Hallo Thomas,
wieso fehlt Dir Physarum polycephalum? Wie Marion schrieb, ist die Art aus Deutschland aus dem freiland noch nicht bekannt. Dem kann ich nur zustimmen.
Wenn man sich wirklich mit Schleimpilzen beschäftigen möchte, kommt man nicht drum herum sich entsprechende Literatur zu beschaffen.
Da sind die drei deutschsprachigen Bücher von Neubert et al. schon die richtige Wahl. Inzwischen gibt es von den Franzosen um Marianne Meyer, Jean Bozonnet und Michel Poulain auch ein hervorragendes 2-bändiges Werk. Das hat aber auch seinen Preis. Von dem "preisgünstigen" Werk von S.Stephenson/H.Stempen möchte ich aber abraten, denn darin sind leider nur relativ wenige Arten enthalten, in Deutschland sind viel mehr nachgewiesen. Das würde sicher zu falschen Nachweisen führen.
Mausmann schrieb:
Dann mal nebenbei die Frage, kann man P.p. nur mikroskopisch o.ä. bestimmen oder gibt es auch andere Wege um ihm auf die Spur zu kommen?
Ich hatte einige Funde die optisch passend aussehen würden aber da ich astronomisch weit davon entfernt bin Myxos bestimmen zu können gibt es bestenfalls noch Bilder dazu.
Wenn ich also bei neuerlichen Funden den Verdacht bekomme diese Art vor mir zu haben, kann ich dem irgendwie nachspüren, am besten vor Ort ???
Wenn der doch in Deutschland als Mangelware gilt dann lohnt es sicherlich mal intensiver zu gucken.
Ich kann ja nicht jeden Schleimifund einsacken und Ulla damit behelligen.
Lieber Mausmann,
Du kannst mich gern mit Deinen Funden behelligen,
P.polycephalum wurde wie oben schon gesagt in Deutschland noch nicht im Freiland nachgewiesen. Ob es Versuche mit der Art in Labors gibt ist mir nicht bekannt.
Die Art ist gestielt und trägt nicht nur ein einzelnes Köpfchen sondern mehrere büschelig wachsende. Die Art ist dadurch gut kenntlich, allerdings ist die Wahrscheinlichkeit, dass Du die Art findest eher unwahrscheinlich oder Du hast unverschämtes Glück.
Aber man weiß ja nie. Also wenn Du was hast zur Bestimmung, kannst Du es mir jederzeit schicken.
LG Ulla