Beiträge von lamproderma

    Hallo Ben,

    Deine Funde gehören auf jeden Fall zur Gattung Fuligo - Lohblüte.

    Auf Deinem 2. Foto sieht man daß es sich eventuell um 2 Arten handelt: die gelben Fruchtkörper müßten die "normale" Fuligo septica - Gelbe Lohblüte - sein.

    Die mehr rötlich-beigen sind Fuligo rufa, die früher nur als Varietät von Fuligo septica angesehen wurden. Die wächst gern aus Schredder.

    LG Ulla

    Hallo Kagi,

    Malone hat recht, Deine Pfeifenreiniger sind Aryria obvelata. Die Art mag ich auch sehr. Den Blutmilchpilz hast du ja auch schon erkannt.

    Das weiße Zeugs würde ich nicht zum Schleimpilz gehörig sehen. Das ist sicher eine pilzliche Kruste. Da gibts aber andere die das besser wissen.

    LG Ulla

    Hallo Alis,

    Dein Schleimer ist eine Stemonitis (Fadenstäubchen)

    Leider kann ich ohne weitere Untersuchung nicht mehr dazu sagen. Falls Du einen Beleg hast, könnte ich Dir anbieten ihn zu mikroskopieren.

    Dann melde Dich.

    LG Ulla

    Halllo Maria, ja mit Ceratiomyxa fruticulosa liegst Du schon richtig bei Deinen ersten beiden Fotos. Die Art kommt meist nach Trockenperioden wenns wieder feucht wird.

    Bei Deinem 3. Foto handelt es sich auch um eine Ceratiomyxa. Leider ist sie noch nicht richtig reif. sondern erst in Ausformung. Die gelbe Farbe könnte auf die porioide Form von C. fruticulosa hinweisen, die jetzt als Ceratiomyxa porioides bezeichnet wird. Da erscheint der Myxo wie ein winziger Porling und ist oft gelblich gefärbt. Vielleicht hast Du die Möglichkeit dort nochmal hinzuschauen. Leider sind die Ceratiomyxen sehr zart und schnell vergänglich.

    LG Ulla

    Lieber Jan-Arne,

    auch von mit natürlich alles Liebe zum Geburtstag. Bleib weiter so neugierig und hoffentlich auch den Myxos treu!




    Enerthenema papillatum


    Herzliche Grüße

    Ulla

    Lieber Stefan,

    auch ich möchte es mir nicht nehmen lassen Dir ganz herzlich zu Deinem Ehrentag zu gratulieren! Bleib gesund und hab trotz Arbeitsstreß immer noch viel Zeit für die Pilze.

    Ich freue mich auf unser Treffen im Elbsandsteingebirge im Herbst!!

    Einen kleinen Blumengruß



    von Ulla und natürlich auch von Gunnar

    Hallo Hartmut,

    schöne Eindrücke Deiner Tour.

    Die Pflanze auf dem letzten Bild ist die Akeleiblättrige Wiesenraute Thalictrum aquilegifolium.

    Nach der Libelle könnte das der Wasserkreisling Cudoniella clavus sein. Müßtest Du aber kennen.

    LG Ulla

    Wedel uns auch in den Rhein - Neckar - Raum mal ein paar kräftige Regenfälle rüber. Alles total ausgedörrt hier und das gute Wetter an diesem Wochenende haben bisher wieder alle anderen abbekommen, nur wir hier nicht.

    Hallo Pablo,

    das kann ich nicht bestätigen, bei uns in Sachsen-Amhalt herrscht auch noch absolute Dürre. Bei den (leeren) Versprechen des Wetterdienstes muß Petrus wohl weggehört haben.


    Aber da hat man mal Zeit was anderes zu machen, z.B. Kultur.

    Heute am Internationalen Museumstag waren wir in Halberstadt und haben dort den eindrucksvollen Dom und den Domschatz sowie das Heineanum (ornithologisches Museum) angeschaut, so ganz pilzfrei. Wurden sogar vom MDR gefilmt (1 sec. im TV MDR-Ländermagazin!).


    eindrucksvolles Kirchenschiff des Halberstädter Domes! In der Domschatzkammer war es leider viel zu dunkel um zu fotografieren.




    Vogelkundliche Ausstellung im Heineanum, sehr professionell ausgestaltet!




    Modell des Archaeopteryx, des Urvogels, bekannt von fossilen Abdrücken im Solnhofener Plattenkalks geschaffen von Klaus Wechsler aus Bremen, der auch Pilzmodelle hergestellt hat.

    Also auch so ein Kulturtag hat was :giggle:

    Aber warten wir auf :rain::rain::rain::rain::rain::rain::rain: !!!!


    LG Ulla

    Hallo,

    da kann ich Josef nur zustimmen.

    Dieses Jahr war nicht optimal fürs Morchelwachstum. Wir hatten auch überdurchschnittlich viele madige Pilze, dann waren viele verschimmelt oder schon angetrocknet.

    Für einmal Essen, einmal Trocknen und einmal Einfrieren hat es gerade gereicht.

    Das wars leider für dieses Jahr.

    LG Ulla

    Hallo Christoph,

    ja in den Alpen ist es wesentlich leichter nivicole Myxos zu sammeln, da man über einen wesentlich längeren Zeitraum die notwendigen Bedingungen für die Fruktifikation der Arten findet.

    Im Mittelgebirge wie dem Harz ist der Zeitraum viel kürzer und man muß oft das kurze Zeitfenster genau abpassen in dem die nivicolen Myxos wachsen. Auch sind die Biotope für das optimale Wachstum der Arten begrenzt, da die Myxomyceten vor allem auf offenem Gelände, gern mit kurzen Kräutern, Himbeer-Ranken, Heidelbeeren oder kleinen Sträuchern, wachsen. Aber über die Jahre haben wir fast 20 nivicole Arten nachweisen können, wovon ich in diesem Beitrag nur eine kleine Auswahl (die wir jetzt gefunden haben) gezeigt habe.

    Aber wir fahren dieses Wochenende wieder Richtung Oberharz. Mal sehen ob wir Glück haben und überhaupt noch was finden. Es war ja jetzt schon längere Zeit warm und da ist es eine Kunst die kleinen Schneereste wo man was finden kann, noch auf zu finden.

    LG Ulla

    Hallo Pable,

    ja so wie auf Deinem Foto müßte es auch aussehen, allerdings darf es nicht mehr so kalt sein, denn die Schleimis kommen erst raus wenns Plusgrade gibt.

    Mit gehts aber auch so wie Dir: wenn ich erst mal oben bin, brauch ich 'ne Weile um mich zu akklimatisieren. Aber dann ist die Spannung auf die möglichen Funde größer und man vergißt die Mühe des Aufstiegs. Allerdings braucht man wie Du schon festgestellt hast, doch einige Zeit zum Suchen.


    Hallo Schwammegieher,

    vor allem bei den Lamproderma/Meriderma-Arten ist es selten möglich die gleich makroskopisch anzusprechen. Da braucht man doch ein Mikroskop und auch entsprechende Bestimmungsliteratur.

    Die anderen Arten sind zumindest mit Bestimmungsliteratur und auch Erfahrung makroskopisch schon schneller zu bestimmen.


    LG Ulla

    Hallo beieinander,

    heute will ich Euch mal wieder in die Welt der Schleimpilze entführen.

    Im zeitigen Frühjahr führt mich das vor allem ins Gebirge, d.h. bei mir in Sachsen-Anhalt in den Harz.

    Da muß der Schnee gerade so weggetaut sein und am Rand der Schneefelder suche ich dann nach nivicolen (schneeliebenden) Myxomyceten.

    Dieses Jahr waren wir im Harz allerdings im „Ausland“, in Niedersachsen am Wurmberg bei ca. 900 m NN.

    Dort haben wir die Skipisten mit Schneeresten abgeklappert und haben am Rand der noch existierenden Schneefelder nach Myxomyceten gesucht.

    IMG_5701-2_web.jpg

    Wir sind auch fündig geworden.

    Direkt am Schneefeld fanden wir Diderma alpinum. Diese Art wächst vor allem an Gras was gerade so aus dem Schnee rauslugt.




    An Rubus (Himbeer)- Ranken fanden wir dann:

    Lamproderma ovoideum,


    Lepidoderma chailletii



    Meriderma carestiae.


    Meriderma carestiae hat typisch netzig-stachlige Sporen und das Capillitium hat an den freien Enden immer Reste der Peridie.


    Dann hatten wir noch Lamproderma echinosporum

    Mikroskopisch ist diese Art charakterisiert durch die braungefleckte Peridie und die stacheligen Sporen.



    Vielleicht habe ich Euch ein wenig Appetit gemacht mal nach Myxomyceten Ausschau zu halten.

    Die gibts das ganze Jahr, aber die nivicolen Mxomyceten sind besonders spannend mit ihrer Lebensweise.

    LG Ulla

    Hallo Felli,

    also das Schälchen was du meinst ist ein Peridienrest. Das spricht wieder für Stemonitopsis.

    Um den gesamten Fruchtkörper unters Mikroskop zu quetschen muß er richtig reif sein. Dann muß man die Sporen auspusten, da sie sonst das Capillitium und die Columella verdecken. Dann den gesamten Fruchtkörper unters Mikroskop bei Vergrößerung wo man den gesamten Fruchtkörper sehen kann. Da sieht man dann die Struktur des Capillitium, wie es an der Columella angewachsen ist und ob es ein Oberflächennetz gibt. Das ist bei den Stemonitales sehr wichtig. Bei einer Aufsammlung mit einem Fruchtkörper ist es aber dann schwierig. Sicher hast Du ihn schon "vermikroskopiert". Deshalb ist es im Vorfeld schon wichtig zu wissen was man untersuchen muß. Beim nächsten mal klappt das dann sicher besser. Aber ich denke mit Stemonitopsis cf. amoena liegen wir schon recht richtig.

    LG Ulla

    Hallo Felli,

    schön, daß Du in Deiner Kulturschachtel noch mal reingeschaut hast. Manche Schleimis brauchen eben etwas länger um zu fruktifizieren.

    Dein erster Myxo ist wirklich eine Physarum, aber nicht Ph. nutans, sondern ich würde eher Ph. leucophaeum vermuten. Ph. nutans ist viel zierlicher und die Köpfchen nicken meist.

    Die schleimigen Stränge sind das Plasmodium, auf der Suche nach einer Stelle zum Fruktifizieren.

    Der 2. Fund mit dem Einzelfruchtkörper würde ich nicht als Stemonaria irregularis bezeichen, denn S. irregularis hat warzige Sporen. Deine haben ein eindeutig gut sichtbares Netz. Die anderen Stemonaria-Arten würde ich ebenfalls ausschließen (haben zwar teilweise netzige Struktur), da die Sporengröße nicht stimmt. Die haben Sporen über 8 um.

    Der Zweite im Bunde war witziger Weise ein Einzelexemplar,


    braun mit schwarzem Stiel und Schale. Dachte da erst an Stemonites


    aber die haben ja kein Schälchen wo das Capilitium drauf/drin sitzt.

    Was meinst Du mit "Schälchen wo das Capillitium draufsitzt"? Reste von der Peridie?


    Ich würde eher an Stemonitopsis denken. Da kommt z.B. St. amoena in Frage. Sporengröße und Skulptur würde passen. Leider hast Du die Columella mit dem angewachsenen Capillitium nicht in der Mikroaufnahme. So sieht man nicht ob der Fruchtkörper ein teilweise vorhandenes Oberflächennetz beim Capillitium hat. Aber bei einem Fruchtkörper ist es immer schwierig. Der ist schnell "wegmikroskopiert". Deshalb denke ich als Arbeitsname "Stemonitopsis amoena", allerdings nicht mit 100%iger Sicherheit. Da bräuchte man mehr Material. Hast Du die Plasteschachtel mit dem Material noch, da kannst Du dem Schleim ja eine zweite Chance geben. Vielleicht kriecht da noch Plasmodium rum und es kommt eventuell noch was.

    LG Ulla

    Hallo Uwe, da ich bin ganz bei der idee von Jan-Arne.

    Dein erster Schleim möglicherweise eine Comatricha, aber ohne genauere Untersuchung ist es nicht möäglichdie Art zu bestimmen. Der 2. ist eine unreife Lycogala (Blutmilchlpilz), ob L. conicum ist auch nicht klar, da unreif.

    LG Ulla

    Hallo Heide,

    habe heute Deine Quiche ausprobiert mit eingefrorenen Morcheln vom Vorjahr kombiniert mit frischen Champignons, habe dann noch Kuschels Bärlauch-Feta-Brotaufstrich in die im neuen Pilzbäcker gebackenen Pilzförmchen (empfohlen von Tuppie) gefüllt und damit die Teilnehmer unserer heutigen Vortragstagung in Halle abgefüttert. Es ist nichts übrig geblieben!

    Das sagt ja wohl alles. Danke für Eure Rezeptideen! ==Pilz24

    Schön, daß es jetzt eine Rezeptsuchfunktion gibt.

    Liebe Grüße

    Ulla

    Hallo Hartmut,

    sieht schon eher nach Metatrichia floriformis aus. Trichia botrytis hat gelbe Capillitium was allerdings sonst auch ähnlich aussieht mit den lang ausgezogenen Elaterenenden.

    Die Fruchtkörper von T. botrytis sind nie rot, die Peridie ist bräunlich, bricht felderig auf. Bei M. floriformis bricht die Peridie meist nicht felderig auf sondern reißt irgenwie auf. Auch wächst M. floriforme oft büschelig auf relativ langen Stielen. T. botrytis ist mehr stämmig mit kurzen Stielen und wächst auch meist einzeln.

    M. floriforme ist im Gegensatz zu T. botrytis keine Spätherbst /Winterart.

    LG Ulla

    Hallo ihr Lieben,

    ich habe leider der Versuchung nicht wiederstehen können :giggle: und habe den Pilz-Bäcker bestellt.

    Da ich eigentlich kein Süßmaul bin habe ich heute das Teil mit einem herzhaften Rezept ausprobiert.

    Nächste Woche haben wir Vortragstagung in Halle und da wird immer Mittags auch fürs leibliche Wohl gesorgt. Da dachte ich das paßt. Aber ich muß es schon mal ausprobieren.

    Anstelle von Zucker habe ich Salz, Pfeffer und Parmesan zugesetzt. Auch die Grundrezeptur habe ich etwas verringert, da es sonst eine riesige Menge an Pilzhälften wird. Da ich die Hälften mit Kräuter/Bärlauch-Frischkäse füllen will, werde ich jetzt noch ausprobieren wielange sich die Pilzchen einigermaßen knusprig halten ehe sie durchweichen. Das will ich jetzt über Ostern an meinen Schwiegereltern ausprobieren wie es denen schmeckt. Hoffentlich habe ich es dann nicht versch... :haue: .


    Werde davon berichten.

    Liebe Grüße und laßt Euch viel vom Osterhasen bringen!!! ==morchel ? (leider noch zu früh!)

    Ulla

    Hallo Hartmut,
    Trichia botrytis ist es ziemlich sicher wie Jan-Arne schon schrieb.
    Deine Aufsammlung ist aber entwicklungsgestört, deshalb die unterschiedliche Sporengröße innerhalb des Präparats wie man bei Deinen Fotos gut sieht. Da kommt es schon mal zu Riesensporen bzw. sehr großer Spannweite der Sporengröße.
    Das lang zugespitzte Capillitium und die bräunliche Farbe der Fruchtkörper wobei die Peridie feldartig aufreißt ist typisch für T. botrytis.
    Lg Ulla

    Hallo Maria,
    ja Du hast recht. Leider interessieren sich hier in Deutschland nur wenige Pilzfreunde für diese faszinierenden Species.
    Früher lag das oft an der fehlenden (deutschsprachigen) Literatur, aber es gibt ja jetzt das dreibändige Werk von Neubert/Nowotny & Baumann oder auch das tolle französische Werk von Poulain, Meyer & Bozonnet. Und natürlich auch eine ganze Reihe anderer Literatur.
    Das andere Problem ist natürlich, daß die Myxos wegen ihrer Kleinheit oft übersehen werden und die Suche nach ihnen dadurch aufwändiger und mühseliger wird.
    Aber unterm Stereo oder unterm Mikroskop entdeckt man erst ihre Schönheit, die mich z.B. nicht mehr losläßt.
    LG Ulla

    Hallo Maria,
    Dein Fund ist auf jeden Fall ein Schleimpilz aus der Gattung Badhamia. Für B. utricularis halte ich das nicht.
    Die Fäden an denen die reifen Fruchtkörperchen bei dieser Art hängen, schrumpfen auch bei Trockenheit nicht. Wenn ein Myxomycet ausgereift ist, ist egal ob es trocken oder feucht ist, denn Myxos enthalten kein Wasser wie die "richtigen" Pilze. Feuchtigkeit ist da eher schädlich, da dann die Fruchtkörper leicht schimmeln.
    Normalerweise kann man Badhamia nur mikroskopisch bestimmen, aber ich könnte mir als Arbeitnamen "Badhamia macrocarpa" vorstellen, den habe ich schon öfters auch in der kalten Jahreszeit an Sambucus gefunden. Ist aber ohne genauere Untersuchung nur Spekulation.
    LG Ulla

    Hallo Heidi,
    bei Deinem Fund könnte es sich um Pycnoporellus fulgens (Leuchtender Weichporling) handeln. Vergleich mal damit. Kann auch an Buche wachsen.
    LG Ulla

    Hallo Christina,


    leider kann ich Dir nicht sagen was Du gefunden hast. Nur eines ist klar, daß es kein Schleimpilz ist.
    Da müßten sich eher die Kenner der phytoparasitischen Kleinpilze melden um Dir zu helfen.


    LG ulla

    Hallo Nobi,
    tolle Fotos. :thumbup: :thumbup: :thumbup: :thumbup:
    Die würde ich auch gern bei unserer Futterstelle schießen. Aber da müßte ich Gunnar bemühen, er hat die entsprechende Technik.
    Ja Erlenzeisige kommen bei uns auch gerade seit ein paar Tagen in kleinen Scharen vorbei. Da haben Deine Fotos mir geholfen die Vögelchen zu benamsen, hatte noch nicht im Vogelbuch nachgesehen, aber Zeisig war klar.
    Kleiber, Amseln und Eichelhäher finden sich auch regelmäßig ein außer den Meisen und Sperlingen.
    Leider haben wir seit einiger Zeit öfters Besuch von einem Sperber der es auf unsere Futterhausbesucher abgesehen hat. Trotzdem muß man sagen ein schmucker Vogel!!
    Und der will ja auch leben.
    LG Ulla