Hi,
wie siehts aus? Kann ich heute Abend den Joker posten?
Die Zaunpfähle müsst ihr aber mal bitte mir und einigen anderen Miträtslern aber mal erklären. ![]()
l.g.
Stefan
Hi,
wie siehts aus? Kann ich heute Abend den Joker posten?
Die Zaunpfähle müsst ihr aber mal bitte mir und einigen anderen Miträtslern aber mal erklären. ![]()
l.g.
Stefan
3. Dass die ersten und die letzten Basen von der Sequenz nicht verwendet werden, hat nix mit dem Signal-Rauschverhältnis an sich zu tun. Das liegt in der Methode der "Chromatograpie" (ich bin mir nicht sicher, ob das nicht doch eine Kapillarelektrophorese ist) mit ihren Nachteilen begründet, nämlich dass die kleinen DNA-Fragmente in der Säule nicht entsprechend zurückgehalten werden und die großen Fragmente zu lange, als dass eine gescheite Auftrennung erfolgen kann.
Aha... das erklärt etwas was ich bislang nirgendss nachlesen konnte zum Teil.
Stefan, hast Du da Lesestoff dazu? Kann ruhig sehr kompliziert sein.
Hi,
zu den anderen Fragestellungen mache ich mich gerne auch nochmal schlau. Zu der obigen, kann ich dir DAS Grundlagenwerk schlechthin empfehlen. Eigentlich brauchst du "nur" den Chromatographieteil daraus.
l.g.
Stefan
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Hallo Stefan
Da war ich wohl etwas voreilig mit A. saccharifereus. Ich sehe gerade das Ascobolus albidus auch so aussehen kann :shy:
Zitat
Wie sehen denn die Sporenmaße von dem aus?
Ehrlich gesagt, habe ich die Sporen noch nicht gemessen, aber das mache ich morgen. Dann sind auch noch mehr Frk. reif.
VG : Thorben
Hi,
genau so siehts aus. Die Sporen von A. sacchariferus sind unter 20 µm; während die von A. albidus deutlich größer als 20 µm sind.
l.g.
Stefan
Hi,
das sollte passen. Die typischen "sechseckigen" Sporen sind ja gut zu sehen.
l.g.
Stefan
Hi,
ohne jetzt zu pingelig erscheinen zu wollen. :shy: Wie sehen denn die Sporenmaße von dem aus?
l.g.
Stefan
Hi,
also bei dem würden mich schon die Mikromerkmale interessieren. Wichtig ist hier auch zu wissen, ob du feststellen konntest, dass der an vergrabenem Holz wächst.
Ansonsten bin ich auch ratlos. H. pustulatus ist natürlich eine Option, aber mich stört da die ungewöhnliche Huthautstruktur. Der trockene Hut an sich stört mich eher nicht; ich hab die auch schon sehr oft mit trockenem Hut in feuchten Bachtälern z.B. gefunden...
l.g.
Stefan
Hi Dieter,
erstmal großes Kompliment zu dem tollen Beitrag und deinem sehr guten Vermögen komplizierte Dinge mit einfachen Worten zu erklären. Eine Fähigkeit, die mir hin und wieder fehlt. ![]()
2-3 kleine Sachen muss ich aber korrigieren/ergänzen. Meine Einwürfe mögen pingelig und kleinlich erscheinen, sind aber trotzdem wichtig das mal richtigzustellen, damit hier kein falsches Bild von der Methodik entsteht, ws mir als studierter Biochemiker ein wichtiges Bedürfnis ist. Das ganze soll bitte nicht als Wichtigtuerei oder so was misverstanden werden.
1. Diese 97%-Grenze von Ditte: Das ist kein festgelegter "Grenz"Wert! Laut deinem Beitrag kann das so aufgefasst werden. Ditte hat bisher die Erfahrung gemacht, dass Inocyben mit einer 97%igen Übereinstimmung und darunter eigene Arten darstellten. Das ist ihr bisheriger Erfahrungswert und es kann durchaus sein, dass Ditte mal über eine Ausnahme stolpert. Zudem ist dieser Wert gattungsspezifisch. Laut Aussage von Karl W ist es bei Rötlingen anders. Ich schreibe hier das ausdrücklich nochmal, damit hier keine Misverständnisse entstehen.
2. Konsensussequenzen: Das sind die vereinheitlichten Sequenzen der Sequenzierung des sequenzierten Fundes. Es hat sich inzwischen etabliert, dass die Sequenzen von beiden Strängen der DNA separat untersucht und ausgegeben werden. Beide Einzelstrangsequenzen werden dann zu der sog. Konsensussequenz zusammengefasst. Das hat den Vorteil, dass bei Fehlern, welche unvermeidlich bei der Sequenzierungsreaktion passieren, du immer noch den Gegenstrang als zusätzliche Sicherheit hast.
3. Dass die ersten und die letzten Basen von der Sequenz nicht verwendet werden, hat nix mit dem Signal-Rauschverhältnis an sich zu tun. Das liegt in der Methode der "Chromatograpie" (ich bin mir nicht sicher, ob das nicht doch eine Kapillarelektrophorese ist) mit ihren Nachteilen begründet, nämlich dass die kleinen DNA-Fragmente in der Säule nicht entsprechend zurückgehalten werden und die großen Fragmente zu lange, als dass eine gescheite Auftrennung erfolgen kann.
4. Ach und eine kleine Sache noch: Die Reinkultivierung ist nur "nur" bei Mischkulturen auf Agarplatten wichtig. Ascomyceten, welche größere Fruchtkörper ausbilden, können direkt zur Sequenzierung.
l.g.
Stefan
Hi,
also wenns euch beruhigt; ich verstehe den Phal von Hans und Safran nicht. Zum Glück muss ich das als Rätselsteller auch nicht. ![]()
l.g.
Stefan
@Beli: Wegen dem Inoyben-Exsiccat: Das geht pauschal nicht zu sagen. Tendenziell aber sollte das kein Problem sein, wenn die damilige Kollektion in gutem Zustand war, die Fruchtkörper gut getrocknet wurden und das Exsiccat entsprechend gelagert wurde.
l.g.
Stefan
Hi,
das sieht mir, wenn überhaupt nach einem Rostpilz aus. Ich habe gerade mal im Klenke/Scholler nachgeschlagen. Es sind keine Rostpilze an Botrychium bekannt.
Mycosphaerella sp. kannst du getrost ausschließen. Dazu müsstest du an den Blättern Pseudothecien oder Pycnidien finden.
Was möglich sein kann, dass diese Gebilde von einem Insekt stammen könnten; irgendwelche Gallen oder so was. Damit muss man immer rechnen.
l.g.
Stefan
Hi,
schöner Fund. Den hätte Nobi oder ich dir aber auch bestimmen können. ![]()
l.g.
Stefan
Hallo Thorben,
das will sicherlich ein Ascobolus werden.
LG Charlotte
Hi,
ich sehe schon, ich bin mit meiner Idee nicht alleine. ![]()
l.g.
Stefan
Hi,
ich hab da so ne Ahnung, dass die Sporen bald violett und längsgestreift ornamentiert werden können. ![]()
l.g.
Stefan
Hi,
ohne Mikrodaten keine Chance.
l.g.
Stefan
Deine Kompetenz auf dem Gebiet würde ich nie wagen anzuzweifeln.
Und gerade weil es ein so unklarer Fall ist finde ich das absolut Diskussionswürdig.
Hi,
das weiß ich doch.
Diskutieren können wir darüber gern. Allerdings ist der Ausgang von dem Problem ungewiss. Das ist das Problem. Die Gesetze/Verordnungen sind in vielen Dingen zu unkonkret. Vieles läuft da auf Einzelfallentscheidungen und gelaufene Gerichtsprozesse/Urteile hinaus.
l.g.
Stefan
Hi,
es gibt auch Gattungspunkte 5 und 3; daher.
Belis Vorschlag wurde nicht umgesetzt, weil sich die Mehrzahl der Teilnehmer dagegen ausgesprochen haben.
l.g.
Stefan
Alles anzeigenKann gut sein. Ich habe die Inet-Seite der Firma mir nicht angesehen. Das beste ist, was man da machen kann: die Zuständigkeiten der Behörden einhalten und sich an die zuständige untere Lebensmittelüberwachungsbehörde wenden! Diese muss die ersten Schritte einleiten und kann dann ggf. weitere Stellen, z.B. Fachbehörden, zuständiges Landesministerium usw. hinzuziehen.
l.g.
Stefan
Und um solche tiefgreifenden Schritte einzuleiten kann man ja erst mal klären wie da insgesamt die Rechtslage aussieht.
Gerade die Lebensmittelüberwachung ist gebeutelt von Personalmangel und extremem Arbeitsüberschuss.
Soll heißen:
Stellen wir hier einen eindeutigen Verstoß fest können wir das an die Behörden geben bzw. dort nachfragen.
Sollte sich herausstellen das das alles so rechtens ist brauchen wir die Behörden damit nicht weiter belasten.
Hi,
ein Rechtsverstoß kann nur eine zuständige Behörde festellen; keine Privatpersonen! Wir können nur als Privatpersonen eine Behörde auf einen möglichen Rechtsverstoß hinweisen. Ich habe, wie du ja weißt, bisher fast ausschließlich im öffentlichen Dienst gearbeitet. Ich kenne mich mit dem Verwaltungsrecht, Lebensmittelrecht, OWiG usw. aus. Denke bitte auch daran, was ich oben schon schrieb. Das wird auf eine Einzelfallentscheidung hinauslaufen. Eine eindeutig klare Rechtslage zu dem Thema sehe ich nicht.
l.g.
Stefan
Da bin ich aber stolz auf mich, dass ich den seltenen Burschen herausbekommen habe. Leider hatte ich in noch nicht das Vernügen ihn live vor der Nase zu haben, den gibts doch in MV nicht Stefan. Der ist auch nicht im Arteninventar MV von Kreisel aufgeführt.
Der Neue ist auch schnuckelig.
Dann noch ein größeres Kompliment, dass du den so schnell erkannt hast. ![]()
Alles anzeigen
Hallo zusammen,
Stefan
ich bin schon der Meinung das man das hier mal durchdiskutieren sollte, zumal der betreffende Händler in Deutschland ansässig ist und eben seine Produkte und Rohstoffe auch in Deutschland anbietet. Und wenn nicht an die Industrie so doch immerhin an Privatpersonen.
Insgesamt kommt mir diese Firma reichlich seltsam vor, kämpft man sich mal durch das angebotene Sortiment gibt es einige Punkte die auffallen:
1.
Nirgendwo wird auf die Herkunft der Pilze eingegangen.... Im Sortiment befinden sich auch in Deutschland geschützte Arten wie Boletus Pinophilus, und diverse Leccinum-Arten.
2.
Es werden auch Heilpilze angeboten, die zwar nicht als solche angepriesen sind, aber es steht überall dabei das die Wirkung durch moderne Forschung erwiesen sei.
3.
Im Sortiment findet sich auch die Bischofsmütze, Gyromitra infula, ebenfalls ein von der DGfM als giftig eingestufter Pilz.
Kann gut sein. Ich habe die Inet-Seite der Firma mir nicht angesehen. Das beste ist, was man da machen kann: die Zuständigkeiten der Behörden einhalten und sich an die zuständige untere Lebensmittelüberwachungsbehörde wenden! Diese muss die ersten Schritte einleiten und kann dann ggf. weitere Stellen, z.B. Fachbehörden, zuständiges Landesministerium usw. hinzuziehen.
l.g.
Stefan
Climbingfreak:
Oh, dann habe ich das wohl aufgrund eines Artikels aus 2004 fehlinterpretiert. Schau mal hier:
https://www.welt.de/wissenscha…ergiftungen-entdeckt.html
Da gibt es die Aussage, daß die Forscher selbst das spezifizierte Giftmolekül aus Russula subnigricans für den Verursacher des Equestre-Syndroms durch Grünlinge hielten.
Hi,
sagen wir mal so. Meines Wissens wurde der "Giftstoff" zuerst in R. subnigricans nachgewiesen und dann erst im Grünling. Ist aber im Endeffekt "Wurscht".
In der Problematik gibts weiterhin einige ungeklärte Fragestellungen. Klar wurden Tierversuche unternommen, aber wenn den Versuchstieren fast ausschließlich Grünlinge zu fressen gegeben werden, MÜSSEN die ja irgendwelche klinischen Symptome zeigen.
l.g.
Stefan
Hi,
danke, dass ihr mir das letzte Rätsel nicht übel genommen habt. Es freut mich, dass ihr trotz allem Spaß daran hattet.
l.g.
Stefan
Hallo Leute,
ich bin schon der Meinung, dass ihr der Thematik hier wesentlich mehr Aufmerksamkeit schenkt, als die Sache Wert ist.
Gehen wir mal ganz pragmatisch ran. Es wird empfohlen die Grünlinge für Konserven zu verwenden. Geht mal in einen Supermarkt/Discounter und seht euch die Pilzkonserven durch. Ihr werdet keine Konserven mit Grünlingen finden. Damit sollte schon alles gesagt sein!
Außerdem sind die Konzerne/Firmen, welche Pilzkonserven herstellen, für die Thematik schon längst sensibilisiert. Die haben viel zu viel Angst vor einem Imageverlust, bzw. Klage. Die werden einen Teufel tun und potentielle Giftpilze verwenden.
Zum rechlichen Status: Es gibt kein Gesetz, was Lebensmittelproduzenten verbietet, bestimmte Pilzarten für Ihre Erzeugnisse zu verwenden. Klingt erstmal erschreckend, ist aber so. Wenn man sich aber in das Lebensmittelrecht etwas eingearbeitet hat, gibt es gewisse Gesetze und EU-Verordnungen, die da einiges klarstellen.
Nehmen wir die allseits beliebte Lebensmittelbasisverordnung VO EG 178/2002; da heißt es im Artikel 14:
[font="Verdana"]"Artikel 14
[/font]
[font="Verdana"]Anforderungen an die Lebensmittelsicherheit
[/font]
[font="Verdana"](1) Lebensmittel, die nicht sicher sind, dürfen nicht in Verkehr ge-
[/font]
[font="Verdana"]bracht werden.
[/font]
[font="Verdana"](2) Lebensmittel gelten als nicht sicher, wenn davon auszugehen ist,
[/font]
[font="Verdana"]dass sie
[/font]
[font="Verdana"]a) gesundheitsschädlich sind,
[/font]
[font="Arial"][font="Verdana"]b) für den Verzehr durch den Menschen ungeeignet sind.[font="Arial"]...[/font][/font]"
[/font]
Zudem gibt es die Leitsätze der Deutschen Lebensmittelbuchkommission für unterschiedliche Produktgruppen. Diese Leitsätze haben keinen Gesetzescharakter, geben aber gewisse Standards vor, die sog. Verbrauchererwartung. In den Leitsätzen für Pilze- und Pilzerzeugnisse ist eine Artenliste enthalten, welche Pilze auf Märkten frisch gehandelt, bzw. in Pilzerzeugnissen üblicherweise in der Industrie verwendet werden. Dort ist der Grünling nicht enthalten. Im Regelfall halten sich die Firmen daran.
Dass Grünlinge in die EU importiert werden, mag daran liegen, dass sie in einigen EU-Ländern immer noch Marktpilze sind. Für Deutschland sehe ich da aber kaum Probleme, weil die Importeure da schon sehr aufpassen und außerdem; wofür gibts die Zutatenliste. ![]()
@beate: Du verwechselst da was. Die Giftstoffe inkl. Vergiftungsfälle wurden in einem Täubling (Russula subnigricans) zuerst in Asien beschrieben; nicht in Grünlingen.
Wer sich am besten hier im Forum mit der Thematik auskennt, ist Wolfgang P. Er sitzt da sozusagen an der Quelle. ![]()
l.g.
Stefan
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Nobi hat das perfekt aufgedröselt.![]()
Natürlich C. radiata, Sporen 14,2-15,1 x 7,3-8,2 µm.
Freut mich, das ich richtig lag, Ralf.
Dein tolles Foto war allerdings auch eine Steilvorlage!
Hier war das zeigen nur gedacht, um Tuppie Mut zu machen.
Klar!
Ich hab's dennoch "aufgedröselt", um wiederum Stefan Mut zu machen.
Um ihm zu sagen, so schwer ist das nicht!
Auch Dungtintlinge sind nur Menschen!
Ich hau mich weg! ![]()
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L. ciliatus passt schon. Vergleich mal z.B. mit dem Thread.
L. ciliatus passt vielleicht!
![]()
Vergleiche mit den von Chris genannten Sporenmaßen.
Außerdem fehlen einige Angaben, um die Art sicher abhaken zu können!
LG Nobi
Hi,
sorry, du hast natürlich recht. :shy: Ich hatte "nur" L. ciliatus, L. cuniculi und L. macrotrichus vor Augen.
:shy:
l.g.
Stefan
Die nächsten Rätsel?
Das erste ist schon oben gepostet. Die Pilze meist auch in den Standardeinsteigerwerken.
![]()
l.g.
Stefan
Hi,
sorry für die Fehler in der Punktetabelle, ich habe sie gerade korrigiert.
l.g.
Stefan
