Beiträge von lamproderma

    Das mit dem Emojis finde ich ja noch gut, aber das nur noch 5 aktuelle Treads in den Listen stehen, ist m.M. nicht sehr benutzerfreundlich. Wer hat das verschlimmbessert und kann man das wieder ändern? Man kann doch nicht jedes Mal alle ungelesenen Beiträge abklappern. Sollen damit die Benutzer vergrault werden?

    Kann sich mal jemand der Admins äußern?


    :gkopfkratz::gmotz:


    VG Ulla

    Hallo,

    ich bin mir da unsicher, ob es wirklich Pithya cupressina ist, den hatte ich ja vor kurzem erst gezeigt.

    Wächst z.Z. auf vielen Friedhöfen, wo Sadebaum (Kriechwachholder) angepflanzt ist.

    Aber die Becherchen haben meiner Erfahrung nach eine weißliche, filzige Außenseite.

    Das paßt eigentlich auf den obigen Fund nicht so richtig. Das müßte man dann sicher doch mikroskopisch untersuchen.


    VG Ulla

    Servus,

    mit der gestielten Endoperidie würd ich mal mit Geastrum schmidelii vergleichen


    Grüße

    Felli

    Hallo Bernd,

    Geastrum schmidelii fällt da völlig raus, der hat ein gerieftes Peristom.


    Ich würde Ingo und Andreas voll zustimmen, dass das ganz sicher Geastrum minimum ist.

    Der Fundort auf Sand ist auch typisch. Die eigentliche sandige Peridie kann im Alter dann nicht mehr sichtbar sein.

    Der kann auch mal am Straßenrand auf entsprechend passendem Boden vorkommen.


    LG Ulla

    Hallo,

    bitte nicht Ausdruck und Grammatik in den Beiträgen kritisieren. Viele verwenden ja "nur" ihr Smartphon und achten nicht auf solches.

    Finde ich zwar auch nicht gut (habe kein Smartphon), aber man muß es akzeptieren.

    Ansonsten kann ich Andreas nur vollständig zustimmen!


    VG Ulla

    Hallo Pilzgemeinde,

    Da es z.Z. nicht viel frisches pilzliches gibt und das Sturmtief „Nadia“ den Besuch von Wäldern doch etwas verhinderte, machten wir uns auf „Dörfertour“. Wir inspizierten Streuobstwiesen und Dorflagen mit ihren Friedhöfen im Bereich Köthen und westlich Sangerhausen um einige neue Daten für unsere Landesdatenbank zu erfassen.


    Zunächst Streuobstwiesen, vor allem Kirschplantagen.


    Da konnten wir auf mehreren Standorten Craterocolla cerasi - den Kirschbaum-Kraterpilz nachweisen. Da es z.Z. doch recht feucht war, hat Craterocolla bisher ein gutes Jahr. Überall auf den Streuobstwiesen konnten wir den Pilz finden. An manchen Stellen sogar in großer Menge. Er wächst dort auf abgestorbenen oder abgebrochenen, toten Ästen.


    Auf Friedhöfen waren wir vor allen auf der Suche nach Pithya cupressina – dem Gelben Sadebaumbecherling, der am Sadebaum, Juniperus sabina fruktifiziert.


    Auf jedem 2. Friedhof konnten wir die Art nachweisen, sodass wir für unsere Landesdatenbank 8 neue Fundpunkte erfassenn konnten. An vielen Standorten wuchsen die Fruchtkörper in großer Zahl.


    Aber auch einige Frühblüher zeigten sich schon, so Schneeglöckchen und auch Winterlinge.


    Skurilles an Friedhofmauern: man hat dort alte Grabsteine in die Mauer integriert.


    Aber es gab auch diverse Porlinge, die sicher nicht aus der einheimischen Flora stammten. Die wurden nicht in die Kartierung aufgenommen.:giggle:


    LG Ulla

    Hallo zusammen,

    Heinrich Dörfelts "Erdsterne" ist immer noch, gerade auch für Einsteiger bei der Erdsternbestimmung, ein unverzichtbares Buch.

    Es wäre zwar schön, wenn es eine aktuelle Neuauflage geben würde, aber das wird wohl nichts werden. Dr. Dörfelt ist über 80 und hat z.Z. andere Projekte.

    Ein aktuelleres, sehr umfangreiches Werk für Geastrum ist "Jordstjärnor" von Mikael Jeppson. Leider in Schwedisch, aber die Abbildungen sind sehr gut und Detail- und Mikrozeichnungen sind selbsterklärend.


    VG Ulla

    Hallo,

    Dein Fund sieht mir nicht nach Echtem Zunderschwamm aus. Der wächst normalerweise nur an Buche oder Birke.

    Bei Deinem Fund denke ich eher an den Falschen Zunderschwamm Phellinus igniarius agg.


    VG Ulla

    Hallo Maren,


    leider ist Dein Fund keine Diderma niveum.

    Diderma niveum ist eine nivicol erscheinende Art. Sie wächst also im Gebirge im zeitigen Frühjahr am Rand des schmelzenden Schnees, oft an Stängeln von Heidelbeere oder anderen Halbsträuchern.

    Dein Fund ist auch keine andere Diderma, sondern ich meine, dass es ein Didymium ist, höchstwahrscheinlich Didymium squamulosum.

    Man sieht auf Deinen Fotos, dass die Fruchtkörper gestielt sind, d.h. sie sitzen nicht am Substrat auf. Leider sieht man die Stielfarbe nicht. Ich vermute, dass er weißlich ist. Auch haben die Fruchtkörper eine deutliche Columella, das ist der weiße kalkhaltige Gnubbel in Innern der Fruchtkörper.

    Der weiße Kalkbelag auf der Peridie muß bei Didymium aus kristallinem Kalk bestehen. Solche Kristalle meine ich auf Deinen Mikrofotos zu erkennen, leider aber nicht deutlich. Die Peridie bei Diderma besteht dagegen aus granuliertem Kalk.

    Das Capillitium enthält keine kalkhaltigen Knoten. Das schließt dann auch die Gattung Physarum aus. Physarum bildet auch keine Columella aus.
    Die grobwarzigen Sporen und ihre Größe passen auch gut zu D.squamulosum.

    Vergleich also mal damit.


    LG Ulla

    An unserer Igelfutterstelle auf der Terrasse finden sich außer natürlich mehreren Igeln auch regelmäßig "ungebetene" Gäste ein.

    Aber ich gönne es ihnen.


    Meisen:


    Elstern:


    und auch Spitzmäuse:


    LG Ulla

    Hallo Marwin,

    mit Craterocolla cerasi liegst Du richtig.

    Allerdings kenne ich ihn nur von Kirsche (Prunus cerasi).

    Dieser Pilz hat scheinbar ein gutes Jahr. Wir haben ihn diesen Monat schön ofters auf alten Streuobstwiesen gefunden.

    VG Ulla

    Guten Morgen! So schöne Vogelbilder zeigt ihr!

    Ein außergewöhnliches ornithologisches Erlebnis hatten mein Mann und ich vorgestern bei uns im Garten an der Futterstelle: Ein ganzer Schwarm Schwanzmeisen besuchte uns! Die haben wir sonst sehr selten, und wenn, kamen sie einzeln oder paarweise...diesmal waren es 8 Stück! Die Fotos sind leider nicht besonders, da es nur Screenshots aus einem Film sind, aber ich möchte sie euch trotzdem zeigen, um einen Eindruck zu vermitteln...Hat das von euch auch schon mal jemand erlebt, Schwanzmeisen im Schwarm?

    Ich wollte eigentlich den Film hier einbinden, habe es aber nicht hingekriegt.

    Hallo Grüni,

    bei uns kommen die Schwanzmeisen nur im Winter an die Futterstelle und da sind sie auch meist im kleinen Schwarm anzutreffen.

    Leider habe ich immer gerade keine Kamera vor Ort, wenn was Interessantes am Futterhaus zu sehen ist.



    Ein Eichelhäherpärchen kommt auch regelmäßig.

    Seidenschwänze habe ich bei uns noch nie gesehen!


    LG Ulla

    Hallo Christine,

    Deine Aufsammlung enthält sowohl unreife (weiße), später in Reife von rötlich bis braune Sporangien.

    Comatricha nigra entwickelt sich schon ähnlich, aber ich denke eher an eine Lamproderma.

    Comatricha verliert ziemlich schnell die Peridie, sodass sie kaum noch zu sehen ist.

    Bei Lamproderma hält sich die meist glänzende Peridie länger und ist bei reifen Fruchtkörpern auch meist noch vorhanden.

    Schlußendlich müßte das Mikroskop entscheiden, um was es sich handelt. Makroskopisch ist das so nicht möglich.

    Allerdings weiß ich, dass sich Schleimis an den direkten Schnittflächen eher sehr schlecht ernten lassen. Das würde also schwierig.


    LG Ulla

    Hallo lyd,


    mit Hemitrichia calyculata liegst Du richtig.

    Die erkennt man ganz gut, da die Stielchen immer etwas abgesetzt vom Kelch sind und das Capillitium so als relativ kompakter Puschel daher kommt, da es stark vernetzt ist und sich dadurch nur so als ganzes aus dem Kelch herausziehen läßt.


    LG Ulla

    Hallo Claudia,


    schön, dass Du jetzt auch Schleimis mitnimmst.

    Bei der Bestimmung liegst Du schon ganz gut.

    Die graubraunen Lampenputzer gehören zu Stemonitopsis typhina, ganz typisch mit der oft noch vorhandenen silbrig glänzenden Peridie, auch die Stielchen sind immer so silbrig überzogen.

    Die gelben Puschel sind auf jeden Fall eine Hemitrichia. Du hattest ja H. calyculata vermutet. Ich denke eher an H. clavata, da der Stiel nicht abgesetzt vom Kelch ist, sondern langsam dahin übergeht. Das könnte man mikroskopsich aber auch gut auseinanderhalten: H.calyculata hat Capillitium was stark vernetzt ist, während H.clavata nur wenige Vernetzungsstellen hat.


    Auf Deinen ersten beiden Fotos sind die Schleimis leider nicht so gut zu sehen, aber ich denke anhand der Farbe und Wuchsform an Trichia decipiens. Mikroskopisch leicht kenntlich durch das Capilitium mit lang ausgezogenen Spitzen.


    LG Ulla

    Hallo Irmtraut,

    ganz superschöne Fotos von Badhamia utricularis.

    Zwar sind die Schleimis noch nicht reif, aber durch das hängende Wachstum der kleinen Fruchtkörpertrauben eindeutig als diese Art erkennbar und toll in Szene gesetzt.

    Das Plasmodium gehört mit ziemlicher Sicherheit auch zu dieser Art, da es direkt daneben rumkriecht.

    In diesem Fall ist es einfach auf die Art zu schließen, dass ist aber sonst meist nicht so. Da muß man schon reife Fruchtkörper haben, die man dann auch mikroskopisch untersuchen kann. Nur wenige Schleimis sind makroskopisch eindeutig zu bestimmen. Plasmodien sind normalerweise nicht zu bestimmen.


    VG Ulla