Beiträge von thorben96

    Hallo zusammen


    Plicariella scabrosa (Cooke) Spooner, Czech Mycology 52 (4): 262 (2001)


    Syn:
    =Peziza scabrosa Cooke: 170 (1877) [MB#174443]


    =Phaeopezia scabrosa (Cooke) Sacc., Sylloge Fungorum 8: 472 (1889) [MB#153027]
    =Scabropezia scabrosa (Cooke) Dissing & Pfister, Nordic Journal of Botany 1 (1): 103 (1981) [MB#124509]


    [Quelle: Mycobank]


    Am 24.09.17 konnte ich wieder einen nicht so häufigen Becherling finden, der auf dem Namen Plicariella scabrosa (Syn: Scabropezia scabrosa) hört.
    Vor 3 Jahren konnte ich ihn zuletzt finden und damals wurde er von Björn Wergen (Siehe hier) bestimmt und endlich ist der Pilz wieder aufgetaucht :)
    Damit gibt es jetzt insgesamt 3 verschiedene Fundorte in Witten, wo Plicariella scabrosa aufgetaucht ist.
    Hier sind die Bilder:
    1.


    2.


    3.


    4. Außenseite "Warze"


    Paraphysen
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    6.


    Sporen in den verschiedensten "Formen"
    7.


    8.


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    11.


    Geschädigte Paraphysen
    12.


    13.



    Geschädigte Ascus
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    15.


    Starke Reaktion in Lugol
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    17.


    18.


    VG : Thorben

    Hallo Pablo


    Da hast du recht die mikroskopischen Details von Helmlinge haben wirklich einiges zu bieten.
    Ich finde die Gattung Mycena generell sehr spannend. Erst kürzlich hatte ich mit der Bestimmung einer Mycena amicta zu kämpfen, die auf einem Kiefernzapfen wuchs.


    Viele Grüße
    Thorben

    Hallo zusammen


    Ich möchte euch hier die Mycena rhenana zeigen die auf einem Erlenzapfen wuchs. Gefunden hatte ich diese am 16.09.17.
    Bei dieser Art gibt es keine Cheilozystiden, dafür aber sehr ausgeprägte Hyphenendzellen der Huthaut und Kaulozystiden.
    Hier sind die Bilder:
    1.


    2.


    Hyphenendzellen der HDS in Kongorot


    3.


    4.


    Hyphen der HDS
    5.


    6.


    Kaulozystiden
    7.


    8.


    Sporen
    9.


    Sporen in Lugol
    10.


    VG : Thorben

    Hallo Romana


    Zitat


    Spannend, die Pilze selbst riechen nach Verwesung, d.h. sie haben den gleichen Geruch wie das Gewöll? Oder hattest du etwas Substrat dabei?


    Ich hatte auch etwas Substrat dabei, nach einer Zeit stinkt davon alles.
    Also mein Tipp, mache keine Geruchsprobe ;)


    VG : Thorben

    Hallo zusammen


    Letzte Woche fand ich im Wald Onygena corvina auf einem Gewöll.
    Der Pilz ist richtig interessant und ich habe mir Proben mitgenommen :/ (was ich bereut hatte :( ).
    Unter dem Mikro gibt es nicht wirklich viel zu sehen, aber um überhaupt den Pilz unters Mikro zu bekommen, dass ist schon Schwerstarbeit.
    Die Teile stinken ja bestialisch nach Verwesungsgeruch <X Mehr als ein paar Frk. trocknen war da auch nicht mehr drin. Danach habe ich den Rest schleunigst entfernt.
    Hier sind die Bilder von Onygena corvina:
    1.


    2.


    3.


    VG : Thorben

    Hallo Tuppie,
    dein Fund sollte aber auf jedenfall Mikroskopiert werden.
    Wenn ich das richtig aus deinem Profil entnehme, dann kommst du aus Hessen. Das heißt, falls es Coccomyces coronatus ist, dann wäre das eventuell ein Erstfund (laut Pilze-Deutschland) für Hessen.
    Trockne deine Fund und wenn du weitere Frk. im Wald findest, auch trocknen.
    Du kannst mir den Pilz ruhig zuschicken.
    Anschrift würde ich dir später per PN schicken.


    VG : Thorben

    Hallo Tuppie


    Zitat


    so, zu Hause habe ich es dann fotografiert. Schaut Euch die Minis mal an, vielleicht kann mir jemand dazu was sagen.


    Ich denke das geht in Richtung Coccomyces cf. coronatus.
    Siehe auch im schönen Portrait von Matthias.


    Zitat


    Ich kann sie bei Interesse auch gerne verschicken. Entweder eingetrocknet oder feucht, wie es eben besser ist.


    Ein Interesse besteht nicht, es sei denn kein anderer will diesen Pilz bearbeiten, dann kannst du mir ihn gerne im getrockneten Zustand schicken.


    VG : Thorben

    Hallo Jan-Arne


    Zitat


    @ Thorben: Na gut, dann hier einige Bilder... Ich hab nach dem benannten Schlüssel bestimmt (Jaklitsch ist ja der Hypocrea-Mann) und hier sind ein paar weitere Bilder mit NFF:


    Da kann ich nur sagen: Glückwunsch zum Erstfund :thumbup:


    VG : Thorben

    Hallo Jan-Arne


    Da habt ihr aber viele interessante Funde gemacht :)


    Zu Nr. 17:

    Zitat


    Durch den Wuchs auf Boden (statt Holz), die Farbe (gelblicher Hut, weißer Stiel), die Verteilung der Perithecien (am Kopf, aber keinesfalls am Stiel), die Anamorphe (hier nicht zu sehen, aber vorhanden - weiß statt grünlich) und die Sporengröße kamen wir dann eindeutig zu Hypocrea leucopus - nach Pilze-Deutschland und der NRW-Liste neu für NRW.


    Hast du eigentlich auch mit "European species of Hypocrea part II: species with hyaline ascospores" verglichen ?
    Ich würde jetzt spontan auch Richtung H. leucopus tendieren.


    Zitat


    Hier noch eine sehr schöne Dokumentation von Thorben, erst wenige Wochen her, aber - wenn ich das richtig sehe - ein Fund aus Baden-Württemberg. Deshalb spare ich mir mal das Einstellen der Mikro-Bilder. So macht Pilzbestimmung Spaß.


    Nein, spare dir bitte nicht die Mikro-Bilder. Gerade bei so einem Pilz gehören die Mikrobilder dazu.


    Hast du die Anamorphe auch Mikroskopiert ?


    VG : Thorben

    Hallo zusammen


    Am 1.9.17 fand der Micha (vor dem Harz) , der auf der Fotocommunity regelmäßig coole Pilzfotos hochläd, eine Microglossum, die er mir zugeschickt hatte.
    Ein paar Tage später fand ich bei mir ebenfalls eine Microglossum, die schon damals (2014) bei mir im Revier von Björn Wergen gefunden wurde.
    Dieser Fund wurde damals als Microglossum viride bestimmt.
    Mittlerweile gibt es neue Erkenntnisse, dass es zu Microglossum viride noch die ähnliche Microglossum griseoviride gibt.
    Ich habe jetzt beide Proben Mikroskopiert und bin zu dem Entschluss gekommen, dass Michas Pilz eine Microglossum viride und meine eine Microglossum griseoviride ist.


    Mein Fund:
    -Fund im Eichen/Buchenmischwald
    -in unmittelbarer nähe von einem Bach
    -Frk. wachsen zum Teil in der Nähe von Lebermoos und anderem Moos oder zwischen Laub
    -Sporen deutlich kleiner als bei Michas Fund


    Michas Fund:
    -Fund begleitet von überwiegend Erlen und Birken, aber auch vereinzelt Weiden und Fichten
    -sumpfiges Gelände mit kleinem Bach
    -Frk. wachsen zum Teil zwischen dem Lebermoos
    -Sporen deutlich größer als bei meinem Fund


    Bei der Breite der Asci konnte ich keine Unterschiede bemerken.


    Michas Microglossum:
    1.
    http://www.fotocommunity.de/ph…de--vor-dem-harz/40131326


    2. Bild ist von Micha


    3.



    Meine Microglossum:
    1.


    2.


    3.


    Wie sehen eure Erfahrungen mit der Abgrenzung M. viride und M. griseoviride aus. Und was würdet ihr zu den beiden Funden sagen ?


    VG : Thorben


    Edit: Nach neuen Erkenntnissen und Einschätzungen könnte Michas Fund auch eine M. griseoviride sein.

    Hallo zusammen


    Ich habe die Probe vom Dieter heute Mikroskopiert und bin auf die Anamorphe Tilachlidium brachiatum gekommen.
    Es gibt nur ein Problem die Konidien sind unterschiedlich groß, weshalb ich denke das sich Konidien und Ascosporen vermischt haben.
    Die Hauptfruchtform der Anamorphe soll Pseudonectria tilachlidii heißen, die ich leider nicht fand.
    Hier sind die Mikrobilder der Anamorphe:
    1.


    2.


    3.


    4.


    Und hier gibt es noch eine kleine Interessante PDF zum herunterladen:
    http://www.repository.naturalis.nl/document/569872


    VG : Thorben

    Hallo Florian,


    Zitat


    wirklich sachdienlich helfen kann ich von den Bildern her zwar nicht, aber wenn du eine saubere Kultur hast, kannst du mir natürlich gerne etwas davon schicken. Vielleicht hilft ja eine Sequenz weiter, auch wenn es bei solchen "exotischen" Pilzen oft mit Vergleichen schwierig ist. Meine Adresse hast du ja .


    Danke für dein Angebot :)
    Leider wird das nichts mehr mit einer Kultur, weil ich sie schon entfernt habe. Das Problem ist auch, dass ich keine saubere Kultur bekommen kann.
    Das einzige was ich habe ist ein Exsikkat mit getrockneten Frk.


    VG : Thorben

    Hallo zusammen


    Am 2.8.17 fand ich neben einem Weg, weiße Kügelchen die auf dem Moos wuchsen.
    Ich habe absolut keine Ahnung was das ist. Auf Ascofrance geht die Tendenz zu einem "bulbilliferous anamorphic fungi", aber das scheint ein sehr schwieriges Gebiet zu sein.
    Hier sind die Bilder:
    1.


    2.



    3. leicht gefärbt mit Kongorot


    4. leicht gefärbt mit Kongorot


    5. leicht gefärbt mit Kongorot


    6. Reaktion in Lugol


    7. Normal Wasser


    Bild Nr.8 und Nr. 9 ist ein Kultivierungsversuch.
    Ich weiß nur nicht ob das die richtige Kultur ist :/ , aber sie ähnelt meinen anderen Mikrobildern.
    8.


    9.


    VG : Thorben

    Hallo zusammen


    Ralf:
    Gunnar ist schon Informiert, kann aber gerade aus zeitlichen Gründen nicht.
    Die Fruchtkörper (Mittlerweile 4) sind auch getrocknet und können nicht mehr weglaufen ;)


    Oehrling:

    Zitat


    Von den beiden anderen hier genannten Taxa (T. rapaedorum, T. scruposum) habe ich noch nie etwas gehört, und sie sind auch nicht in MONTECCHI/SARASINI (2000) gelistet. Kennt jemand die Autoren zu diesen Arten, und weiß, wie die von Tuber borchii abgetrennt werden?


    Funghi Ipogei d'Europa sollte ich mir vielleicht auch mal zulegen, denn dass scheint ein ganz gutes Buch zu sein.


    Von der Tuber scruposum habe ich nur diese Informationen aus einer PDF mit dem Namen "Ordnung Tuberales", wo auch Tuber borchii und Tuber rapaedorum genannt werden:
    "Tuber scruposum


    Fruchtkörper schwefel- oder zitronengelb, 1 –“ 2(3) cm, höckerig, unregelmässig,
    faltig –“ felderig, Gleba weiss, dann gelblich, schliesslich
    rötlichbraun, Venae externae weiss. Sporen eiförmig-ellipsoidisch, 27
    –“ 32/23 –“ 27 μm, rotbraun. Unter Laubbäumen."


    Die Tuber rapaedorum ist in dem Schlüssel und als Beschreibung in "TESOROS DE NUESTROS MONTES. TRUFAS DE ANDALUCÃA" vorhanden.
    Dort soll, im Vergleich zu Tuber borchii, die Tuber rapaedorum kleinere und deutlich elliptische Sporen haben.



    VG : Thorben

    Hallo zusammen



    Letzten Samstag (19.08.17) fand ich im Eichen/Buchenmischwald meine erste reife Tuber sp.
    Zuerst dachte ich, das es wieder so eine öde Hymenogaster wäre, aber zum Glück war es eine Tuber.
    Am Fundort waren noch ein paar kleinere Frk., aber ich wusste nicht ob sie reif sind, weswegen sie dableiben mussten.
    Beim überfliegen von Literatur und dem Internet geht meine Tendenz in Richtung Tuber borchii und Tuber rapaedorum, aber vielleicht gibt es auch noch andere ähnliche Arten.
    Hier sind die Bilder:
    1.


    2.


    3.


    4.


    5.


    6. Pseudoparenchymatische Peridienschicht



    VG : Thorben

    Hallo Felix


    Schneide mal einen von den Stäbchen in der Mitte durch und mache ein Foto davon (Wichtig ist die Innenseite).


    Oder wenn du Interesse hast, dann würde ich deinen Fund Mikroskopieren. Dafür müsstest du nur ein paar Stäbchen abmachen, diese zusammen in ein wenig Küchenrolle einwickeln und dann verschicken. Denn dein Fund sieht interessant aus.


    VG : Thorben

    Hallo Frank


    Zitat


    die Pilze sind schon per Post unterwegs. Wenn Du Interesse hast und wenn ich nächste oder übernächste Woche nochmal Fruchtkörper finde, sende ich Dir gerne ein Exemplar zu.


    Danke für das Angebot, aber du brauchst mir dann kein Exemplar schicken.


    VG : Thorben

    Hallo Frank


    Das ist ein klasse Fund. Bisher hatte ich noch nichts mit der Gattung Sowerbyella zu tun, aber denke das es wieder auf Sowerbyella rhenana hinauslaufen wird.
    Fall kein anderer Interesse hat, dann würde ich deinen Fund Mikroskopieren und die Ergebnisse dann in diesem Thread stellen.
    Solltest du aus NRW kommen, dann wäre ich erst recht daran interessiert und Frk. würden auch getrocknet und herbarisiert werden.


    VG : Thorben