Hallo Carolin,
sehr schön dokumentiert. 
Agrocybe praecox agg. passt hier (es handelt sich bei dem Taxon offenbar um eine Sammelart, aber meines Wissens nach ist da noch nichts Anderes offiziell beschrieben).
Der Geruch des unverletzten Pilzes (besonders an den Lamellen) ist kakaoartig. Wenn du ein Stückchen quetschst, wirst du den ranzig-süßlichen Mehlgeruch wahrnehmen.
Zystiden lassen sich, je nach Pilzart, auf der Lamellenschneide (Cheilozystiden), auf der Lamellenfläche (Pleuroz.), auf dem Hut (Pileoz.) oder dem Stiel (Kauloz.) finden. Generell für die Mikroskopie gilt: Je dünner ein Präparat, desto besser. Um Schnallen zu finden, muss man teilweise viele Hyphensepten anschauen. Dass man keine findet, bedeutet nicht zwangsläufig, dass keine vorhanden sind. Sehr gut zum Finden von Schnallen eignen sich Samtfußrüblinge – an denen kann man gut üben. Als ich Sporen von Agrocybe praecox mikroskopiert habe, hatte ich den Eindruck, dass zumindest einige seitlich eingedrückt waren, ähnlich roten Blutkörperchen; ob das generell so ist oder nur irgendwie deformierte Sporen waren, weiß ich nicht.
Viele Grüße
Emil