Beiträge von lamproderma

    hallo Erich,

    nochmal zur Erklärung der zellulären Strukturen Deines Fundes. die bezeichnet man als Makrozysten und sind typisch für das Innere der sklerotisierten Schleimpilze.

    LG Ulla

    Hallo Erich,

    Dein Fund ist allerdings doch ein Schleimpilz, allerdings ein sklerotisierter.

    Schleimpilzplasmodien verfallen, wenn die Bedingungen zur Fruktifikation nicht optimal sind, oft in so ein sklerotisiertes Stadium, so eine Art "Kältestarre", die dann so etwas formlos aussieht und mikroskopisch auch nicht einzuordnen ist. Wenn die Bedingungen dann wieder besser sind, kann das Sklerotium dann wieder "auftauen" und das Plasmodium bildet sich zurück.

    In feuchter Kammer klappt das aber meist nicht. Das habe ich schon ein paar Mal probiert. Solche Sklerotien findet man meist im Winterhalbjahr wo eben die Wuchsbedingungen schlecht sind.

    LG Ulla

    Lieber Stefan,

    hab von Eurem Konzert in der Zeitung gelesen. Wünsch Euch viel Erfolg! Arabisch zu singen stelle ich mir recht schwer vor, gibts da 'ne lateinische Lautschrift?

    Wir hatten letztes Wochenende auch unser traditionellen Adventskonzert. Da haben wir u.a. auch lateinisch und englisch gesungen, aber das war weniger schwer als arabisch. Am 3. Advent dann noch das "Weihnachtsoratorium" von Bach, dann kanns Weihnachten werden.

    Beim APR sitze ich dieses Jahr nur auf der beobachtenden Tribüne, da ich z.Z. an unserer 4. Fassung der Roten Liste arbeite. Die muß vor Weihnachten noch fertig werden.

    Für alle APR-ler drücke ich fest die Daumen, daß sie möglichst viel rausbekommen, dank an Norbert für seine Mühe! :saint::daumen:

    LG Ulla

    Liebe Pilzfreunde,

    leider muß ich eine traurige Mitteilung machen.

    Frieder Gröger, den viele besonders durch seine "Bestimmungschlüssel der Blätterpilze" kennen, ist verstorben.

    Er war leider schon länger pflegebdürftig.

    In der DDR war er besonders bekannt durch seine Tätigkeit für das "Mykologische Mitteilungsblatt", sein kleines Pilzkochbüchlein "Pilze und Wildfrüchte" und die Überarbeitung der "Pilzwanderungen" von Franz Engel.

    Die letzten Jahre lebte er in Berlin wo er intensiv an seinen 2 Bänden der "Bestimmungsschlüssel" gearbeitet hat.

    Widmen wir ihm ein ehrendes Gedenken!


    Viele Grüße

    Ulla

    Hallo Maria,

    sehr schönes Portrait von Kleinen Nesterdstern.

    Allerdings denke ich daß sich bei Deinen Fotos zwei eingeschlichen haben, die nicht G. quadrifidum zeigen.

    Wenn Du das erste Foto (welches eindeutig G.quadrifidum ist) mit dem 2. vergleichst, müßte Dir der Unterschied in der Endoperidienoberfläche und auch mit der Höfung auffallen. Auch hat dieser Erdstern mehr als nur 4 Exoperiden- "Arme" (wie bei G.quadrifidum normalerweise üblich) die sich außerdem nach unten rollen.

    Beim 3. Foto kann man erkennen das das Peristom deutlich gerieft ist, daß schließ G. quadrifidum auch aus. Leider kann man bei den jungen Fruchtkörpern von Foto2+3 noch nicht erkennen. ob sich im reifem Zustand noch einen Stiel ausbilden. Deshalb sind es nur Vermutungen zu Art meinerseits: Foto 2 ev. G. fimbriatum und Nr. 3 G. badium (oder elegans wie er heute heißt). Letzterer wäre ein schöner Fund, da er nicht so häufig ist. Man müßte eben beide Belege falls Du welche davon hast genauer untersuchen.

    LG Ulla

    Hallo,

    Dein Schleimpilzfund ist wirklich eine Physarum-Art. Ich schließe aber P. globuliferum aus. Die hat zwar auch einen weißen Stiel der aber normalerweise viel dünner und länger ist, nicht so stämmig.

    Die Peridie bei P.globuliferum besteht auch aus viel dichteren Kalkschollen. Die Art ist deutschlandweit extrem selten.

    Ich vermute dagegen, daß es sich bei Deinem Fund um Physarum leucopus handelt. Der dicke weiße Stiel ist dafür typisch.

    Da Dein Fund aus Sachsen-Anhalt ist, würde ich ihn gern in unsere Landesdatenbank eingeben.

    LG Ulla

    Hallo Heidi,

    ich denke Du hast den Kragen-Erdstern - Geastrum striatum - gefunden. Der hat ein gerieftes Peristom (Mündung), eine mehlig bestäubte Endoperidie (das ist die innere Kugel).

    Der "Kragen" ist bei Deinen Fruchtkörpern noch nicht richtig ausgebildet, da sie noch recht frisch sind. Da Du den Fruchtkörper sicher mitgenommen hast, mußt Du nur warten bis er getrocknet ist, dann wird der Kragen (an der Unterseite der Endoperidie) sichtbar.

    Erdsterne sind immer faszinierende Objekte, deshalb mag ich sie auch so sehr.

    LG Ulla

    Hallo Dieter,

    ich kann Dir zwar auch nicht helfen was das Einmachen von Pilzen anbetrifft, nur das man Pilze ca. 1 Stunde einkochen muß.

    Da denke ich daß das zu schade für Kaiserlinge ist. Beim Einfrieren bleiben sie sicher am besten konserviert auch wenn der Aufwand größer ist.

    LG Ulla

    Hallo beinander,

    Mycena belliae ist wirklich nicht so selten. Wenn man einmal weiß wo und wann man suchen muß dann findet man ihn an den geeigneten Stellen.

    Wir haben ihn vor 14 tagen am Mondsee bei Hohenmölsen gefunden. Brauchten uns auch nicht naß machen, denn er wuchs in Ufernähe am Schilf.

    Das ist unsere 9. Fundstelle in Sachsen-Anhalt.

    LG Ulla

    Hallo hexdee,

    Dein Fund ist definitiv kein Kräuterseitling. Der wächst nur an alten Pflanzen des Feldmannstreus, einer distelartigen Pflanze. Diese wächst nur auf Trockenrasen und nie im Wald.

    In Sachsen-Anhalt haben wir diesen Pilz 1x gefunden.

    Was Du da gefunden hast kann ich nicht sagen, aber vom Verzehr rate ich dringend ab. Ohne wirklich richtige Bestimmung ist das wie russisch Roulette.

    Angenehmer Geruch oder Geschmack ist kein Kriterium für Eßbarkeit. Also Hände weg!!

    LG Ulla

    Hallo Maria,

    Deine ersten beiden Fotos zeigen junge Kleine Nesterdsterne. Im ersten Foto hat er sich noch nicht aufgerichtet und das Nest ist noch nicht zu sehen.

    Aber anhand der Endoperidie (der Kugel) mit der typisch gehöften, gewimperten Mündung würde ich das so sehen. Der 2. ist scheinbar etwas entartet oder deformiert gewachsen, dürfte aber auch G.quadrifidum sein.

    LG Ulla

    Hallo Claudia,

    Deine 2 Schleimis gehören sicher zur Gattung Trichia. Der erste könnte T. varia aber auch T. favoginea sein. Beim 2 . kann ich nichts weiter dazu sagen. Leopcarpus fragilis schließe ich eigentlich aus, sicher auch eine Trichia. Beide Arten müßten mikroskopiert werden. Da müßte man das Capillitium sehen und die Sporen. Wenn Du das selbst nicht machen kannst, kannst Du mir auch die Belege schicken. Dann schick mir 'ne PN.

    LG Ulla

    Hallo Adrian,

    leider sind deine Schleimis immer noch nicht völlig reif, deshalb hast Du beim Mikroskopieren auch noch kein Capillitium gefunden und die Sporen sind auch noch nicht reif und deshalb deformiert.

    Die Kügelchen müssen trocken sein und das Innere muß staubig werden.Dann wären sie reif. Dann kann man mit der Pinzette auch das Capillitium aus den Fruchtkörpern ziehen, die Sporen ausblasen und dann nochmal mikroskopieren.

    Aber auf Deinem letzten Foto sieht es makroskopisch schon sehr nach Trichia varia aus. Die hat oft so etwas zylindrische Fruchtkörper die mit einem winzigen dunklen Stielchen am Substrat angewachsen sind. T. varia wächst aber auch ganz kugelig. Entscheidend für die Art ist die mikroskopische Untersuchung, wo vor allem das Capillitium typisch ist.

    LG Ulla

    Hallo Adi,

    ja leider sind Deine weißen Kügelchen, die aber kein Plasmodium mehr sind sondern schon Fruchtkörper in der Reifung, leider doch noch nicht so bestimmbar. Die gelben Kügelchen daneben sind schon etwas reifer. Es handelt sich wirklich um eine Trichia, aber ob Trichia varia ist nicht genau zu sagen. Da müßte man die gelben unters Mikroskop legen. Falls Du die Möglichkeit hast und den Beleg noch hast (vielleicht sind die weißen Fruchtkörper inzwischen ausgereift): Trichia varia hat ganz lockere, einfach gewickelte Capillitiumschnüre.

    LG Ulla

    Hallo,

    Dein erste Pilz ist ein Tränender Saumpilz, Lacrymaria lacrymabunda und der 2. einer der Egerlingsschirmlinge, Leucoagaricus (aufgrund der Fotos nicht genau zu sagen).

    VG Ulla

    Lieber Pablo,

    auch aus Sachsen-Anhalt sollen Dich Glückwünsche erreichen.

    Alles Liebe und auf ein neues hoffentlich besseres und üppigeres Pilzjahr.

    Möge es Dir vielleicht auch wieder ein paar Neuigkeiten oder Perser bringen.

    Hoffentlich lernen wir uns mal zu irgendeiner Gelegenheit kennen. Würde mich freuen.


    LG Ulla


    Agrocybe cylindracea - Südlicher Ackerling


    Hallo Sebastian,

    ich würde auch für einen Milchling plädieren. Die Milchlinge gehören ja auch zu den Sprödblättleren und die Lamellen splittern leicht.

    Wie Heide schon angemerkt hat kann die Milch wegen Trockenheit auch fehlen. Die Art ist mit Deinen Fotos aber nicht genau auszumachen. L. picinus wächst normalerweise im montanen Fichtenwald, nicht bei Kiefer.

    LG Ulla