Beiträge von Climbingfreak

    Hi Claudia,


    schöner Bericht. :) :daumen:Ja ich glaube, dass dir der Kurs eine Menge gebracht hat. Die Mikrobilder sind zumindest toll. :love: Übrigens ist das genau richtig, dass ihr selbst präparieren musstet, denn nur so lernt mans. Die mikroskopische Pilzbestimmung steigt und fällt mit der Präpariertechnik. ^^


    l.g.

    Stefan

    Hallo Thorben,


    hmm du könntest Glück mit der Bestimmung haben; die Art ist relativ kurz geschnäbelt. Kann gut sein, dass du was rausbekommst. Ansonsten wirds schwer. Die Gattung ist fast so schlimm wie Cladosporium in der Bestimmung. Die Konidien sind auch extrem vielgestaltig, je nach Alter.


    Ich hab mich bisher vor einer Artenbestimmung bei Alternaria glücklicherweise immer vorbeimogeln können; bis auf wenige leicht zu bestimmende Ausnahmen wie Alternaria linicola z.B..


    l.g.

    Stefan

    Hallo ihr lieben,


    herzlichen Dank für eure Rückmeldungen. :)


    @KarlW hab umgetauft :)

    Wutzi mir war bisher nicht bewusst, dass die Taphrinas sogar Wirtspflanzen absterben lassen können. :/Karl hat ja schon geschrieben, dass ich T. deformans (Pfirsichkräuselkrankheit) nicht vorgestellt habe. Ich hab nur drei Beispiele genannt, weil es eigentlich die bekanntesten Schadbilder/Krankheiten sind.

    Bergwald danke für den Hinweis. Ich denke, dass Lothar einen sehr spannenden Kurs anbietet.

    eberhardS Danke für das freundliche Angebot. Ich komme gerne darauf zurück, wenn ich denn wirklich mal nicht weiterkomme. :D


    l.g.

    Stefan

    Hallo ihr lieben,


    endlich komme ich dazu mein Versprechen gegenüber Tricholomopsis und eberhardS einzulösen. Nachdem es hier fast 2 Monate fast gar nicht geregnet hatte, begann ich mich aufgrund erster einsetzender Langeweile dafür zu interessieren, was hier auf den brachliegenden Äckern und so wächst. Nebenbei hab ich auch mit meiner neuen Kamera mich ein bisschen mehr angefreundet. ^^


    Bei den Pflanzen habe ich mich hauptsächlich auf Asteraceae und Brassicaceae gestürzt. Ich wollte erstmal klein anfangen. Hier mal ein paar Beispiele. :)


    Erigeron annuus - Einjähriges Berufkraut




    Sisymbrium loeselii - Wolga-Rauke




    Auch Süßgräser dürfen nicht fehlen. Bromus hordeaceus - Weiche Trespe



    Brombeer-Blüte :)



    Ihr fragt euch jetzt, wozu das alles? Ganz einfach; zur Bestimmung für phytopathogene Pilze, denn das ist immer der erste und wichtigste Schritt bei den Phytobestimmung. Davon gabs reichlich in den letzten Tagen.


    Hier mal eine kleine Auswahl:


    Sawadea bicornis an Acer negundo, dem Eschenblättrigen Ahorn




    Golovinomyces artemisiae an Artemisia vulgaris, dem Gewöhnlichen Beifuß




    Erysiphe macleayae an Chelidonium majus, dem Schöllkraut. Ein Mehltau, der sich gerade in Ausbreitung befindet. Ist noch nicht so häufig. Bin froh, dass ich den gefunden habe. Für mich ein Perser.




    Kommen wir zum Höhepunkt der Tour. Ich hab mich riesig gefreut, :sun::sun::sun: denn die Vertreter aus der Gattung haben sich bei mir rar gemacht. Die Gattung Taphrina stellt im Pilzreich eine Sonderrolle ein. Sie verformt die Blätter (Stichwort Pfirsichkräuselkrankheit), deformiert Früchte (Dabei verformen sich Pflaumen länglich, tütenförmig und bilden keinen Kern aus; sie werden hohl; deswegen werden befallene Früchte auch Narrentasche genannt.), bzw. lösen sie unkontrollierte Wucherungen aus (Stichwort Hexenbesen) Die Taphrina-Arten bilden auch keine Fruchtkörper aus. Die typisch keulenförmigen Asci werden direkt auf der Oberfläche der Blätter und Früchte gebildet. Sie besitzen keinen Apikalaparat; die Sporenfreisetzung erfolgt über das Platzen der Asci.


    Taphrina farlowii auf Prunus serotina, der Spätblühenden Traubenkirsche.




    Taphrina pruni auf Hauspflaumen; inkl. Schnittbild der Früchte und Mikrobild.





    Hoffe der kleine Exkurs hat euch gefallen. :)


    l.g.

    Stefan


    P.S. Herzlichen Dank an die Botanik-Gruppe bei FB. Sie haben mir sehr durch die Absicherung meiner Bestimmungen sehr unterstützt.

    Hallo,


    kein Problem. :) Ich für meinen Teil bin auch erst "Laie" in dem Gebiet; mein Problem stellt bei Wildpflanzen meist die korrekte Pflanzenbestimmung dar. Jule ist hier neben ein paar wenigen Pilzlern deutschlandweit absoluter Profi. ;) Da brauche ich definitiv öfters mal Hilfe. Meine Phytoarten-Funde sind demzufolge noch recht übersichtlich, aber immerhin ist das was wunderbares Pilzhobby bei absoluter Trockenheit. Die Phytos kommen da meist recht gut, weil die Pflanzen geschwächt sind.


    Ich hab in letzter Zeit einiges an echten Mehltauen und Rosten gefunden.


    Das Tolle am Klenke/Scholler ist, dass du quasi sofort loslegen kannst. Die Schlüssel und Pilzbeschreibungen sind top; du kannst quasi ohne viel Zusatzwissen direkt loslegen.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    danke für deine Ergänzung Pablo; im Nachhinein wenig verwunderlich. Hasel, Birke und Hainbuche sind Betulaceaen, recht nahe verwandt und demzufolge halte ich auch eine Mykorrhiza mit L. pseudoscabrum für möglich; während Populus zu den Salicaceaen gehört.


    Gut, das beweist zumindest mir, dass ich Corylus als Mykorrhiza-Partner auch meist übersehe; es sei denn bei absolut augenscheinlichen Arten. :)


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    rein makroskopisch bin ich auch erstmal bei I. erubescens; mikroskopisch ist das ja auch recht einfach zu klären. Das ist meines Wissens immer noch der einzige der rötet aus der Inosperma-rímosae-Gruppe.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    wichtig ist auch zu schauen, ob der Fruchtkörper eine überhängende Huthaut hat. Wenn ja, dann wäre es ein Pappelraufuß, denn der gehört zu den "Rotkappen" und die haben diese überhängende Huthaut. Ich kann leider das nicht auf deinen Fotos genau erkennen; die sind leider etwas verwackelt.


    Ansonsten kann ich Oehrling nur zustimmen. Entweder Pappelraufuß oder Hainbuchenraufuß. ;)


    l.g.

    Stefan

    Hallo Erich,


    ich melde mich hier auch mal zu Wort. Jule hat ja alles schon vortrefflich erklärt. Nur von meiner Seite was allgemeines dazu. Bei vielen Rostarten reicht es schon aus, dass du die Pflanze identifizieren kannst und das Stadium des Rostpilzes an der Pflanze. Ich schlage dann im Klenke/Scholler, dem Bestimmungsbuch für phytopathogene Pilze (Roste, echte und falsche Mehltaue, Brandpilze, "Wucherlinge" und Chitridiomyceten) nach, mikroskopiere noch ggf. und bestimme den Pilz meist.


    Dann gibts noch Rostpilze an bestimmten Pflanzen, wo der Wirtswechsel wirklich wichtig wird (die sind dann in dem Buch genannt). Das ist als Hobbymykologe nicht mehjr zu leisten, denn dafür müsstest du direkt den potentiellen Wirtswechselpartner mit der entsprechenden Rostpilzart gezielt infizieren und dann schauen, ob dieser darauf wächst. Die einzige Chance die du hast, ist aszuschließen, dass bestimmte Wirtswechselpartner in einem Umkreis von X km um deinen Fundort wachsen oder nicht. So wie ich Jule verstanden habe, ist das auch Gegenstand der aktuellen Forschung. Da wird ohne genetische Analyse nix gehen...


    l.g.

    Stefan


    Jule möge mich bitte korrigieren, wenn ich falsch liege,

    Oh, ich will auch ne Scutellinia. ;(


    Artbetimmung ist ohne Mikro nicht möglich; auch mit Mikro durchaus sehr tricky. Ich mag die Gattung, die ist toll. :)


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    sehe ich auch so. Unreife Stemonitis sp.; muss allerdings vorsichtig sein. Ich hab von Schleimis keine Ahnung; mein Freund Toffel ist hier in Dresden der Spezialist für so was. :)


    Der Fachbegriff, den du meinst, heißt aber in jedem Falle Plasmodienstadium. So viel Begeisterung und Fachwissen hat in in jedem Fall von Toffel abgefärbt und außerdem lese ich ja durchaus auch die Schleimi-Anfragen mit. Auf jeden Fall ist die Art noch nicht bestimmbar. Du solltest die mal ausreifen lassen, bzw. kultivieren und dann bei BEdarf an jemanden schicken, der davon Ahnung hat, oder selbst mirkoskopieren. Das geht auch. ;)


    l.g.

    Stefan


    P.S. Es wäre gut, wenn du zukünftig Schleimi-Anfragen in dem dazugehören Unterforum einstellst. Darf ich deine Anfragen dahin verschieben? Ordnung muss sein. ;)

    Hi,


    dein Fund ist schwer einzuordnen. Spontan könnte ich ihn nicht in eine Gattung verorten. Risspilze sind möglich; Telamonien leider auch und selbst eine Hebeloma mag ich mit dem Äußeren nicht ausschließen.


    Aufgrund deiner Geruchsbeschreibung halte ich eine Telamonie am wahrscheinlichsten. Mehr wird ohne Mikro nicht gehen. Slbst mit Mikro könnte es extrem schwer bis unmöglich werden, diesen Pilz zu bestimmen.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    mhh das Ding sieht komisch aus. So von der Beschreibung her, denn live habe ich die Art noch nie gesehen, muss ich spontan an Suilellus mendax denken. Vielleicht ist das auch ein etwas komisch gewachsener Flocki. Jod-Lösung hast du wohl nicht da?


    l.g.

    Stefan

    Hi Christoph,


    ok, versuch das aber bitte mal Arachnophobikern beizubringen. ;) *kleiner Scherz* Dann noch was zum Zünsler. Das ist derzeit nicht die einzige Spezies, die den Buxbäumen zusetzt. Cylindrocladium buxicola hat ebenfalls ein sehr hohes "Schad"potential. Dieser Pilz setzt den Buxbäumen auch zu.


    Den Begriff "Unkraut" kann ich auch nicht leiden. Im Gegenteil, ich versuche mich gerade in der Artbestimmung diverser "Unkräuter" und das nicht nur wegen meinem Phytopilz-Interesse, sondern auch der Tatsache wegen, da es derzeit nur wenig gescheite Pilze zum Bestimmen gibt. Außer ein paar Mehltauen und Rosten totale Fehlanzeige. Ein paar tolle Fund der letzten Zeit stell ich die Tage noch vor. Taphrinas lassen grüßen. :love::love::love:


    l.g.

    Stefan

    Hi,



    hatte der denn kohlartig unangenehm gerochen? Das ist immerhin ein wichtiges makroskopisches Merkmal deiner Idee.


    Ansonsten wäre es gut, wenn du mal ein bisschen Velum vom Hut kratzen würdest und auch noch ein Lamellensplitter und mal dir beides unterm Mikro ansiehst (Sporengröße, -form und Zystiden sind wichtig).


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    der andere Tintling ist auch eine Coprinopsis. Mehr würde ich ohne Mikrountersuchnung nicht sagen wollen. Ich traue mich gerade auch nicht den in eine Subsektion zu stecken; eine gewisse Tendenz in Richtung Section Picacei ist da, aber sicher bin ich mir nicht.


    Der kleine Pilz kann vieles sein, zumal ich nicht mal sicher wäre, ob das überhaupt ein Hellsporer ist. Wenn der Fruchtkörper plötzlich nicht weiter wächst, ist die wahrscheinlichkeit sehr groß, dass dieser auch steril ist...


    l.g.

    Stefan