Beiträge von Teetrinker

    Damit Deine Pilzsaison im nächsten Jahr hoffentlich früher beginnt, könntest Du Dir noch den Maipilz auf die Watchlist setzen. Nachdem in diesem Jahr hier im Forum von zahlreichen Funden berichtet wurde, bin ich auch mal losgezogen und habe gleich um die Ecke eine schöne Fundstellle entdeckt.


    Die aktuelle Erkenntnislage beim netzstieligen Hexenröhrling ist so diffus, dass ich den (leider) gar nicht mehr esse. Eventuell ist der ähnlich giftig wie der Kahle Krempling.


    Bei ganz jungen Schopftintlingen könnte für Anfänger eine Verwechslungsgefahr mit dem Falten-Tintling bestehen, zumal beide an den gleichen Standorten und zur gleichen Zeit wachsen. Der Falten-Tintling ist in Verbindung mit Alkohol giftig.


    Ich würde zu der ersten Kategorie noch den Mönchskopf und den violetten Rötelritterling hinzufügen, weil die leicht erkennbar und kaum verwechselbar sind. Außerdem bilden diese Pilze Hexenringe, so dass man meistens bei einem Fund gleich genug für eine Mahlzeit zusammen hat und sie schmecken (mir zumindest) sehr gut.


    Ansonsten finde ich deine Herangehensweise sehr gut. Viel Erfolg!

    Nachdem ich mir jetzt Komoot zugelegt habe, möchte ich meine Pilzwanderungen an dieser Stelle sammeln.


    Gestern war es auch endlich mal wieder eine erfolgreiche Pilzwanderung. Letztes Jahr gab es mehr Pilswanderungen (aber für 5 leere Bierdosen, die achtlos in die Landschaft geworfen wurden, bekommt man bei ALDI auch ne schöne Portion Creme-Champignons).


    https://www.komoot.de/tour/21773415


    Im Sauerland gab es gestern reichlich Pfifferlinge, Parasolpilze und Anischampignons. Ein paar schöne, junge Flockis waren auch noch da.

    Das war gestern endlich mal wieder eine Pilzwanderung nach meinem Geschmack! Tolles Wetter, ein sehr schöner (wenn auch phasenweiser anstrengender Weg) und mehr als genügend Pilze (Parasol, Pfiffis, Flockis, Flaschenboviste) fürs Abendessen. Champignons, Ziegenlippen, Hexeneier und junge Parasolpilze habe ich stehen gelassen. Meine EDV-Kenntnisse sind sehr begrenzt, kann man das so erkennen? Die kleineren Pilze standen direkt am Weg, die Parasolpilze konnte ich auch ohne Brille auf 5m Entfernung sehen :-)


    https://www.komoot.de/tour/21773415

    Heißt das, ich kann am Sonntag ausschlafen? Oder könnten wir doch losziehen? :D


    Salut!


    Beides! Erst schön ausschlafen und dann die Natur genießen. Früher bin ich auch "in die Pilze gegangen" und war dann enttäuscht, wenn ich nichts gefunden habe. Heute wandere ich einfach mit offenen Augen durch die Gegend und lasse mich überraschen, was sich so am Wegesrand findet. Dabei ist dieses Forum enorm hilfreich, weil man lernt, wie viele verschiedene leckere Speisepilze es gibt. Auf den Bergbauhalden könnten Erbsenstreulinge wachsen, in Kiefernwäldern Krause Glucken usw.


    Viel Spaß und viel Erfolg!


    Hallo, wir waren im Zillertal in Österreich im Urlaub und dort scheint das Judasohr ganzjährig am reichlich vorhandenen Holunder zu wachsen. Das mag an den mitunter kalten Nächten in den Alpen liegen. Für mich als Flachlandtiroler war es eine nette Überraschung.

    Der 2017er Pilzkalender bleibt für mich rätselhaft. Gestern beim Fahrradfahren zufällig gesehen, dass es im östlichen Ruhrpott Champignons und erneut Erbsenstreulinge gibt. Außerdem ebenfalls Flockis in größerer Zahl, aber alle Exemplare, auch die jungen, waren von Kopf bis Fuß madig. Morgen gehe ich mal im Sauerland wandern, da scheint es was zu geben.


    Ich komme mit diesem Pilzjahr noch gar nicht klar. Erst sind mir im Juni die Erbsenstreulinge auf der Halde glatt verschimmelt. So etwas hatte ich noch nie, aber die waren alle wegen des vielen Regens von unten her durchweicht und schimmelig. Im Juli hatte ich keine Zeit zum Wandern im Sauerland. Gestern wurde ich dann durch einen Radiobericht über die dieses Jahr viel früher einsetzende Pilzsaison aufgeschreckt. Bin heute noch schnell zu meiner Liebligsstelle für Riesenboviste gefahren, aber da standen nur noch ein Dutzend "Leichen". Der größte (nicht im Bild) hatte bestimmt deutlich über 1kg.

    https://nrw.nabu.de/tiere-und-…-tag-der-natur/index.html


    Wer am Wochenende noch nichts vor hat, der kann ja mal auf der Zeche Zollverein unter fachkundiger Führung schauen, wie sich die Natur die alten Bergbauareale zurückerobert. Das Gelände ist ohnehin beeindruckend und der Text lässt auf spannende Entdeckungen hoffen.


    Ist noch ein bisschen früh, aber in 2 Wochen werde ich wieder auf den Halden nach meinen "Haldentrüffeln", dem Erbsenstreuling Ausschau halten.

    Das Judasohr hat für die Auszeichnung "Pilz des Jahres 2017" wirklich sein Bestes gegeben, das Glas mit den getrockneten Exemplaren ist randvoll. Für die Austern habe ich leider noch keine Stelle in näherem Umkreis entdeckt. Dennoch muss ich mich für meine Ignoranz schämen. In der irrigen Annahme "im Pott wachsen keine Pilze" habe ich 10 Jahre lang erst gar nicht mehr hingeschaut. Mittlerweile weiß ich es (auch Dank des Pilzforums) zum Glück besser und habe mittlerweile ein Dutzend gute Speisepilze kennen- und schätzen gelernt, die mich durch das Pilzjahr begleiten.

    Hallo, ich wünsche allen ein frohes, gesundes und pilzreiches Neues Jahr!


    Eigentlich geht meine Pilzsaison erst so im Juni los, aber durch die Beiträge im Forum wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass es dieses Jahr reichlich Maipilze gibt. Für mich ein Erstfund, zunächst nur bei Spaziergängen in der Soester Börde, jetzt aber beim gezielten Suchen (und nachdem ich weiß, dass es die Maipilze auch in Hellgelb und Ocker gibt) auch bei mir im Ort auf einem alten Friedhof.

    Stimmt, das mit den Sporen hab ich mir auch für die Zukunft gemerkt. Mein Pilz wurde leider heute Morgen schon von der Müllabfuhr entsorgt, bevor ich den Thread gelesen hatte.

    Danke für die Bestätigung! Dann gibt es dieses Jahr anscheinend reichlich Maipilze. Ich hatte die gleichen Pilze schon auf unserer Maiwanderung an einem Wegrand stehen sehen, wollte den Familienfrieden aber nicht damit gefährden, dass ich jetzt auch schon im Frühjahr nach Pilzen Ausschau halte :-)

    Ich habe auch noch nie Maipilze gefunden, aber gestern standen an einem mit Bäumen gesäumtem Wiesenweg etliche große Pilze. Mir war der Hut zu gelblich und zu eingebuchtet, aber andere Merkmale passen. Gut, dass hier im Thread "gurkenartig" steht, denn das passt mir viel besser als die typische Bezeichnung "mehlartig". Allerdings sind meine olfaktorischen Fähigkeiten nicht so besonders.


    Essen werde ich den Pilz nicht, wegen der unerwüschten Fleischbeilage, aber was meint ihr, ist das mein erster Maipilz?




    Schön, dass sie Dir geschmeckt haben. Aber bezüglich "nur Frostschäden":


    Ich wollte damit sagen: Die sind imho nicht zu alt, aber wegen Frostschaden nicht mehr zum Verzehr geeignet.


    Durch den Frost wird die Eiweißstruktur zerstört und dann können sich nach dem Auftauen Bakterien sehr schnell vermehren.


    Ich habe letztes Jahr auch ein paar erfrorene Rötelritterlinge gegessen, weil ich mir ganz sicher war, dass es die erste Frostnacht war und ich sie in fast noch gefrorenem Zustand gefunden und sofort zubereitet habe. "Gier frißt Hirn" sagt man wohl dazu und es hat mir nicht geschadet. Aber grundsätzlich sollte man von solchen Pilzen die Finger lassen, auch wenn es natürlich schade ist, wenn man die Pilze nicht mehr verwenden kann.

    So alt sehen die von der Form her gar nicht aus, der bräunliche, leicht transparente Farbton lässt mich aber einen Frostschaden vermuten.


    Ich habe heute Morgen eine größere Menge geerntet. Die noch nicht erfrorenen sind grau-weiß und auch das Fleisch ist fast rein weiß. Sobald es bräunlich-wässrig wird hat der Pilz zuviel Kälte abbekommen.


    Schmackhaft sind nur die Hüte und max. 2cm vom Stiel, der Rest ist zu zäh. Der Geschmack ist leicht süßlich. Wem das nicht so gut gefällt, kann die Pilze in Sahne- oder Tomatensauce zubereiten (siehe aktuelle Threads im Küchenbereich).


    In solchen Mengen habe ich Mönchsköpfe noch nie gefunden. Mag daran liegen, dass ich Ende November nicht mehr so oft im Wald bin. Oder aber das verrückte Wetter ist wenigstens für diese Pilze genau richtig gewesen.

    Vielen Dank für die netten Kommentare. Das mit der "Fachsprache" ist in der Tat ein wichtiger Aspekt. Ich denke da zugegebenermaßen auch nicht immer dran, wenn sich in einem Forum, in dem ich über Expertenwissen verfüge, ein Anfänger ungeschickt ausdrückt. Wird mir hoffentlich eine Lehre sein...


    Bin übrigens gerade mit 3 Pfund Mönchsköpfen aus dem Wald gekommen, da kann ich mir nach einem mäßigen Pilzjahr doch noch einen Vorrat in die Truhe packen.


    Im Kreis Unna rollen bei perfektem Herbstwetter die Köpfe. Selbst in meinem Hauswald, in dem ich noch nie zuvor einen Speisepilz gefunden habe, habe ich viele Mönchsköpfe entdeckt. Die meisten schon zu alt, aber ein paar Jüngere waren dabei.

    Was ist denn hier los? :veryannoyed:


    Da unsere Tochter eine Stoffwechselstörung hat und ihr Lebensgefährte Vegetarier ist, gehören Gespräche über "richtige Ernährung" bei uns zum Alltag. Das "Fleischersatz" ein negativ belegter Begriff ist, wusste ich bis heute nicht. Es geht doch lediglich um ein den hierzulande üblichen Zubereitungs- und Essmethoden angepasstes Bissgefühl. Wegen mir können wir auch Fleisch als "Sojaeiweißersatz" bezeichnen, ist doch alles keine Wertung sondern lediglich Gewohnheit.


    Verarbeitete Lebensmittel, egal ob fleischhaltig oder nicht, werden häufig in "Wurstform", also länglich mit rundem Querschnitt, angeboten, weil das bei den in unserem Kulturkreis üblichen Zubereitungs- und Essgewohnheiten ein praktisches Format ist. Auch hier wusste ich bis heute nicht, dass "wurstförmig" in Vegetarierkreisen ein geächteter Begriff ist.


    Es war mein subjektiver Eindruck, dass der Mönchskopf als Speisepilz im Forum bislang wenig Beachtung findet. Da ich von dem Pilz positiv überrascht wurde und er im Ruhrpott (kein Kalkboden, aber wegen der Bergsenkungen viele feuchte Niederungen) zumindest in diesem Jahr in Massen wächst, wollte ich dies der Community mitteilen.


    Ich profitiere in diesem Forum von den zahlreichen Berichten über Pilzfunde und von dem hervorragenden Fachwissen der Experten. Da ein solches Forum vom gegenseitigen Geben und Nehmen lebt, versuche ich im Rahmen meiner bescheidenen Möglichkeiten, etwas zurückzugeben. Mangels Fachwissen und hochwertiger Fotoausrüstung beschränkt sich das auf Fundstellen und ab und an mal eine Rezeptidee.


    Wenn ich beim Verfassen eines Beitrages jedes Wort auf die Goldwaage legen muss, dann kann ich es auch lassen und nur noch Fragen stellen. Ansonsten freue ich mich darüber, dass wenigstens noch keiner das Verzehren von Mönchsköpfen als anti-christlich und kannibalistisch angeprangert hat :D

    Hallo Tuppie, ich wollte hier keinen Roman schreiben. Natürlich habe ich auch die Köppe erst einmal einfach so angedünstet probiert. Fand ich ganz okay, aber mir schmecken Pilze auch immer. Bei dem leicht süßlichen Aroma kann ich mir aber vorstellen, dass das nicht jedermanns Sache ist. Sofort begeistert war ich aber von der Bissfestigkeit des Pilzes. Viele Menschen, insbesondere Kinder, stören sich bei Pilzmahlzeiten an dem "labbrigen, weichen Gefühl" im Mund. Deswegen war ich noch angenehmer überrascht, dass man mit ein paar Gewürzen den Eigengeschmack der Pilze überdecken und eine sehr schmackhafte Tomatensauce mit "vegetarischer Fleischeinlage" zaubern kann und wollte die Forumsmitglieder an meiner Erkenntnis teilhaben lassen.


    Die Alternative mit der Sahnesauce teste ich dann mal am Wochenende. Den Mönchskopffriedhof vom letzten Jahr habe ich übrigens am 2. November aufgenommen. Wir sind hier in Westfalen dieses Jahr also 3 Wochen später dran.


    Malone
    Beim Pilzpulver bleibe ich lieber bei den Parasolstielen, das finde ich auch sehr schmackhaft.