Beiträge von lamproderma

    Hallo Pilzgemeinde,
    eben erhielt ich die Nachricht dass Prof. Hanns Kreisel verstorben ist.
    Er war ja einer der bedeutendsten Mykologen der neuen Bundesländer.
    Wir haben ihm u.a. die Überarbeitung des 6-bändigen Werkes " Handbuch für Pilzfreunde" von Michael/Hennig zu verdanken.
    Das Werk ist trotz seines Alters immer noch aktuell, da es sehr umfassende Beschreibungen der Arten enthält.
    Gedenken wir seiner!


    LG Ulla

    Lieber Sven,
    auch von uns herzlichen Glückwunsch zu Deinem Ehrentag. Bleib gesund und weiter so aktiv!
    Sehen wir uns spätestens vielleicht zur 2. Boletus-Tagung in Arendsee? Ich würde mich freuen!
    Einen kleinen schleimigen Gruß!
    von Ulla und Gunnar




    Lepidoderma tigrinum

    Hallo Mentor, schöne Funde!
    Ja auch im Winter gibts immer was zu entdecken.
    Deine Nr.2 ist keine Hexenbutter (Fuligo sp.) sondern sieht mir eher nach Hemtrichia serpula aus (gibts keinen deutschen Namen). Die Art bildet etwas labyrintische Fruchtkörper aus, das Capillitium (das gelbe Fadengeflecht) ist lang elastisch (wenn man mit der Pinzette dran zieht, kann man das Capillitium ganz abziehen) und bildet spiralartige Fäden.
    Schöner Fund, ist nicht so häufig. Endgültige Klarheit allerdings nur mit mikroskopischer Untersuchung
    LG Ulla

    Hallo Alisa,
    auch Euch ein erfolgreiches Pilzjahr 2017.
    Schöne Fotos habt Ihr wieder eingestellt! ==Pilz22


    Das 2. erinnert mich an einen Gurkenschnitzling, der hat immer so einen fettigen braunen Hut mit einer helleren Kante. Wäre schön wenn Ihr mal dran gerochen hättet, da wäre es einfacher.
    LG Ulla

    Hallo Thomas,
    wieso fehlt Dir Physarum polycephalum? Wie Marion schrieb, ist die Art aus Deutschland aus dem freiland noch nicht bekannt. Dem kann ich nur zustimmen.
    Wenn man sich wirklich mit Schleimpilzen beschäftigen möchte, kommt man nicht drum herum sich entsprechende Literatur zu beschaffen.
    Da sind die drei deutschsprachigen Bücher von Neubert et al. schon die richtige Wahl. Inzwischen gibt es von den Franzosen um Marianne Meyer, Jean Bozonnet und Michel Poulain auch ein hervorragendes 2-bändiges Werk. Das hat aber auch seinen Preis. Von dem "preisgünstigen" Werk von S.Stephenson/H.Stempen möchte ich aber abraten, denn darin sind leider nur relativ wenige Arten enthalten, in Deutschland sind viel mehr nachgewiesen. Das würde sicher zu falschen Nachweisen führen.


    Mausmann schrieb:
    Dann mal nebenbei die Frage, kann man P.p. nur mikroskopisch o.ä. bestimmen oder gibt es auch andere Wege um ihm auf die Spur zu kommen?


    Ich hatte einige Funde die optisch passend aussehen würden aber da ich astronomisch weit davon entfernt bin Myxos bestimmen zu können gibt es bestenfalls noch Bilder dazu.
    Wenn ich also bei neuerlichen Funden den Verdacht bekomme diese Art vor mir zu haben, kann ich dem irgendwie nachspüren, am besten vor Ort ???
    Wenn der doch in Deutschland als Mangelware gilt dann lohnt es sicherlich mal intensiver zu gucken.
    Ich kann ja nicht jeden Schleimifund einsacken und Ulla damit behelligen.


    Lieber Mausmann,
    Du kannst mich gern mit Deinen Funden behelligen,
    P.polycephalum wurde wie oben schon gesagt in Deutschland noch nicht im Freiland nachgewiesen. Ob es Versuche mit der Art in Labors gibt ist mir nicht bekannt.
    Die Art ist gestielt und trägt nicht nur ein einzelnes Köpfchen sondern mehrere büschelig wachsende. Die Art ist dadurch gut kenntlich, allerdings ist die Wahrscheinlichkeit, dass Du die Art findest eher unwahrscheinlich oder Du hast unverschämtes Glück.
    Aber man weiß ja nie. Also wenn Du was hast zur Bestimmung, kannst Du es mir jederzeit schicken.
    LG Ulla

    Hallo,
    wie immer sehr schöne Fotos.
    Es könnte sich bei den beiden Fotos auch um unterschiedliche Arten handeln.
    Aber bei den roten Arcyria-Arten muß man immer die Anwachsverhältnisse des Capillitiums am Stielbecher betrachten und dann auch die Capillitium-Struktur sowie die Sporengröße.
    Fur Arcyria denudata halte ich aber beide Fotos nicht, diese Art blaßt eigentlich nie so aus. Auch vom allgemeinen Habitus sieht die Art auch anders aus.
    Aber ohne weitere Untersuchung lege ich mich da nicht weiter fest.
    Wenn Du es genauer wissen willst solltest Du von den Funden Belegexemplare als Exsikkat aufheben, die man gegebenenfalls weiter untersuchen kann.
    LG Ulla

    Hallo Rainer, Dein Fund ist m.M. ganz sicher Pleurotus dryinus, der Berindete Seitling.
    Die grauschuppig filzig aufbrechende Huthaut ist ganz typisch. Auch das Vorkommen an Fichte ist nicht ungewöhnlich.
    Der Getigerte Sägeblättling hat immer gesägte Lamellenschneiden, die hat Dein Fund, trotz des trockenen Zustandes gut zu erkennen, nicht.
    Auch hat der Getigerte Sägeblättling eine viel dunkler schuppige Huthaut. Er wächst eigentlich auch eher im Frühsommer.
    LG und einen schönen 4. Advent
    Ulla

    Hallo,
    ich wollte eigentlich nur dazu beitragen, daß der Zunderschwamm Fomes fomentarius meines Wissens nicht an Pappel wächst ! Auch wären die Fruchtkörper nicht so abreißbar wie auf den Fotos zu sehen.
    LG Ulla

    Hallo Charlotte,
    Du hast auf der Losung wie die anderen Forianer schon sagten einen Schleimpilz gefunden. Jan-Arne hat schon die richtige Lösung genannt: Didymium dubium.
    Didymium hat eine kalkhaltige Peridie, also Kruste auf der Oberhaut, die kristalline Strukturen aufweist (wie sternförmige morgensternartige Gebilde).
    Die Sporen haben eine recht deutliche Struktur, wie bei Deinen Fotos zu sehen ist. Die Größe kommt auch einigermaßen hin (10um sind die Untergrenze).
    Auf der Peridie sind undeutliche braune Flecken zu sehen, die ich erst etwas merkwürdig fand, da eigentlich nur gestielte Didymium-Arten eine deutlich braungefleckte Peridie haben. In der Literatur wird bei D. dubium aber auch eine gelblich-braun getönte Peridie genannt die auch marmoriert sein kann. Das kommt bei Deinen Fotos dann doch hin. Also denke ich daß Didymium dubium schon richtig sein kann. Das ist eine recht variable Art, die ich auch schon auf Dung gefunden habe.
    Ein schöner Fund!
    LG Ulla

    Hallo Kozaki,
    Deine Sterne würde ich für den Rötenden Erdstern (Geastrum rufescens) halten, der ist nach dem Halskrausenerdstern (G.triplex) einer der größten der Gattung.
    G.triplex ist es nicht, der hätte in dem zustand schon die typische Halskrause. Auch si9eht man auf Deinem Bild auch die rätliche Färbung der Fruchtkörper.
    bei Nr. 4 hast Du glaube ich 2 verschiedene Arten abgebildet. das erste und das dritte gehören zusammen, würde ich als Hallimasch bezeichnen. Das mitllere Foto halte ich wie auch Weiheit schon dachte für einen Körnchenschirmling, allerdings welcher, weiß ich nicht, da müßte man schon mehr wissen (vor allem den Geruch)
    LG Ulla

    Hallo Romana,
    das Capillitium ist der rote Puschel am Ende des Stiels, wie ein wolliges Geflecht. Die Struktur ist meist netzig und auf der Oberfläche der Netzmaschen sieht man Struktur (Stacheln, Warzen oder Halbringe). Das ist dann Artspezifisch. Natürlich muß man auch die Sporen ansehen (zumindest die Größe, A.denudata: 6-8 um)). Ich weiß nicht ob Du die messen kannst.
    Arcyria denudata müßte grobe halbringartige Strukturen auf den Fäden haben, keine Stacheln oder Warzen. Schau es Dir mal an!
    LG Ulla

    Hallo,
    auf Deinen beiden ersten Bildern würde ich keinen Schleim sehen, sondern etwas tierisches (Kokon?). Bei dem letzten Foto könnte man eventuell an was cyphelloides denken.
    Aber ohne genauere Untersuchung läßt sich das nicht näher eingrenzen.
    LG Ulla

    Hallo Romana,
    ja ich würde den Schleimi auch für Arcyria denudata halten. Er gehört zu den roten Arcyria-Arten wo das Capillitium fest mit dem Stielbecher verwachsen ist.
    Die zwei anderen Arten, die da noch in Frage kommen, sind aber mehr hellrot-rosa und passen da nicht.
    LG Ulla

    Hallo Dieter,
    Dein Schleimi wäre sicher mal eine Comatricha geworden. Cribraria schließe ich da ganz aus, denn die hat im jungen Zustand nie schwarze Stiele.
    Es ist immer etwas problematisch unreifen Schleim zur Reife zu bringen, denn in dem Zustand sind die Fruchtkörper sehr empfindlich.
    LG Ulla

    Hallo Lichtbildner,
    schönes Foto!!
    Ist auf jeden Fall eine Arcyria. Da gibts nur wenige die gelb sind.
    Arcyria obvelata würde ich ausschließen, denn die hat lang expandierendes Capillitium (das Fadengeflecht was man bei Dir als Puschel sieht). A.globosa hat einen Kelchbecher, den man bei Deinem Foto nicht sieht. Sie ist auch mehr beigefarbig.
    So käme noch A. pomiformis in Frage.
    Aber man müßte auf jeden Fall mikroskopieren um die Capillitiumstruktur zu sehen und auch die Sporengröße festzustellen.
    LG Ulla

    Hallo Mausmann,
    danke Dir für den Link!



    Hallo Norbert,
    ja das Ausreifen des Myxos wird schon noch ein paar Tage dauern, Wochen eher nicht.
    Wenn Du vielleicht in einer Woche nochmal hinschaust, sollte er schon reif sein (Frost sollte natürlich nicht wirklich dazwischen kommen aber dann muß man es darauf ankommen lassen und einfach schauen).
    Dann quetsch von ihn mal etwas unters Mikro (Fruchtkörper trocknen lassen und dann Sporenmasse möglichst durch Ausblasen etwas entfernen). Sieht interessant aus!


    LG Ulla

    Hallo Norbert,
    der Schleim ist ja leider noch unreif. Aber ich habe eine Idee. Kannst Du den Fundort weiter beobachten?
    Das könnte Brefeldia maxima werden!
    Dann verfärbt sich der Myxo erst rötlich, dann wird er dunkelbraun bis schwarz. Mikroskopisch hat er im reifen Zustand ein typisches Capillitium mit lampionartig erweiterten Fäden. Wurde schon ein paar mal im Forum gezeigt. Weiß allerdings nicht wie ich die Beiträge finde und hier einfügen kann.
    Wäre ein schöner Fund! Die Art ist zwar auffällig aber nicht so häufig.
    LG Ulla

    Hallo Nobi,
    gib die Hoffnung nicht auf, die Porenscheibe wird noch kommen. Wir haben sie jetzt auch sicher in der Oranienbaumer Heide an zwei Stellen gefunden!
    Dagegen fehlt uns dort noch der Dungteuerling!
    LG Ulla