Beiträge von Climbingfreak

    Hi,


    so kommen wir zum 2. Teil. :) Zunächst möchte ich bei Irmgard (Pilzauge) für die freundliche Bewirtung herzlich bedanken und die schöne Zeit, die wir miteinander hatten und natürlich auch bei Malone-Peter. So wurden die Abende nicht lang und waren ein super Ausgleich für die anstrengenden Kurstage.


    Nun gehts weiter mit weiteren Mikroimpressionen; in loser Reihenfolge.


    Aspergillis claucus - anamorph und Teleomorphe Eurotium herbariorum



    der im Innenraum allseits gefürchtete Aspergillus niger auf Platte



    und unterm Mikro



    Aspergillus clavatus



    Wo Aspergillen sind, sind auch die Penicillien nicht weit; hier mal einer von unendlich vielen im Kurs.



    Chromelosporium fulvum die Anamorphe von Peziza ostracoderma



    Cladosporium herbarum; kann ich so übernehmen, das Bild stammt von einem zertifiziertem Stamm. ;)



    Die Alternaria im Kurs ist leider nicht so recht gewachsen; macht aber nix. Wozu hat Climbingfreak ein Archiv? ==Gnolm7


    Die Curvularia-Sporen haben es mir sehr angetan. Die fand ich richtig hübsch; so knuffig schief gebogen




    Doratomyces microsporus



    und Trichurus sp. als Beispiele für synnematabildende Pilze



    Fusarium oxysporum - leider waren die Makrokonidien noch nicht so recht entwickelt.



    Hin und wieder musste ich auch mal pausieren und habe auch mal quasi "random" Fotos gemacht. Es bot sich immer das gleiche Bild. Hochkonzentrierte, mikroskopierende Kursteilnehmer. :)






    Weiter gehts: Monascus ruber das ist der Pilz, der rot gefärbten asiatischen Lebensmittel rot färbt.



    eine Monilia darf auch nicht fehlen



    Eine Scopolariopsis



    Kerstins Lieblingsschimmel darf nicht fehlen; Wallemia sebi Goldröhrling ein ganz spezieller Gruß nur für dich :sun:



    "Hefen" gabs auch:


    Geotrichum candidum - seit dem Mikrobiopraktikum im Studium nicht mehr gesehen. <3




    Schizosaccharomyces pombe - wollte ich lange schon mal unterm Mikro haben <3<3 Wizigerweise ist auf dem Bild auch ein Ascus zu sehen. Diese Hefe könnte einigen von euch was sagen, denn sie wird in Afrika zur Herstellung von "Pombe", einem Bananen-Hirse-Bier verwendet. Würde ich gerne mal kosten; ebenso wie Kumyss.




    Ein paar interessante Zygos gabs auch


    Absidia glauca



    und Mycotopha microspora, der irgendwie einen ganz besonderen Charme hat.




    Insgesamt kann ich sagen, dass sich der Kurs mehr als gelohnt hat, denn ich habe viele neue Pilze kennengelernt. Es hat auch einen gewissen Reiz, dass tolle
    mikroskopisch aussehende Pilze direkt auf Agarplatten gezüchtet werden können. Wenn sonst draußen nix wächst; außer Phytos natürlich ist das definitiv eine
    bequeme Möglichkeit Frischmaterial zur Untersuchung zu bekommen. ==Gnolm3==Gnolm7


    Ebenso war wieder mal die „Truppe“ fantastisch. Ich habe sehr viele nette neue Leute kennengelernt. Irgendwie besteht schon von Vornherein die Garantie, dass man auf den Fachberaterkursen sehr nette und interessante Menschen trifft. Dr. Jascha Weisenborn hat von Anfang an als Kursleiter für eine sehr angenehme (Arbeits)Atmosphäre gesorgt, die Pilze toll erklärt und hat die Rückfragen der Teilnehmer sehr gut beantwortet.


    Zum Abschluss möchte ich mich sehr herzlich bei den anderen Kursteilnehmern für die schöne Zeit, das herzliche Miteinander, den sehr guten fachlichen und "kulturellen" Austausch ;) bedanken; ebenso beim AK Piepenbring, wie immer, für die freundliche Atmosphäre und die tolle Gastfreundschaft und nicht zuletzt bei Jascha für die tolle Betreuung im Kurs. Auf ein baldiges Wiesersehen mit euch freue mich mich sehr.


    l.g.

    Stefan

    Hallo ihr lieben,


    letzte Woche war ich mal wieder in Frankfort am Main. ;) Grund war diesmal der Fachberaterkurs „Schimmelpilze in Innenräumen und auf Lebensmitteln“. Ich habe mich schon sehr auf diesen Kurs gefreut, denn ich hab noch so einige Probleme bei der Bestimmung von anamorphen Pilzen. Natürlich sind diese nicht immer weiß. Hier mal eine lose Auswahl an diversen Farbschattierungen. Sehen alle sehr hübsch aus. :)













    Allerdings waren die ersten 1-2 Tage für mich sehr anstrengend, denn die meisten „Pilzgattungen“ kannte ich bis dato noch nicht. Irgendwann kam ich dann zu der Erkenntnis, dass Ulocladien und Curvularias nichts anderes sein müssen als irgendwelche tollen "vulkanischen" physikalischen Einheiten. Beim Versuch mit denen zu rechnen kam ich irgendwie immer auf die Lösung „42“. ==Gnolm7==Gnolm4


    Der Kurs war insgesamt auch sehr locker aufgebaut. Früh zuerst eine kurze Wiederholung der gestrigen vorgestellten Pilze, danach ein ca. einstündiger Vortrag über Konidiogenesetypen und an welchen mikroskopischen Strukturen man diese ggf. im Mikro erkennt, "Gattungsmerkmale" von Schimmelpilzen, wichtige Vertreter in Innenräumen und auf Lebensmitteln wurden ebenso vorgestellt. Danach war immer freies Mikroskopieren bis zum Ende des Kurstages angesagt, was durchaus auch gewöhnungsbedürftig ist. So lange am Stück zu mikroskopieren strengt definitiv an; auch für trainierte Mikroskopiker, wie mich. Das Präparieren mit Nadeln gelang mir zuerst meist mit mäßigem Erfolg, denn ich hatte einiges an praktischem Nachholebedarf. Aber gut, Übung macht den Meister. Ich bin ja sonst ein „Verfechter des Tesafilms“. Um so mehr war ich froh, als es mir endlich gelang von der Trichoderma ein gescheites Präparat anzufertigen, wo ich die Kondienträger komplett mit Phialiden sehen konnte. Weitere mikroskopische Impressionen seht ihr hier in loser Reihenfolge.


    Der allseits (un)beliebte Stachybotrys chartarum, seit einiger Zeit ziemlich in Verruf geraten, wohl nach neuesten wiss. Erkenntnissen zu unrecht.




    Der mit dem unaussprechlichen NamenTritirachium oryzae; nur nüchtern und absolut hochkonzentriert korrekt auszusprechen; im Gegensatz zu Suillellus, das geht erfahrungsgemäß erst nach 3-4 Bier flüssig und wirklich fehlerfrei. ==Gnolm7==Gnolm10Tr. oryzae ist rrkennbar an dem zick-zack-förmigen Konidienträger. Witzigerweise ist der Pilz ein Basidiomycet; ebenso wie Wallemia sebi und Rhizoctonia sp.





    Trichothecium roseum, den kannte ich schon durch Kerstin (Goldröhrling)




    Ein Chaetomium darf natürlich nicht fehlen; ist zwar kein "Schimmelpilz" an sich, aber rotzdem für die Innenraummykologie relevant, so dass wir an der Stelle mal nicht päpstlicher als der Papst sein wollen. Chaetomium-Fruchtkörper, wo noch Acsi vorhanden sind (die zefallen bei Reife), hatte ich btw auch noch nicht unterm Mikro, so dass es auch für mich Neuland war.





    So das soll für den ersten Teil reichen. Später kommen dann die restlichen Mikroimpressionen. :)


    l.g.

    Stefan

    Hallo Rudi,


    zweiteres. ;) Der Satan schmeckt mild; der Schönfuß bitter. Bei Kostprobe bitte gründlich ausspucken Armin; aber ich denke mal, das weißt du. Ich schreibe das nur mal wegen der Vollständigkeit, bzw. für interessierte stille Mitleser.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    im Zweifel wäre an dieser Stelle eine Kosprobe angebracht, da hätte man dann die absolute Sicherheit. Ansonsten wäre ich auch erstmal beim Satan so rein optisch; auch deine Geruchsangabe "metallisch" wäre für mich durchaus passend beschrieben für die Art.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    bei meinem "Vorschlag" saß mir der Schalk im Nacken. ;) Ich wäre auch für Standort im Auge behalten und abwarten, was da ggf. noch kommt. Schiefer sollte wohl im Altmühltal bei Treuchtlingen (dort wohnt Maria) auch nicht vorkommen. Einzelfruchtkörper mit möglichen Trockenschäden sind immer so ne Sache; bei jeder Gattung.


    Btw würde ich gerne auch mal einen Leccinum mikroskopieren. In meiner Verzweiflung hab ich schon einen Hilferuf in die Sachsen-FB-Gruppe geschrieben. Deine abgelichtete Rotkappe fand ich auch richtig hübsch; Maria. ;)


    l.g.

    Stefan

    Hallo lieber Mario,


    auch von mir wünsche ich dir alles Gute zu deinem Ehrentag, viel Freude, Glück, Gesundheit und immer spannende Cortis. ;) Ich hoffe sehr auf ein baldiges persönliches Kennenlernen.


    Anbei noch ein herzlicher pilziger Blumengruß.



    l.g.

    Stefan

    Allerliebste Mäählanie,


    auch von mir alles erdenklich Gute zu deinem Ehrentag. Viel Freude, Glück, Gesundheit in deinem neuen Lebensjahr, wenig Stress und immer einen vollen Pilzkorb. Ich hoffe sehr auf ein baldiges Wiedersehen. ;)


    Natürlich darf der pizliche Blumengruß nicht fehlen.




    l.g.

    Stefan

    Hallo Pablo,


    mit der ITS wird es allein bei den Leccinen nicht getan sein. Ich beschäftige mich mit der Gattung wegen meines Vortrages im Herbst intensiver. Bei der Gattung wurden sog. Microsateliten in der ITS nachgewiesen, welche ein Allignment der ITS sehr erschweren.


    l.g.

    Stefan

    Hallo Karl,


    Ähhm Dito. Bin gespannt wies mit dem Saftling weitergeht. Ich wechsel mal wieder in den Zuschauermodus. ;)


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    mal das ultimative Pilzlied, weiß gar nicht, ob das hier schon gepostet wurde.


    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.


    Viel Spaß beim Ansehen, wers noch nicht kennt.


    l.g.

    Stefan

    Hallo Charlotte,


    nur kurz noch eine Ergänzung zu Wolfgangs Antwort. Die Leitsätze des Deutschen Lebensmittelbuches sind keine Rechtsnorm. Sie spiegeln lediglich die Verbrauchererwartung/Verkehrsauffassung wieder, bzw. ist es eine zuverlässige Quelle, wenn es darum geht die Verbrauchererwartung von bestimmten Produkten nachzuschlagen. Die in den Leitsätzen genannten Pilzarten, werden in Deutschland üblicherweise gehandelt. Falls (ungiftige) Pilze in Deutschland gehandelt werden, die nicht in den Leitsätzen gelistet sind, ist das kein Verstoß (des Lebensmittelrechtes). Bei Giftpilzen ist der Fall hingehen klar. Da zieht Artikel 14 Nr. 1 und 2a der VO EG 178/2002.


    l.g.

    Stefan

    Hallo Karl,


    ich hab schon 2 Sommer und Spätherbste in Sachsen als Phytobegeisterter miterlebt und die entsprechenden Brombeerroste kartiert. Aktuelle persönliche Fundzahlen in Sachsen 20:2 zugunsten von P. bulbosum. :D Ich musste ganz schön suchen, bis ich meinen ersten sächsischen Nachweis von P. violaceum (in Rathen gegenüber der Fischräucherei) hatte. ;)


    Hallo Veronika,


    Eberhard hat dir ja schon geantwortet. Ich kenne mich nur marginal mit phytopthogenen Pilzen aus; von Tierchen, Bakterien und Viren habe ich keine Ahnung. Dein gezeigtes Schadbild hätte ich auch nur als tierischen Befall abgetan und ggf. jemanden gegeben, der sich mit so was auskennt. ;)


    l.g.

    Stefan


    P.S. Danke für das Lob Eberhard. :)