts) hatte außerdem einen untypischerweise deutlich gerieften Hutrand, den normalerweise der Pantherpilz hätte haben sollen:
Deshalb immer auf die Gesamtheit der Merkmale achten und nicht nur auf eines allein.
Viele Grüße
Emil
Hallo zusammen,
ich bin einer derjenigen, die den Schwefelporling, richtig zubereitet, recht gern mögen. Allerdings mag ich ihn lieber, wenn er nicht mehr ganz jung ist, denn in dem Zustand ist er mir zu weich. Tatsächlich ist das eine der wenigen Pilzarten, von denen ich schon öfters gehört habe, dass sie älter besser schmeckt als jung. Allerdings ist das Halb-Dörren durchaus auch interessant.
Im Tintling Nr. 55 (2008) wird übrigens noch von der nordamerikanischen Art Laetiporus conifericola berichtet, die an Nadelholz wachsen, sich genetisch von L. sulphureus unterscheiden und interessanterweise stark nach Zitrone schmecken soll. Klingt auch lecker, finde ich.
Viele Grüße
Emil
Hallo,
hier kommen Lungen- und Austern-Seitling in Betracht. Letzterer ist extrem variabel und durch ausgewilderte Zuchtformen das ganze Jahr über zu finden (diese sind dann oft auch hell gefärbt). Der Austern-Seitling dürfte generell die deutlich häufigere Art sein, auch im Sommer. Der süßliche Geruch spricht für den Lungen-Seitling, allerdings kann man den Fund mit der Informationslage nicht einer der beiden Arten zuordnen.
Viele Grüße
Emil
Hallo,
ja, typische Maipilze. Da kommt eigentlich nichts Anderes infrage.
Der intensiv ranzig süßliche Geruch des Maipilzes ist oft erst richtig wahrnehmbar, wenn man ein Stück des Fleisches zwischen den Fingern zerdrückt. Er wird als Mehlgeruch bezeichnet, erinnert aber eher an Salatgurke oder nasses Mehl (/Mühle).
Viele Grüße
Emil
Hallo und Willkommen im Forum,
das ist vermutlich ein Rötling (Entoloma spec.). Die genaue Art ist wahrscheinlich nur mikroskopisch zu sagen.
Viele Grüße
Emil
Hallo Reinhard,
für die Pilzbestimmung sind in den allermeisten Fällen mehr Ansichten und Informationen notwendig, als in einem einzigen schönen Foto sichtbar sein können.
Auf deinem zweiten Bild zeigst du vermutlich Milchlinge (Lactarius spec.). von den rotbräunlichen Arten gibt es etliche ähnliche, die per Foto wohl kaum unterscheidbar sind. Bei Fichten (wenn das Fichtenzapfen sind?) beispielsweise Lactarius badiosanguineus.
Viele Grüße
Emil
Hallo,
ich wäre hier auch am ehesten für A. gallica. Die sehr variable Art ist wohl die häufigste der Gattung.
A. cepistipes hat einen auffälligen dunkleren Fleck in der Hutmitte, nur in der Hutmitte beständige Hutschuppen und kommt vor allem im Gebirge ab 600 m vor, oft auf Reisighaufen.
Hier noch Literatur zum Selbstvergleichen:
→ A. cepistipes vs. A. gallica
→ Unterscheidung der Hallimasch-Arten
→ Tabellarischer Vergleich der Hallimasche
Viele Grüße
Emil
Hallo Raphael,
da man natürlich nicht immer alle Neuheiten mitbekommt, bin ich dankbar für die Vorstellung neuer Studien hier im Forum. ![]()
Viele Grüße
Emil
Hallo Karl,
lieben Dank! Ich denke, das kann gut hinkommen. Bezüglich des dunkelschneidigen Rötlings meine ich, dass der Name vor Ort genannt und das Exemplar nicht mikroskopiert wurde. Vielleicht schreibt ja Wolfgang nochmal was dazu.
Viele Grüße
Emil
Hallo zusammen,
ich habe jetzt endlich meine Bilder und Funde von 2023 mal aufgearbeitet.
Diese hat bei 1000x glatte Sporen von ca. 3x5 my, damit landet man im italienischen Schlüssel bei den unreichend bekannten Taxa C. microspora und C. hisingeri (...noch nie gehört).
Bei den Franzosen gibt es noch einen Verweis auf Ramariopsis luteo-ochracea mit unter dem Elektronenmikroskop warzigen Sporen. Die meine ich aber anders zu kennen, und meine auch dass man die Warzen bei 1000x erahnen kann. Klingt nach einem Fall für Sequenzierung.
Andere hatten sich mit dem Foto mehr Mühe gegeben als ich - ... EmilS ?? Da würde ich mich über Zusendung freuen.
Hier mein Foto von der Kollektion. Ob es besser ist, weiß ich aber nicht.
Gibt es da zufällig schon Ergebnisse der Sequenzierung? Da würde ich mich über ein Update freuen.
Danach wäre C. albofragrans oder C. anisata eine Möglichkeit - aber es scheint bei beiden Namen wohl Unklarheiten über das Taxon zu geben.
Laut Peter Specht sind die Taxa synonym, wobei „C. albofragrans“ gültig sein soll.
Hier noch einige Bilder von Arten, die noch nicht gezeigt wurden:
Hygrocybe chlorophana (Stumpfer Saftling), RL V (Vorwarnliste)
Hygrocybe ceracea (Gebrechlicher Saftling), RL 3 (gefährdet)
Entoloma prunoloides (Mehl-Rötling), RL 3
Entoloma caesiocinctum (Blaugerandeter Rötling), RL 3
Entoloma serrulatum (Gesägtblättriger Rötling), RL 3
Entoloma griseocyaneum (Flockenschuppiger Zärtling), RL 3
Entoloma chalybaeum (Schwarzblauer Rötling), RL 3
Pseudotricholoma metapodium (Schwärzender Wiesenritterling), RL 1 (vom Aussterben bedroht) – neben dem Rosenroten Saftling die zweite RL-1-Art an diesem Tag
Und jetzt noch ein paar, die ich bisher nicht benennen konnte, vielleicht hat da noch jemand Namen für mich?
1) Hygrocybe spec.
2) Weißes Keulchen (Clavaria fragilis?)
3) Entoloma spec. – recht hellhütiger Rötling, der vor Ort unbestimmt war. Wolfgang P. , kannst du dazu vielleicht noch was sagen? ![]()
Viele Grüße
Emil
Hallo Marcel,
ich habe mal ein bisschen reingelesen. Das erscheint mir recht valide.
Was sagt ihr? Meint ihr, das setzt sich durch? Oder habt ihr Kritikpunkte an der Studie?
Viele Grüße
Emil
Eine weitere Schwierigkeit, die hier besteht, ist, dass Clitocybe dealbata ein Nomen dubium ist und eigentlich seit 2014 Clitocybe quisquiliarum genannt werden muss. Somit ist die Umkombinierung wohl nicht auf den Feld-Trichterling anwendbar. Kann mir jemand erläutern, von welcher Art da die Sequenz verwendet wurde? Ist es das, was unserem europäischen Feld-Trichterling entspricht (also eigentlich C. quisquiliarum nach Peter Specht)?
Hallo Raphael,
ich hatte diese Arbeit bereits mit Interesse gelesen, finde die tabellarische Übersicht der umkombinierten europäischen Arten aber sehr praktisch. Danke dafür!
Mich haben die Umbenennungen früher auch eher genervt, aber seit ich mich ein bisschen mit der zugrunde liegenden Phylogenetik befasst habe, verstehe ich den Sinn dahinter und finde alle neuen Erkenntnisse diesbezüglich spannend. Es ist schon nachvollziehbar, dass nur Arten in übergeordneten Taxa (z.B. Gattungen) zusammengefasst werden sollten, die auch wirklich verwandt sind. Und weil der erste Teil des wissenschaftlichen Namens dem Gattungsnamen entspricht, müssen deshalb natürlich auch immer mal wieder Lebewesen umbenannt werden, wenn die Sequenzierung ergibt, dass sie in eine andere Gattung gehören.
Deshalb verfolge ich interessiert neue wissenschaftliche Erkenntnisse. Und wie langweilig wäre es, wenn die Wissenschaft stillstehen und sich nicht weiterentwickeln würde!
Viele Grüße
Emil
Hallo Bernd,
vergleiche 7 mit dem Juchten-Ellerling.
Viele Grüße, Emil
Hallo,
Saftporlinge sind, wie ihr Name schon sagt, weich saftig. Der hier dürfte recht korkig hart sein.
Das ist die Striegelige Tramete (Trametes hirsuta).
Viele Grüße
Emil
Hallo Claudia,
4) I. resinosum passt
6) da sehe ich leider zu wenig bestimmungsrelevante Merkmale
9) vergleiche mit Antrodia serialis
24) muss mikroskopiert werden, ansonsten Flammulina spec.
28) sieht eigentlich auch nach dem Winter-Helmling aus, aber ob der an Nadelholz gehen kann, weiß ich nicht
Viele Grüße
Emil
Hallo,
ich hätte Nr. 1 jetzt für die Schmetterlings-Tramete gehalten...
Viele Grüße, Emil
Gnalloh,
jetzt war ich ein paar Tage weg, schaue rein und habe die Abstimmung um 15 Minuten verpasst... Naja, am Ergebnis hätte es nichts geändert. Gnückwunsch an die Gewinner! Und ich probiere es in den nächsten Jahren weiter.
Gnüße
Gnalloh,
die Hohl-Trüffel habe ich auch gephählt.
die Inflation ist auch bei diesem Rätsel hier zu spüren. Immer teurer werden die Bestechungsgelder für die richtigen Lösungen, bis man innerlich völlig leer ist.
Innerlich leer → hohl
Inflation und teuer → Trüffeln
Ob das jemand verstanden hat? Das war übrigens ein sehr schönes Türchen. Ich war erst bei etwas Drüslings-/Zitterlingsartigem, dann wurde aber schnell klar, dass es nur der Querschnitt einer Trüffel sein konnte.
Die Mispel (die wurde 22 mal erkannt??!! Hexerei! Dann war ich hier auf jeden Fall am weitesten unter dem Schnitt) war für mich eine Quitte. Da gab es Bilder, die genauso aussahen. Es gab wohl keine Teilpunkte dafür, oder?
Gnüße
Gnalloh,
Danke Danke. Gesehen habe ich mich in diesem Jahr optimistisch zwar auf Platz 4, aber bei der phänomenalen Konkurrenz und nachdem der Schopftintling sich als Parasol und das Eckenscheibchen als Kohlenkruste entpuppte (die kannte ich gar nicht, Aphyllophorales sind auch nicht so ganz meine Stärke), wusste ich schon, dass es bald vorbei sein würde. Für die wenige Zeit, die ich für Recherchen hatte, bin ich dann doch recht zufrieden (jahrelang Internet-Bestimmungsservice zu spielen, übt auf jeden Fall). Spaß hat es gemacht. ![]()
Mit 24 Jahren gehöre ich übrigens vermutlich noch nicht zum ganz alten Eisen, aber ich laufe wohl unerbittlich darauf zu.
Schon im letzten Jahr konnte ich von einem deiner Phäle direkt profitieren, in diesem Jahr haben sie mir einige Lösungsideen nochmal bestätigt. Danke dafür.
Na ich hoffe doch, dessen wird bei der Phahl-Abstimmung gedacht. ![]()
Ich habe übrigens auch den Purpur-Schneckling gephählt, aber den Geflecktblättrigen (Hygrophorus russula):
Und dann erst der Service-Gnolm, dem ich einst die verantwortungsvolle Aufgabe des Getränke-Tragens übertragen habe: Gestern schon habe ich ihn losgeschickt, um etwas (mit reichlich Ingwer und Pfeffer gewürzten) Spezialtee zu gewissen Personen (deren Identität ist an dieser Stelle irrelevant) zu bringen. Dafür hat er ewig gebraucht, kam erst spät wieder angekrochen und stammelte etwas von unglücklichen königlichen Tieren, ein Bild mit mehreren Gattungen und den Auswirkungen von Miniermotten auf Kastanienlaub.
Getränke-Tragen → Hygrophorus heißt übersetzt sowas wie „Feuchtigkeits-/Wasser-Träger“
scharf gewürzter Tee → Hinweis auf Russula (Täublinge, die scharf sein können)
ewig gebraucht und angekrochen → Hinweis auf Schnecke
unglückliche königliche Tiere → damit sind natürlich Purpurschnecken gemeint, die zahlreich für die Färbung königlicher Togen getötet wurden
Bild mit mehreren Gattungen → Hygrophorus und Russula
Auswirkungen von Miniermotten auf Kastanienlaub → gefleckte Blätter
Ich habe übrigens länger überlegt, um welchen der beiden Purpurschnecklinge es sich wohl handelt. Ich habe mich aufgrund dessen, dass ich kein Gilben gesehen habe, für H. russula entschieden. Das Eichenlaub (?), dass auf dem Lösungsbild zu sehen ist, würde eigentlich auch eher für die Art sprechen... Wächst H. erubescens nicht bei Fichte? Vielleicht täuscht aber das Bild auch einfach bezüglich des Habitats.
Gnüße
Gnalloh,
na hier geht es ja Schlag auf Schlag. Sehr spannende Entwicklung und wir sind punktemäßig schon in schwindelerregender Höhe. Gnückwunsch an alle. ![]()
Nachdem ich jetzt zwei mal ärgerlicherweise daneben lag, kam mit der 21 wieder etwas gut Machbares. Den habe ich auch gepfählt (wahrscheinlich zu deutlich, wenn man sich die vielen richtigen Lösungen so anschaut).
na der will uns sicher wieder auf eine falsche Fährte locken. Die warzige, in fruchtigen Farben getönte Haut mutet tierisch an. In Mutter Erde wird man hier zur Stärke finden und die richtige Fährte erschnüffeln.
Falsche Fährte → Weiß, statt gelb
warzige, tierische Haut → wie von einer Kröte (Anspielung auf das enthaltene Krötengift Bufotenin)
fruchtige Farben → zitronengelb (Epitheton citrina)
In Mutter Erde zur Stärke finden, Fährte erschnüffeln → Kartoffelgeruch (Kartoffeln wachsen in der Erde und enthalten Stärke)
Gnüße
