Beiträge von lamproderma

    Hallo Ralf,
    da finds Du ja immer spannende Sachen.
    Genaues kann ich anhand Deiner Bilder nicht wirklich sagen. Es sieht zunächst wie eine gestielte Diderma oder Didymium aus. Da Du keinen kristallinen Kalk gefunden hast würde das eher für Diderma sprechen. Die Sporen zeigen, daß der Schleim entwicklungsgestört ist, deshalb die uneinheitliche Größe. Das hat man oft vor allem bei Feuchtkammerkulturen.
    Wenn Du es genauer wissen willst, Du kennst ja meine Adresse.
    LG Ulla

    Hallo Stefan,
    da müßtest Du schon bis in die Gegend von mindestens Freyburg/Unstrut fahren um die Art zu sehen. Falls Du Lust und Zeit hast, wir zeigen Dir gern die Stellen.


    Lieber Pablo,
    klar daß die Fruchtkörper noch nicht reif sind. dazu brauchts noch einige Wochen.
    Aber mikroskopiert sind die Funde des Fundorts aus den Vorjahren alle. Der Standort ist schon mehrere Jahrzehnte bekannt.
    Wir haben ja hier in Sachsen-Anhalt einen Verbreitungsschwerpunkt für die Art.
    LG Ulla

    Hallo beieinander,
    da sollte man meinen es wäre Winter, aber die milden Temperaturen lassen Schneeglöckchen schon im Januar bimmeln und auch die Winterlinge machen ihrem Namen alle Ehre und öffnen ihre Blütenkelche.
    Da zog es uns natürlich heraus um nach Frühlingsboten im Pilzreich zu schauen.
    Und da waren sie an einer uns zwar schon lange bekannten Stelle, schon sehr schön eintwickelt und in großer Zahl:



    Urnula craterium - der Schwarze Kelchbecherling


    Das läßt uns hoffen! Auch wenns nochmal kalt wird. Das können die ab.


    LG Ulla

    Hallo Ralf,
    Dein Beleg ist heute angekommen.
    Hat sich wie schon vermutet als Comatricha erwiesen: Comatricha nigra.
    Das ist die häufigste Art in der Gattung. Typisch: meist kugelförmige Köpfchen mit sehr dichtem stark vernetztem welligen Capillitium ohne Oberflächennetz das an der Columella angewachsen ist. Diese geht meist bis 3/4 des Köpfchens.
    Die Sporen sind feinwarzig mit einer hellen Stelle am Keimporus. Sporengröße wie Du sie gemessen hast.
    LG Ulla

    Hallo Stefan,
    in Mykis sind Dictyostelium und Polyspondylium mit verschiedenen Arten gelistet, aber auf Pilze Deutschland gibt es keine Nachweise.
    Das wundert mich zwar, weil Holger Müller seine Funde eigentlich eingegeben hat, aber wer weiß warum diese dann nicht drin sind.
    Es verwundert mich nicht daß es keine Funde gibt, denn die meisten "Myxologen" suchen nicht danach und die Anzucht solcher Arten aus Erdproben ist doch etwas umständlich,
    obwohl es doch sicher spannend wäre.
    LG Ulla

    Hallo beisammen,
    leider habe ich mich bisher nicht mit zellulären Schleimpilzen beschäftigt, ebensowenig mit der Sequenzierung von Myxomyceten.
    Kann deshalb nicht viel zum Thema beitragen.
    Aber ich hatte in Erinnerung, daß Holger Müller (ehemals aus Rudolstadt) in der Z.Mykol. einen Artikel zu solchen Arten veröffentlicht hat:
    Müller, H. (2009): Zelluläre Schleimpilze (Dictyosteliales) in Ostthüringen. - ZfM 75 (1): 79-86.
    Dort sind im Literaturverzeichnis einige interessante Artikel zu den Gattungen enthalten.
    LG Ulla

    Hallo Ralf,
    da hast Du ja was schwierigeres gefunden.
    Da reichen Deine Infos und Fotos nicht völlig aus.
    Ist der Fund jetzt aus dieser Jahreszeit?
    Zu den Makrofotos: sind die Fruchtkörper wirklich so hellbraun?
    Ich würde Lamproderma eigentlich ausschließen:
    die Fruchtkörper müßten dunkler sein, die Sporen ebenfalls bis dunkelbraun oder schwarz, oft mit stärkerer Skulptur. Lamproderma-Arten haben auch meist noch lange eine häutige Peridie. Sieht man bei Dir nicht.
    Die Columella Deines Fundes geht auch fast durch den gesamten Fruchtkörper durch, das Capillitium entspringt nicht nur oben am Ende. Bei Lamproderma endet die Columella meist so ca. zur Hälfte des Köpfchens und das Capillitium entspringt auch erst dort (häufig strahlenförmig).
    So würde ich Deinen Fund eher für eine Comatricha halten.
    Da wird es aber auch nicht leichter. Die Sporen mit bis 12um sind recht groß. Das Capillitium ist sehr dicht, hat viele freie Enden. Arten mit kugelförmigen Köpfchen gibt es zwar nicht viele aber nur vom Foto die Art zu bestimmen ist schwierig. Das müßte man sich doch genauer unterm Mikro ansehen.
    Wenn ichs mal anschauen soll schick mir 'ne PN.
    LG Ulla

    Hallo Marco,
    ich kann Deine Vermutung bestätigen: Didymium squamulosum.
    Die weißen kalkhaltigen Stiele, die Kalkkristalle auf der Peridie (sind zwar bei Dir ziemlich kompakt und etwas untypisch, aber möglich).
    Allerdings kamen mir die kalkhaltigen Verdickungen im Capillitium etwas komsch vor, aber laut Literatur sind solche Ablagerungen möglich.
    Also Didymium squamulosum.
    Wie kommen die nun auf Deine Köttel?
    Denkbar wäre, daß das Reh mit der Nahrungsaufnahme Sporen vom Schleimi mit aufgenommen hat. Da die im allgemeinen den Magen-Darmtrakt unbeschadet überstehen ist es denkbar, das nach dem Ausscheiden sich dann der Schleimi entwickelt hat.
    Sei nicht böse, daß der Schleim eventuell Deine anderen Zielobjekte etwas gestört hat. Ein schöner Fund! D. squamulosum habe ich noch nicht auf Dung gefunden. Meist kommt Didymium dubium oder Didymium difforme (beide ungestielte Arten)
    LG Ulla

    Hallo Sven,
    ehe es vergessen wird!
    Du hast heute Geburtstag und dazu möchten wir Dir herzlich gratulieren. Fürs neue Lebens- und natürlich auch Pilzjahr viele interessante Funde.
    Hoffentlich sehen wir uns mal wieder!
    Dazu ein kleiner Blumenstrauß und etwas Hoffnung auf den Frühling und seine Pilze



    Liebe Grüße
    Gunnar und Ulla

    Hallo Laetacara!
    Erst einmal auch von mir ein Willkommen im Forum!
    Die Fotos von Badhamia utricularis sind dazu ja ein toller Einstand!
    Deine drei letzten Fotos gehören mit großer Wahrscheinlichkeit auch zu Badhamia utricularis.
    Die gelben Gebilde sind noch nicht ausgereifte Fruchtkörper.
    Schleimpilze reagieren schnell mal beleidigt, wenn die äußeren Bedingungen zur Fruktifikation nicht stimmen und dann bilden sie fehlgestaltete Fruchtkörper aus.
    Oft sind dann auch die mikroskopischen Merkmale nicht mehr typisch, d.h. die Sporen sind z.B. deformiert oder nicht einheitlich groß.
    Aber manchmal sucht sich der Schleim einfach den falschen Platz zum Fruchtkörperbilden aus. Da fehlen dann z.B. bei B. utricularis die typischen Stiele. Wie auf Deinem zu sehen.
    Allerdings muß man bei solch untypisch ausgebildeten Fruchtkörpern immer genauer, d.h. vor allem mikroskopisch untersuchen um die genaue Art festzustelllen.
    LG Ulla

    Hallo Felli,
    danke fürs nochmal mikroskopieren.
    Die Capillitiumreste sind ein Netz hyaliner Fäden. Das ist in Ordnung. Leider hast Du dort auch keinen Kalkknoten erwischt. Aber Dein Bärtierchen ist einer, das ist eine kalkreiche Verdickung an den Capillitiumverzweigungen.
    Physarum läßt sich immer etwas schwierig zu mikroskopieren, denn man muß möglichst reife Fruchtkörper haben und dann die Sporen auspusten, damit das Capillitium übrig bleibt und man es im Mikro gut sehen kann.
    LG Ulla

    Hallo Adi,
    kann das sein, daß Dein 1. Foto die Unterseite (Porenschicht) zeigt und das 2. Foto die Orange Oberseite?
    Dann könnte ich mir vorstellen, daß das Tyromyces kmetii ist, der Orangegelbe Saftporling. Aber ohne genauer Untersuchung nur eine Vermutung.
    LG Ulla

    Hallo Felli,
    Deinen Fund würde ich für Physarum contextum halten.
    Dafür würde sprechen: das Vorkommen auf Laubstreu;
    die dicht gedrängten Fruchtlörper mit relativ dicker gelber Peridie,
    die Sporen in der Größe zw. 10-15um die auf einer Seite heller sind.
    Auf Deinen Fotos sieht man auch, daß im Innern weiße Kalkknoten zu sehen sind.
    Leider hast Du bei den Mikroaufnahemn kein Capillitium mit den Kalkknoten erwischt. Da kannst Du vielleicht nochmal nachschauen. Einfach aus den Fruchtkörpern etwas entnehmen, mit viel Wasser die Sporen ausschwemmen, dann könnte das Capillitium besser zu sehen sein. Das sind dann fädige Strukturen mit verdickten kalkhaltigen Knoten an den Verzweigungstellen.
    Das ist ein schöner Fund, denn die Art ist nicht sehr häufig.
    LG Ulla

    Hallo Charlotte,
    ja, Geastrum fimbriatum könnte man als ahygrometrisch bezeichnen. Die Exoperidien-Arme klappen sich dagegen meist nach unten und heben dadurch die Endoperidie nach oben, Das nützt dann der Sporenverbreitung. Geastrum fimbriatum ist eine Wald-Art. Da ist das am nützlichsten.
    Die hygrometrischen Geastrum-Arten (z.B. Geastrum floriforme, G. corollinum und auch der Wetterstern Astraeus hygrometricus, der aber nicht zu Geastrum gehört) sind alle Arten der trockenen Standorte, d.h. Steppenpilze oder Arten der Trockenrasen.
    Durch das Einrollen der Exoperidien-Arme nach oben können die Fruchtkörper leichter durch den Wind bewegt und dadurch auch die Sporen dann weiter verbreitet werden (Steppenroller).
    LG Ulla

    Hallo Norbert,


    auch von mir alles Gute zu deinem Ehrentag. Viel Gesundheit, Erfolge bei der Pilzpirsch auch im neuen Jahr.
    Danke für Deine Mühe mit der Du das APR gemeistert hast!
    Einen kleinen Gruß der schon aufs Frühjahr und sicher auch mehr Pilze hoffen läßt
    von Ulla


    Hallo zusammen,
    danke für Eure Glückwünsche,
    Engelchen, Dir auch danke für die tolle Urkunde.==Pilz24
    Erst mal an alle ein gesundes neues Jahr und viele schöne Funde 2018!
    24. Platz ist ja toll. Hatte bei manchen so meine Probleme. Hab vielleicht auch zu kompliziert gedacht und gemeint so was einfaches wie der Sparrige Schüppling wäre es doch nicht.
    Den Gezonten Ohrlappenpilz hatte ich bei meiner ersten Fassung sogar richtig, hab ihn dann gegen die Borstentramete ausgetauscht (heul ;( ).
    Das man bei dem Kaktus noch die Art wissen wollte, habe ich nicht geahnt. Bei mir im Keller schlummern nämlich einige Kaktanten-Bücher meines Vaters. da hätte ich bloß nachschauen müssen.
    Für die Phäle bin ich auch irgendwie zu blöd. Bis auf einen habe ich nichts geschnallt. :shy:
    Freue mich aber das ich wenigstens die 2 1/2 aufgelösten Brätzel einigermaßen richtig hatte (wenn auch mit Joker).
    Ich bin gespannt was sonst jetzt noch so rauskommt.
    LG Ulla

    Hallo Bernd,
    sehr schöne Bilder.
    Schade daß Du für die Korallen keine Namen hast. Aber es ist eben eine sehr schwere Gattung.
    Ein kleine Korrektur habe ich allerdings. Deine Nestwurz ist keine, es ist keine Orchidee sondern eine Orobanche, eine Sommerwurz-Art. Diese wächst parasitisch auf verschiedenen Pflanzen. Die Nestwurz ist eine Waldbewohnerin.
    LG und eine wunderschönen Jahresausklang
    Ulla

    Hallo Maria,
    wie Stefan schon erklärte, ist Dein Fund kein Blutmilchpilz, aber ein anderer Schleimpilz. Er ist auch schon reif, gehört in die Gattung Trichia. Leider ist nicht zu sehen ob die Fruchtkörper gestielt sind. Falls keine Stiele da sind, dann könnte es Trichia scabra oder Trichia persimilis sein. Läßt sich aber nur mikroskopisch genauer bestimmen.
    Falls Du es also genauer wissen willst und nochmal zum Fundort kommst, könntest Du ja etwas Material holen und mir schicken. Melde Dich dann.
    LG Ulla

    Hallo Joe,
    ich kann Abeja nur beipflichten mit dem Pilzbefall.
    Bei der Schleimpilzart ist es etwas schwieriger. Auf jeden Fall etwas aus den Trichiales. Leider durch Deine nicht ganz scharfen Bilder nicht eindeutig. Man sieht nicht deutlich ob die Fruchtkörper gestielt sind. Dann könnte es auch eine Hemitrichia sein. Bei den Trichia-Arten kommen auch ein paar Arten in Frage. Das müßte man mikroskopisch abklären. Wäre relativ einfach. Falls Du Möglichkeiten hast zu mikroskopieren und davon Fotos zu machen?
    LG Ulla

    Zu Nr. 3b habe ich jetzt was (immer noch das von gestern), wo ich aber nur ... sagen wir mal 70-Prozent sicher bin ... der Bildvergleich ist schwierig, die "Weihnachtsassoziation" habe ich da nicht, eine "andere" Verknüpfung gibt es aber ... kann sein, dass da doch zwei die gleiche Idee haben (oder noch mehr Rätsler)


    Hat eigentlich jemand schon Joker zu 3B oder 10B eingelöst ... und helfen die?


    Bei 10B sind alle meine Ansätze "Banane".


    Hallo abeja,
    ja der joker zu 3B hat mir vielleicht etwas geholfen, könnte doch in Richtung "Weihnachtsassoziation" gehen.
    Aber ich muß sicher für die anderen B-Rätsel noch einen Joker ziehen, da habe ich noch keinen Plan.
    LG Ulla