Beiträge von EmilS

    Hallo!


    Wenn ich mich richtig erinnere, ist auch die Sporenoberfläche ein Unterschied: Clitocybe (und Nebelkappe) haben glatte Sporen, Lepista haben warzige.
    Ich hab mich nämlich auch mal gewundert, warum die Nebelkappe keine Lepista mehr ist.


    Viele Grüße,
    Emil

    Hallo!


    Ich liege ja auch öfter mal daneben :whistling: , aber ich setze trotzdem 20 Chips auf den Gelbstieligen Muschelseitling und gegen den Austern-Seitling.


    Wer geht mit? ;)


    Viele Grüße,
    Emil

    Hallo!


    ... und ich möchte A. mellea gerne ausschließen, weil die Art mir dem Bild nach nicht sehr gut gefällt.


    1. A. mellea ist nicht so deutlich und dunkel geschuppt, sondern eher glatt, schmierig.
    2. Die Hutfarbe ist bei A. mellea grünlichgelb und nicht rotbraun.
    3. Der Ring ist bei A. mellea deutlich ausgeprägt und wattig weiß bis gelblich (nicht wie hier in leuchtend gelben Velumgürteln).
    4. A. mellea wächst in größeren Büscheln.


    >Das hier< halte ich für typische A. mellea.
    Ich würde den Fund aufgrund der deutlich gelben Velumzonen als A. gallica benamsen.


    Allerdings ist die Gattung Armillaria noch nicht gut erforscht, bzw. es gibt wenig zuverlässige Quellen zur Unterscheidung, deshalb bin ich natürlich nicht sicher, was alles in die Variationsbreite von A. mellea gehören kann.


    Viele Grüße,
    Emil

    Hallo Ingo!


    Was meinst du denn mit "eine der helleren Arten"?
    Ich hätte die jetzt als Dunkler Nadelholz-Hallimasch (A. ostoyae) bezeichnet.


    Viele Grüße,
    Emil


    Hier noch ein Bild von jungen A. ostoyae mit noch nicht so dunklen Schüppchen:

    Hallo Ingo,


    wunderbarer Beitrag! :thumbup:
    Besonders in der Hinsicht hat deine Ascoführung mir weitergeholfen: Dass ich die Ascobeiträge viel aufmerksamer lese und im Wald ab und zu mal an Stöckchen nach Becherchen suche. ;)


    Übrigens hatten wir vorgestern beim Stammtisch wieder unheimlich viele Pilze mit besonderen Gerüchen. Zum Beispiel einen Schneeweißen Ellerling (Hygrocybe virgineus) mit deutlichem Kokosflockengeruch. 8|


    Viele Grüße,
    Emil

    Hallo!


    A. mellea und A. ostoyae würde ich hier ausschließen wollen. Da stimmen Hutfarbe, Schuppung und Ring nicht wirklich.


    Ich würde den Pilz auch für A. gallica halten, wobei A. cepistipes wohl auch Gelbtöne am Ring haben kann und auch sonst sehr ähnlich ist.
    A. gallica, A. cepistipes und A. borealis traue ich mir nicht zu, sicher zu unterscheiden.


    Viele Grüße,
    Emil

    Hallo Dieter!


    Ja, der gehört auch zur gleichen Gattung (Amanita).
    Und zwar ist es einer der (oft schwer unterscheidbaren) Streiflinge (Untergattung Amanitopsis).


    Viele Grüße,
    Emil

    Hallo zusammen,


    dann will ich auch noch ein paar Bilder beisteuern. Vielen Dank noch mal Ingo für ´s Kommen und für die Einführung in die Welt der Ascomyceten. :)


    Weil wir viele kleine Sachen gefunden haben, musste ich viel durch die Lupe fotografieren, weil meine Kamera Entfernungen unter 20 cm nicht gut mitmacht. ;)


    Purpurfaseriger Zwerg-Egerling, Agaricus semotus. Klein und mit angenehmem Anisgeruch.


    Auch nicht unbedingt so häufig: Olivgelber Goldnabeling, Chrysomphalina grossula.


    Grau und auf Wiesen: Graublättriger Ruß-Helmling, Mycena aetites.


    Rotschneidiger Faserling, Psathyrella corrugis. Das ist eine der Arten, die ihr Hauptmerkmal erst unter der Lupe offenbaren.


    Purpurschwarzer Täubling, Russula atropurpurea.


    Klein, rot und mit schuppigem Hut: Mennigroter Saftling, Hygrocybe miniata.


    Schwarzfaseriger Ritterling, Tricholoma portentosum. Sieht ein bisschen nach Seifen-Ritterling aus, wurde aber von Harald mikroskopisch bestimmt.


    Noch was nicht so Häufiges: Steifstieliger Kahlkopf, Psilocybe strictipes.


    Auch dieser Lamellenpilz ist erst unter der Lupe schön: Bucheckern-Flockenschüppling, Flammulaster carpophilus.


    Behangener Mehlschirmling, Cystolepiota seminuda


    Auch was Schönes (leider kein gutes Foto): Dichtblättriger Zwergseitling, Resupinatus applicatus.


    Und noch ein winziger Tintling auf Dung: Zarter Scheibchentintling, Parasola misera.


    Natürlich dürfen auch ein paar Ascos nicht fehlen. Erst die Großen, dann die Kleinen. ;)


    Grüngelbes Gallertkäppchen, Leotia lubrica.


    Halbkugeliger Borstling, Humaria hemisphaerica.


    Zitronengelbes Sonnenbecherchen, Bisporella citrina. Sicher an der Sporenform erkennbar.


    Dieses gestielte Becherchen, dass auf Buchenästchen vorkommt, ist sicher an den sichelförmigen Sporen erkennbar. Sichelsporiges Stielbecherchen, Hymenoscyphus serotinus.


    Und zum Abschluss noch mein Ascohighlight, weil er so auffällig und schön ist: Schwefelgelbes Brennnesselhaarbecherchen, Trichopeziza sulphurea


    Ingo: Ich bin gerade dabei, die Fundliste zusammenzustellen. Soll ich sie dir auch schicken? :)
    Dann müsstest du mir noch deine E-Mail-Adresse schicken, habe die gerade nicht da.


    Viele Grüße,
    Emil

    Hallo und Willkommen im Forum! :)


    Ich tippe wie Wühlmull auf Ringloser Butterpilz (= Rosafüßiger Körnchenröhrling), Suillus collinitus.
    Pablo, wo siehst du da Velumreste?
    Für den Butterpilz (Suillus luteus) ist mir auch der Hut zu faserig.


    Übrigens ist der Beitrag im falschen Unterforum gelandet. "Schleimpilze" sind keine schleimigen Pilze, sondern amöbenartige Wesen, die systematisch irgendwo zwischen den Pilzen und den Tieren stehen.


    Viele Grüße,
    Emil

    Hallo Jörg!


    Das sollen die Gleichen wie im Anfangsbeitrag sein? ;(
    Zum Glück hat niemand gegen mich gewettet. :shy:


    Danke für die Lösung und viele Grüße,
    Emil

    Hallo Jörn und willkommen im Forum! :)


    Ein sehr gutes Buch für Einsteiger ist >dieses hier<.


    Da hast du nämlich zur Bestimmung Schlüssel, wo du immer auswählen kannst, welcher Abzweig besser zu deinem Pilz passt und am Ende bei einer Art rauskommst.


    Außerdem gibt es einen Teil, der über Lebensweise, Verwertung und Aufbau der Pilze berichtet.


    Viele Grüße,
    Emil

    Hallo Heidi!


    Das mit den weißgräulichen Clavulina-Arten ist immer so eine Sache...


    Deine Bilder sind das beste Beispiel: Von "Grauen" Korallen (Cl. cinerea) bis zu "Kammförmigen" Korallen (Cl. cristata) findet man sämtliche Übergangsformen. Das liegt daran, dass die Kammförmige Koralle auch durchaus cremegräulich sein kann, besonders im Alter und dass sie zu allem Überfluss oft von einem Parasiten befallen ist, der ihr eine noch grauere Farbe gibt.
    Weil sich beide Arten (auch mikroskopisch) kaum unterscheiden, ist es umstritten, ob es wirklich zwei verschiedene Arten sind oder nur eine, die sehr vielgestaltig ist.


    Je öfter ich solche Zwischenformen finde, desto mehr denke ich, dass die Theorie, dass beides eine Art ist, stimmt.


    Wenn du die beiden Arten dennoch trennen willst, kannst du die Exemplare mit den gekräuselten Ästen Cl. cristata nennen (Bild 12?, 15, 19 und die im letzten Beitrag) und die mit den runzeligen, dicken Ästen Cl. cinerea (Bild 12?, 13, 14). Aber, wie gesagt, ich glaube nicht an die Trennung.


    Viele Grüße,
    Emil

    Hallo!


    Der Wiesen-Stäubling (Vascellum/Lycoperdon pratensis) ist das mit Sicherheit nicht. Die Art ist rundlich abgeflacht, im Schnitt ist das Hut- deutlich vom Stielfleisch abgesetzt und sie wächst auf Wiesen.


    Ich denke auch, es ist der Birnen-Stäubling, wegen der fehlenden spitzen Stacheln (allerdings kenne ich L. molle nicht wirklich).


    Die Hut- und Stielform ist bei deinem Fund nicht typisch ausgeprägt, mache das also nicht als Merkmal fest. ;)


    Viele Grüße,
    Emil

    Hallo Juliane!


    Deine vorgeschlagene Art wächst nicht im Wald und sieht anders aus.
    Wenn dein Fund kein Sklerotium (kleine dunkle "Knolle" an der Stielbasis) hatte, ist es die Binsenkeule (Macrotypula filiformis). Wenn doch ein Sklerotium vorhanden war, dann ist es Typhula phacorrhiza (denke ich nicht, denn das ist die weitaus seltenere der beiden Arten).


    Viele Grüße,
    Emil

    Hallo Jörg!


    Zitat von Parasol58

    Dass das in die "Hose" gehen kann weißt du sicher. [...] Da hilft nur noch die Flammenprobe.


    Es könnte in die Hose gehen, wenn ich falsch läge / liegen würde / gelegen hätte. (Aber nur solange jemand gegen mich wettet :whistling: ).
    :evil:


    Ja, mach mal die Feuerprobe. :thumbup:


    Viele Grüße,
    Emil

    Hallo Heide,


    schöner Fund und gut beschrieben! :)


    Der Standort außerhalb des Waldes macht die großen Kremplinge schon mal sehr wahrscheinlich. Der Kahle (involutus) kommt nach meinen Beobachtungen im Wald, die Großen (validus & obscurisporus) dagegen außerhalb (an grasbewachsenen Stellen) vor (und sie sind gar nicht mal so selten).


    Weiter sieht man bei deinem Fund gut das schokoladenbraune Sporenpulver mit Gelbton (nicht weinbraun mit Rotton). Zusammen mit der Lamellenfarbe und dem relativ langen Stiel kommt man eindeutig zu Paxillus validus. :thumbup:


    Das mit der Abziehbarkeit der Huthaut werde ich im Portrait so ändern, dass dieses Merkmal nicht zu Verwirrungen führt.


    Stefan, Steffen, Nobi: Wenn ihr Bilder der Sporenpulverfarben im Vergleich habt, wäre ich natürlich daran interessiert, dass sie ans Portrait angehängt werden. ;)


    Viele Grüße,
    Emil

    Hallo!


    Jetzt mit dem neuen Bild und Pablos und Ulis Anmerkungen tendiere ich auch zu Fomitopsis pinicola. Sorry für die vorschnelle, zu "sichere" Aussage.


    Aber dass es keine Zunderschwämme sind, da bin ich mir schon sehr sicher.
    Ich wette 30 Chips dagegen. Geht jemand mit? ;)


    Viele Grüße,
    Emil


    jan-arne: Bleib ruhig bei cervinus, hast wahrscheinlich sowieso Recht. Wir hatten gerade heute bei Exkursion einen nach was Besondrem aussehenden Dachpilz, klein und ohne Rettichgeruch, beim Mikroskopieren hat er sich aber auch wieder als cervinus rausgestellt. :nana::D

    Hallo Jörg!


    Bei den Zunderschwämmen bin ich bei Jan-Arne: Das sind Flache Lackporlinge (Ganoderma applanatum s. l.).
    Den Agaricus arvensis nehme ich dir auch nicht so wirklich ab, außer du hast mikroskopiert. ;)
    Wird eher Agaricus silvicola (/essettei) sein.


    Den Saumpilz würde ich auch gern mal Finden. Schöner Fund! :thumbup:


    jan-arne:

    Zitat von Jan-Men

    Rehbrauner Dachpilz passt.


    Wie hast du das denn jetzt erkannt, so aus der Ferne und mit dem Gedanken, dass es mehrere sehr ähnliche Dachpilzarten gibt? :evil:


    Viele Grüße,
    Emil

    Hallo Juliane,


    das sind sie! :thumbup:


    Jetzt weißt du wie sie aussehen und wirst sie nicht mehr mit Stockschwämmchen verwechseln können.


    Viele Grüße,
    Emil