Beiträge von lamproderma

    Hallo,
    ich stimme den anderen bei der Bestimmung bei. Cyathus stercoreus, der Dung-Teuerling (wächst nicht nur auf Dung, sondern auch auf nährstoffreichen Substraten)
    Ich kann Dich aber beruhigen, Deiner Petersilie tut der nichts. Laß sie zusammen wachsen und erfreue Dich an der "Symbiose".
    LG Ulla

    Hallo Clavulina,
    ja wir lechzen auch schon nach den Morcheln, aber das dauert sicher noch mindestens 14 Tage. Z.Z. sind erst man die Böhmischen Verpeln - Ptychoverpa bohemica im Kommen.
    Letztes Wochenende waren wir in der Bitterfelder Ecke um im Kiefern-Revier nach Frühjahrs-Lorcheln Ausschau zu halten. Die haben wir leider nicht gefunden, aber die Schwarzweißen Lorchen - Helvella leucomelaena standen in Menge da und auch der Große Scheibling- Discina anciilis.
    Im Auwald wächst der Morchelbecher - Disciotis venosa reichlich.
    Du hast bei Deinen Fotos ein nettes Moos abgebildet, das hatten wir auch in Bitterfeld.
    Weiß vielleicht jemand auf 'nen Ruck wie es heißt? Sonst müßte ich mal 'ne "Blätter"-Moos-Bestimmung machen (habe keine Ahnung von Moosen, finde aber die Namen lustig z.B. "Runzelbrudermoos" :D, das wirds aber nicht sein ).
    LG Ulla

    Hallo liebe Forianer,
    wie schon im letzten Jahr möchte ich Euch zur Vortragstagung des Landesfachausschuss Mykologie Sachsen-Anhalt am 09.04.2016 nach Halle/Saale einladen.
    Es gibt wieder einige interessante Vorträge und am Nachmittag eine Exkursion im Stadtgebiet von Halle/Saale. Wer also Lust hat da mal reinzuschauen und es eventuell nicht so weit hat, ist herzlich eingeladen.
    LG Ulla



    Landesfachausschuss Mykologie Sachsen-Anhalt & Landesverband der Pilzsachverständigen
    [font="Albertus Medium"]in Sachsen-Anhalt e.V (LVPS)[/font]
    [font="Albertus Medium"]Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Mykologie (DGfM)[/font]
    [font="Albertus Medium"]home-page: http//www.lvps.de/[/font]


    E i n l a d u n g
    z u r p i l z k u n d l i c h e n V o r t r a g s t a g u n g
     


    Der Landesfachausschuss Mykologie Sachsen-Anhalt und der Landesverband der Pilz ­sach ­ver ­ständigen Sachsen-Anhalt e.V. (LVPS) laden zu einer gemeinsamen pilzkundlichen Vortrags ­ver ­anstaltung ein.


    Tagungstermin: Sonnabend, 09.04.2016
    Beginn: 10.00 Uhr
    Tagungsort: Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie, Mothes-Saal
    Weinberg 3
    06120 Halle (Saale)
     Organisator vor Ort: Dr. Norbert Arnold
     Programm:
    10.00 –“ 10.20 Uh H. Zimmermann
    Begrüßung, Organisatorisches und Terminierung 2016
    10.20 –“ 10.50 Uhr U. Richter
    Der Pilz des Jahres 2016 –“ Lepista personata (Lilastieliger Rötelritterling)10.50 –“ 11.35 Uhr H. Dörfelt
    Probleme der Systematik von Porlingen
    11.35 –“ 12.00 Uhr W. Huth
    Pilze in kurzlebigen Habitaten (Teil 2)
    12.00 –“ 13.00 Uhr

    Mittagspause
    Es gibt Getränke (Kaffee, Tee und Mineralwasser), selbstgebackenen Kuchen
    13.00 –“ 13.15 Uhr G. Hensel
    Kartierungssplitter - über frühe unbekannte oder wenig bekannte Mykologen in Sachsen-Anhalt
    13.15 –“ 13.40 Uhr H. Zimmermann
    Pilze in der Kiesgrube Gröbzig
    13.40 –“ 14.00 Uhr T. Albrecht
    Schutzgebiete in der Stadt Halle
    ab 14.00 Uhr
    Exkursion in die Nordspitze der Peißnitz

    Hallo Jan-Arne,
    hab Dir auf Deine PN geantwortet.
    Ist ein leider unreifer Schleim, eventuell Physarum oder Didymium. Ist leider nicht mehr zu klären. Die Bedingungen haben einfach nicht gestimmt, daß der Schleim ausgereifen konnte.


    LG Ulla

    Hallo Lichtbildner,
    auf jeden Fall sind die Fruchtkörper noch unreif. Falls Du sie mitgenommen hast, kannst Du ja noch abwarten wie sie sich weiterentwickeln. Ich hatte angenommen, daß sie von der selben Stelle wie die vorigen waren, da sie doch sehr ähnlich aussahen. Aber auch eine Arcyria wäre nicht ganz auszuschließen. Aber da kann nur eine mikroskopische Úntersuchung des möglichst reifen Fruchtkörpers helfen.
    LG Ulla

    Hallo Lichtbildner,
    das sind nur unreife Fruchtkörper von denen die Du schon gerade vorgestellt hast.
    Trichia decipiens oder eventuell eine Hemitrichia. Entscheidung nur nach mikroskopischer Untersuchung des Capillitiums.
    LG Ulla

    Hallo Lichtbildner,
    ja sieht schon aus wie Trichia decipiens, obwohl auch eine Hemitrichia nicht auszuschließen ist. Dazu müßte man wissen wie das Capillitium mikroskopisch aussieht.
    Vielleicht machst Du noch 'ne Mikroaufnahme?
    LG und schöne Ostern!
    Ulla

    Hallo, ist ja interessant.
    Einen Schleimer hätte ich ja wegen der Sporenfarbe ausgeschlossen.
    Einen Asco hätte ich allerdings nicht vermutet. Hoffentlich klärt sich das dann noch.
    Mich hatte das zunächst an einen Pilz aus Spanien erinnert, der aussah wie eine Lycogala an Erde gewachsen. In den Abbildungen der "Bolets de catylunya" fand ich dann die Lösung: Ostracoderma torrendii, einem Botrytis-artigen Pilz.
    Aber Dein Pilz sieht schon anders aus.
    Ist spannend,
    LG Ulla

    Hallo Lichtbildner,
    wie immer Spitze, die Fotos. Man muß eben Glück haben mit den Motiven.
    Sieht schon sehr nach Badhamia utricularis aus. Die hängenden Fruchtkörper und die kalkhaltigen Fruchtkörper, auch wenn man das Capillitium nicht richtig sieht.
    B. utricularis ist ja eine Art die mehr im Herbst/Winterhalbjahr wächst.
    LG Ulla

    Hallo Lichtbildner,
    Dein neuer Schleimi ist eine Arcyria. Wie es scheint gehört sie zu denen wo sich das Capilliitum, die filigrane Wolle, sich leicht vom Stielbecher abtrennen läßt.
    Auf Grund der Farbe und der Form der Fruchtkörper würde ich eventuell auf Arcyria ferruginea tippen. Aber entgültige Entscheidung kann nur die mikroskopische Untersuchung vor allem der Capillitiumstruktur schaffen.
    Zu Deinen beiden Belegen von letztens habe ich Dir eine mail geschickt, hat leider etwas länger gedauert.
    LG Ulla

    Hallo ,
    wichtig wäre zu wissen ob der Fruchtkörper eine weiche Konsistenz hat oder hart ist wie ein Porling.
    Ich könnte mir bei weicher Konstistenz vorstellen, daß es vielleicht Brefeldia maxima wäre. Der ist am Rand im unreifen Zustand etwas rötlich, sitzt auf einem weißen Hypothallus (Untergrund) und läßt sich mikroskopisch durch das charakteristische Capillitium mit den blasenförmigen, netzartigen Erweiterungen sofort eindeutig bestimmen.
    LG Ulla

    Hallo Lichtbildner, zum Schleimi würde ich erst mal nur die Gattung sagen: Arcyria.
    Aber die Art zu bestimmen ist in dem Fall Spekulation:
    der gelbe ausgereifte Fruchtkörper erinnert mich an Arcyria pomiformis. Dafür spricht zunächst die Farbe und das relativ wenig expandierte Capillitium.
    Allerdings sprechen die unreifen Fruchtkörper mit ihrer rötlichen Farbe eher für eine rötliche Art die möglicherweise ausbleicht. Da käme eventuell Arcyria ferruginea oder A. oerstedtioides in Frage. Aber das läßt sich wie schon öfters gesagt nur mikroskopisch klären. Man mußte wissen wie das Capillitium am Becher angewachsen ist, wie die Capillitium-Struktur ist und die Form des Bechers.
    LG Ulla

    Hallo Lichtbildner,
    wieder schöne Fotos wie immer! :thumbup:
    Das verschrumpelte Aussehen könnte schon durch Witterungsbedingungen kommen, falls die Fruchtkörper Frost bekommen haben.
    Ich könnte mir vorstellen, daß das eine Badhamia sein könnte, der Stiel auf deinem 2. Bild könnte dafür sprechen. Aber wie immer, ohne Mikroskop keine definitive Bestimmung.
    Dazu sehen sich manche Schleimis, auch gattungsübergreifend zu ähnlich und man müßte mehr Fotos haben, wo man mehr Einzelheiten sieht.
    Wie schon öfters gesagt, wenn Du einen Beleg hast kann ich versuchen was raus zu bekommen. Dann melde dich.
    LG Ulla

    Hallo Rainer,
    per PN habe ich Dir meine Ergebnisse mitgeteilt. Die Stemonitales sind immer etwas schwierig, vor allem wenn die Fruchtkörper nicht richtig ausgereift sind. Dazu gehört, daß man die Fruchtkörper sporenmäßig richtig ausblasen kann um das Capillitium zu betrachten. Leider konnte man das bei Deinem Beleg nur bedingt.
    Trotzdem denke ich ziemlich sicher, daß das keine Comatricha nigra ist. Auch die anderen Comatricha-Arten mit zylindrischen Fruchtkörpern passen nicht. Deshalb würde ich Deinen Fund bei Stemonaria einsortieren. Die einzige Art aus der Gattung mit warzigen Sporen in der Größenordnung und mit halbseitiger hellerer Seite ist Stemonaria irregularis. Dazu würde ich Deinen Fund rechnen.
    LG Ulla

    Hallo Pablo,
    ein sehr schönes Portrait von Arcyria ferruginea hast Du da gemacht. :thumbup: Ich kann da nur zustimmen. ;)
    Schön, daß sich Dein Fund noch so wunderbar entwickelt hat. Bei unreifen Schleimis hat man nur recht selten Glück, daß sie dann voll ausreifen wie in Deinem Fall.
    Schön sieht man auf dem letzten Makrofoto das leicht ablösbare Capillitium was typisch ist für diese Art. Es gibt zwar noch einige andere rote Arcyrien die dieses Merkmal haben, aber die haben anders strukturiertes Capilliitum und auch die Sporengröße ist anders.
    Also spricht nichts gegen Deine Bestimmung.
    LG Ulla

    Hallo Lichtbildner,
    ich gebe Pablo sehr recht was er zu dem Thema geschrieben hat.
    Schleimpilze gib es zwar das ganze Jahr, aber es gibt schon verschiedene Vorlieben.
    Manche Schleimis haben eine große Amplitude in ihrem jahreszeitlichen Erscheinen, andere fruktifizieren nur in kurzen Perioden.
    Pablo sprach ja die nivicolen Arten an.
    Das sind Arten die ausschließlich nur nach der im zeitigen Frühjahr am Rande des schmelzenden Schnees erscheinen. Dazu muß der Schnee aber mindestens 2 Monate liegen und die schneedecke muß schon ziemlich dick sein, dann muß es warm werden, daß der Schnee abschmilzt und das Mikroklima unter der schmelzenden Schneedecke bringt dann die Schleimis zum fruktitfizieren. Das findet allerdings vorwiegend im Gebirge in Höhen über 500m statt, da dort die Bedingungen am besten sind. Leider sind diese Arten durch die Klimaerwärmung stark gefährdet, da die Bedingungen in den letzten Jahren immer schlechter wurden. Ich suche diese Arten ja auch im Mittelgebirge, bei uns im Harz, und da sah es in den letzten Jahren immer schlechter aus. Auch in den Alpen gab es im letzten Jahr nur sehr wenig.
    Zur Substratspezifik: Du sprachst ja meine Beitrag zu den Schleimis auf der Roten Pestwurz an. Das ist eine ganz spezialisierte Art, was aber für die Schleimis eigentlich ungewöhnlich ist. Normalerweise nutzen die Myxos ihr Substrat eher als Unterlage für ihre Fruktifikationen, da sie sich nicht davon ernähren sondern eher von Bakterien u.a. Mikroorganismen. Aber es gibt Arten die meist auf Nadelholz zu finden sind, andere nur auf Laubholz. Wieder andere lieben mehr Laub, pflanzliche Abfälle oder leben auf Moos oder z.B. auch an Erlenzapfen. Warum das so ist kann ich leider nicht sagen. Das sind Erfahrungswerte. Man kann also auch gezielt an solchen speziellen Substraten suchen oder solches Substrat in Kultur (in feuchter Kammer) nehmen und hoffen, daß darauf was kommt.
    Es gibt auch jahreszeitliche Vorlieben. Die meisten Arten kommen im Herbst, aber es gibt Arten die den zeitigen Winter oder das Frühjahr bevorzugen.
    LG Ulla

    hallo, Deine neuen Funde sind die selbe art wie in Deinem vorigen Artikel:
    Physarum leucophaeum. Das ist eine sehr variable Art. Die Kalkauflage in diesem Fall ist nicht so dicht und da kommt die bläulich irisierende untere Peridie durch.
    Wie immer tolle Aufnahmen!
    LG Ulla