Beiträge von Climbingfreak

    Wie sieht denn die Huthaut aus? Das ist der entscheidende Punkt. Geruch wäre auch noch wichtig. Entweder, wie Harald schon sagt einer der Anisegerlinge oder aber einer der Waldegerlinge.


    So anhand der Bilder mag ich mich da nicht festlegen.


    l.g.

    Stefan

    Ich weiß, dass Safran und Zimtsternchen die Scheidlinge mögen. Für mich riechen die übrigens nach altem Rettich.


    Allerdings kann ich Volvariella volvacea empfehlen. :) Ich hatte die mal beim Chinesen. Die waren echt lecker.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    vielleicht liegt hier eine Mischkollektion von L. deterrimus und L. semisanguineus vor. Die Hutoberflächen lassen den Schluss durchaus zu.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    so weiter gehts. Freitag war Kalkbuchenwald angesagt; am Steilhang. An diesem Tag war ich mit Wurzelchen und ihrem lieben Mann unterwegs. Auf dem Hang war nicht so viel los. Felix und noch ein paar andere waren oben auf dem Hochplateau. Dort soll es auch ganz schön gebrummt haben; allerdings war dort oben kein Buchenwald. Trotz der Pilzarmut auf dem Hang konnten wir einiges schönes finden.


    Interessanter Schneckling bei Kiefer; per Ausschlussprinzip im Feld als Hygrophorus latitabundus -Großer Kiefernschneckling bestimmt.



    Eine Leprocybe (Perser von mir); wurde dann von Felix als Cortinarius psittacinus bestimmt. Erster Hammerfund der Tagung für mich.



    Kalkbuchenwald ohne Cortinarius anserinus geht auch nicht. :)



    Oben auf dem Gipfel dann ein wunderschöner Ausblick auf Bad Blankenburg.



    Ansonsten stand da oben auch einiges an interessanter Vegetation rum; u.a. auch Wacholder Junipeus communis. Der wird später noch wichtig. ==Gnolm25==Gnolm7



    Auf dem Abstieg haben wir noch Pholiota lucifera - Fettiger Schüppling gefunden. War für Daniela und mich auch ein Pers. Erstfund.



    Oben auf dem Gipfel habe ich noch neben einem Gymnosporangium auf Eberesche noch einen 2. mitgenommen. Zu dem Zeitpunkt war für mich der Rost auf der Eberesche spannend, denn ich wusste, dass es da 2 Arten dran gibt, die sich allerdings nur marginal unterscheiden. Mehr oder minder aus Geigelei habe ich noch einen Zweig mit einem anderen Gymnosporangium dran mitgenommen. Ich ging an der Stelle von einer Birne aus, oh wie man sich doch irren kann.



    Im Tagungsraum habe ich dann diesen Zweig und die Sorbus-Blätter dann Jule und Friedemann gezeigt. Wider Erwarten hatte Jule sehr großes Interesse an dem Zweig. ==Gnolm23Schnell wurde ich aufgeklärt. Das war Amelanchier ovatus, die Gemeine Felsenbirne. Schnell hat sie den Rost als Gymnopsorangium amelanchieris bestimmt. Besonderheit: Der ist seit 1937 in Deutschland verschollen gewesen. Jule hat den im Allgäu vor einiger Zeit gefunden, aber ansonsten kein Nachweis seit 1937. Zu dem Fundort sind Jule und Friedemann und dann noch ein paar andere Phytointeressierte hingepilgert. Hier noch mal ein Detailbild der Hörnchen; vergrößert. ==Gnolm26 Der Wirtswechsel erfolgt mit Wacholder. ==Gnolm7


    Nachmittag gabs dann die Hauptversammlung des Boletus e.V., sowie ein Täublingscrashkurs von Felix in gewohnt guter Qualität. Wenn jemand Täublinge erklären kann, dann Felix.




    Noch ein Wort zum Boletus. Das ist die mykologische Fachzeitschrift der DDR gewesen, die über die Wende gerettet wurde. Die Herausgeber sind die Mykologischen Vereine, der 5 neuen Länder und Berlin. Sie erscheint halbjährlich und ist mehr als lesenswert. Wer diese Zeitschrift abonieren möchte, tritt in den Verein Boletus e.V. ein, denn seit 2017 ist das eine Vereinszeitschrift. Die Mitgliedschaft kostet 16,80€ jährlich.


    So weit von meiner Seite zum Teil 2.


    Danke für deine tolle Ergänzung Karl.


    l.g.

    Stefan