Hallo,
bei Deinem ersten Pilz würde ich auf den Weißen Polsterpilz, Ptychogaster fuliginoides tippen.
bei 2.: war er wirklich so rosafarbig wie es auf dem Foto scheint? Da kommt mir Oligoporus placenta in den Sinn, aber da bin ich nicht sicher.
LG Ulla
Beiträge von lamproderma
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wenn ich die Farbe links richtig deute, sind das etwas ältere Fruchtkörper von Tubifera ferruginosa, dem Lachsfarbenen Schleimpilz.
Hallo beisammen,
Tubifera ferruginosa ist schon richtig, aber ich denke daß der Fruchtkörper nicht richtig ausgereift ist, denn dann wäre Tubifera braun und die Sporenmasse stäubt.
Sicher wurde der Schleim durch Umwelteinflüsse gestört.
LG Ulla -
Hallo Konrad,
schön, daß Du ein paar Schleimpilze vorstellst.
Dein erster Fund ist ziemlich sicher wie schon Manfred schrieb Trichia varia, wenn auch noch nicht reif.
Den zweiten würde ich zu Metatrichia vesparium, dem Wespennest zuordnen. Es gibt noch eine ähnliche Art - M. floriforme, aber die sieht makroskopisch doch etwas anders aus.
Die dritte, hatte Manfred schon bei Stemonitis eingeordnet, dürfte mit großer Wahrscheinlichkeit Stemonitis fusca sein. Dafür spricht die warzig-netzige Struktur der Sporen und ihre Größe. Leider sieht man auf Deinen Mikrofotos nicht ob die Art ein Oberflächennetz des Capillitiums hat, aber anhand des Makrofotos fürde ich schon dafür plädieren.
Aber bei Schleimpilzen gibt es immer Überraschungen, daß man ohne mikroskopische Untersuchungen doch oft nur einen Arbeitsnamen vergeben kann.
Falls Du da Bedarf hast, kannst mir dann den Beleg zur Untersuchung gern schicken.
LG Ulla -
Hallo Thomas,
Sachsen-Anhalt ist ja nicht so weit von Ilmenau - Thüringen entfernt. Da würden wir gern helfen, aber leider haben wir an diesem Wochenende selbst eine Kartierungsexkursion nach Ferchland im Norden unseres Bundeslandes. Da hoffen wir auch auf viele Funde, vor allem deshalb weil die MTB in diesem Gebiet völlig unterkartiert sind.
Wir wünschen Euch viel Erfolg bei Eurer Ausstellung! Vielleicht zeigst Du ein paar Fotos davon oder stellst besondere Funde vor?
Würde uns sehr interessieren.
LG Ulla -
Hallo Jan,
ich würde zu Deinem Fund sagen: Weichritterling, Melanoleuca. mehr läßt sich ohne Mikroskop nicht sagen. Melanoleuca ist eine schwierige Gattung.
LG Ulla -
Hallo Konrad,
zu Deinem ersten Pilz würde ich erst mal Galerina - Häubling sagen. Mehr leider nicht. das ist nicht meine Gatttung.
Den 2. würde ich in Richtung Psathyrella stellen, ev. Ps. cotonea. Schau vielleicht dort nach. Einen richtigen Ring sehe ich auf deinen Fotos nicht, denn da könnte es auch Ps. caput-medusae - das Medusenhaupt sein.
Ist erstmal eine Idee.
LG Ulla -
Lieber Pablo,
auch von mir die allerherzlichsten Geburtstagsgrüße!
Bleib so wie Du bist. Danke für Deine stets objektive Einschätzung der Pilzfunde im Forum.
Ich bewundere Dein umfassendes Wissen!
Von mir natürlich einen kleine schleimigen Gruß!
Lepidoderma tigrinumLG Ulla
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Hallo ihr beiden,
ja I. tjallingiorum habe ich auch schon gefunden. Fundort war ähnlich: in den Latdorfer Kalkteichen bei Bernburg. Sahen makroskopisch und mikroskopisch ähnlich aus. Müßte aber mein Eksikkat dazu nochmal ausgraben.
LG Ulla -
Hallo Dieter,
da sieht schon so aus.
Wir hatten den auch schon mal an Birke. Leider war er dort auch noch sehr jung.
LG Ulla -
Hallo Malone, tolle Fotos!
Da kriegt man wieder richtig Lust auf Pilzsuchen. Aber bei uns ist noch nichts los.
Auf offenen Gelände kommt allerdings langsam was.
Zu Deinem Kiefernbraunporling würde ich eher Harzporling Ischnoderma resinosum oder wenn von Nadelholz I. benzoinum sagen. Der hat am Anfang so weiße Zuwachszonen.
LG Ulla -
Hallo Romana,
ja leider ist es nur bei bestimmten Arten möglich, Schleimpilze makroskopisch zu bestimmen. Da gehört meist eine gewisse Erfahrung dazu.
Als Anfänger ist das meist nicht möglich. Man braucht auf jeden Fall Bestimmungsliteratur.
Auch bei "leicht kenntlichen" Arten wie dem Blutmilchpilz oder der Lohblüte gibt es doch schon ähnliche Arten die man dann genauer untersuchen muß.
Aber wenn man sich erst einmal genauer damit beschäftigt läßt einen da nicht wieder los.
Aber ich bin gern immer dazu bereit Dir bei der Bestimmung zu helfen. Allerdings solltest Du dazu immer einen Beleg zur genaueren Untersuchung aufheben (einfach trocknen und in eine luftdurchlässige Schachtel einkleben - hält so ein Jahrhundert!)
LG Ulla -
Hallo Romana,
ich muß Dir sagen, daß es sehr gewagt ist sich als Mikroskopierneuling gleich mit Stemonitis zu beschäftigen. Die Gattung ist sehr schwierig, da man sowohl die Sporen ansehen muß und auch das Capillitium (das Fadengeflecht welches die äußere Form erhält). Die Untersuchung des letzteren ist nicht einfach, da man schauen muß ob ein Oberflächennetz da ist und wie groß die Netzmaschen sind. Ich weiß nicht ob Du schon mit Deinem Mikroskop Größen messen kannst. Auch ich habe da meine Schwierigkeiten!
Deshalb laß lieber die Finger davon und lege den Fund unter spec. ab.
Da ist die Untersuchung von Metatrichia vesparium einfacher. Da brauch man nicht mal eine Meßeinrichtung: M. vesparium hat ein sehr schönes Capillitium (Fadengeflecht im Innern, das ist der wollige Puschel) mit spiralig gewundenen Fäden die mit vielen Stacheln besetzt sind und kurze Enden haben, während die ähnliche Art M. floriforme keine Stacheln auf dem Capillitium hat, sondern nur spiralartig gewunden ist und lang ausgezogene Enden der Capillitiumfasern hat.
Probier es mal damit. Das sieht faszinierend aus!
LG Ulla -
Hallo beinander,
ja Dein Fund, liebe Romana ist keine Dictydiaethalium plumbeum sondern wie Veronika und Pablo schon schrieben Reticularia (Enteridium) lycoperdon, der Stäublingartige Schleimpilz.
Enteridium und Reticularia ist die gleiche Gattung (ja nach Auffassung)
Dictydiaethalium plumbeum bildet immer einen sehr gleichmäßigen flächigen Fruchtkörper aus vielen Einzerlfruchtkörpern aus. Die Farbe der reifen Fruchtkörper ist grau, nie so silbrig glänzend. Bei Deinem Fund läßt sich die äußere Peridie oder Außenhaut abziehen, bei Dictydiaethalium plumbeum nicht. Aber wie bei allen Schleimis, siehe meine Signatur!
LG Ulla -
Hallo Romana,
ja Metatrichia vesparium kommt in Frage. Aber ohne mikroskopische Untersuchung gibt es bei Myxomyceten immer eine gewisse Unsicherheit. Denn es gibt noch metatrichia floriforme, die sich nur mikroskopisch eindeutig unterscheidet.
Bei Stemonitis sieht es noch schlimmer aus. da geht ohne Mikroskop gar nichts. Die Aufsammlung als St. axifera abzulegen ist mehr als gewagt. Lieber doch als Stemonitis spec.Veronika schrieb:
Ich habe den Pilz in einer gelben Variante gefunden und ihn als Trichia favoginea_Gelber Schleimpilz bezeichnet. Für die Richtigkeit kann ich nicht garantieren, weil ich keine mikroskopische Bestimmungen vornehme. Aber schön und faszinierend sind ide "Biester" allemal.
Hallo Veronika,
Eine gelbe Variante von Metatrichia vesparium gibt es nicht. Trichia ist eine andere Gattung. Dein Fund halte ich auch nicht für Trichia favoginea, da die Sporangien viel zu dicht beieinander wachsen. T. favoginea bildet etwas zylindrische, walzenförmige Fruchtkörper aus, die eigentlich nie so wabig beieinander wachsen. Aber nur mit Mikroskop läßt sich das genauer klären.
Aber ich stimme Dir zu: schön und faszinierend sind die Schleimis allemal. Deshalb sind es meine Lieblinge!

Lg Ulla
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Hallo Konrad,
wenn Du Dir sicher bist, daß es eine Erle war: ist es der Erlen-Schillerporling, Inonotus radiatus. Aber ungewöhnlich gewachsen.Als ich allerdings Deine Fotos ansah ohne den Text genauer zu lesen und gewußt zu haben, daß es eine Erle sein soll, hätte ich eher auf einen Nadelbaum getippt (wegen der scholligen Rinde,Kiefer oder Lärche). Dann hätte ich dazu Kiefernbraunporling gesagt Phaeolus schweinizii.
LG Ulla -
Hallo Alisa,
schöne Foto hast Du gemacht!!
Ja Dein erstes Foto ist ein Schleimpilz, heißt Ceratiomyxa fruticulosa, der Geweihförmige Schleimpilz. Den 2. würde ich wie Sarifa eher in Richtung Kohlebeere einordnen, das sind Ascomyceten oder Schlauchpilze.
Der dritte ist eine Lohblüte, Fuligo septica in der "Normalform" während der 4. auch zur Gattung der Lohblüten gehört, in der Variation candida (weiße Variation).
Schön ist es wenn Du weiter so interessiert bist!!
LG Ulla -
Hallo Romana,
einen schönen Fund hast Du da gemacht.
Es ist auf jeden Fall Hemitrichia serpula. Diese Art ist durch ihre Wuchsform auch makroskopisch eindeutig zu bestimmen.
Wo hast Du sie gefunden? Ich hatte sie gerade vor ein paar Tagen bei der DGfM-Tagung in Bernried an Laubholz.
LG Ulla -
Hallo,
außer der Herkuleskeule käme bei Deinem Fund auch noch die Zungenkeule - Clavariadelphus ligula - in Frage.
Die ist kleiner und meist oben nicht so verdickt wie die Herkuleskeule. Die schwarze Verfärbung halte ich für einen Trockenschaden.
Allerdings soll C. ligula bei Nadelbäumen vorkommen. Wenn Du schreibt im Buchenlaub wäre wohl doch nur eine Mickerform von C. pistillaris in Betracht zu ziehen.
LG Ulla -
Hallo Björn,
ja, ich würde Jan-Arne recht geben und den Schleim als Physarum leucophaeum bezeichnen. Für Ph. nutans (oder jetzt Ph.alba) sind mir die Fruchtkörper zu stabil, auch fehlt ja das Nicken der Köpfchen. Deine Mikrofotos sind auch recht schön, man sieht gut die dunkleren Warzengruppen auf der Sporenoberfläche. Mich hat allerdings das Capillitium etwas irritiert, welches keine klar umgrenzten Kalkknoten hat sondern etwas badhamioid aussieht, d.h. die Kalkknoten gehen säulenartig ineinander über. Aber Ph. leucophaeum hat manchmal auch eine Pseudocolumella im Innern wo die Struktur der Kalkknoten schon mal so aussehen kann. Auch von Gesamthabitus kommt eigentlich nichts anderes in Frage. Die Art ist generell sehr variabel und manchmal nicht ganz eindeutig.
LG Ulla -
Hallo Dieter,
ich würde Deinen Fund eher bei den Fälblingen - Hebeloma - einordnen. Der gefleckte Rübling (Rhodocollybia maculata) hat eigentlich immer weiße Lamellen. Aber ohne weitere vor allem mikroskopische Untersuchung ist da weiter nichts genaueres zu sagen.
LG Ulla -
Hallo, tolle Bilder, vor allem vom Nordlicht!
Sind auch gerade aus Schweden zurück, von der Cortinarien-Tagung in Mittelschweden. Das war allerdings zu weit südlich fürs Nordlicht.
Deine Lorchel ist eine Bischofsmütze - Gyromitra infula. Sie wächst gern auf Kahlschlägen im Nadelwald.
LG Ulla -
Hallo Stephan,
ja das ist sicher I. calamistrata. Der läßt sich auch makroskopisch einigermaßen sicher ansprechen.
Wir hatten den bei uns im Oberharz, im Nadelwald an feuchten Stellen, aber er soll ja auch bei Laubbäumen vorkommen.
Sehr schöner Fund!!
LG Ulla -
Hallo,
für Kiefern-Braunporlinge stimmen mir die Farben nicht, eigentlich zu hell. Ohne Angabe zum Substrat (wenigstens ob Laub- oder Nadelholz) ist das meiner Meinung auch Spekulation.
Ich würde da eventuell, falls Laubholz, noch einen sehr jungen Riesenporling - Meripilus giganteus- ins Rennen schmeißen.
LG Ulla -
Hallo Magellan,
Deine Nr. 2 ist auf jeden Fall keine Lohblüte.
Es könnte ein Schleimpilzplasmodium sein was auf der Rinde rumkriecht.
Allerdings schließe ich auch einen resupinaten Rindenpilz nicht aus, da das links auf dem Bild eher so aussieht.
Man müßte die Konsistenz des Pilzes wissen, ob schleimig oder eher wattig. Beim Plasmodium ist eine Bestimmung in dem Stadium nicht möglich.
Bei Rindenpilz könnte vielleicht Tomentella helfen.
LG Ulla -
Hallo Armin,
ja das kenne ich auch aus Schwedisch-Lappland. Da waren die Birkenpilze und Rotkappen größer als die Zwergbirken - Betula nana. Das macht dann natürlich Spaß Pilze zu suchen wenn man sie schon "meilenweit" in der Tundra sieht. Ist schon eine tolle Landschaft!
LG Ulla
