Beiträge von lamproderma

    Hallo,

    Deine Herbstlorchel und der Gelbstielige Muschelseitling sind i.O.

    Die "Leiche" würde ich als Kartoffelbovist (Dickschaliger) bezeichnen und die Porlinge als Flacher Lackporling und der andere als Schmetterlingsporling.

    Der Drüsling dürfte der Kreiseldrüsling - Exidia recisa sein. War er an Weide?

    LG Ulla

    Liebe Maria,

    da gibst Du uns ja wieder eine harte Nuss zu knacken. Der Weihnachtsmann hat ja auch schon Nüsse gebracht!

    Ja Geastrum campestre (= G.pedicellatum) käme in Frage, aber ich könnte mir auch G. nanum (=G.schmidelii) vorstellen. Beide sind Trockenrasenarten.

    Es wäre schön, wenn Du die Belege die Du sicher gemacht hast, mal abtrocknen läßt. Da kann man z.B. erkennen ob ein Erdstern hygrometrisch ist, dann rollen sich nämlich die Lappen der Exoperidie leicht oder stärker nach oben (kennst Du vielleicht vom Wetterstern?). Außerdem sieht man die Oberfläche der Endoperidie (Kugel) besser.

    Geastrum campestre müßte eine sandig wirkende, raue Oberfläche haben während die vom G. nanum glatt ist. Auch ist G. nanum nicht hygrometrisch.

    Ich vermute, daß Deine Funde alle der gleichen Art angehören, nur in unterschiedlichem Altersstadium.

    LG Ulla

    Hallo magellan,

    da hast Du ja wirklich einen Badhamia-utricularis-Hotspot gefunden! ==Pilz22==Pilz22

    So viele auf einen Haufen habe ich noch nie entdecken können. Da konntest Du alle Entwicklungsstadien sehen und hier vorstellen. Toll!

    Ich hatte heute nur eine Gruppe mit unreifen Fruchtkörpern. Kann sie leider nicht weiter verfolgen, da ich in den nächsten Tagen nicht mehr dahion komme.


    Dir noch ein schönes Weihnachten und weiter so tolle Funde!

    LG Ulla

    Hallo Björn,

    Wie Jan-Arne schon gesagt hat: Craterium minutum und Arcyria cinerea.

    Bei den Mikrofotos des Craterium sieht man das die Fruchtkörper etwas gestört sind, da sich sehr uneinheitlich große Sporen ausgebildet haben.

    Zu der Trichia: varia ist auszuschließen, wegen der nur einfach gewickelten Spiralleisten bei Trichia varia.

    Man sieht auf Deinen Fotos, dass das Capillitium lang ausgezogenen Enden hat und die Sporen kein stark ausgeprägtes Ornament.

    Es kommen da nur wenige Arten in Frage. Leider hast Du ja kein Makrofoto mitgeliefert. Ich tippe mal so ins Blaue rein: Trichia botrytis, die hat solche langen Enden des Capillitiums und die Sporen sind nur feinwarzig.

    Trichia decipiens käme auch in Frage aber das müßten die Sporen mehr Ornament haben.

    LG Ulla

    Hallo Erwin,

    gut wenn Du die Belege aufhebst.

    Immer gut trocknen und dann am besten in Streichholzschachteln einkleben.

    Vielleicht auch danach Schachtel nochmal mindestens eine Woche in den Tiefkühlschrank, damit alle Insekten getötet werden. Wenn man das nicht macht erlebt man nach einiger Zeit oft ein Überraschung und der Beleg ist weggefressen!

    LG Ulla

    Hallo Erwin,

    ja eine Trichia, aber Du weißt, ohne Mikro gibts Probleme.

    Könnte Trichia persimilis, Tr. scabra oder eventuell auch Tr. varia sein. Die sind alle ungestielt und wachsen so gedrängt.

    Mit Mikro lassen sich diese Arten leicht auseinanderhalten, anhand der Sporen und des Capillitiums.

    LG Ulla

    Hallo Erwin,

    mit Trichia botrytis auf Bild 1+2 hast Du recht. Auf dem 2. Foto ist noch eine andere Trichia zu sehen, aber ohne Mikroskop nicht eindeutig zu bestimmen (könnte eventuell T. varia oder T. contorta sein)

    Auf Foto 3+4 ist eine Metatrichia zu sehen, aber das ist nicht eindeutig ohne Mikroskop als M.vesparium anzusprechen. Es könnte auch M. floriforme sein. Außerdem ist da noch eine Hemitrichia drauf (die gelben mit Stiel). Das könnte Hemitrichia clavata oder H. calyculata sein.

    Ohne Mikroskop ist das eben schwierig, mit wäre alles ganz einfach.

    LG Ulla

    Hallo Erwin,

    Dein Schleimpilz sieht ja eigentlich nicht schimmelig aus, die weißen Stellen können auch Reste der kalkhaltigen Peridie sein.

    Es ist auf jeden Fall ein Physarum, ich vermute ganz stark Physarum nutans (=Ph. album), der hat immer so nickende Köpfchen.

    LG Ulla

    Hallo Erwin,

    Arcyria stimmt, aber Art ist ohne Mikroskop nicht bestimmbar. Sie sieht so aus als wäre es eine wo sich das Capüillitium schlecht vom Stielbecher trennen läßt.

    Da gibt es aber auch mehrere Arten.

    Deine Metatrichia würde ich als Metatrichia vesparium benennen, obwohl es da auch immer besser ist zu mikroskopieren (müßte stacheliges Capillitium mit kurzen Enden haben).

    Der unbekannte letzte könnte Metatrichia floriforme sein, wächst meist büschelig, Capillitium hat lange Enden und keine Stacheln.

    Trichia botrytis sieht ähnlich aus, hat auch Capillitium mit langen Enden, ist nicht stachelig, aber die Farbe des Capillitiums ist mehr gelb und die Art wächst nie büschelig sondern einzeln.

    LG Ulla

    Hallo,

    ich würde das nicht für Nebelkappen halten (für Austern sowieso nicht).

    Ich denke da eher wie auch Pablo mehr an eine Lepista (Rötelritterling)-Art, da wären die Wasserflecken erklärbar.

    Trotzdem ist es fahrlässig Pilze zu essen die man nicht 100%ig kennt sondern nur zu kennen glaubt. Man lebt nur einmal!

    LG Ulla

    Hallo Erwin,

    die Farbe der "Haare" (Capillitium) ist nicht das Entscheidende an der Unterscheidung zwischen Trichia botrytis und Trichia erecta. Das Biotop von T. erecta ist ein anderes als bei T.botrytis. Sie besiedelt meist die Innenseiten von Rinde während T.botrytis immer auf der Rinde oder irgendwelchem Holz wächst.

    Mikroskopisch sind beide Arten leicht auseinander zu halten. T.botrytis hat lang zugespitzte Capillitiumfäden, während T. erecta kurz zugespitzte Enden hat.

    Auch sind die Sporen von T.botrytis kleiner.

    Trichia erecta ist außerdem sehr selten.

    Ich würde Deinen Fund ebenfalls als T. botrytis benennen.

    LG Ulla

    Hallo Hagen,

    das sieht schon sehr nach einem Myxomyceten aus. Die wachsen auch ab und an auf Dung.

    Auch Deine makroskopische Beschreibung würde dafür sprechen. Es könnte eine Diderma sein aber ohne genauere Untersuchung kann ich dazu nicht mehr sagen.

    LG Ulla

    Hallo Björn,

    schöne Funde und tolle Doku wie immer!==Pilz24

    Der erste Dir unbekannte ist m.E. das Skerotium eines Schleimpilzes. Schleimpilze bilden bei ungünstiger Witterung (vor allem im Winterhalbjahr) solche Überdauerungsformen aus, die sind dann wie ein verhärtetes Plasmodium. Im Innern bilden sich dabei keine Sporen sondern was Du mikroskopiert hast sind "Makrozysten". Bei günstigeren Bedingungen "taut" das Skerotium wieder auf und durchläuft den normalen Myxo-Lebenszyklus.

    Die beiden anderen Myxos hast Du richtig erkannt. Trichia botrytis und T. varia.

    LG Ulla

    Hallo Chris,

    leider sind die Fruchtkörper alle veschimmelt.

    Aber ich denke nicht dass das eine Didymium ist, die weißlich-beigen Stiele sprechen eher für eine Physarum, möglicherweise Physarum leucophaeum.

    LG Ulla

    Hallo Charlotte,

    ja das hast Du richtig bestimmt Trichia decipiens var. decipiens.

    Typisch ist vor allem das Capillitium mit den lang zugespitzen Enden, welches die Art von den makroskopisch ähnlichen Hemitrichia-Arten (H. clavata und H. calyculata) unterscheidet.

    Diese haben mehr oder weniger stark vernetztes Capillitium.

    LG Ulla

    Hallo Phillip,

    ich denke auch das es sich um einen Milchling handelt.

    Bei so alten Exemplaren jetzt in dieser Jahreszeit haben die oft keine sichtbare Milch mehr.

    Ich denke aber nicht dass das der Rosascheckige Milchling - Lactarius controversus ist, trotz des Pappelblattes auf dem Foto.

    Der Rosascheckige M. hat nie solche deutlichen Zonen am Hutrand wie Dein Fund, auch ist die Lamellenfarbe mehr rosa nicht so gelblich.

    Ich denke da eher an der Queradrigen Milchling - Lactarius acerrimus, denn man erkennt auf Deinem Detailfoto von den Lamellen gut die Querverbindungen der Lamellen in Stielnähe. Da stimmt das Habitat auch sehr gut.

    Vergleich mal damit!


    LG Ulla

    Hallo Björn,

    Deine Präsentation ist wie immer toll!! ==)

    Zu den Schleimis: Dictydiaethalium plumbeum, super wie Du die Peridienplättchen und Capillitiumfäden abgebildet hast!! ==Pilz22

    Die Arcyria ist leider noch nicht reif, deshalb sind Deine Mikroaufnahmen noch nicht optimal, d.h. das Capillitium ist noch nicht richtig ausgebildet. Auch sieht man nicht wie das Capillitium am Peridienbecher angewachsen ist oder sich leicht lösen läßt. Deshalb ist eine Artbestimmung noch nicht möglich.

    Trichia decipiens: auch Spitzenbeschreibung, alles bestens! ==Pilz24


    LG Ulla

    Hallo,

    ja man kann sich jetzt gar nicht mehr vorstellen, das dieser Pilz noch vor über 30 Jahren zu DDR-Zeiten zu den eher seltenen Phytoparasiten gehörte und man sogar 1982 zur Kartierung in der Dölauer Heide bei Halle (Artikel im "Boletus") aufrief.

    Die hohe Luftverschmutzung war der Grund das der Pilz nicht kam.

    LG Ulla

    Hallo,

    ich glaube eher an ganz junge Schafkugelpilze - Lasiosphaeria ovina.

    Auf dem ersten Foto glaube ich schon einige unausgebildete Mündungen für den Sporenabwurf zu sehen.

    Vergleich mal damit.

    Man müßte mal einen Fruchtkörper öffnen und sich die Sporen ansehen.

    Lasiosphaeria ist ein Ascomycet.

    LG Ulla

    Hallo Erwin,

    wie Jan-Arne schon bestätigte ist das eine Lamproderma.

    Ich würde aber etwas eingrenzen, da ich ein Merkmal auf Deinen Fotos entdeckt habe was nicht viele Lamproderma-Arten haben.

    Auf dem 2. und dem 4. Foto sieht man auf jeweils den größten Fruchtkörpern kleine helle Striche auf der Peridie, das sind Kalknadeln.

    Diese haben nur wenige Arten. Ich vermute also das es sich bei Deinem Fund um Lamproderma arcyrioides handelt. Das ist eine Spätherbstart, die auf morschem Holz vorkommt. Aber 100%ig sicher kann man sich wirklich erst nach der mikroskopischen Untersuchung sein.

    LG Ulla